Die Verpflegungstasche bei der Tour de France

Die Tour de France feierte kürzlich die Präsentation der 100. Ausgabe im nächsten Jahr 2013. Die Personalie Armstrong schwebte wie ein Damoklesschwert über der Veranstaltung in Paris. Manch Funktionär wollte nicht mehr an den einstigen Tourgott und siebenfachen Gewinner der Tour de France erinnert werden. Es sollten sich wieder andere positive Bilder im Kopf des Publikums festsetzen. Die Heuchelei um Lance Armstrong nahm Kinoformat an. Dabei gab es seit den Anfängen der Tour immer wieder unerlaubte Methoden der Radsportler. Kein Trick wurde ausgelassen. Es wurde probiert was ging …

Helge Jepsen hat in seinem lesenswerten Buch Männerspielzeug sehr schön die Tricks der Lohnfahrer beschrieben. Tauchen wir also kurz hinein in die Historie der Frankreichrundfahrt:

,,Die Tour wurde 1903 ins Leben gerufen und hatte schon im zweiten Jahr ihre ersten ,,Doping-Fälle“: Die Plätze eins bis vier in der Gesamtwertung wurden allesamt disqualifiziert, weil die Fahrer sich hin und wieder von Autos ziehen ließen oder Teile der Strecke mit der Eisenbahn fuhren! Außerdem waren damals Cognac, Bier, Wein, Sekt, Koffein, Chloroform, Kokain und Nitroglyzerin gerngesehene Gäste in der Verpflegungstasche.“

Das muss man sich plastisch vor Augen halten. Der Schwierigkeitsgrad der Tour war bereits damals offenbar nicht nur mit Brot und Mineralwasser zu bewältigen. Ganz großer Radsportzirkus.

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