Sponsoring im Schach oder der Mäzen im Hintergrund

So manch Schachfunktionär wird nicht müde vom ungleichen Paar Schach und Sponsoring zu sprechen. Das Spektrum an Einwänden, Ausreden und Vorwänden ist breit. Keine TV Zeiten. Keine Aufmerksamkeit in den Sportredaktionen der großen gedruckten Zeitungen der Republik. Keine olympische Sportart. Schach und Sponsoring passe nicht zusammen. Es fehlen deutsche Schachspieler in der Weltspitze. Schwere Vermarktbarkeit von Schach. Randsportart etc. 

Turm in der Schlacht

 © Michael Alber: Pixelio

Andreas Feichtner ist auf volksfreund.de der Frage der monetären Unterstützung des Schachbundesligavereins Schachgesellschaft Trier 1877 nachgegangen.

Wie finanziert die SG Trier in der Bundesliga so eine illustre Europa-Auswahl?
 
,,Trier hat sich etabliert in der wohl stärksten Liga der Welt. Die Gegner heißen Werder Bremen oder Bayern München. Die Bundesliga-Partien werden live im Internet übertragen. Der Club sucht noch händeringend Sponsoren für die Anschaffung von 16 benötigten Digital-Schachbrettern (Kosten: 7000 Euro). Das „Spiel der Könige“ zieht keine Massen an. Sponsoren sind rar gesät, vieles läuft über Mäzenatentum. So stemmt ein aus der Region stammender und im Ausland lebender Geschäftsmann den Etat praktisch allein. Genannt werden will der Schach-Freund nicht. Der Trierer Etat liegt – geschätzt – im hohen fünfstelligen Bereich. Die SG peilt laut dem Club-Vorsitzenden Kurt Lellinger wie im Vorjahr einen Mittelfeldplatz an.“

Ich kenne selber solche Mäzene. Sie wollen gar nicht immer in den Vordergrund mit ihrem finanziellen Engagement. So ganz ohne Beweggründe agiert jedoch kein Mäzen. Manchmal reicht die Schachaffinität und die Erinnerung aus der Jugend an den hauseigenen Schachclub um die Geldbörse zu öffnen.

In der klassischen Literatur zum Thema Sponsoring und Mäzenatentum hat sich folgende Unterscheidung eingebürgert: Mäzenatentum  unterscheidet sich gegenüber dem Sponsoring dadurch, dass ihm keinerlei geschäftliche Erwartungshaltung im Bezug auf den Nutzen zugrunde liegt.

Ich glaub ja nicht so ganz an das gerne in Umlauf gesetzte altruistische Handeln. Die Beweggründe eines Mäzen können vielschichtig sein. Auf alle Fälle kann sich die Schachgesellschaft Trier 1877 über die Zuwendung vom Mäzen aus dem Hintergrund freuen.

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