Laufen – etwas für Einzelgänger?

Der spätere Sieger

 © Norbert Schmitz: Pixelio

Alan Sillitoe schrieb einst einen Roman über die Einsamkeit des Laufens. Heute gibt es Volksläufe oder Marathons in namhaften Städten mit teilweise fünfstelligen Teilnehmerzahlen. Auch ich selber habe gerne an Volksläufen mit riesiger Menschenschaar am Start und Ziel teilgenommen.

Im Training laufe ich jedoch am liebsten mit meiner Liebsten oder alleine. Der Kopf wird frei. Die Nasenflügel saugen die pure Natur ein. Das grün entspannt die Augen. Vögelgezwitschere ist Musik in meinen Ohren. Natürlich ist auch manchmal der Schweinehund dabei. Vor dem Laufen. Oder mitten drin im Lauf. Dann gilt es ihn zum verstummen zu bringen.

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly ist auch ein bekennender Jogger. Beim Interview im Post-SV Magazin gab er unlängst folgendes Statement ab:

,,Ich laufe aus ganz persönlichen Gründen – also nicht um Wettbewerbe zu gewinnen oder mit besonders edlen Muskelpaketen protzen zu können. Es ist schlicht die Bewegung als Gegensatz zum überwiegenden Sitzen im Dienstbetrieb. Und es ist vielleicht auch die Bewegung, die dann die eine oder andere Sünde beim Essen und Trinken erlaubt, ohne dass man die klassische bayerische Bürgermeister-Figur annimmt.“  

Laufen hat sich als Volkssport etabliert. Für die Fortbewegung auf den eigenen Beinen brauchen wir keine Spezial-Geräte und keine exklusiven Sportanlagen. Vierstellige Mitgliedsbeiträge oder Aufnahmesperren sind uns Läufern fremd. Was zählt ist die eigene Lauflust.  Ab bestimmten Strecken natürlich auch der Wille sich zu quälen.

Mir persönlich gefallen ja immer sehr die Ausführungen der Laufsau Marc Bischoff  zum Schmerz, Leid und Lust beim Laufen. Wer ein paar Kostproben seiner feinen Texte lesen will schaut einfach bei ihm im Blog vorbei. Eine ganz spitze Feder.

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