Zwischen den Kartons packen findet sich noch Zeit für einen Blick auf Vettel, RB Leipzig und die Wahl

Der Auftrag an die Spedition ist raus. Die ersten Sachen entrümpelt. Am Wochenende war auch der Zollstock ein guter Freund. Da kam eine bundesligafreie Zeit ganz gelegen. Ein guter Kumpel brachte mir das Programmheft vom Spiel Deutschland gegen Kasachstan mit. Auf dem Titelfoto Klose. Vorwort von Klose.  Menschenskinder, Fußball wurde am Wochenende ja auch gespielt. Ich selber halte Pfiffe des Publikums für legitim. Es ist immer wieder erstaunlich wie sensibel dann einige Stars reagieren.

Übrigens wann gewann die deutsche Nationalelf ihren letzten Titel? Ich glaube 1996 unter Berti Vogts den EM-Titel. Daran messe ich Übungsleiter Löw und seine Mannschaft. Spiele um Platz 3, jene ungeliebten Goldene Ananas Rangeleien am Ende eines titellosen Turniers, sind doch nicht das Gelbe vom Ei.  Auch eine so gefühlte klare EM-Endspielniederlage wie 2008 in Wien gegen Spanien macht keine Freude. Ich merke wie meine persönliche Distanz zur Truppe von Löw wächst.

Red Bull und das Sportsponsoring fabriziert einen weiteren leuchtenden Mosaikstein in der Sammlung. Allerdings muss Sebastian Vettel manchmal für viele Dinge herhalten. Jetzt sollte er sich auch noch zum Thema Fußball und RB Leipzig äußern. Tief durchatmen. Rotebrauseblogger nimmt die journalistische Schwerstarbeit der Leipziger Volkszeitung unter die Lupe und entdeckt dabei einige heiße Luft. Dabei habe ich den Sportteil einst regelmäßig gelesen. Die Zeitung hat mich meine Kindheit und Jugend begleitet. Erster Blick ging immer in den Sportteil. Mein Vater hatte ein Abo. Der Briefträger brachte sie regelmäßig von Montags bis Sonnabend. Dazu natürlich noch das Deutsche Sportecho fünfmal die Woche und monatlich eine Schachzeitung. Die neue Fußballwoche (fuwo) habe ich mir dann Dienstags immer beim Leipziger Schreibwarenhändler in der Coppistr. gekauft.

Ansonsten gab es auch noch Wahlkampf. Mappus macht Platz. Es kommt Kretschmann von den Grünen. Ein Wahlsieg von schwarz-gelb hätte mich auch am politischen Sachverstand der Baden-Württemberger zweifeln lassen. Noch war ich nicht wahlberechtigt. Ich lebe ja noch im CSU-Land Bayern. Habe da Stoiber, Beckstein und Huber beim abdanken gesehen. Seehofer hält sich ja noch. Was macht eigentlich Karl-Theodor zu Guttenberg?

Der Umzug findet am 15. und 16. April statt. Die Umzugskartons werden gepackt. Es wird gemalert werden. Eine ganze Reihe von Dingen ist noch zu regeln. Organisationstalent ist gefragt. Aufbruch zu neuen Ufern. Wir werden sehr nah am Ufer des Bodensees wohnen. Vorfreude steigt bei meiner Liebsten und mir auf. Es wird ein wunderschöner Frühling.

3 Gedanken zu “Zwischen den Kartons packen findet sich noch Zeit für einen Blick auf Vettel, RB Leipzig und die Wahl

  1. Markus 28. März 2011 / 22:09

    Nur eine Anmerkung zu den Erfolgen der dt. Nationalmannschaft.
    Ich sehe das gänzlich anders als du.
    Guck dir die Statistik der letzten Jahre an:
    2002 – Vizeweltmeister
    2006 – WM-Dritter
    2008 – Vizeeuropameister
    2010 – WM-Dritter
    Ganz ohne Fanbrille und mit vollem Ernst: Wir sind fußballerische Weltspitze. Und hätte Spanien nicht gerade jetzt seine goldene Generation um Xavi, Iniesta, Torres und Co., dann hätten wir in jüngster Zeit auch einen Titel gewonnen.

    Sehen wir uns an, wo die anderen „Großen“ so stehen, Italien (2006 Weltmeister, sonst nix), Frankreich (2000 Europameister, danach Absturz, 2006 Zweiter, danach Absturz), Brasilien (2002 Weltmeister, danach nur Viertelfinale), Argentinien (1990 Vizeweltmeister, danach maximal Viertelfinale), England (letztmalig 1996 in einem Halbfinale). Kein anderes Land ist im letzten Jahrzehnt kontinuierlich auf einem so hohen Niveau geblieben wie Deutschland. Auch ein Verdienst von Jogi Löw als Co- und Chef-Trainer (neben tollen Spielerkarrieren wie Klose, Kahn, Lehmann, Ballack, Podolski, jetzt Özil und Neuer). Und die Erinnerungen an Ribbek- und Völler-Zeiten lassen den heutigen Fußball doch in einem ganz anderen Licht erstrahlen.
    Auch jetzt führen wir die Quali-Gruppe mit fünf ungefährdeten Siegen aus fünf Spielen souverän an und dürfen uns wie immer zu den Favoriten beim nächsten Turnier zählen.
    Wo liegt also das Problem? Wir sind gut und das sollten wir uns auch mal zugestehen. Der deutsche Fußball hat schon viel viel schlechtere Zeiten erlebt.

    Pfeifen dürfen die Fans im Übrigen trotzdem, Schweini hat in Verein und Nationalmannschaft ne ganz miese Form zur Zeit (mit viel zu vielen Unkonzentriertheiten und Fehlern) und das darf man ihm auch bei seiner Auswechslung zeigen, finde ich.

  2. sportinsider 30. März 2011 / 06:22

    Ich darf bei Deinem Hohelied auf Übungsleiter Löw an die Niederlagen in Düsseldorf gegen Norwegen (damals 63. der Weltrangliste) oder die Heimniederlage gegen Argentinien in München oder die Niederlagen in der Vorrunde gegen Kroatien (EM 2008) oder Serbien (WM 2010) erinnern. Seit gestern reiht sich nun auch eine Heimniederlage gegen Australien in die Sammlung ein. Mich überzeugt das alles nicht ganz.

    Dabei bewerte ich Testspiele jetzt auch nicht über.

  3. Markus 30. März 2011 / 09:35

    Guck dir doch an wer in den Testspielen so aufläuft. Die gestrige Niederlage zeigt doch nur wie wichtig Neuer, Lahm, Khedira, Özil und Klose in der Startformation sind.
    Einzelne Spiele darf man auch mal verlieren, Testspiele sowieso, aber wie heißt es so schön „Hinten kackt die Kuh“, also was kommt am Ende eines großen Turniers raus, und da standen wir 2006/08/10 kontinuierlich unter den Besten, im Gegensatz zu unseren ewigen Konkurrenten. Was wollen wir denn mehr? Eine Samba-Nation werden wir nie, unser Team wird immer über Kampf und Geschlossenheit bestechen, auch wenns nicht immer sooo toll aussieht.
    Abgesehen davon sehe ich aber auch einfach das Spiel der Nationalmannschaft und das wirkt im Normalfall durchaus abgestimmt, durchdacht und zielgerichtet. Ich meine, was ist denn die Alternative?!
    Ich bezweifle, dass wir unter einem der „Alten“ (Hitzfeld, Rehhagel, Daum, Magath) besser dastehen würden und auch die „Jungen“ (Klopp, Tuchel, Dutt, Slomka) müssen sich erstmal ein paar Jahre im Ligaalltag beweisen.
    Ich hab auch meine Probleme mit Löw (z.B. die Ballack-Geschichte), aber realistisch gesehen holt er im meinen Augen momentan das Optimum aus der Nationalmannschaft heraus (wenn man die Ergebnisse betrachtet)

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