Abschied vom Medaillenspiegel

Die olympischen Spiele von London im Jahr 2012 sind auch bereits wieder Geschichte. Sportfunktionäre haben so ihre Schwierigkeiten mit Zielvorgaben, Medaillenprognosen und dem ganzen Kram. Nun der Medaillenspiegel wird total überbewertet. Nasskalt ist hier unten vorbei und es scheint die Sonne in bester Form, der Himmel ist blau, die Temperaturen bei 28 Grad. So fühlt sich Sommer an.

Hier am Bodensee sind die Strandbäder gut gefüllt, es wird geschwommen, Tischtennis gespielt, eine Partie auf dem Großschachfeld mit großer Konzentration und Lust geführt, Volleyball auf sandigen Untergrund gepowert und die Segelboote sind auf dem grandiosen See auch zahlreich unterwegs. Der Medaillenspiegel ist nicht wirklich ein riesiges Thema. Gastronomen erfreuen sich der gut besuchten Freisitze. Einheimische wie Touristen genießen das Panorama auf die Berge. Ob Deutschland jetzt 1. oder 4. oder 6. oder 8. oder gar 12. oder ungeplant 15. der berühmt-berüchtigten Nationenwertung geworden ist, spielt bei den Menschen hier am Bodensee nicht die entscheidende Rolle. Es ist kein Aufreger. Die Schwäbische Zeitung hat ab morgen auf dem Sportteil wieder vermehrt Platz. Es muss keine statistische Aufbereitung der Medaillen mehr gedruckt werden. Die Spiele in London sind einfach durch.

Derweil gibt es auch wieder Lebenszeichen von Übungsleiter Löw. Trainer Baade nimmt sich der Sache unter dem Titel Einen neuen Tiefpunkt erwühlt an. Die Zeiten werden rauher.