Zwischenstand: Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012

Der 22. Dezember naht mit Riesenschritten.

Hier am Bodensee ist traumhaftes Wetter.

Sonne, blauer Himmel und eine glitzernde Schneeschicht.

Es gab Positionsverschiebungen bei der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012.

Zwischenstand 14.12.2012

1.  Schach-Ticker

2.  Chess Tigers

3.  ChessBase

4. Schach Magazin 64

5. Entwicklungsvorsprung

6. Schachwelt

7.  Schachbundesliga + DeepChess

9. Schachblätter

10. Karl Online

11.  Zeitschrift Schach

12.  Rochade Europa

ChessBase hat sich Platz 3 in der Lesergunst erkämpft.

Schach Magazin 64 jetzt dadurch in der Verfolgerposition für einen Podiumsplatz.

Schach-Ticker ist noch nicht durch. Turniersiege werden oft in letzter Minute errungen.

Chess Tigers auch mit einer starken Turnierwoche bei den Lesern. Der Trend zeigt nach oben.

Entwicklungsvorsprung bewegt sich auch wieder stärker.

Schachwelt jetzt alleine auf Position 6.

Dahinter alles noch sehr eng beieinander. Es bleibt spannend.

Bis zum 22. Dezember können noch Stimmen im Wahllokal abgegeben werden.

Hier geht es zur Wahlkabine entlang Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012.

Magnus Carlsen – Mount Everest 2851

Er hat ihn geknackt. Den Elo-Rekord von Garri Kasparow aus dem Jahr 1999. Die stolze Bestmarke stand bei 2851. Magnus Carlsen wollte den Gipfelsieg. Mittlerweile schafft er es auch auf Augenhöhe mit der Berichterstattung der Champions-League im Fußball.

Zumindest in Norwegen.

Fotograf Ray Morris-Hill findet Ihr auf seiner Website rmhphotos.eu

In Deutschland schaffte es Carlsen unter anderen mit einer dpa Meldung auf die Sportseite der Schwäbischen Zeitung. Immerhin.

Die Online Berichterstattung von chessbase, chesstigers und schach-ticker hielten die deutschen Schachfreunde ständig auf dem aktuellen Stand der Ereignisse von London. Ein Kompliment nochmals dafür auch von meiner Seite. 

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Hype um das norwegische Schachgenie
 
Magnus Carlsen jetzt also der Reinhold Messner des Schachs. Schachmozart, Schachprinz waren auch schon gebräuchliche Namensbeigaben für den 22-Jährigen norwegischen Wunderknaben. Mit 22 Jahren war Garri Kasparow Weltmeister. Michail Tal gelang dies mit 23 Jahren. Diese WM-Marken wird Magnus Carlsen nicht mehr erreichen. Aber es waren vielleicht auch andere Zeiten. Auf alle Fälle kann ihm jetzt keiner mehr die Ablösung der Mount Everest 2851 Marke von Kasparow nehmen. Der Hype um das norwegische Schachgenie ist enorm. Schach kann Popularität, Werbeträger, spektakuläre Biografien gebrauchen. Gar keine Frage. Carlsen wird gut vermarktet. Vielleicht folgt auch irgendwann ein gut dotierter Pepsi-Cola Werbevertrag mit entsprechenden Inszenierungen. Freunde des gepflegten Kasparow Trinkverhaltens eines alkoholfreien Kultgetränks werden sich noch an diesen legendären Clip erinnern. Dabei war es für ihn gar nicht so einfach an eine Cola heranzukommen.
 
Kann Carlsen einen WM-Zweikampf über Wochen von Angesicht zu Angesicht?
 
Ob man Carlsen einen Gefallen tut ihn jetzt schon auf ein Denkmal zu heben ist eine andere Sache. Der Norweger ist sensibel. Durchaus kein abgezockter. Aus welchen Holz Männer geschnitzt sind zeigt sich im WM Kampf, dem Duell um den Schachweltmeistertitel. Von Angesicht zu Angesicht in einem Zweikampf über mehrere Wochen. Die Geschichte ist voller talentierter Schachspieler die nie den Olymp bestiegen, zwar am Thron kratzten, jedoch ihn nie bestiegen. Klar in der Zeit der russischen Hochzeit des Schachs mussten zwangsläufig Spieler wie Keres oder Taimanow ohne Titel bleiben. Es waren einfach zu viele gute Schachspieler in der UdSSR in dem Zeitfenster von 1948 bis 1972 dank der intensiven Talenteförderung und der Konzentration auf das königliche Spiel. Ablenkungen wurden vermieden. Die sowjetischen Schachweltmeisterschaften in Moskau inclusive Titel blieben in der Familie. Bis dann 1972 Bobby Fischer auf der Schachbühne in Reykjavik erschien. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Nachdenkenswert #158

,,Ob mir jemand im Stadion eine auf die Nuss haut oder außerhalb, hilft dem Nasenbein nicht. Es ist kein Fußballspezifisches, sondern ein gesellschaftliches Problem. Das hat verschiedene Ursachen. In den Familien herrscht Druck, weil ein Einkommen nicht mehr reicht. Das schlägt sich auf die Erziehung nieder. Dazu kommt Politikverdrossenheit bei jungen Leuten und fehlendes Sozialverhalten in der Schule. Leitlinien fehlen. Im Fußball, unter Gleichgesinnten, entlädt sich das hier und da.“ 

Andreas Rettig, designierter Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), im Interview mit dem Südkurier

Flauschcontent für alle Freunde von Garri Kasparow und Nigel Short

Heute ein Sprung in eine fast vergangene Zeit. Vor 25 Jahren …

Wir schreiben das Jahr 1987. 

Schnellschach-Schaukampf  im „Hippodrom“, einem renommierten Londoner Discoclub.

Die Protagonisten sind Garri Kasparow und Nigel Short.

Vorhang auf!

… Hier geht es weiter…

Schachweltmeister Viswanathan Anand wird 43

Viswanathan Anand wird heute 43. Herzlichen Glückwunsch! Rückblick …

Das war nochmals eine kurze Reminiszenz an die Nachricht der erfolgreichen Titelverteidigung gegen Boris Gelfand.

Chesstigers würdigt den Weltmeister mit einer geglückten emotionalen Geburtstagsansprache inclusive bisher unveröfffentlichten Fotomaterials und der ausführlichen Erfolgsbilanz von Viswanathan Anand. In einer Ausführlichkeit, die selbst wikipedia blass werden lässt. Ein Hoch auf den Champion! 

Ehre wem Ehre gebührt. Mein kleines Geburtstagsgeschenk habe ich bereits hier am 29. November eingepackt:

,,Für mich persönlich ist ja Schachweltmeister Viswanathan Anand der Schachspieler des Jahres 2012. Seinen Titel in einem harten WM-Kampf gegen den zähen Boris Gelfand in Moskau zu verteidigen war eine beachtliche Leistung. Elo-Zahlen hin oder her. Anand wollten ja jetzt in den letzten Jahren einige Schachspieler bereits vom Thron stoßen. Scheint nicht so einfach zu sein für die Konkurrenten des indischen Schachweltmeisters. Der Weltmeistertitel ist für mich weiterhin das Maß aller Dinge.“

Viswanathan Anand, seiner Frau Aruna und dem Sohn Akhil sei Gesundheit, Glück, Sonne im Herzen und die eine oder andere bemerkenswerte Schachpartie von Vishy gewünscht.

Schach-Ticker führt vor Chess Tigers und Schach Magazin 64 die Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 an

Zeit für einen erneuten Zwischenstand.

Es gab Veränderungen bei der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012.

Die Spitzenposition hat weiterhin Schach-Ticker inne.

Dahinter folgt nun Chess Tigers auf Platz 2.

Schach Magazin 64 ist auf den 3. Platz zurückgefallen und spürt den Atem von ChessBase im Nacken.

Diese vier haben mittlerweile einen komfortablen Vorsprung in der Lesergunst auf die Verfolgergruppe erarbeitet.

Entwicklungsvorsprung von Georgios Souleidis liegt auf Platz 5.

Schachbundesliga und Schachwelt gleichauf dahinter.

Auf Platz 8 die Schachblätter. Dahinter folgt DeepChess.

Auf Platz 10 Karl Online von Harry Schaack.

Die Zeitschrift Schach von Raj Tischbierek und Rochade Europa mit Carsten Köhler gleichauf in der Verfolgung.

Das Feld vor sich.

Bis zum 22. Dezember sind die Wahllokale geöffnet. Die zweite Hälfte der Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 beginnt. Kommt noch der große Endspurt von ChessBase?

Können die Online-Ableger der Printerzeugnisse aus dem Hause Schaack, Tischbierek und Köhler noch zulegen und eine Verfolgungsjagd starten?

Verteidigt Schach-Ticker die Spitzenposition?

Greift Chess Tigers weiter erfolgreich an und kann den Trend der letzten Tage erneut fortsetzen?  

Können Entwicklungsvorsprung und die Schachblätter den Schwung der ersten Tage nochmals aufgreifen?

Gibt es einen Zwischenspurt der Schachwelt von Jörg Hickl?

Greift DeepChess noch an? Wie entwickelt sich die Position der Schachbundesliga? Kann das Schach Magazin 64 den Podiumsplatz halten?

Fragen über Fragen. Es bleibt spannend bis zum 22. Dezember 2012.

Trend Schulschach in Deutschland

Mit dem Schachspiel kann man nicht früh genug anfangen. Ja, Schachwunderkinder hat es immer wieder einige gegeben. Man denke an Capablanca, der mit 4 Jahren Schach erlernte und mit 12 bereits die kubanische Schachmeisterschaft gewann. Svetozar Gligoric schrieb in seinem Buch Fischer Spasskij – Schachmatch des Jahrhunderts in dem Kapitel zu den Schachweltmeistern in der Geschichte des königlichen Spiels:

,,Capablanca lernte im Alter von vier Jahren das Schachspiel, als er seinem Vater beim Spiel gegen einen Freund zuschaute. Die Figuren faszinierten ihn, und er schaute weitere zwei Tage zu. Am dritten Tag bemerkte er, wie sein Vater mogelte und einen Springer von einem weißen Feld auf ein anderes Feld verschob. Als er nach dem Spiel seinen Vater darauf ansprach, schalt der ihn, er solle keine so großen Sprüche reißen, da er noch nicht einmal die einzelnen Züge kenne. Klein José , entschlossen zu beweisen, daß er recht hatte, forderte seinen Vater zu einem Spiel heraus und schlug ihn prompt zweimal hintereinander.“

Warum ist Schach eigentlich in Deutschland kein Pflichtfach? Ab der 1. Klasse 2 Stunden pro Woche wäre doch ein guter Anfang. Die Vorzüge des Schachs sind ausgiebig bekannt. Oder? Die Befürwörter hier aufzuzählen würde  den Rahmen des Artikels sprengen. Lassen wir einen ehemaligen klugen Bundespräsidenten zu Wort kommen. Richard von Weizsäcker:

,,Der Schachsport fördert Fähigkeiten wie Konzentration, eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, Kombinationsvermögen und Ausdauer, Fähigkeiten also, die allgemein im Leben von Nutzen sind.”

In Deutschland gibt es engagierte Menschen wie Hans-Walter Schmitt der mit Herzblut, Leidenschaft, Konzentration  und dem Gespür für Schachförderung von klein auf, ganz aktiv Kinder im königlichen Spiel stetig verbessert. Das Chess Tigers Training Center fördert momentan 160 Kinder in Schulschach AGs. Siehe auch den lesenswerten Bericht Gute Plätze mit 2-3-3-4 in allen Altersstufen, aber kein Titel! Die Resonanz der Eltern und Lehrer ist durchweg positiv. Normal müsste jede Schulleitung sich nach so einer Schachförderung sehnen. Aber ich bin Realist. Es wird noch viel Aufbauarbeit vonnöten sein.

Schulschach ist noch kein Boom in der Bundesrepublik. Doch es gibt erfreuliche Ansätze. Kürzlich fand in Dortmund der 5. Schulschachkongress statt. Auf dieser Veranstaltung gab es auch den Vortrag vom Schulschachexperten Björn Lengwenus. Einige Anregungen zum diskutieren, nachdenken, zur Vertiefung.

Ich selber habe einst in der Schule Schach gespielt. Es gab eine AG (Arbeitsgemeinschaft) und eine engagierte Frau die uns 6-Jährigen in die Geheimnisse des königlichen Spiels einwies. Später kam dann der leider dieses Jahr viel zu früh verstorbene Paul Gaffron in mein Leben. Er war Schachtrainer, Organisator, engagierter Schachfunktionär und Spiritus Rector von Motor Gohlis Nord. Mit viel Liebe zum Detail, einer unheimlichen Geduld, der kontinuierlichen Analyse unserer Turnierpartien vom Wochenende am Dienstagabend im Schachvereinshaus Heinrich-Budde sowie dem unerschütterlichen Glauben an unsere schachlichen und menschlichen Fähigkeiten, begleitete er unseren Weg zu den ersten Medaillen bei den Schachkämpfen im Bezirk.

Die Fotos stammen von Ray Morris-Hill ( rmhphotos.eu) von den diesjährigen 2012 London Chess Classic Junior Events.

Sport am Bodensee: Bayern München powert beim U-15 MTU-Hallencup 2012

Im vergangenen Jahr gewann Dinamo Zagreb.

Dieses Jahr siegten die Jungs von Bayern München beim 10. MTU-Hallencup der U-15.

Ein hochkarätig besetzes internationales Fußballturnier.

Mittlerweile fest im sportlichen Terminkalender etabliert am Bodensee in Friedrichshafen mit hervorragender Sponsorarbeit und exzellenter Hintergrundarbeit der Veranstalter.

Okay, der angedachte Umzug in die ZF Arena der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen hat dieses Jahr noch nicht geklappt. Doch den Organisatoren ist ein Kompliment zu machen.

Alleine die Teilnehmerliste … Kenner schnalzten mit der Zunge. Ein kleiner Ausschnitt: Arsenal London, Manchester United, Manchester City. Aus dem Land des aktuellen Welt- und Europameisters der FC Barcelona mit zwei Mannschaften.

Dazu aus Deutschland der VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Bayern München, TSG 1899 Hoffenheim, Eintracht Frankfurt oder Mainz 05. Aus dem sympathischen Land der emotionalen Türkei Besiktas Istanbul. Aus dem Nachbarland Schweiz der FC Basel und Grashoppers Zürich. Nicht zu vergessen die regionalen Mannschaften vom Bodensee wie der VfB Friedrichshafen, TSV Meckenbeuren oder die TSG Ailingen.

Die Sponsoren schauen auch immer auf die wichtige überregionale Medienwirksamkeit so einer Veranstaltung.

Auch dieses Jahr hat es der MTU-Hallencup wieder in den kicker geschafft:

,,Zum zehnten Mal fand am Wochenende der MTU-Hallencup statt. Und mit dem FC Bayern München hat das internationale U15-Turnier in Friedrichshafen auch den zehnten Sieger. Zwar stand mit dem VfB Stuttgart der Sieger des Jahres 2007 im Finale, die Schwaben mussten sich dem Nachwuchs des Rekordmeisters aber knapp mit 2:3 geschlagen geben.“

Ausführlich berichteten auch regionale Medien vom spektakulären Fußballereignis für die Jugendlichen Ballkünstler. Stellvertretend sei hier der südkurier genannt.

Ein gelungenes Wochenende für alle Beteiligten.

Chess Tigers schiebt sich alleine auf Platz 3 der Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012

Heute spielen die Schachprofis in London ihre letzte Runde.

Die Schachbundesliga hat am Wochende ebenfalls intensiv gespielt.

Bei der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 wird weiter fleißig abgestimmt. Es ist wieder Zeit für einen kleinen Zwischenstand. Der Schach-Ticker hat sich in der Lesergunst einen respektablen Vorsprung erarbeitet. Auf Platz 2 weiterhin das Schach-Magazin 64. Alleine auf den 3. Platz hat sich Chess Tigers geschoben. Dahinter folgt mit knappen Abstand ChessBase. Danach folgt bereits eine etwas größere Lücke.

Das Verfolgerfeld wird von Entwicklungsvorsprung angeführt.

Schachbundesliga, Schachblätter, Schachwelt folgen knapp dahinter. Danach DeepChess, Zeitschrift Schach, Karl Online und Rochade Europa.

Aber die Wahl nach der besten Schachwebsite des Jahres  2012 hat noch nicht die Halbzeit erreicht. Insofern ist für alle Beteiligten noch viel Potential bis zum 22. Dezember drin. 

Impressionen vom königlichen Spiel in London

Die 4. London Chess Classic biegt auf die Zielgerade.

Der Zeitpunkt für ein paar Impressionen der letzten Tage ist gut.

Ein paar besinnliche Momente.

Ich muss unbedingt auch Ray Morris-Hill interviewen. Eins nach dem anderen.

Jetzt wünsche ich meinen Lesern viel Freude mit der Fotokunst aus London und einen friedlichen und harmonischen 2. Advent.

Die bemerkenswerten Fotos hat Ray Morris-Hill zur Verfügung gestellt. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Seine Website ist rmhphotos.eu.

Die E-Mails von ihm immer wieder eine Inspiration.