Marc Bischoff läuft und läuft und läuft

Es gibt eine Reihe von langweiligen Laufautoren, ganz sicher gehört Marc Bischoff nicht dazu. Das Blog Lauf Du Sau ! ist gespickt mit textlichen Feinheiten und motiviert auch den letzten Couchpoteto die TV-Fernbedienung gegen Laufschuhe einzutauschen. Oder auch nicht.

Ein amüsanter Streifzug durch die Texte der Laufsau.

„Nun habe ich die Wahl: barfuß, mit den ollen Teva-Sandalen, die eigentlich nur noch durch diverse Lagen Pattex zusammengehalten werden, oder in MBTs. Ich entscheide mich für die Gesundheitsvariante.“

Die MBT Schuhe gibt es nicht für den Nulltarif.

„Wenn man 250 Euro sparen, und seinem ortsansässigen Orthopädiekettenoligarchen die monatliche Leasingrate für seinen neuen Panamera nicht gönnen will, kann man das MBT Feeling auch einfacher haben: man wickle sich zwei Wolldecken um die Füße, die man vorher in reichlich Wasser eingelegt hat. Dämpfung und Gewicht sind etwa gleich, aber die Kosten betragen nur einen Bruchteil. „

Für alle Leser die sich mit Autos nicht so gut auskennen. Panamera ist ein PKW aus dem Hause Porsche. Nein verlinken mag ich jetzt nicht. Die Laufsau Marc Bischoff machte kürzlich Urlaub auf einem Campingplatz in Italien. Natürlich gut organisiert und vorbereitet.

„Wir nennen sie nur die NASA Checkliste. Dieses fünfseitige Pamphlet ist der vorläufige Höhepunkt der Rekreationismusforschung, der Wissenschaft vom Urlaub machen. Es ist quasi unmöglich, einen sinnvollen Urlaub ohne diese Liste zu planen, die alle Dinge aufführt, die die Laufsau auf den Campingplatz nach Norditalien mitnehmen muss. Gattin und Kinder ausgenommen.“

Nach etwas längerer Anfahrt mit dem Auto dämmerte es der Laufsau. Die NASA Checkliste hatte offensichtlich eine Lücke. Ein Test für jede Ehe.

“ Eine Vollbremsung bei Kilometer 3,5 im Katschbergtunnel und einen Blick in den Sportsack später bestätigte sich meine düstere Vorahnung. Ich hatte nicht. Ich weckte die Gattin.
„Houston, wir haben ein Problem.“

„Mein Vorschlag, nach 340 Kilometern umzudrehen, wurde mit einem Blick quittiert, bei dem sich Mel Gibson in Braveheart in die Hose geschissen hätte. Wenn ich wollte, meinte die Gattin, konnte ich die nächsten zwei Wochen mit Flip-Flops trainieren.“

Inzwischen ist Marc Bischoff nebst Gattin und seinen zwei Söhnen wieder frisch aus dem Urlaub zurück. Natürlich ist die Laufsau auch mit neuster Technik ausgestattet.

Laufcomputer sind ja das beste Beispiel dafür, dass man sich mit neuen Besitztümern die gleiche Menge an neuen Problemen und Zeitverschwendern ins Haus holt, die einen früher nie kümmerten.“

„Gehe wieder mal auf die Gummibahn im Ludwig-Jahn-Stadion und drehe so lange 400m-Runden, bis die Maschine am Handgelenk tatsächlich 400m anzeigt. Und nicht 460, wie heute mittag. „

Die Laufsau hat die Läufer in verschiedene Kategorien eingeteilt. Hinten-Läufer sind eine davon:

„Da gibt es zum Beispiel die Hinten-Läufer, die ich so nenne, weil sie – eben: hinter mir laufen. Man hört sie kommen und am Rhythmus der Schuhe, die auf den Boden prallen, spürt man gleich, zu welcher Unterkategorie sie gehören. Mitglieder der Unterkategorie Hinten-Überholer sind Feinde. Sie sind offensichtlich schneller, fitter, toller als ich. Womöglich haben sie auch noch eine jüngere Frau, zahlreichere Kinder und ein dickeres Auto.“

Dieser kleine Auszug soll für heute genügen. 

Lust aufs Laufen bekommen ?

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