Red Bull Chef Dietrich Mateschitz mit RB Leipzig im Plan

Der eine oder andere Fußballfreund wird sich vielleicht die Augen reiben. Wieso soll Red Bull Chef Mateschitz mit RB Leipzig im Plan liegen? Ist der Aufstieg in die 3. Liga nicht gerade mit größeren Abstand auf die Chemnitzer verpasst worden? Die abgelaufene Saison hat Rotebrauseblogger kürzlich kompetent und scharfsinnig unter dem Titel RB Leipzig und die vielen Tiefen und wenigen Höhen analysiert. Vor der Saison hatte ich auch einen weiteren Aufstieg prognostiziert. Doch Fußball ist nicht immer ein Wunschkonzert. Zeitpläne und ehrgeizige Ziele sind bei Red Bull auch mit dem entsprechend langen Atem versehen. Vielleicht ist da auch ein Rückblick auf jenes Interview von 2009 mit Dietrich Mateschitz bei Sport Bild aufschlussreich:

,,Wir werden versuchen, sowohl die Mannschaft als auch den gesamten Trainerstab maßgeschneidert der jeweiligen Situation bzw. dem jeweiligen Ziel anzupassen, d.h. wir werden versuchen, die Mannschaft möglichst rasch aber nichtsdestotrotz gesund wachsend von der derzeit 5. Liga in die 2. Liga zu führen. Dafür muss man dreimal aufsteigen, wenn uns das in 4 oder 5 Jahren gelingt, wäre das ein guter Zeitplan. Der letzte Schritt in die Bundesliga kann derzeit noch nicht wirklich geplant oder auch absehbar sein, zu viele unterschiedliche Faktoren spielen dafür eine Rolle, aber unser Ziel wird es auf jeden Fall sein.“

Red Bull Chef Dietrich Mateschitz hat das Projekt mit RB Leipzig langfristig angelegt. Mich haben daher die eine oder andere Personalentscheidung (Linke, Beiersdorfer) etwas überrascht. Das sah mir ein wenig nach Kurzatmigkeit aus. Doch bei einem Aufstieg in der nächsten Saison in die 3. Liga wird sich das Personalkarussell etwas langsamer drehen wie in dieser Saison. Die letzten 12 Monate haben gezeigt, dass auch die Regionalliga erst einmal gestemmt sein will.  Der charismatische Mateschitz, Marketinggenie und begeisterter Anhänger eines professionellen Sportsponsorings hat in jenem Zeitraum mit Formel 1 Pilot Sebastian Vettel in einer anderen Sportart sehr viel Freude gehabt. Ein Titel, ein weiterer in dieser Saison vor der Brust. Tief durchatmen. Das ist bemerkenswert.

Natürlich gibt es auch sehr kritische Stimmen. Erbsen zählend wird auf den hinkenden Zeitplan verwiesen. Meist sind sie nicht frei von einer gewissen Schadenfreude. Als Beispiel sei hier auf den Artikel Die Arroganz der Fußballplaner in der Zeit Online verwiesen. Doch es gab auch einst für das Engagement von Mateschitz im Formel-1 Business mit dem jungen Sebastian Vettel Stirnrunzeln.

Geamach, Gemach. Das wird schon mit RB Leipzig. Wenn das Team Stück für Stück aufsteigt will es dann sowieso jeder bereits vorher gewusst haben. Plan hin oder her.

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