Hinz und Kunz über den Sportmonat Dezember

Hinz: Hallo Kunz, hast Du es Dir gut gehen lassen?

Kunz: Grüß Dich Hinz. Ja mir ist es sehr gut ergangen. Meine Zunge tanzt heute noch Tango in der Erinnerung an die Putenbrust, den Rotkohl mit Äpfeln und die handgemachten Klöße. Ein wenig gelesen habe ich auch. Die Internetbibel von Jeff Jarvis – Was würde Google tun? -.

Hinz: Gab es interessante Erkenntnisse ?

Kunz: Die 404 Seiten lesen sich kurzweilig. Jarvis provoziert auch gern. Er hat solch Sätze geschrieben wie: „Eine Zeitung kann auf einen eigenen Sportreporter verzichten, wenn es einfacher und kostengünstiger ist, auf die ausführlichere Berichterstattung einer Sport-Website zu verweisen – so werden Mittel eingespart, die man sinnvoller zum Beispiel für den Lokalteil verwenden könnte.“ Da ist man als Leser fast froh kein Sportreporter zu sein. Jarvis hat natürlich all die amerikanischen Attitüden drauf. Selbstmarketing und Selbstlob haben keinen zweifelnden Beigeschmack.  

Hinz: Wollen wir noch schnell den Sportmonat Dezember Revue passieren lassen?

Kunz: Gerne. Für die DFB Truppe kam bei der WM Auslosung für Südafrika Weihnachten und Ostern zusammen. Mit Australien, Ghana und Serbien gab es das fast traditionelle Losglück. Bayern München erlebte seine Traumwoche und zerlegte in der magischen Nacht von Turin die alte Dame Juve.  Das Losglück war auch dem deutschen Rekordmeister hold. AC Florenz klingt ja wirklich machbar. Ich hatte die Italiener ja als Wunschlos prognostiziert. Dann war da noch die Wahl von Messi zum Weltfußballer. Verdient. Erinnerungen kamen hoch an sein Kopfballtor im Championsleague Finale gegen Manchester. Lionel Messi ist ein würdiger Preisträger.

Hinz: Außerhalb der Fußballwelt gab es auch weitere Höhepunkte. Stichwort Schumacher Verpflichtung von Mercedes.

Kunz: Ein Coup in Sachen Markenimage. Mercedes und Schumacher sollte passen. Natürlich gab es Bedenken und Einwände vom Betriebsrat. Ich bin da eher der Meinung von Norbert Haug. Das Thema Schumacher wird weltweit Autos verkaufen.

Hinz: Dann gab es in Baden Baden die Wahl zum Sportler des Jahres in Deutschland. Die Wahl fiel auf Paul Biedermann, Steffi Nerius und die Frauen Fußballnationalelf.

Kunz: Biedermann schwamm ja in Rom allen davon. Er verwies Sebastian Vettel und Robert Harting auf die Plätze. Bei den Frauen bewies Steffi Nerius perfektes Timing. Zum Abschluß ihrer Karriere den WM Titel im Speerwerfen vor eigenem Publikum. Perfekt. Britta Steffen und Martina Riesch auf den Plätzen ist auch eine gute Wahl. Die Frauen Fußballnationalelf zerlegte im EM Endspiel die Engländerinnen mit 6:2. Vfl Wolfsburg auf Platz zwei und der dritte Rang an den Ruder Achter. Kann man so stehen lassen.

Hinz: Kritik gab es an der Nichtteilnahme von Sebastian Vettel und der Abwesenheit der Fußballer von Wolfsburg.

Kunz: Sebastian Vettel grüßte per Videobotschaft. Gut es war jetzt nicht die Power-Emotion Rede. Michael Schumacher hatte auch oft per Videobotschaft gegrüßt. Baden Baden ist offenbar bei den Formel 1 Fahrern zu diesem Zeitpunkt im Dezember nicht auf Platz eins in der Prioritätenliste. Die Fußballer von Wolfsburg waren bei der Hochzeit bei ihrem Torwart Benaglio. Das gar kein Vertreter von Wolfsburg da war gefiel auch Bundestrainerin Sylvia Neid nicht.

Hinz: Claudia Pechstein durfte in Salt Lake City starten. Überrascht ?

Kunz: Nein. Alles ist möglich. Ich habe ja immer von einer unendlichen Geschichte gesprochen.

Hinz: Zum Abschluss noch ein Blick auf das Königliche Spiel Schach. Stichwort Magnus Carlsen.

Kunz: Ich bin ja ein Symphatisant von Carlsen. Die Schachwelt braucht ihn. Er ist 19 und spielt bereits sehr gutes Schach. Magnus Carlsen hat das London Chess Classic gewonnen. Damit hat sich der Norweger Platz 1 in der Weltrangliste gesichert. Respekt. Norwegen bewirbt sich für die Schacholympiade 2014 in Tromsö und macht bei erfolgreicher Bewerbung entsprechendes Geld locker. Sicher auch ein Verdienst von Magnus Carlsen. Ist er ein zweiter Bobby Fischer werde ich öfters gefragt. Tief durchatmen. Fischer war ein Genie. Sein Schachmatch des Jahrhunderts mit Boris Spasskij 1972 in Reykjavik ist bisher unübertroffen. Der einstige russische Schachweltmeister Michail Tal gab einst folgendes Statement ab: „Fischer ist das größte Genie, das aus dem Schachhimmel auf die Erde herabgestiegen ist.“ Der Trainer von Magnus Carlsen, Gari Kasparow, sagte: „Ich betrachte Fischer als den größten Weltmeister.“  Der Tod des Glücks ist der Vergleich. Magnus Carlsen ist Magnus Carlsen. Die Schachwelt darf sich auf seine weitere Schachlaufbahn freuen.

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