Das Tata Steel Chess 2011 in Wijk aan Zee nimmt Fahrt auf

Es ist das erste hochkarätige Turnier 2011. Ein Leckerbissen für alle Schachfeunde. In unserem sympathischen Nachbarland Niederlande findet das Tata Steel Chess 2011 Tournament in Wijk aan Zee statt.

          Turm in der Schlacht

         © Michael Alber: Pixelio 

Gar nicht aus den Startlöchern herausgekommen ist der Norweger Magnus Carlsen. In den ersten 4 Runden gelang ihm kein einziger Sieg. Der 20-Jährige musste sich gar dem 16-Jährigen Anish Giri in der 3. Runde geschlagen geben. Stefan Löffler titelt im Blog der Schachwelt Selten verlor eine Nummer eins so und schreibt:

,,Angefangen mit der Schacholympiade hat Magnus Carlsen nun acht Partien verloren, sechs davon mit mit Schwarz und meist, nachdem er zu viel riskiert hatte.“

Was ist nur mit Carlsen los? Im letzten Jahr gab es die Trennung in der Zusammenarbeit mit Schachikone Garri Kasparow, den Rückzug von der WM 2012, eine Menge Werbeaktivitäten und fehlende Kontinuität. So wird das nichts mit dem Schachweltmeistertitel in jungen Jahren. Wenn mich meine grauen Zellen nicht im Stich lassen war Michail Tal mit 23 Jahren Weltmeister.

Der ehemalige Schachweltmeister  Garri Kasparow verlor zu seinen besten Zeiten höchstens 1 Partie pro Jahr. Die inflationäre Anzahl an Niederlagen von Magnus Carlsen erklärte er kürzlich im Interview mit der FAZ so:

,,Weil er nicht so hart arbeitet, wie er müsste. Das ist meine einzige Erklärung. Arbeiten heißt konstant bei der Sache zu sein, die Sinne geschärft zu halten. Wie er in London gegen Anand verloren hat, war schrecklich. Auch gegen Kramnik hätte er verlieren müssen. Dass Magnus trotzdem das Turnier gewonnen hat, zeigt, dass er es besser kann. Am Brett ist er phänomenal. Wenn er auch noch hart genug arbeitet, wird er dominieren.“

Doch es gibt da ja auch noch den amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand. Er und Hikaru Nakamura führen das Turnier nach 4 Runden an. Hier geht es bei chesstigers zum kompletten Turnierplan und der aktuellen Tabelle.  

Das kulturelle Schachmagazin Karl gibt es in der gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung. Schwerpunktthema des aktuellen Heftes ist Schach in den Niederlanden. Auf der Karl Online Seite gibt es einen interessanten Auszug  eines Artikels von John van der Wiel über das Turnier in Wijk aan Zee

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