Schlagwort-Archive: VfB Friedrichshafen

,,Wie sicher ist Ihr Job als Trainer?”

Hans Meyer, einst gefeierter Trainer vom 1. FC Nürnberg und später entlassener Coach des fränkischen Traditionsvereins mit der Lizenz zur Fahrstuhlmannschaft , kokettierte gerne auf Podiumsdiskussionen über das “Schmerzensgeld” die ein Trainer bekommen würde. Inklusive des Risikos der Entlassung. Hans Meyer war der 65. Trainer in der Geschichte des am 4. Mai 1900 gegründeten Vereins. Nun jetzt hat es Gertjan Verbeek beim 1. FC Nürnberg erwischt. Das hatte sich angedeutet. Bereits gestern Abend sang die Nürnberger Zeitung das Abschiedslied, unterlegt mit zahlreichen Details. Da hat jemand dem Redakteur sehr präzise zugespielt. HAT-Tip geht an Kai Pahl von allesaussersport.

Die Sicherheit des Trainerjobs ist also wieder in den Fokus gerückt. Dieses Jahr verschliss alleine die Fußball-Bundesliga 8 Männer.

Bruno Labbadia war der erste am 26. August 2013 beim VfB Stuttgart. Es folgten Thorsten Fink mit der Demission beim Hamburger SV. Michael Wiesinger beim 1. FC Nürnberg, Mirko Slomka bei Hannover 96, Bert van Marwijk beim Hamburger SV, Thomas Schneider beim VfB Stuttgart, Sami Hyypiä bei Bayer Leverkusen  und jetzt also auch noch kurz vor Toresschluss Gert Jan Verbeek bei den Nürnbergern.

Zur Entlassung von Michael Wiesinger schrieb ich einst am 7. Oktober 2013 hier auf dem Blog unter Die Mechanismen der Branche:

,,Heute Abend wird in Nürnberg über die Personalie Michael Wiesinger gesprochen. Ein verpatzter Start in die Bundesliga mit dem vorläufigen Negativ-Höhepunkt einer 0:5 Niederlage gegen den einstigen Tabellennachbarn Hamburger SV wird die Verantwortlichen des Vereins eine Entscheidung fällen lassen. Bleibt Wiesinger Trainer vom 1. FC Nürnberg oder muss er den Platz räumen für einen Neuen?

Mein Bauchgefühl sagt mir: Man könnte das Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik auf einen Trainerwechsel beim 1. FC Nürnberg setzen.

Nach Labbadia und Fink wäre dies am heutigen Montag die 3. Trainerentlassung der noch jungen Saison in der Bundesliga. Die Mechanismen der Branche sind unbarmherzig. Die Karawane zieht weiter.”

Langfristige Engagements wie einst von Otto Rehagel, Volker Finke, Winnie Schäfer oder Thomas Schaaf scheinen nach wie vor eher die Ausnahme in einer oft sehr hektisch und in Aktionismus verfallenden Szene zu sein.

Ein Trainer, der ebenfalls auf ein sehr langes Engagement verweisen kann ist Mister Volleyball Stelian Moculescu. Er ist seit 1997 beim VfB Friedrichshafen in der Verantwortung und wurde kürzlich im bemerkenswerten Südkurier Interview von Thomas Domjahn gefragt:

,,Wie sicher ist Ihr Job als Trainer?”

Der ehrgeizige Titelsammler Moculescu darauf:

,,Ich habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht. Ich bin noch nie entlassen worden und war noch nicht arbeitslos.”

Momentan bereitet er sich auf die anstehenden Playoff-Finalspiele gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys vor.

Gesa Katz mit Statistikmaterial zum Duell der Erzrivalen VfB Friedrichshafen-Berlin Recycling Volleys

Playoff Time ist in der Regel nichts für gemütliche Stunden der Entspannung oder des inne Haltens mit dem entspannten Blick auf den See.Traveler Digital Camera

Ein Playoff-Finale hat eigene Gesetze in puncto atmosphärischer Verdichtung, eines nicht vorhersehbaren Spannungsbogens und manch Serienverläufe mit erhöhten Herzrasen. Dies erlebt gerade Uwe Krupp, der Coach der Kölner Haie. Eine 2:0 Serienführung im DEL Playoff-Finale pulverisierte sich zum momentanen 2:2 gegen den ERC Ingolstadt.

Hier in der Bodenseeregion gab es kürzlich auch so eine atmosphärische Verdichtung. Stichwort Ravensburg Towerstars und der EVR Landshut Eishockey. Im Playoff- Viertelfinale der DEL2 lagen die Ravensburger mit einer 3:1 Serienführung vorn und hatten das Heimspiel vor der Brust. Nach der Niederlage folgte postwendend noch eine weitere bei der nächsten Begegnung in Landshut. Die Serie stand auf Messers Schneide. 3:3. Es kam zum Showdown in Ravensburg. Der Ausgang des Hitchcock-Thrillers ist bekannt. Mittlerweile ist auch der Trainerwechsel bei den Ravensburg Towerstars vollzogen. Daniel Naud löste Petri Kujala ab.

Mit Trainerwechseln hat der VfB Friedrichshafen in den Jahren seit Amtsantritt von Stelian Moculescul im Jahr 1997 wenig Erfahrung. Der Erfolgscoach holte Titel für Titel, er brennt nach wie vor und sagte kürzlich im Südkurier Interview mit Thomas Domjahn unter dem Titel ,,Ich habe noch nie etwas im Leben geplant.”:

,,Wenn ich nicht gekündigt werde, werde ich meine Karriere in Friedrichshafen beenden. Da müsste schon ein außergewöhnliches Angebot kommen. Ich bin Gott dankbar, dass ich die Chance habe, hier zu arbeiten.”

Damit hätte ich also den Bogen vom Eishockey zum Volleyball hinbekommen. Das Playoff-Finale zwischen den beiden Erzrivalen VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys steht auf dem Programm. Die Häfler müssen zu erst am Sonntag, den 27. April in die Hauptstadt zum Titelverteidiger reisen. Der Berliner Manager Kaweh Niroomand liegt in der Berliner Morgenpost nicht daneben, wenn er sagt:

,,Nach unseren beiden Titelgewinnen zuletzt ist der VfB Friedrichshafen heiß darauf, uns nun wieder vom Thron zu stoßen.”

Der Rekordmeister VfB Friedrichshafen hatte den schwereren Halbfinalgegner mit Generali Haching und die Berliner dieses Jahr im Pokalfinale geschlagen. Die Chancen stehen nach Ansicht zahlreicher Volleyballexperten bei 50:50. Ein Durchmarsch von einer der beiden ehrgeizigen Mannschaften wird nicht erwartet. Der österreichische Sportwettenanbieter bwin sieht für das Auftaktspiel die Berliner mit einer Quote von 1,60 vorn. Der VfB Friedrichshafen notiert bei 2,20. Derweil ist hier am Bodensee das Wetter bereits meisterlich.Traveler Digital Camera

Traveler Digital Camera

Nichts geht vor solchen Spielen über eine gepflegte Statistik. Ein Blick in das Archiv. Sichten der Erfolge der Vergangenheit. Die Bilanz in 90 Spielen zwischen den Häflern und den Hauptstädtern gegeneinander beleuchten. Gesa Katz hat sehr schön das interessante Statistikmaterial für das ,,Ewige Duell” der Erzrivalen VfB Friedrichshafen und Berlin Recycling Volleys auf der Website der Häfler aufbereitet. Ein Blick hinein lohnt.

Playoff Time

Nein, es ist keine Formatierung des Planetensystems gewesen. Doch etwas überraschend kam die Finalpaarung 2014 um die deutsche Meisterschaft im Eishockey dennoch. Der ERC Ingolstadt empfängt heute am Karsamstag, nach der kurzweiligen Auftaktbegegnung in der Karnevalshochburg am Donnerstag, die Kölner Haie. Check von Hinten hat sich mit dem Playoff-Finale auseinandergesetzt und merkt an:

,,Vierter gegen Achter vor vier Jahren war nicht abgefahren genug, Köln und Ingolstadt mussten einen drauf setzen und treffen als Fünfter und Neunter der Vorrunde aufeinander, womit nebenbei zwei weitere Marken aufgestellt werden, einerseits ist es die schlechteste Platzierung, die je fürs Heimrecht im Finale gereicht hat, zum anderen ist es die schwächste Platzierung von der ein Team es ins Finale geschafft hat. Bemerkenswert.”

Das erste Playoff-Match gewannen die Kölner gegen die Ingolstädter mit 4:2. Im 2. Drittel gab es in 300 Sekunden fünf Treffer. Nichts für schwache Nerven.

Noch ein wenig Zeit bis zum ersten Playoff-Finalspiel im deutschen Volleyball am 27. April in der Max-Schmeling Halle in der Hauptstadt haben Berlin Recycling Volleys und der VfB Friedrichshafen. Volleyballexperte Peter Schlefsky hat auf schwäbische.de die Ruhe vor dem Sturm eingefangen:

,,Nach einem trainingsfreien Karfreitag, an dem sich die Spieler ausruhen konnten, starten die Vorbereitungen der Häfler Volleyballprofis für die Endspielserie gegen die BR Volleys bereits am Karsamstag. „Da wird ein bisschen durchgeatmet“, betont Stefan Mau. In den nächsten Tagen wolle man sich „mit sich und dem Gegner aus Berlin beschäftigen“, so der Manager der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH gegenüber der SZ.”

Die Häfler werden bis zur Auftaktbegnung keine Testspiele mehr bestreiten. Nach zwei meisterschaftslosen Jahren möchte der Rekordmeister VfB Friedrichshafen den Titel 2014 gerne an den Bodensee holen. Selbstbewusst kommt der starke Hauptstädter Konkurrent und Titelverteidiger Berlin Recycling auf seiner Website daher. Die Begrüßung lautet:

                                                            FINAAALE

                                            Aller guten Dinge sind drei!

Das Ding ist durch!

Den ehrgeizigen Volleyballern vom VfB Friedrichshafen gelang bei Generali Haching etwas, was Übungsleiter Löw bei seinen beiden letzten Turnieren nicht schaffte: Den Finaleinzug.

Generali Haching – VfB Friedrichshafen 1:3 (17:25, 17:25, 25:20: 23:25)!

Herzlichen Glückwunsch!

Das Ding ist durch, oder? titelte ich optimistisch am Dienstag dieser Woche. Jetzt wartet im mit Hochspannung erwarteten Traumfinale der Erzrivale Berlin Recycling Volleys auf die Mannschaft von Erfolgscoach Stelian Moculescu. Abenteuer am Netz.

Kleiner Blick in die Presselandschaft:

Der Südkurier titelt auf seiner Online-Website: Der VfB Friedrichshafen steht im Finale.

Die Schwäbische Zeitung merkt auf ihrer Online-Site an: Der VfB fährt wieder nach Berlin.

Der SWR bringt es prägnant auf den Punkt: Friedrichshafen nutzt den ersten Matchball.

Gesa Katz schreibt auf volleyballer.de unter dem Titel Bundesligen: VfB löst Finalticket.

Auf der Website des Deutschen Volleyball Verbands heißt es Finalküsse für die VfB-Cracks – Friedrichshafen steht im Endspiel.

Damit ist auch klar, dem letzten Auftritt in der Champions-League vom VfB Friedrichshafen im Winter 2013 werden 2014 weitere folgen.Traveler Digital CameraJetzt stehen aber erst die reizvollen nationalen Spiele gegen den deutschen Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys an. Der VfB Friedrichshafen hat eine ungewöhnliche Pause hinter sich. 2012 und 2013 gab es keinen erhofften Meistertitel für den deutschen Rekordmeister. Sieben Jahre hintereinander bis 2011 ging der Titel an den Bodensee. Dann kamen die Berliner Cracks. Das 1. Spiel ist für den 27. April 16.00 Uhr in der Hauptstadt terminiert. Der Countdown läuft.

Playoff-Halbfinale: DVL live tv mit Generali Haching – VfB Friedrichshafen

Matchball für den VfB Friedrichshafen. Die Volleyballfans vom Bodensee fiebern mit. Heute könnten die Häfler bei Generali Haching den Sack zubinden. Die Serienführung von 2:1 auf ein 3:1 manifestieren. Der Einzug in das Finale wäre der Lohn. Inklusive einem spielfreien Ostern. Ein nachsitzen am Karsamstag ist kein lukratives Ziel bei den Männern von Stelian Moculescu. Aber wir wollen uns jetzt nicht verplaudern.

+++++++Keine lange Vorrede. Hinein in die Live-Übertragung bei DVLlive.tv++++++++++

Traveler Digital Camera

Sport am Bodensee: Daniel Naud ist neuer Coach bei Ravensburg Towerstars, VfB Friedrichshafen vor Einzug ins Finale

Durchatmen war bei den Ravensburg Towerstars nach dem Hitchcock-Thriller gegen Landshut in den Playoffs die Devise. Die Landshuter drehten in einem atemberaubenden Eisspektakel die Serie. Wahnsinn. Davon erzählen viele ihren Enkel später noch. Es war schon eine herbe Enttäuschung für die Towerstars. Der alte Trainer Petri Kujala und die Ravensburger trennten sich. Die Suche nach einem neuen Coach ist bei den Puzzlestädtern erfolgreich gewesen. Pressesprecher Frank Enderle vermeldet auf der Vereinswebsite der Towerstars die neue Personalie:

,,Der neue Towerstars Cheftrainer heißt Daniel Naud. In den letzten drei Spielzeiten stand der 52-jährige Kanadier in den Diensten des österreichischen EBEL-Clubs Innsbruck. Auf den Karrierestationen des erfahrenen Trainers standen neben den Schweizer NLA-Clubs Biel und Fribourg-Gottéron vor allem auch deutsche Clubs. Von 2000 bis 2003 war Daniel Naud Cheftrainer des DEL-Clubs Augsburg, als Co-Trainer agierte er in der Saison 2009/10 bei den Hamburg Freezers.”

Auch im gastronomischen Umfeld des Eishockeyclubs gibt es prägnante Veränderungen. Das Stadionrestaurant wird von den Ravensburg Towerstars übernommen. Thorsten Kern auf schwäbische.de:

,,Die Ravensburg Towerstars pachten ab dem 1. Juni das Stadionrestaurant in der Ravensburger Eissporthalle. Der Eishockey-Zweitligist um den Geschäftsführer Rainer Schan und den kommenden Restaurant-Geschäftsführer Michael Hotz erhielt den Zuschlag der Stadtwerke Ravensburg sowie des städtischen Werksausschusses.”

Selbstredend hat auch der bereits erwähnte Frank Enderle die Details in gewohnt sorgfältiger Art aufbereitet im Artikel Towerstars werden neuer Pächter der Stadiongaststätte und verweist auch auf den vielversprechenden beruflichen Hintergrund des Gastronomen Michael Holtz und er lässt auch den Geschäftsführer der Ravensburg Towerstars,  Rainer Schan, zu Wort kommen:

„Wir füllen die Eissporthalle mit unseren Heimspielen und wir können diesem Umstand jetzt auch bei der Erwirtschaftung von Gastronomieeinnahmen gerecht werden“

Während in Ravensburg die aufregende Playoff-Phase dieses Jahr bereits Geschichte ist, kämpft der VfB Friedrichshafen heute bei Generali Haching um den Einzug in das Traumfinale gegen Berlin Recycling Volleys. Gestern stellte ich in Anlehnung an eine kürzliche Jochen Breyer Frage gegenüber Jochen Klopp nach der 0:3 Niederlage bei Real Madrid, die Frage in Richtung Team von Stelian Moculescu: Das Ding ist doch durch, oder? Das hatten die Ravensburger Towerstars nach der 3:1 Serienführung gegen Landshut durchaus auch geglaubt. Alleine das Ende sah dann anders aus. Also höchste Vorsicht und Konzentration ist für den Rekordmeister geboten. Im Umfeld des VfB Friedrichshafen sind die Erwartungen optimistisch. Das Daumendrücken der Sponsoren inbegriffen.Traveler Digital Camera

Volleyballexperte Guiseppe Torremante von der lokalen Schwäbischen Zeitung verweist auf der Online-Website auf einen hochinteressanten Motivationsgrund, die Serie im Playoff-Halbfinale bereits heute zu beenden, bei einem 3. Sieg für die Häfler:

,,Der dritte Sieg im Halbfinale hat für die Spieler noch einen anderen positiven Nebeneffekt. Sie könnten die Osterfeiertage gemeinsam mit ihren Familien oder Freunden verbringen. Verliert der VfB Friedrichshafen allerdings das vierte Spiel, dann gibt es am Karsamstag, um 19.30 Uhr, das letzte Match der Halbfinalserie. Und diesen Termin wollen die VfB-Profis vermeiden.”

Okay, ist nachvollziehbar. Also auf geht´s.

Übrigens der österreichische Sportwettenanbieter bwin ruft eine Quote von 2,20 für einen Sieg von Generali Haching und 1,60 für einen Auswärtserfolg vom VfB Friedrichshafen auf.

Am vorigen Donnerstag hatten die Österreicher die Heim-Mannschaft von Generali Haching mit 2,75 notiert und den VfB Friedrichshafen mit 1,40.

Nachdenkenswert #225

,,Erst einmal müssen wir das Halbfinale gewinnen (lacht). Aber wir können die Deutsche Meisterschaft holen, weil wir es in dieser Saison schon einmal bewiesen haben und uns den DVV-Pokal geholt haben. Wenn wir genauso stark und als Team spielen, wie beim DVV-Pokalfinale gegen die BR Volleys, dann können wir jeden schlagen. Wir haben einen starken Service, sind gut im Block und können im Angriff immer für eine Überraschung sorgen. Wir haben keine Angst vor unseren Gegnern und können uns mit unserem Mannschaftsgefühl gegen jeden durchsetzen.”

Jenia Grebennikov, von der French Connection beim VfB Friedrichshafen, mit gesunden Selbstbewusstsein und Lust auf den Titel im Interview auf der Häfler Vereinswebsite des deutschen Rekordmeisters

Das Ding ist doch durch, oder?

Die Berlin Recycling Volleys haben ihren Finalplatz mit einer klaren 3:0 Serie gegen den TV Bühl so sicher, wie die Probleme mit dem Großprojekt des geplanten neuen Flughafens in der Hauptstadt weitergehen werden. Aber der Finalgegner ist noch nicht ganz fest. Der VfB Friedrichshafen führt im Playoff-Halbfinale mit 2:1 gegen Generali Haching. Noch ein Sieg für den Häfler Kultverein und deutschen Rekordmeister, dann kann das Traumfinale gegen Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys geplant werden. Doch vor dem Preis haben die Götter bekanntlich den Schweiß und Fleiß gesetzt. Am Sonntag gab es mit dem zweiten Heimsieg ein deutliches Signal: Der VfB Friedrichshafen ist auf dem angestrebten Endspielkurs. Es gab in der ZF Arena auch Besuch aus Übersee, aufmerksam protokolliert auf der Vereinswebsite:

,,7556 Kilometer liegen zwischen Nashville/Tennessee und Friedrichshafen am Bodensee. Das jedoch ist für Matthew Denmark kein Hindernis, um seine ehemalige Mannschaft in der Playoff-Phase in Deutschland zu unterstützen. „Ich habe versprochen, dass ich an den Bodensee zurückkomme“, sagt Denmark, der 2013 seine Karriere als Profivolleyballer in Friedrichshafen beendete. Gemeinsam fieberte er am Sonntag mit den gut 2900 Zuschauern in der ZF Arena um den zweiten Sieg im Halbfinale gegen Generali Haching. „Das war sehr aufregend. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich als Zuschauer und nicht als Spieler das Spiel verfolgt. Das war eine ganz andere Situation, weil du zwar weißt, was passiert, aber um dich herum mit den Fans und den ganzen Menschen viel mehr mitbekommst.”

Matthew Denmark macht sich bereits am morgigen Mittwoch früh auf die Heimreise. Er hat dabei ein klares Ziel:

„Ich werde vor dem Computer die Spiele live mitverfolgen und dann will ich sagen können: WIR haben gewonnen.”

Vorige Woche am Donnerstag ging der VfB Friedrichshafen beim ersten Auswärtsspiel gegen Generali Haching als 1,40 Wettfavorit bei bwin ins Rennen. Am Ende konnten die Favoritenwetter ihre Wettscheine zerknüllen. DIesmal soll es mit dem Sieg klappen. Das Ding ist doch durch, oder? Schaun mer mal würde der bayrische Kaiser F.B. dazu sagen.

Am Mittwoch, den 16. April um 19.30 Uhr heißt es: Generali Haching – VfB Friedrichshafen

Nachdenkenswert #223

,,Ich habe noch nie in meinem Leben irgendetwas geplant. Das hat sich alles so ergeben. Gedanken über einen Trainerjob habe ich mir nie gemacht. Alles was ich wusste, war, dass ich raus wollte aus Rumänien. Ich bin auch nicht des Geldes wegen Trainer geworden. Zu meiner Anfangszeit in München habe ich sogar umsonst gearbeitet. Meines Wissens nach war ich Ende der 80er-Jahre einer der ersten professionellen Volleyball-Trainer in Deutschland.”

Stelian Moculescu, Titelsammler, Mister Volleyball und Erfolgscoach vom Rekordmeister VfB Friedrichshafen im Südkurier-Interview 

Generali Haching und die Suche nach einem neuen Hauptsponsor

Es war ordnungsgemäß und beizeiten verkündet, dies machte die Sache nicht angenehmer: Die Generali Versicherungen sind über das Saisonende hinaus nicht mehr der Hauptsponsor für den Volleyball-Spitzenclub Generali Haching. Tief durchatmen. Für die Volleyballer ist trotz intensiver Suche immer noch kein neuer Sponsorship zu vermelden. Die Suche nach einem neuen Hauptsponsor ist bisher ergebnislos verlaufen. Dabei konnte auch dieses sympathische Video bisher nichts daran ändern.

Manchmal kommt ja überraschend ein Retter in letzter Minute auf die Bühne. Andererseits zeigt das Beispiel auch wie wichtig auch ein über die Jahre gewachsener Sponsorenpool ist. Ist er nicht adäquat vorhanden, schüttelt der Abgang eines Hauptsponsors den Verein durch und bringt existenzielle Nöte mit sich.

Doch noch wird Volleyball gespielt. Am Donnerstag findet gegen den VfB Friedrichshafen das 2. Spiel im Playoff-Halbfinale statt. Dabei kommt Generali Haching durchhaus mit Selbstvertrauen daher. Hachings Libero Ferdl Tille will denn auch noch den besseren Spirit bei seinem Team ausgemacht haben:

,,Der VfB hat die besseren Einzelspieler, wir aber den besseren Teamspirit. Friedrichshafen ist zu knacken, wenn es uns gelingt, sie nicht ins Rollen kommen zu lassen. Wir müssen um jeden Punkt fighten, ihnen unser Spiel aufdrücken. Dann fangen sie an mit sich und den Teamkollegen zu hadern. Das haben wir schon erlebt und das müssen wir mit unserem Spiel provozieren. Ist der VfB mal ein Punkte voraus, wird es schwer.“

Derweil laufen bei den Fans vom VfB Friedrichshafen die Vorbereitungen für die Unterstützung beim Auswärtsspiel auf Hochtouren.

,,Zusammen mit den VfB-Bluebears ist die erste Fahrt zum Halbfinale gesichert. Am 10. April (Abfahrt 16 Uhr, ZF Arena) geht es für die Häfler nach Unterhaching. Gegen Generali Haching wollen nicht nur die Spieler sondern auch die Bluebears einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir würden gerne ins Finale einziehen“, sagt VfB-Fanbeauftragter Rudi Krafcsik. „Dafür werden wir von Fanseite aus unser bestmögliches geben.“ 50 Plätze hat er im Bus nach Unterhaching zu vergeben, doch: „notfalls stocken wir auf“, so Krafcsik. „Wir nehmen jeden mit, der mit will.“ Abfahrt ist am Donnerstag (10. April) um 16 Uhr an der ZF Arena Friedrichshafen. Wer sich nur eine Karte (10€) reservieren möchte und die Anreise selbst in die Hand nehmen will, kann dies auch bei Rudi Krafcsik tun.”

Die E-Mail Adresse vom VfB-Fanbeauftragten Rudi Krafcsik lautet:

                                                             rudi.krafcsik@vfb-volleyball.de

Rudi Krafcsik hatte einst im sportinsider Interview auch seine Vorstellungen von einem idealen Spieltag umrissen:

,,Ein idealer Spieltag ist es wenn alles rechtzeitig aufgebaut ist, die Halle zum Brechen gefüllt und ein Sieg der Mannschaft den Abend abrundet. Danach ein gemütliches Bierchen im Kreise der Mannschaft und der Fans.”

Derweil stehen sich heute Abend um 20 Uhr der TV Ingersoll Bühl und der deutsche Meister Berlin Recycling Volleys in der Großsporthalle Bühl gegenüber.

Der österreichische Sportwettenanbieter bwin bietet eine Quote von 8,00 für einen Heimsieg der TV Ingersoll Bühl. Bei einem Favoritensieg der Berliner gibt es die Quote von 1,05.

Auch Generali Haching und der VfB Friedrichshafen sind bereits für ihre morgige Partie ausgepreist. Der Gastgeber geht mit einer Quote von 2,75 ins Rennen. Der VfB Friedrichshafen notiert  bei einem Auswärtssieg mit 1,40.