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Die Zeit der Fußball-WM Bücher

Kannn sich noch jemand an 2006 erinnern? Da wurden die Buchläden der Republik von unzähligen Publikationen rund um die Fußball-WM geflutet. Dieses Spiel um Auflage und Bücherverkauf war durch den Heimvorteil der deutschen Nationalelf noch verstärkt. Ich mag ja gut gemachte Fußballbücher. In meiner kleinen bescheidenen Bibliothek findet sich denn auch die Reihe der WM Bücher der Süddeutschen Zeitung.Traveler Digital CameraDie Bücher sind eine gute Quelle für interessante Statistiken, gut erzählte Geschichten, markante Fotos, Details die selbst einem Fußballliebhaber wie mir immer noch neues zu berichten weiß. In ihnen finden sich namhafte Autoren, die ihre Sicht der Dinge in einem angenehmen Ton rüberbringen.Traveler Digital CameraDabei müssen sich die Fußballbücher aus der spannenden WM-Reihe den Platz durchaus teilen. Olympiabücher, atemberaubende Erzählungen von dem Sportheld Reinhold Messner, jenem selbstbewussten Bergsteiger und Grenzgänger mit dieser unglaublichen Willenskraft, mit Biografien wie über den Chelsea Eigner Roman Abramowitsch, Sportmarketingbücher oder die Werke vom Groundhopping Informer. Traveler Digital CameraDa wären noch die Schachbücher. Angefangen von der Schachbibel schlechthin, jenem Buch was für Schachfreunde ein Standardwerk ist. Das Schachmatch des Jahrhunderts. Inklusive der Spuren eines vielgelesenen und auch jetzt noch sehr oft in die Hand genommenen Buches.Traveler Digital CameraUnd es kommen immer neue Bücher dazu. Wie kürzlich an jenem Sonnabend wo der Postbote für Michael Wiemer die Himmlischen Züge bereit hält. Ein Zuwachs der Bibliothek. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Irgendwann stellt sich die Platzfrage.Traveler Digital CameraDoch bis zum Schach-WM Kampf zwischen Vishy Anand und Champion Magnus Carlsen ist ja noch ein paar Monate Zeit. Momentan ist Fußball im Blickpunkt. Stärker denn je. Der Buchmarkt signalisiert dies prägnant. Ruben Schönenberger hat dies schön auf Fokus Fussball skizziert und leitet seinen Text mit diesen schwungvollen Worten ein:

,,Die Weltmeisterschaft in Brasilien naht und damit startet auch die Vermarktungsmaschinerie durch. Bücher, Musik und Filme über das Land, die Geschichte des (Welt-)Fussballs und vieles mehr überschwemmen den Markt. Weil meine Begeisterung für Fussball und Literatur bekannt ist, erreichen mich in dieser Zeit viele Buchvorschläge. Diesen begegne ich meist skeptisch. Zu oft wird Massenware produziert, die man angesichts des bevorstehenden Grossereignisses so einfach verkaufen kann, dass dabei die Qualität auf der Strecke bleibt. „Gooool do Brasil“ von Alois Gstöttner stellt eine angenehme Ausnahme dar.”

Das mit der Massenware würde ich sofort mit dem Füllfederhalter unterschreiben. Es ist wirklich sehr viel in den Regalen zu finden, wo einfach die Qualiät den Ansprüchen an eine gute, sachkundige, emotionale und fundierte Fußballlektüre hinterherhechelt. Das von Ruben Schönenberger herausgepickte Buch Gooool do Brasil – Kartografie einer nationalen Leidenschaft ist offensichtlich eine der Rosinen, die es jedes Jahr immer wieder auch zu finden gibt.

Medienhype: Robert von Weizsäcker Kritik an Schachweltmeister Magnus Carlsen

Ich höre gerne Deutschlandfunk. Okay, meiner Jahrhundertliebe ist er zu textlastig und die gespielte Musik entspricht nicht ihrem Geschmack. Sie bevorzugt eher einen Musiksender wie Antenne Bayern. Bei gemeinsamen Autofahrten zwitschen wir dann manchmal hin und her. Dabei bekommt der Sportteil des Radiosenders Deutschlandfunk durchaus auch gute Noten von meiner Liebsten. Wie komme ich jetzt eigentlich auf den Deutschlandfunk und was hat dies mit Schachweltmeister Carlsen zu tun? Gemach, gemach.

Magnus Carlsen hatte immerhin nach 10 Partien den selben Punktestand wie einst der große Bobby Fischer erreicht. 6,5:3,5 stand es 1972 auch in Reykjavik. Der Amerikaner benötigte beim damaligen Reglement im Schachmatch des Jahrhunderts jedoch noch 11 weitere Partien gegen Boris Spasskij.Traveler Digital CameraDoch zurück in das Jahr 2013. Der Hype hallte durch das kleine Schachland Deutschland. Robert von Weizsäcker, der ehemalige Präsident des Deutschen Schachbundes, hatte sich zwei Tage nach dem grandiosen 6,5:3,5 Sieg vom norwegischen Jungstar Magnus Carlsen gegen den Champion Viswanathan Anand in einem Interview im Deutschlandfunk kritisch gegenüber dem neuen Titelträger gegeben. An jenem Sonntag, den 24. November 2013, gab der begabte Fernschachspieler von Weizsäcker einige kritische Worte über den neuen Schachweltmeister ab. Danach gab es einen regelrechten Medienhype um die Äußerungen über Magnus Carlsen. Thomas Richter hat sich einige Stimmen näher betrachtet und äußert auf schach-ticker unter dem Titel Kommentar zu Kommentar zu von Weizsäcker auch folgende nachdenkenswerten Worte:

,,Generell betrachten einige offenbar jede auch nur leise Kritik an Carlsen (natürlich war von Weizsäcker laut) als Majestätsbeleidigung bis Gotteslästerung und fordern dafür die Todesstrafe – im übertragenen Sinne: sie wollen Carlsen-Kritiker mundtot machen. Das ist, jedenfalls für mich, eine unangenehme, unnötige und unerwünschte Nebenwirkung des Carlsen-Booms.”

Übrigens konnte ich mich bei zahlreichen Artikeln über die Äußerungen von Robert von Weizsäcker nicht des Eindrucks erwehren, dass einige das Interview im Deutschlandfunk nicht selber gehört haben und nur die Kurzversion in Form von Wortschnipseln gelesen hatten. Das komplette Interview kannn noch bis mindestens 24. Mai 2014 als Audio-on-demand auf Deutschlandfunk abgerufen werden.

Schach-WM 2013: 4. Partie Vishy Anand – Magnus Carlsen

Der heutigen 4. Schachpartie um die Schachweltmeisterschaft in Chennai waren 3 Remis vorausgegangen. Der norwegische Herausforderer Magnus Carlsen konnte bis dato seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. In der heutigen Partie spielte der Schachmozart mit den schwarzen Figuren gegen den Champion Vishy Anand. Beim Live-Ticker auf sportal gab Kommentator Bernd Schroller nach 43 Zügen folgende Einschätzung:

,,Anand schaut noch einmal sehr lange in diese Position rein, ich habe im Moment keine genauen Information über die verbrauchte Bedenkzeit. Der wahrscheinlichste Zug ist nun wohl T1c4, um den Springer zu decken. Die meisten Berechnungen zeigen, dass sich dann das Material auf die eine oder andere Weise wegtauscht und ein Endspiel entsteht, dass die Remisbreite nicht verlässt.”

Nun, der indische Schachweltmeister wählte einen anderen 44. Zug. Anand und Carlsen sind dann in einem reinrassigen Doppelturmendspiel gelandet. Der Weltmeister bot zwischendrin einen vergifteten Bauern an. Der exzellent vermarktete Jungstar aus Norwegen lehnte dankend ab. Die heutige Schachpartie war die bisher längste im 2013er Schachmatch in Chennai.

Zur Erinnerung nochmals die Quoten von bwin vor dem Match. Für einen Sieg auf Magnus Carlsen gibt es die Quote von 1,30. Vishy Anand notierte bei 3,20.

In diesen Tagen lohnt auch immer ein Blick auf das Kultblog vom smarten niederländischen Blogger Eric van Reem vom A-Team Anand. Welcher Weltmeister bekommt eigentlich einen ähnlichen guten Support in Sachen bloggen?

Vishy Anand kämpfte im Endspiel auch gegen die unerbittliche Zeit. Bernd Schroller auf sportal nach 51 Zügen:

,,Anand läuft die Teit davon. Er muss bis zur nächsten Zeitkontrolle noch neun Züge spielen und hat dafür nur noch sieben Minuten Zeit.”
Ich persönlich mag keine Zeitnot. Neulich beim Simultan gegen Eva Moser in Bregenz wurde ohne Uhr gespielt. DIe Atmosphäre war sehr entspannt.
Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraDoch ich schweife ab. Zurück zu Vishy Anand und Magnus Carlsen. Es geht in die Zielgerade. Showtime. Nach 64 Zügen endet die 4. Partie in Chennai mit einem erneuten Remis. Gesamtstand damit 2:2. Wer die ganze Dramatik inklusive präziser Zeitangaben in puncto Zeitnot und kompletter Live-Kommentierung von Bernd Schroller in aller Ruhe nochmals Revue passieren lassen will, schaut hier bei sportal rein.

Live Schach WM Anand – Carlsen

Das Schachbüffet ist eröffnet. Live ist Live. Im indischen Chennai wird das Schachmatch um die Weltmeisterkrone zwischen Champion Vishy Anand und dem Herausforderer Magnus Carlsen ausgetragen. Aber genug der Vorrede. Hier geht es zur Live Berichterstattung hinein:

+++++++++++++++++++++++++++Schach WM Live+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein wenig  Lesestoff gibt es auch noch. Immer einen Blick wert ist das Blog von Eric van Reem mateinchennai. Der niederländische WM-Powerblogger ist seit Jahren fester Bestandteil des A-Teams von Weltmeister Vishy Anand. Er titelt Computers, cashew, chocolats, Coldplay.

Chess-Tigers verweist auf ein gutes Omen für den Titelverteidiger Viswanathan Anand und hält fest:

,,Während der fulminanten Eröffnungszeremonie wurde zum Höhepunkt hin, die Auslosung der Farbe in den Spielen gemacht und bedeutet für Anand folgende Reihenfolge: 1.Partie Schwarz, 2.Weiß, 3.Schwarz, 4.Weiß, 5.Schwarz, 6.Weiß, 7.Weiß, 8.Schwarz, 9.Weiß, 10.Schwarz, 11.Weiß,12.Schwarz. Genau die gleiche Reihenfolge, wie bei dem WM-Kämpfen in Bonn gegen Kramnik und in Sofia gegen Topalov, die er beide in den Partien mit normaler Bedenkzeit für sich entschied.”

Die charmante Powerfrau Susan Polgar ist auf ihrem Blog besonders zu WM-Zeiten immer einen besonderen Blick wert. Sie berichtet kontinuierlich, gräbt zwischendurch interessante Quellen aus und alleine Texte wie The idea that chess isn’t a physical sport has been blown out of the water sind ein Vergnügen.

Blogger Johannes Fischer ist ebenfalls enorm fleißig. Mittlerweile ist seine Serie Anand – Carlsen auf beachtliche 10 Teile angewachsen. Hier die komplette Sammlung auf Schöner Schein:

Die 10-teilige Serie vom freien Redakteur Johannes Fischer ist auch eine ganz gute Gelegenheit zwischen den Live-Partien von Anand und Carlsen in die Materie und Konstellation des Duells hineinzutauchen. Der Schachpublizist hat sich richtig viel Mühe gegeben.

Der Spiegel hat sich der Thematik Schach-WM ebenfalls angenommen und titelt Schach-Champion Anand: Der Nette will sein Meisterwerk.

Schach-WM 2013

Schachweltmeisterschaften sind nicht das Lieblingskind der halbstaatlichen Fernsehsender ARD und ZDF. Selbst das bestücken des Videotextes hat bei den letzten Weltmeisterschaften 2012 in Moskau oder 2010 in Sofia nur rudimentär hingehauen. Dabei ist Schach durchaus in Szene zu setzen.Traveler Digital CameraVielleicht braucht Deutschland wirklich wieder einen Emanuel Lasker um Schach aus der Schattenecke zu holen. Dabei ist der jetzt anstehende Schach-WM Kampf zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen hochinteressant. Auf der einen Seite der erfahrene mehrfache Schachweltmeister aus Indien und in der Ecke des Herausforderers ein Naturtalent mit dieser Elo-Rekordzahl im Eliteclub der 2800er. Der Norweger ist noch blutjung und hat den letzten WM-Zyklus ausgelassen. Zahlreiche sogenannte Schachexperten mokierten sich 2012 über den Anand Kontrahenten Boris Gelfand im Schach-WM Kampf von Moskau. Doch die Turnierbilanz im Schachjahr 2013 von Boris Gelfand ist beeindruckend und zeigt das er keine Laufkundschaft war. Außerdem, ich wiederhole mich da gerne, wer sich als Herausforderer qualifiziert hat es auch verdient im WM-Finale zu stehen.

Sieht die Schach-WM 2013 einen Generationswechsel?

Das Match in Chennai im November ist auch das Aufeinandertreffen verschiedener Jahrgänge. Champion Vishy Anand und der norwegische Schachmozart Magnus Carlsen gehören unterschiedlichen Generationen an. Schach-WM 2013 könnte also einen Generationswechsel erleben. Magnus Carlsen wird dieses Jahr noch seinen 23. Geburtstag am 30. November feiern. Auch Weltmeister Vishy Anand hat dieses Jahr noch Geburtstag. Er wird am 11. Dezember 44 Jahre alt. Beide Schachgroßmeister haben also die Chance sich selber das schönste Geburtstagsgeschenk zu bereiten.

Brauchen Schachfreunde eigentlich die eingangs genannten Anstalten ARD und ZDF? Hm …

Hier geht es zur offiziellen WM-Seite der Schach-WM 2013.

Wer die Schach-WM 2013 in Chennai per Twitter verfolgen will: WM 2013 bei Twitter

Wer die Schach-WM 2013 über Facebook verfolgen will: WM 2013 bei Facebook

Schach-WM-Kampf 2013 Anand – Carlsen live

Das Duell Anand gegen Carlsen

Live ist live. Doch gemach, gemach. Denn vorab ein wenig inhaltliche Vorbereitung für das anstehende WM-Spektakel zwischen dem amtierenden Weltmeister Anand und dem Jäger Carlsen kann nicht schaden.

Vielleicht darf ich zur Einstimmung auch noch ein Zitat von einem ganz Großen in der Schachgeschichte bringen.

,,Möglicherweise wird es das größte sportliche Ereignis der Geschichte. Bedeutender sogar als der Kampf Frazier-Ali…”

Ein selbstbewusster Herausforderer Bobby Fischer, 1972 vor Beginn des Schachmatch des Jahrhunderts gegen Boris Spasskij.

Doch richten wir den Blick auf das Jahr 2013.

So, für alle Schachfreunde hält der November noch ein spannendes Schachmatch bereit. In Chennai treffen sich Weltmeister Viswanathan Anand und der norwegische Herausforderer Magnus Carlsen zum WM-Kampf 2013 um die Schachweltmeisterschaft. Der Blogger Johannes Fischer hat auf seinem Blog Schöner Schein eine schöne mehrteilige Vorschau auf das von vielen Schachfans sehnsüchtig erwartete Match geschrieben.

Auf Schach-Ticker hat Thomas Richter einen WM-Vorbericht geschrieben und geht der Frage nach: Ist Carlsen haushoher Favorit?

Sportwettenanbieter bwin sieht Viswanathan Anand in klarer Außenseiterposition 

Beim Sportwettenanbieter bwin (Stand 2.November 2013 um 19.30 Uhr) steht Magnus Carlsen mit einer Quote von 1,30 zu Buche. Viswanathan Anand verzeichnet eine Quote von 3,20.

Für alle Neulinge beim Thema Sportwetten. Bei einem Einsatz von 500 Euro auf Anand würde der Buchmacher 1600 Euro auszahlen. Beim setzen auf den Favoriten Carlsen würde es für 500 Euro einen Auszahlungsbetrag von 650 Euro geben.

Anand Interview auf Zeit Online und der Verweis auf die Nichtkenntnis vom Wochenende

Zur mentalen Standardvorbereitung für alle Schachfreunde sollte auch ein Interview von Weltmeister Vishy Anand auf Zeit Online mit dem von mir sehr geschätzten Ulrich Stock (erinnert sei an seine bemerkenswerten Berichte von Sofia 2010) gelten. Der Champion haut unter anderen diesen Satz raus:

,,Schachspieler kennen kein Wochenende.”

Bei Berufsschachspielern setzte ich dies jedoch auch voraus. Alles andere führt nicht zur Meisterschaft. Legendär der Ehrgeiz und Fleiß von Bobby Fischer auf dem Weg eine 25-Jährige russische Vorherrschaft im Schach zu beenden.

Magnus Carlsen auf dem Weg zum Popstar?

ChessBase macht auf einen Artikel im Stern aufmerksam und beginnt mit den schwungvollen Worten:

,,Der Stern berichtet in seiner heutigen Ausgabe über Schach und den kommenden Wettkampf zwischen Viswanathan Anand und Magnus Carlsen. Vielleicht geht es bei diesem Wettkampf auch um die Zukunft des Schachs, meint Autor Thomas Schumann. Denn Carlsen hat das Zeug zum Popstar und wird als Weltmeister vielleicht mehr Fans begeistern als alle anderen Weltmeister vor ihm.”

Magnus Carlsen hat viele Eigenschaften die ihn prädestinieren zum Star der Szene zu werden. Er ist ELO-König mit Rekordmarke, sehr jung, wird bereits jetzt exzellent vermarktet, spielt erfolgreich Schach, hat noch ein riesiges Potenzial (Stichwort Eröffnungen), ist nervenstark, nutzt Fehler der Konkurrenten gnadenlos aus und kommt aus einem Land wo bereits ein sehr erfolgreicher Biathlon- Sportler zum Popstar einer Sportart wurde.

Zum Anand Team gehört auch Eric van Reem. Er powert erneut anlässlich des bevorstehenden Schach-WM Kampfes 2013 in Chennai  zwischen Champion Vishy Anand und dem norwegischen Schachmozart Magnus Carlsen. Schach-WM Zeit ist auch wieder Blogzeit. Auf mateinchennai titelt der smarte niederländische Blogger Eric van Reem Swimming and running for the title. Das frisch aufgesetzte Schachblog hat das Zeug zum Kultblog für die nächsten Wochen. Eric van Reem hat den entsprechenden Drive. Bereits vom WM-Kampf in Moskau zwischen Anand und Gelfand haben mich 2012 der Einsatz, die Leidenschaft, die Kreativität sowie die individuellen Fotos auf mateinmoscow begeistert.

Schach-WM 2013 im Netz

Selbstverständlich ist die Schach-WM zwischen Viswanathan Anand und Magnus Carlsen auch im Netz stark vertreten. Mike Rosa titelte unlängst auf Chess-Tigers Schach-WM 2013 im Netz und bringt  die offizielle Website, Twitter, Facebook sowie den Zeitplan der Weltmeisterschaft ins Spiel.

Geheimtipp Susan Polgar

Eigentlich ist es gar kein Geheimtipp. Susan Polgar powert seit Jahren auf ihrem Schachblog. Zur Schach-WM läuft sie regelmäßig zur Bestform auf und powert unglaublich intensiv. Bloggen mit Leidenschaft.

Schach-WM-Kampf 2013 Anand-Carlsen Live

Nicht jeder bucht ein Flugticket nach Indien. Dank des Internets sind Entfernungen kein Problem. Auch dieses Jahr gibt es wieder Live-Berichterstattung vom Schach-WM-Kampf zwischen Vishy Anand und dem norwegischen Schachgenie Magnus Carlsen. Traditionell dabei ist chessdom:

+++++++++++++++++++++++++++Schach WM Live+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

So, für heute verabschiede ich mich und wünsche viel Freude beim Schach-WM-Kampf 2013 zwischen Viswanathan Anand und Magnus Carlsen.

Boris Spasskij, Bobby Fischer, Vishy Anand, Magnus Carlsen, Willi Lemke…

Boris Spasskij, Bobby Fischer, Vishy Anand, Magnus Carlsen, Willi Lemke… sind nur einige Personen die in der neuesten Ausgabe vom Schach-Ticker von mir im gewohnten Plauderton behandelt werden.Traveler Digital CameraBoris Spasskij war im August nach langer Bahnfahrt in Dresden zum Legenden-Treff angereist. Raymund Stolze ist ihm persönlich begegnet. Willi Lemke, einstiger Kontrahent von Uli Hoeneß in der Fußballbundesliga, ist im September im Schach involviert. Bobby Fischer grummelt aus dem Himmel ob der schnellen Remis im Schach-Weltcup in Tromsö. Derweil wirft der WM-Kampf um die Schachkrone seine Schatten voraus. Die Personalien Anand und Carlsen werden daher ebenfalls behandelt. Also schaut´s gerne rein.

Seitenblick

,,Ein herzliches Willkomen allen Schachfreunden, Kiebitzen, Stammlesern und Schachfans vom Schach-Ticker. Der Sommer hat nun endgültig Einzug in Deutschland gehalten. Azurblauer Himmel, die Sonne strahlt wie Vishy Anand nach seinem Sieg gegen Boris Gelfand in Moskau 2012. Erdbeereisbecher werden auf den Terrassen der Cafes serviert. Sitzen Sie bequem? Eine Tasse Kaffee, einen Espresso oder einen Cappuccino zur Hand?”

Mit diesen Worten leite ich eine weitere Ausgabe auf dem Schach-Ticker ein. Wer noch ein wenig visuelle Anregung im Hinblick auf die Erdbeereisbecher möchte, dem kann gerne geholfen werden.Traveler Digital Camera

Derweil geht es mit riesigen Schritten auf den August zu. 14. Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom 10. bis 18. August 2013 im Olympiastadion Luschniki in Moskau. Alleine drei deutsche Werfer haben die Mission ihren WM-Titel zu verteidigen. Diskuswerfer Robert Harting, Kugelstoßer David Storl und Speerwerfer Matthias de Zordo. Dieses Trio nahm auch an den Olympischen Spielen in London teil. Matthias de Zordo schied bereits in der Qualifikation aus. David Storl erkämpfte die Silbermedaille. Robert Harting vollzog die Krönung seiner Laufbahn in der englischen Metropole. Übrigens ob Erdbeereisbecher auf dem Ernährungsplan von Harting, Storl und de Zordo stehen ist nicht überliefert.

Live-Schach im Mai: Live Norway Chess 2013

Live ist Live. Heute beginnt der Auftakt eines hochkarätigen Schachturniers in Norwegen, dem Heimatland des Elo Königs Magnus Carlsen. In der 1. Runde spielt der norwegische Herausforderer gegen den Vizeweltmeister von 2010, Veselin Topalov. Schach aus der Abteilung Feinkost. Weltmeister Viswanathan Anand spielt gegen Levon Aronian. Auch eine Partie zum Zunge schnalzen. Hier geht es übrigens zur Live Übertragung. Die weiteren heutigen Begegnungen lauten Hikaru Nakamura gegen Wang Hao, Peter Svidler kontra Jon Ludvig Hammer und Sergey Karjakin gegen Teimour Radjabov.

Carlsen bestimmte die letzten Tage im Hinblick auf den Austragungsort der WM die Schlagzeilen. Alle relevanten Informationen sind in gewohnt kompetenter Art und Weise bei ChessBase hier, hier und hier nachzulesen. Stichworte Enttäuschung von Magnus Carslen über die FIDE Wahl des Austragungsortes, das indische Chennai als Schaubühne des WM-Kampfes gegen Viswanathan Anand und die Intention von Paris den Wettkampf ausrichten zu wollen.

Doch zurück in die Region Stavanger zum Norway Chess 2013. Live Übertragung ist oben bereits verlinkt, noch ein Wort zum Preisgeld. Respektable 670.000 Euro stehen zur Verfügung. Gestern gab es bereits das Norway Chess Blitz mit dem Sieger Sergey Karjakin. Siehe auch chessbase inklusive Spielplan für das heutige beginnende Turnier, Spielorte rund um Stavanger. Auf dem Fritz Server gibt es auch eine traditionelle Live-Übertragung mit den namhaften Kommentatoren wie Klaus Bischoff, Oliver Reeh, Daniel King, Lawrence Trent, Chris Ward und Maurice Ashley.

Live Schach WM-Kandidatenturnier London 2013

Heute schon ein Gläschen Champagner auf die Vorzüge des Internets erhoben? Während sich im Glamourfaktor 10 die Berufssportler Tiger Woods und Lindsey Vonn sonnen, gibt es in London beim Schach WM-Kandidatenturnier im Jahr 2013 wieder schachliche Feinkost. Live-Schach aus der englischen Metropole ist unter anderen auf chessdom zu sehen. Auf dem silbernen Tablett werden die Züge der 8 Protagonisten serviert. Magnus Carlsen trifft auf Alexander Grischuk. Levon Aronian eröffnet gegen Peter Svidler. Der sympathische Teimour Radjabov versucht sich mit dem Anzugsvorteil gegen Wladimir Kramnik und Vizeweltmeister Boris Gelfand spielt gegen Vassily Ivanchuk.

Ganz entspannt kann sich das ganze Viswanathan Anand anschauen. Es kann am Ende nur einen Herausforderer geben. Schach-Ticker titelte kürzlich Einer gegen Sieben. Mit Einer war der junge Norweger Magnus Carlsen gemeint. Schaun mer mal würde der große Franz Beckenbauer den “Klötzchenschiebern” wahrscheinlich hinüberrufen. Dabei täte es Bayern München gut neben dem ausgerufenen und mit finanzieller Power angefahrenem Projekt Basketball sich auch um das königliche Spiel zu kümmern. Man stelle sich eine Schachbundesliga vor mit Wolfgang Grenke und seiner OSG Baden-Baden sowie ein professionell geführtes Schachteam von Bayern München mit entsprechender monetärer Unterstützung. Da wäre dann ein zweites Gläschen Champagner fällig.

Ein wenig Leserservice für mein treues Publikum möchte ich auch noch mit auf den Weg geben. Der stark in das Kandidatenturnier gestartete Levon Aronian sagte im vergangenen Jahr in dem bemerkenswerten Artikel von Vera Block auf Deutschlandradio Kultur unter dem Titel “Verschmelzung von Talent und Faulheit”:

,,Wenn du als Kind den Zusammenbruch eines Systems erlebst und mitkriegst, wie die Eltern ihre Jobs verlieren – das stärkt. Durch ihren Optimismus haben meine Eltern es geschafft, meinen Weg zum Schach zu ebnen. Und das hat mir das Grundvertrauen gegeben.”

In Norwegen ist die letzten Jahre kein System zusammengebrochen. Der junge Magnus Carlsen gilt vielen als kommender Weltmeister im Schach. Doch der Norweger hat noch nicht am Thron von Champion Viswanathan Anand gerüttelt. Das Hamburger Abendblatt attestierte dem hoffnungsvollen Elo-Spitzenreiter eine starke Physis: Magnus Carlsen setzt seine Gegner mit seiner Kondition matt.

Der von mir sehr geschätzte Schachjournalist Stefan Löffler führte kürzlich ein hochinteressantes Interview mit dem jungen Schachgroßmeister Anish Giri auf Zeit Online über die Chancen der 8 Berufsschachspieler beim Kandidatenturnier in London inclusive Seitenblick auf Viswanathan Anand.

Der letzte Lesehinweis geht heute zum Kultblog Indiskretion Ehrensache vom ehemaligen Handelsblatt Journalisten Thomas Knüwer. Er hat die Digitalkonferenz in Austin besucht und titelt Deutschland auf der SXSW: ein Trauerspiel und vergibt keine Bestnoten. Der analytisch starke Knüwer redet Klartext.