Schlagwort-Archive: Sport

Nachdenkenswert #172

,,Bislang haben Bereiche wie Unterhaltung und Sport den teuren Journalismus im Ausland, in der lokalen Tiefebene und den investigativen Journalismus querfinanziert. Das wird in Zukunft nicht mehr funktionieren.”

     Daniel Drepper,  Journalist , in Gedanken: Wie kann sich Journalismus finanzieren?

Herbst: Wenn Sport auf Politik trifft

Es herbstelt in Deutschland. Die Temperaturen sind gesunken. Auch am Bodensee ist es spürbar kühler geworden. Es geht einher mit der Abstinenz von Touristen. Keine Angst, einige sind schon noch da. Die Radfahrwege sind wieder freier. Fröstelnd wird einem aber eher beim Blick in die Arbeitsweise der alten und verkrusteten Parteien wie CDU, SPD oder FDP (habe ich jemanden vergessen?) im Bundestag beim Thema Sportpolitik. Besonders wenn es um das unappetitliche Thema Korruption im kommerziellen Sport geht. Daniel Drepper  lieferte kürzlich einen entlarvenden fröstelnden Einblick aus dem Sitzungssaal in Berlin mit seinem Liveblog aus dem Sportausschuss: Sport und Korruption. Da möchte man glatt eine Runde Schach spielen und sich Gedanken zur nächsten Bundestagswahl machen.

Büroarbeitstag vor Monatsende

08:35 Mantel im Büro aufgehangen. E-Mail Eingang checken. 

08:45 Kollegen an gewonnene Sportwette auf Bayern Sieg erinnern

08:50 Ersten Kaffee im Büro trinken, Rosinenbrötchen tunken

09:30 Konferenz. Kollegen an ausstehenden Wetteinsatz erinnern

10:00 Zurück im Büro. Ablage. Blick auf eurosport.yahoo und spox

11:15  Zweites Frühstück mit Kollegen P. Austausch über Handball-WM

11:45 Kantine. Handball Diskussion fortsetzen. Es dreht sich um Brand.

12:40 Eiligen Außentermin vorschützen: schnell mal rüber zu Kaufhof

13:45 Beim Bereichsleiter Sorge über Zustand von P. äußern

14:30 Am Drucker Powerpoint-Präsentation der Kollegin K. abgreifen

14:55 Druckerpapier und Textmarker Stabilo für daheim einstecken

15:15 All-inclusive-Angebote für Tour de France checken

15:40 Präsentation von K. unter eigenem Namen der Zentrale senden

16:10 Auszubildenden (Hoffenheim Fan) im Großraumbüro hochnehmen

16:20 Die Bundesligawettgelder von den Kollegen einsammeln

17:10 Endlich Feierabend. In der Tiefgarage auf Bereichsleiter warten:

             ,,So spät noch?“

17:50 Von der Frau wegen aufreibenden Bürotag bedauern lassen

Anmerkung

Alles an diesem Büroarbeitstag ist erfunden, das hoffe ich zumindest. Namen der Personen sowie Ablauf in der Firma sind ebenso frei erfunden wie die beschriebenen Situationen und Handlungen.

Ich versichere, dass ein Bezug zu realen Geschehnissen in deutschen Büros nicht beabsichtigt ist, auch wenn sich ein solcher finden sollte.

Vorfreude auf den Schach-WM-Kampf Anand-Topalov

Die Schachwelt fiebert einem Termin im Monat April entgegen.

21. April –12. Mai 2010

Schach. Der WM-Kampf Viswanathan Anand–Veselin Topalov in Sofia.

Turm in der Schlacht

 © Michael Alber: Pixelio

Im Dezember schrieb der chesstigers in Vorfreude auf das Match:

,,Der Weltschachverband hat weiten Teilen der Welt ein frühes Weihnachtsgeschenk bereitet. Heute unterzeichneten in Sofia FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov und der Präsident des bulgarischen Schachverbandes Stefan Sergiev die Verträge für das WM-Match zwischen Weltmeister Viswanathan Anand und Herausforderer Veselin Topalov.”

Ich empfand dies ebenfalls als kleines Weihnachtsgeschenk. Nun nähern wir uns dem Termin. Vorfreude ist die schönste Freude. Hier geht es zur offiziellen Website Anand-Topalov. Der WM-Kampf zwischen Weltmeister Viswanthan Anand und dem Herausforderer Veselin Topalov geht über 12 Partien mit klassischer Bedenkzeit. Sollte dann noch keine Entscheidung gefallen sein, wird ein Stichkampf mit Schnellpartien ausgetragen. Austragungsstätte des Kampfs um die WM Schachkrone ist der Military Club in Sofia. Nach der feierlichen Eröffnungszeremonie am 21. April wird dann am 23. April die erste Schachpartie gespielt.

Lesestoff für den mündigen Bürger

So ein wenig Lesestoff zu aktuellen Problemen des Sports, seiner Begleiterscheinungen sowie Hintergründe der Protagonisten.

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Chinesischer Fußball: Knietief im Sumpf  

Paralympics: Die elitäre Gruppe der Paralympics-Helden 

Homophobie im Fußball: Die Frau, die stört

Gewichtheben: Starker Mann, was nun?

und zu guter Letzt die Thematik Olympia München 2018:

Nolympia2018:Umweltkonzept gescheitert/ Bogners Märchenstunde

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Medienecho auf Aktion Spieltag58

Deutschland ist keine Eishockeynation. Heute beginnt in der DEL der 58. Spieltag. Der Meister wird immer noch nicht gekürt. Es wird kein gewöhnlicher Spieltag werden. In Deutschland nimmt Abschied vom Eishockey habe ich vorige Woche einige Worte über die Aktion Spieltag58 geschrieben.

Wie sieht das Medienecho aus?                  

Die Aktion Spieltag 58 bei …

Facebook

Chantalle Alberstadt hat auf der Homepage Spieltag58 alle weiteren Informationen. Sie wünscht sich Eishockey für die Fans.

,,Die Olympischen Spiele haben uns allen nach langer Zeit mal wieder vor Augen geführt, was Eishockey in seiner reinsten Form wirklich ausmacht. Es ist ein Sport, der wie kein anderer Dynamik, Schnelligkeit und Teamgeist fördert und fordert. Leider ist man in den letzten Jahren immer mehr vom Weg abgewichen und hat sich stetig von den Bedürfnissen der Fans ab- und denen der Funktionäre zugewandt. Eishockey sollte für die Fans “gemacht” werden – nicht die Fans fürs Eishockey.”

MANNHEIM, GERMANY - DECEMBER 03:  Nathan Robinson of Adler (L) and Tore Vikingstad of Scorpions battle for the puck during the Deutsche Eishockey Liga game between Adler Mannheim and Hannover Scorpions at SAP Arena on December 3, 2009 in Mannheim, Germany.  (Photo by Vladimir Rys/Bongarts/Getty Images)

Nachdenkenswert #28

,,Heute Morgen hatte ich bereits in aller Frühe Besuch. Als es um 8.00 Uhr bei mir zuhause klingelte, habe ich sofort an die nächste Dopingkontrolle gedacht, doch dafür war der Besuch eindeutig zu zahlreich. Ca. zehn Damen und Herren – zum Teil mit schusssicheren Westen (!) – standen vor der Tür. Und obwohl ich noch nicht einmal gefrühstückt hatte, habe ich die Herrschaften natürlich hereingelassen. Selbst wenn ich lieber erst einmal geduscht und einen Kaffee getrunken hätte. Ich hatte allerdings auch keine andere Wahl, schließlich waren sie mit einem Durchsuchungsbeschluss gekommen.”

Claudia Pechstein, fünffache Olympiasiegerin, auf ihrer Homepage