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Red Bull: Nike löst Adidas bei den Fußballern ab

Noch ist der Aufstieg von RB Leipzig nicht perfekt, es sieht jedoch bereits verdammt gut aus.  Die Getränke, bei Bedarf auch in den neuen Geschmacksrichtungen von Red Bull, können bereits kaltgestellt werden.Traveler Digital Camera

In Anlehnung an die Frage von Jochen Breyer vorige Woche im Interview mit Jürgen Klopp darf auch vermutet werden: Die Sache ist durch, oder? Das wird nicht allen gefallen. Der aktuelle Tabellenzweite der 3. Liga polarisiert. Derweil gibt es auch positive Nachrichten in Sachen Equipment. Ein neuer  Bus und ein Ausrüstervertrag mit einem amerikanischen Sportartikelhersteller. Guido Schäfer, einst Fußballprofi in der 2. Liga bei Mainz 05 und Mannschaftskamerad von Jürgen Klopp, wechselte nach seiner Laufbahn zur Zeitung. Seine erste Station war die Allgemeine Zeitung in Mainz. Seit 2000 schreibt er für die Leipziger Volkszeitung. Seine Texte sind Kult. Wie es ihn eigentlich nach Leipzig verschlug machte er im Interview mit Lisa Garn auf urbanite.net offenkundig:

,,Im März 2000 wurde ich bei der Allgemeinen Zeitung unehrenhaft entlassen. Der Chef, ein fetter böser Typ, hat Mobbing der übelsten Sorte betrieben. Als ich ihm ans Leder wollte, flog ich raus. Ich habe mich bundesweit beworben, die LVZ hat mich genommen.”

Guido Schäfer ist hart im nehmen. Nimmt in der Regel kein Blatt vor den Mund. Er begleitet seit Jahren auch den Weg von RB Leipzig, jenem erfolgversprechenden Projekt von Red Bull.  Aktuell berichtet er von zwei Zugängen des ambitionierten Fußballvereins aus der sächsischen Metropole. Da wäre der bereits eingangs erwähnte neue Bus. Jenes luxuriöse Modell wie es bereits die Profis von Borussia Dortmund und Bayern München  zu schätzen wissen. Stichwort MAN. Dann wäre da auch noch ein Wechsel in Sachen Ausrüster. Nike statt Adidas. Guido Schäfer weist auf einen feinen aber entscheidenden Unterschied in den Vertragsmodalitäten hin:

,,Durchgesickert: Der Deal ist perfekt, Nike wird mit Beginn der Saison 2014/2015 die Salzburger und Leipziger Werktätigen von Brause-Tycoon Dietrich Mateschitz ausrüsten. Die Zusammenarbeit unterscheidet sich übrigens fundamental von der zwischen Red Bull und Adidas. Während die Herzogenauracher „nur“ Schuhe, Trikot et cetera zum Nulltarif rüber wachsen lassen (ließen), überweist Nike darüber hinaus eine nennenswerte Summe (erfolgsabhängig) ans Mateschitz-Imperium.”

Erfolg macht sexy. Für Nike auch eine gute Gelegenheit im Wettbewerb mit Adidas die Aura weiter aufzuladen. Realistisch betrachtet ist RB Leipzig der einzige ostdeutsche Fußballclub der momentan das Zeug hat perspektivisch zügig in die Bundesliga aufzusteigen und dort mehr wie eine flüchtige  Fahrstuhlmannschaft zu werden.

Red Bull und das Sportsponsoring

[Reblog vom 3. Dezember 2009]

Dietrich Mateschitz ist ein Marketing-Genie. Er hat im Sportsponsoring weltweit Akzente gesetzt. Mit dem Energy Drink Red Bull revolutionierte der österreichische Unternehmer einen ganzen Markt.

Im Sponsoring ist der Milliardär mit Red Bull gut aufgestellt. Die Fußballer von RB Salzburg sind aktueller Meister in der höchsten österreichischen Fußball-Liga. Ab der Saison 2009/2010 konnte der renomierte Huub Stevens als neuer Trainer verpflichtet worden. Auch die Salzburger Eishockeycracks tragen das Logo des Energy Drinks auf dem Trikot. International sponsert Dietrich Mateschitz in Amerika mit New York Red Bulls ein Major League Soccer Team und in Deutschland das Markranstädter Fußballteam RB Leipzig. Eine ganze Reihe hochkarätiger Sportveranstaltungen wie das Red Bull Air Race World Championship erfreut sich des Namenssponsorings der Österreicher. Die Formel 1 ist ein weiteres sehr erfolgreiches Sponsoring von Red Bull.

In der vorletzten Saison war Sebastian Vettel in Monza der jüngste Formel 1 Sieger. Der symphatische 21-Jährige lächelt natürlich in die Kameras. Shootingstar Vettel wechselte vor der abgelaufenen Saison vom italienischen Team Toro Rosso (Besitzer Dietrich Mateschitz) zum östereichischen Rennstall Red Bull. Der zweite Geniestreich des Formel 1 Fahrers erfolgte dann beim China GP in Shanghai. In der Regenschlacht legte der Heppenheimer eine Glanzvorstellung hin und verwies damals seinen Teamkollegen Mark Webber auf den 2. Rang.

Sebastian Vettel war nach dem zweiten Sieg seiner Karriere völlig aus dem Häuschen. Nach dem China-GP dankte der Red Bull Pilot seinem Team via Funk:

“Was für ein Rennen! Grüße nach Österreich und ein großer Dank an die ganze Red-Bull-Familie.”

Der 21-Jährigen neue Formel 1 Star hat keinerlei Starallüren. Seine Interviews sind ungefiltert. Sein Lachen nicht einstudiert. Mit 9 Jahren (so die Legende) suchte Sebastian Vettel schon die ersten Sponsoren. Den Vertrag mit Red Bull ließ er nur durch einen Anwalt checken. Mehr nicht. Kein Manager. Kein Beraterstab. Keine Juristen-Gruppe. Vettel mag es einfach.

Dies war und ist auch eines der Erfolgsgeheimnisse von Dietrich Mateschitz. Nach eigener Aussage weiß er gar nicht, wie er vor Red Bull ohne Energy Drink über den Tag gekommen ist. Jetzt will er bis zu 5 Dosen am Tag trinken. Für seine Mitarbeiter bestehe keine Konsumpflicht. Sein Statement:

,,Für mich ist Red Bull Grundnahrungsmittel. Ich fange mit dem Frühstücksbullen an. Nach Mitternacht höre ich auf, die Dosen zu zählen.”

Werden wir Sebastian Vettel und Red Bull noch öfter auf dem Podium sehen ? Ja, das werden wir erleben. Die Chancen stehen verdammt gut. Dietrich Mateschitz und Red Bull verleihen Sebastian Vettel Flügel. Der siebenmalige Formel-1 Weltmeister Michael Schumacher hat viel Freude am Newcomer. Nach dem China-GP sagte er in die Mikrofone der Reporter:

,,Das war grandios. Da kann man nur mit Spaß zuschauen und genießen.”

Red Bull hat auch klare Ziele mit den oben genannten Fußballteam von RB Leipzig. Die Bundesliga ist das Ziel. Spricht man mit Protagonisten des ostdeutschen Fußballs,wie Präsident Hubert Wolf vom ZfC Meuselwitz oder dem Geschäftsführer Frank Duschka von Energie Cottbus, erklingen klare Signale: Red Bull macht das genau so professionell wie in der Formel 1. Die gehen ihren Weg.

Weiterführende Artikel zum Thema Red Bull und Sponsoring

1. Hinz und Kunz über Bundesliga mit Red Bull  

2. Dietrich Mateschitz will RB Leipzig in die Bundesliga führen

3. Mateschitz sieht Vettel 2011 auf dem WM-Thron

Blattkritik: touchpoint – Das Magazin für Sponsoring

Der Markt für Branchenmagazine im Sponsoring mit Schwerpunkt Sport hat dieses Jahr einen neuen Mitspieler bekommen. Das neue Blatt hört auf den Namen touchpoint und kommt aus dem Hause Verlag Werben & Verkaufen GmbH. Traveler Digital CameraAm Markt agieren in Deutschland bereits seit vielen Jahren SPONSORs und sponsor news. Beide alteingesessenen Titel kommen selbstbewusst daher und spielen gekonnt auf der Klaviatur des Eigenmarketings.

Das in Hamburg ansässige Magzin SPONSORs mit dem Gründungsjahr 1996 auf seiner Online-Site im selbstbewussten Ton:

,,SPONSORs ist der führende deutschsprachige Aufbereiter und Anbieter von Informationen im Sportbusiness.”

,,Das monatlich erscheinende SPONSORs MAGAZIN bietet den Entscheidern der Sportbusiness-Szene tiefgründige Analysen, umfangreiches Datenmaterial, spezifische Rechtsberatung, personenspezifische Hintergründe, journalistisch sauber aufbereitete Themen und vieles mehr.”

Auch sponsor news kommt mit offensiven Charme und dem Selbstbewusstsein eines Branchenführers daher:

,,sponsor news ist das richtungsweisende Fachblatt für Sponsoring im deutschsprachigen Raum und erscheint seit Februar 1992 monatlich.
sponsor news berichtet über aktuelle Sponsoring-Strategien und die Herausforderungen, vor denen Sponsoren stehen. Was führt zum Erfolg? Wer bewegt was in der Branche und wo gibt es neue Trends?”

Wer ein Gefühl für den Sound vom Münchner Branchenmagazin bekommen möchte, schaut in das Interview mit dem Borussia Dortmund Marketingleiter Carsten Cramer hinein.

Nun gesellt sich touchpoint im Markt der Sponsoringmagazine dazu. Im November gab es die zweite Ausgabe des neuen Branchenblattes mit Sitz in München.Traveler Digital CameraWas offeriert touchpoint im Heft? Die Titelstory auf den Seiten 18 bis 23 ist ganz auf den anstehenden Winter zugeschnitten und geeicht. Wintersport-Sponsoring wird unter die Lupe genommen. Die beiden namhaften Autobauer Audi und BMW aus Bayern liefern sich dabei ein Kopf-an-Kopf Rennen um begehrte Sponsorships.

,,Optisch kommt es zu mancher Kollision: Aktuell sehen Biathlon-Zuschauer mitunter das BMW-Emblem auf der Startnummer und die Audi-Ringe am Rennanzug. Das pikante PS-Werbeduell ist für Branchenbeobachter fast spannender als der sportliche Wettkampf.”

Dabei ist der bekannteste Wintersport-Sponsor laut dem Repucom Wintersport Kompass 4/2013 Milka. Danach gruppieren sich Adidas und Red Bull auf den Podiumsplätzen ein. Platz 4 verzeichnet Audi vor Erdinger Alkoholfrei und Jack Wolfskin. Auf Platz 7 notiert Intersport vor BMW sowie der DKB und Viessmann. Das neue Sponsoringmagazin touchpoint arbeitet generell gerne mit Material vom Beratungsunternehmen Repucom. Dazu später noch mehr.

Biathlon ist weiterhin Medienliebling. Die TV-Präsenz bei den öffentlich-rechtlichen ist trotz Rückgang der Reichweiten nach wie vor für Sponsoren hochinteressant. In der abgelaufenen Wintersaison 2012/2013 waren 254 Millionen Zuschauer im Fernsehsessel im frei empfangbaren Fernsehen zugegen, wenn Schießen und Laufen sich in einer Sportart abwechselten. In der Saison 2010/2011 waren gar 309 Millionen Biathlonfreunde vor den TV-Geräten der Republik bei den Biathlon-Wettkämpfen Augenzeuge. Sponsoren mögen die telegene Umsetzung des Wettkampfs auf dem Bildschirm. Die Qualität der Fernsehübertragungen und die spannende Inszenierung einer einst eher als unspektakulär daherkommenden Wintersportart sorgt für die gewünschte Aufmerksamkeit.

Wintersport und richtiger Winter sind auch immer ein Thema.  Prof. Dr. André Bühler, Direktor Deutsches Institut für Sportmarketing kommt in der Titelstory zu Wort mit dem Hinweis:

,,Wenn die Rennstrecke zwar kunstschneeweiß ist, daneben aber grüne Flächen zu sehen sind, wirkt das recht künstlich und nimmt etwas von der Faszination.”

Dem kann ich nur zustimmen. Irgendwie sehen Grünflächen abseits der Pisten und Loipen immer wie ein Wetterunfall aus und nehmen etwas von der Atmosphäre.

Noch ein Wort zu Milka. Die Schokolade mit dem arteigenen Erkennungszeichen. Milka Kühe am Rand der Skipisten sind übrigens seit 1995 festes Ritual. Im Magazin liest sich dies dann mit dem erreichten Sponsorziel so:

,,Die Alpenwelt als Heimat – das erscheint authentisch und ist gelernt. Erinnerungsdepots in den Köpfen auch internationaler TV-Zuschauer sind mit lila Farbe angefüllt.”

Im Wintersport sind auch Bridgestone, Vissmann, Jack Wolfskin aktiv. Letzterer erzählt jetzt verstärkt seine Geschichten abseits der Bandenwerbung im Fußballstadion. Markus Lichti von Repucom über die Kunst begnadeter Geschichtenerzähler:

,, Wintersport eignet sich noch besser als Fußball, um spannende Geschichten zu erzählen. Ich muss nicht nur alle Gegner besiegen, sondern habe auch oft noch eine Naturgewalt gegen mich.”

Apropos Repucom. Im Magazin touchpoint finden sich vom Beratungsunternehmen neben dem oben bereits angesprochenen Wintersportkompass zu den bekanntesten Sponsoren auch weitere Übersichten wie die Reichweiten im deutschen Free-TV oder das Interesse am Biathlon, Skispringen, Ski alpin, Nordische Kombination, Bob und Rennrodeln, Eiskunstlauf, Snowboarding und Skicross im Vergleich zwischen 2005 und 2013. Auch ein Testimonials Celebrity fehlt nicht. Namen wie Vitali und Wladimir Klitschko, Steffi Graf, Sebastian Vettel, Dirk Nowitzki, Magdalena Neuner, Manuel Neuer, Jürgen Klopp oder Martin Kaymer tauchen darin auf. Oder die Top-10-Testimonials deutscher Sportler mit den geschätzten Sponsoring-Einnahmen pro Jahr.

Im Magazin gibt es  auch einen Artikel über den Sponsor-König Red Bull. Für Red Bull Experten gab es jetzt nicht gravierend Neues zu erfahren. Die “Rasenschach” Anekdote von Dortmunds Geschäftsführer Watzke wird erzählt. Sie sollte sich aber mittlerweile bis in den hintersten Winkel der Fußballrebuplik herumgesprochen haben. Herr Watzke arbeitet sich seit Jahren an RB Leipzig ab. Da wirkt er auch immer etwas verkniffen. Sympathiepunkte holt er sich damit nicht bei mir ab.  Auch die 2009er Sache mit dem Markranstädter Deal beim damaligen Fünftligisten wird im Text erwähnt. Auch ein Schwenk zum 1. FC Lokomotive Leipzig gibt es.

,,In DDR-Zeiten war Lokomotive Leipzig einer der führenden Klubs. Doch nach der Wende war es in der Stadt rasch vorbei mit dem Erfolgsfußball.”

Nun, ich habe die Leipziger Jahre damals selber Live miterlebt. Das Jahr 1993 führte zum spektakulären Aufstieg von Lok in die Bundesliga. Damals firmierten sie unter dem Namen VfB Leipzig. Das entscheidende Spiel gegen Mainz 05 wurde im Zentralstadion (jetzt nach den Umbaumaßnahmen und der Platzverkleinerung auf den Namen Red Bull Arena hörend) von den Probstheidaern gewonnen. Die Situation im Leipziger Fußball ist komplex, emotionsgeladen und nicht in 4-5 Sätzen zu erklären. Da weder Chemie Leipzig (DDR-Meister 1964) noch der Europapokalfinalist von 1987 Kontinuität entwickelten in dieser Goldgräberzeit nach der Wende (zeitweise fühlte ich mich in Leipzig wie in die Erzählungen von Jack London über die abenteuerliche Jagd nach Gold hineinversetzt), gab es in der Messestadt immer weniger seriösen Fußball. Dadurch entstand ein fußballerisches Vakuum. Red Bull, durchaus nicht sentimental, jedoch vernünftig wirtschaftlich kalkulierend, ergriff mit RB Leipzig im Jahr 2009 eine gute Chance sich selber in der Königsdisziplin Fußball in Deutschland zu positionieren. Die ersten Spiele in Markranstädt haben bereits jetzt eine nostalgische Note. Mittlerweile spielen sie im einstigen Zentralstadion, damals im Land der hohen sportlichen Ambitionen ein Stadion der Hunderttausend. Okay, 2-Nichtaufstiege aus der vierten Liga in die 3. Liga haben Red Bull Zeit gekostet, doch die Österreicher haben einen langen Atem. Wer übrigens kompetente und kontinuierliche  Berichterstattung über RB Leipzig mag, dem sei rotebrauseblogger empfohlen.

Im Text bei touchpoint über Red Bull wird auch auf die geplante Multifunktionsarena in München verwiesen und die 50+1 Regel gestreift. In der bayerischen Landeshauptstadt sollen später die Eishockeycracks von EHC Red Bull und die Basketballer von Bayern München ihren sportlichen Leibesübungen vor Publikum nachgehen. Auch der Verweis auf die Meistertitel vom FC Red Bull Salzburg fehlt nicht. Was wäre ein Red Bull Artikel ohne die Erwähnung von Formel-1 Serienweltmeister Sebstian Vettel. Den Kontrahenten schwillt ja zuweilen der Hals. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steht dafür exemplarisch mit seiner kernigen Aussage:

,,Auf Dauer ist es nicht akzeptabel, dass ein Brausehersteller Mercedes vor der Nase herumfährt.”

Red Bull lässt solche Äußerungen souverän abprallen.

Themenwechsel. Es gibt im Magazin einen Artikel über Frauen – eine (noch) unverstandene Zielgruppe. Den Text gebe ich zu gegebener Zeit meinen beiden Schwestern zum lesen. Gastautorin Diana Jaffé sieht ein großes Potenzial in Sachen Sponsoring-Strategien mit der Zielgruppe Frau. So richtig hat mich das Thema nicht begeistert. Vielleicht gibt es da wirklich stärkeres Feedback wenn Frauen über die Zeilen schauen. Oder ich nehme den Text auch nochmal in einer etwas ruhigeren Minute zur Hand.

Spannend fand ich den Beitrag von Gastautor Reiner Schlump über die Sponsoring-Idee Trail Running. Der Sportmarketing-Manager ist seit 1978 für Salomon tätig. Ab 2007 erfolgte der konzentrierte Ausbau des Sponsoring-Segments Trail Running. Salomon hat einen guten Namen in der Berglaufszene. Berg- und Crosslaufevents wurden gesponsert. Mit der Nähe zur Szene ging die Produktentwicklung bei Salomon für Bergläuferspezifische Ausrüstung einher. Parallel dazu trat Salomon kontinuierlich bei einer Veranstaltungsserie auf:

,,2007 trat Salomon erstmals als Namensgeber der Trail Runnung Cup-Event-Serie in Deutschland in Erscheinung. Diese vereinigte 14 bestehende Events zu einer zusammenhängenden Serie. Ziel der Event-Reihe war es, neben der Markenkommunikation, die Läufer deutschlandweit zusammenzuführen und eine Trail-Running-Community zu bilden.”

Das wirkte sich durchschlagend auf den steigenden Bekanntheitsgrad der Marke Salomon aus. Die Anmeldungen zu den Events stiegen von jahr zu Jahr, die Umsätze steigerten sich bei den bergspezifischen Produkten für das Marktsegment Trail Running.

Insgesamt hat das Sponsoringmagazin touchpoint Potenzial. Die Münchner sind auf einem guten Weg. Abgerundet wird die 2. Ausgabe durch einen Terminkalender, einen Blick auf Bücherneuerscheinungen, ein kurzes Interview mit DTM Fahrer Pascal Wehrlein und einem ausführlicheren ganzseitigen Interview mit Oliver Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Firma MSC Sports in Karlsruhe, über Public Affairs und Sponsoring.

touchpoint – Das Magazin für Sponsoring

Der November ist durch. Er war geprägt vom Schach-WM Kampf in Chennai zwischen dem exzellent vermarkteten Magnus Carlsen und Viswanathan Anand. Es gab auch die 2. Ausgabe von touchpoint. Das Magazin für Sponsoring ist ein branchenspezifisches Verlagsprodukt aus dem Hause Verlag Werben & Verkaufen GmbH. Das Magazin bietet Hintergründe, Analysen und Handlungsempfehlungen aus der großen Welt des Sponsorings und Sportbusiness.Traveler Digital CameraDurch die Schach-WM ist bei mir einiges liegen geblieben. Die genaue Heftbesprechung von touchpoint gibt es diese Woche noch von mir. Es wird die Wintersport-Sponsoring Strategie von Audi und BMW besprochen, es wird ein Blick auf den Sponsor-König Red Bull geworfen, der Fluch und Segen von Testimonials  für Unternehmen unter die Lupe genommen, Sponsoring für Frauen und seine Fallstricke untersucht oder wie Salomon Manager Reiner Schlump über die Sponsoring-Idee Trail Running denkt und schreibt.

Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine entspannte Woche!

Red Bull, Digitale Sport Medien, Rückblick 9. SPONSORs Clubmanager Summit und Projekt Stadionbau in Zürich

Red Bull hat wieder Grund zum Feiern. Die Marketingstrategie von Dietrich Mateschitz hat einen weiteren Erfolg zu verzeichnen. Der Red Bull Pilot Sebastian Vettel holte sich den 4. WM Titel in Serie. Am 3. Dezember 2009 schrieb ich unter Red Bull und das Sportsponsoring:

,,Der 21-Jährigen neue Formel 1 Star hat keinerlei Starallüren. Seine Interviews sind ungefiltert. Sein Lachen nicht einstudiert. Mit 9 Jahren (so die Legende) suchte Sebastian Vettel schon die ersten Sponsoren. Den Vertrag mit Red Bull ließ er nur durch einen Anwalt checken. Mehr nicht. Kein Manager. Kein Beraterstab. Keine Juristen-Gruppe. Vettel mag es einfach.”

Der Red Bull Racer hatte 2009 in der Regenschlacht beim China GP in Shanghai einen Geniestreich hingelegt und verwies Mark Webber auf Platz zwei.

,,Werden wir Sebastian Vettel und Red Bull noch öfter auf dem Podium sehen ? Ja, das werden wir erleben. Die Chancen stehen verdammt gut. Dietrich Mateschitz und Red Bull verleihen Sebastian Vettel Flügel.”

Okay, die Sache mit den Flügeln war vielleicht etwas flapsig von mir auf die Tastatur gebracht. Fahren muss Vettel dann schon noch selber. Aber der griffige Werbeslogan, auch vor Beginn eines Kinofilmes durchaus im Angebot, ist untrennbar mit Red Bull verbunden. Traveler Digital CameraEs gab vor Jahren auch Ratschläge den Stall zu wechseln. Sie kommem punktuell immer wieder. Siehe die kürzliche Sache eines vermeintlich gutgemeinten Ratschlages von der Formel-1 Legende Michael Schumacher mit Blick auf die Traditionsmarke Ferrari. Doch Vettel packte den Stier bei den Hörnern und blieb den Österreichern treu und fuhr einen Sieg nach dem anderen ein. Einen anderen Ratschlag zum Stallwechsel, im Gegensatz zur Meinung von Schumacher, gab es ja bereits im Frühjahr von Bernie Ecclestone. Der Patriarch des Formel-1 Business sah das Karriereende von Sebastian Vettel bei Red Bull und riet von einem Transfer zu den Italienern ab.

Themawechsel. RESULT SPORTS hat die 33. Ausgabe vom Magazin Digitale Sport Medien herausgebracht. Hier geht es zur PDF. In Sachen Social Media gab es Interviews mit den Verantwortlichen von Sampdoria Genua, Arsenal London und der TSG Hoffenheim. Dazu ein Interview von Robert Burkhardt zum Thema Sportler als Markenbotschafter. Auch Freunde von Statistiken und Rankings kommen nicht zu kurz. Ein Facebook Fanzahl Ranking der 3 spielstärksten Fußballigen Deutschlands, ein Blick auf die Follower bei Twitter bei den einzelnen Vereinen sowie der Check bei Google+ werden geboten.

Das Branchenmagazin SPONSORs hat einen Service anzubieten um den 9. SPONSORs Clubmanager Summit nochmals Revue passieren zu lassen:

,,250 Teilnehmer waren am 14. Oktober zum 9. SPONSORs Clubmanager Summit in die BayArena Leverkusen gekommen. Clubs, Ligen und Verbände diskutierten sportartenübergreifend aktuelle Themen aus dem Fußball, Handball, Basketball, Eishockey und Volleyball. Klicken Sie sich jetzt durch die Bilder in der Mediathek.

Ich war kürzlich in Zürich. Eine immer wieder sehr schöne Stadt. Diesmal kletterte ich auf den Hausberg von Zürich. Den Uetliberg. 869 Meter hoch. Von der Bahnhofstrasse aus bis zum Gipfel waren es 461 Höhenmeter, die es zu bewältigen gab. Vom Uetliberg gab es als Belohnung auf dem Gipfel auch einen Ausblick auf das Stadion.Traveler Digital CameraApropos Stadion in Zürich. Es ist ja ein Neubau im Gespräch gewesen. Die Bevölkerung der preisintensiven Stadt wurde daraufhin befragt. Trotz der ablehnenden Haltung der Bewohner verfolgen die beiden Fußballvereine das Vorhaben weiterhin ernsthaft. SPONSORs berichtet am heutigen Tag darüber:

,,Vor einem Monat hat die Züricher Bevölkerung den Bau eines reinen Fußballstadions für den FC Zürich und den Grasshopper Club abgelehnt. Nun wollen die beiden Fußball-Erstligisten dennoch bauen. 2018 könnte das Projekt fertig sein.”

Die Ablehnung des Projektes in der Bevölkerung vor ca. 4 Wochen war knapp. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete am 22. September 2013 über die Abstimmung:

,,Dass es das neue Stadion für 216 Millionen Franken schwer haben dürfte in der Abstimmung, war  zu erwarten. Tatsächlich kam es am Ende zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen – wobei die Tendenz zu einem Nein allmählich absehbar war. Schliesslich sagten nur drei von neun Wahlkreisen Ja.  51 311 Zürcherinnen und Zürcher stimmten schliesslich zu, 53 058 lehnten ab.”

Nun sollen es private Investoren richten. Urs Bühler hat dazu in der NZZ einen Kommentar geschrieben unter dem Titel Stadion Zürich: Allzu spätes Erwachen und begint den Einstieg in das Thema so:

,,Hurra. Die zwei Stadtzürcher Super-League-Klubs raufen sich zusammen, holen private Partner ins Boot und präsentieren einen interessant klingenden Vorschlag, wie innert nützlicher Frist ohne viele Steuermillionen eine gemeinsame Fussballarena realisierbar wäre. So hätte man es sich gewünscht – aber bevor letzten September an den Urnen ein 216-Millionen-Franken-Kredit für ein Stadion scheiterte.”

An die Wahlurne geht es demnächst auch in München. Es ist großflächig plakatiert. Dazu diese Woche noch mehr von mir. Nach 2018 ist vor 2022. Die Bewerbung für die Winterspiele in 5 Jahren war kein Erfolg und reihte sich in gescheiterte Olympia-Projekte wie Berlin oder Leipzig nahtlos ein. Jetzt wird ein neuer Versuch unternommen. Auch das alte Werbemittel Plakat kommt wieder zum Einsatz.Traveler Digital CameraDer Bürgerentscheid über die Olympia-Bewerbung von München für 2022 steht am 10. November 2013 an. Die Befürworter Website findet sich unter oja22.de. Wer die Dinge nicht in losgelöster Jubelstimmung sieht und die kritischen Aspekte einer Großveranstaltung sowie derer Rahmenbedingungen im Auge hat findet auf nolympia.de nachdenkenswerte Argumente.

Sponsoring-Index 2013 sieht Red Bull vor Adidas, Nike und Mercedes Benz vorn

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist der schönste Sponsor im ganzen Land? Seriös gefragt: Wer ist der erfolgreichste Sponsor in der Bundesrepublik Deutschland? Tief durchatmen. Ja, es werden jährlich die Budgets intensiv in Deutschland eingesetzt um die Marken mit Sex-Appeal aufzuladen. Marktanteile ausbauen. Die Markenbotschaft in die Köpfe und Herzen der Kundschaft zu bringen und sie dort möglichst dauerhaft verankern. Sponsoring wird strategisch eingesetzt. Dahinter steht ein Plan. Es geht um den Bekanntheitsgrad, die unvermeidliche Authentizität, die Power der Emotionalität und die wirksame Aktivierung. Das schweizer Branchenblatt Sponsoring extra berichtet denn auch diese Woche:

,,Welchen Mehrwert Marken durch Sponsoring erzielen und wie ein solches Engagement beim Verbraucher ankommt, analysiert der Deutsche Sponsoring-Index 2013, der in diesem Jahr zum zweiten Mal erscheint. Das wirksamste Sponsoring betreiben Red Bull, Adidas, Nike, Mercedes-Benz, Coca-Cola, Audi und Volkswagen. Das ist das Ergebnis der grössten und repräsentativen Sponsoring-Marktforschungsstudie Deutschlands mit mehr als 9000 Befragten und 645 analysierten Sponsoring-Objekten, die von Facit Research im Auftrag von Serviceplan Sponsoring & Live und Sky Media Network durchgeführt wurde.”

Auf Platz 65, dem Tabellenkellerplatz vom Spondoring-Index 2013, befindet sich übrigens der Werder Bremen Trikotsponsor Wiesenhof. Die negativen Schlagzeilen sind offensichtlich nicht so schnell abzuarbeiten.

Vom Geflügel zu Energy-Drinks. Dem smarten Sponsorprimus Red Bull wird von Serviceplan ein hocheffizientes Sponsoring bescheinigt.Traveler Digital CameraAufwand und Nutzen liegen bei den Aktivitäten von Marketinggenie Dietrich Mateschitz in einem guten ausbalancierten Mix. Serviceplan adelt denn auch die Österreicher mit folgenden Worten:

,,Beachtlich ist dabei auch, dass Red Bull seine Top-Platzierung in Deutschland mit einem Einsatz von rund 20 Millionen Euro erzielt und damit für ein hocheffizientes Sponsoring steht – international budgetierte Projekte wie „Stratos“ konnten für die Effizienzanalyse nicht berücksichtigt werden, haben aber natürlich einen Abstrahleffekt auf die Wahrnehmung der Befragten.”

Ja, der Felix Baumgartner und sein technisches Abenteuer wirkte grenzüberschreitend. Red Bull gelang damit ein erneuter Marketing-Coup. Fassen wir kurz zusammen: Im Sponsoring-Index 2013 belegt der Energy-Drink Hersteller also Platz 1 vor dem fränkischen Sportartikelhersteller Adidas aus Herzogenaurch, dem amerikanischen Konkurrenten Nike und Mercedes Benz. Auf Platz 5 folgt Coca-Cola. Alles keine Überraschungen. Ein Newcomer war nicht dabei.

Mit den viertplazierten Mercedes Benz, Audi auf Platz 6, Volkswagen auf Platz 7 und BMW auf Platz 9 sind gleich 4 Autobauer unter der TOP 10.

Artverwande Artikel zum lesen

Red Bull und das Sportsponsoring

Adidas und das Sportsponsoring

Als Golfprofi Martin Kaymer sich gegen einen Ferrari und Lamborghini entschied

Eishockey und keine Olympiapause sowie ambitionierte Ziele vom EHC Red Bull München

Die Temperaturen sind in Deutschland abgekühlt. Ein Zeichen für den Beginn der neuen Eishockey-Saison. Der Start ist vollzogen. Das Kultblog Check von hinten hat die 10 härtesten Fakten für den Start in die neue DEL-Saison 2013/2014 zusammengetragen. Der Blick geht dabei bereits voraus und macht auch vor Sotschi keinen Halt:

,,Im Rhythmus bleiben: Zwar erwartet den Sportzuschauer diesen Winter ein Eishockey-Turnier der Extraklasse zu wunderbaren Sendezeiten, doch das deutsche Publikum braucht seine Gewohntheiten nicht aufzugeben, der Spielbetrieb wird hierzulande nicht von einer lästigen Olympiapause gestört.”

Den Start in die neue DEL-Saison hat Eishockey News unter dem Titel Berlin, Krefeld, München und Nürnberg sind noch ungeschlagen – Köln Sieger im Top-Spiel aufbereitet. Die 20. Saison nimmt Fahrt auf.

EHC München hat den Sponsor Red Bull im Rücken. Im vergangenen Jahr im September gab es für mich ja so einen Satz zum schmunzeln. Christian Winkler, Manager vom EHC Red Bull München, sagte damals gegenüber der tz:

,,Wir sind ein Low-Budget-Team , das vom Einsatz lebt!”

Red Bull und ein schmales Budget im Sportsponsoring passen eigentlich nicht zusammen und sind so weit entfernt wie der Salzstock in Gorleben von einem verlässlichen Atommüll-Endlager. Nun, definitiv ist der EHC Red Bull München in dieser Saison 1 nach Cortina kein Low-Budget-Team. Für die neue Saison hat der österreichische Getränkehersteller richtig Geld in die Hand genommen. Kolportiert werden eine zweistellige Millionensumme (ca. 13 Millionen Euro).

Die sportlichen Ziele sind ambitioniert. Für Christian Winkler ist die jetzige Saison eine Jubiläumssaison. Sein 10. Jahr für die Münchener. In der Abendzeitung München  gibt es eine Rückschau auf Tränen, Siege, Hoffnungen, Lizenzen, Penaltyschießen, körperliche Blessuren der härteren Art und den Wunsch nach einem respektablen Eishockey-Stellenwert in der bayerischen Landeshauptstadt.

Nachdenkenswert #195

,,Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Red Bull einen anderen Weg geht, um sein Geld im Profifußball zu versenken anzulegen und die Organisationsstruktur Verein nicht als Sponsor, sondern als Macher bzw. Quasi-Eigentümer finanziert. Das wäre letztlich nur aus vereinsrechtlicher und allgemeingesellschaftlicher (demokratietheoretischer) Perspektive interessant. In Sachen Wirtschaftsgebaren und Gewinnabsichten unterscheiden sich die Heuschrecke Red Bull nicht von den anderen Wiesenbewohnern wie Telekom, Evonik, Gazprom, Wiesenhof und wie sie nicht alle heißen.”

Rotebrauseblogger, räumt mit ein paar Denkfehlern in Sachen “Heuschrecke” Red Bull auf

Robert Harting erst mit Gold und dann der erwarteten Siegergeste

Der Generalausstatter des deutschen Leichtathletikverbandes dürfte mit der Goldmedaille von Robert Harting einen weiteren Grund gehabt haben die Champagnerkorken knallen zu lassen. Das Logo von Nike kommt durch die emotionale Zerreißprobe des Diskuskönigs immer sehr gut zur Geltung. Markeninszenierung auf ganz hohen Niveau. Dabei dürfte Robert Harting bei seiner Energieleistung im Moskauer Olympiastadion Luschniki durchaus eher mit seinem Körper und der Konkurrenz zu kämpfen gehabt haben. Doch mittlerweile hat er die Siegergeste ähnlich wie Superstar Usain Bolt verinnerlicht. Beide Stile sind unterschiedlich. Robert Harting hat den für ihn authentischen Jubel gewählt. Übrigens hatte Sport Bild mit dem Cover vom Sportkalender  am 2. Januar 2013 irgendwie die richtige Nase.Traveler Digital CameraRobert Harting mit Gold in Moskau. Bayern Münchens Fußballer Thomas Müller mit der Champions-League in Wembley und dem Bonus Triple. Formel 1 Pilot Sebastian Vettel auf WM-Kurs für sich und Red Bull.

Robert Harting vom SCC Berlin ist erfolgreicher Titelverteidiger. Der sehr meinungsstarke Diskusweltmeister auf leichtathletik.de:

,,Der Rücken tut weh und der Beuger nun auch. Die Technik stimmt momentan nicht, also musste ich es mit Biegen und Brechen versuchen. Das ist Hochleistungssport, machen wir uns nichts vor, der Verschleiß ist da. Ich wusste, dass 68,13 Meter nicht gereicht hätten, also musste ich da noch nachlegen, auch wenn es weh tat. Jetzt lege ich mich erstmal auf die Physiobank, aber beim ISTAF bin ich wieder zurück im Ring.”

Am 1. September 2013 ist beim ISTAF eine Premiere geplant. Der Olympiasieger Robert Harting und Paralympics-Sieger Sebastian Dietz wollen im Diskuswettbewerb gemeinsam im Berliner Olympiastadion starten.

Lieber Fußballgott,

grüß Dich. Paulaner Cup, Telekom Cup, Uli Hoeneß Cup, Super Cup und Audi Cup. Es wird Zeit für ernsthaften Fußball. Pfeif den Fußballbetrieb zur Bundesliga wieder an.Traveler Digital CameraWarum bist Du eigentlich so unbarmherzig all die Jahre zu Schalke 04 und Bayer Leverkusen gewesen? Wenigstens der Leverkusener Elf von 2002 hättest Du einen Meistertitel geben können. Es war doch damals der beste Fußball national. Auch Schalkes zwischenzeitlichen Vorsprung 2007 vor den Konkurrenten hättest Du doch nicht wie ein Stück Butter in der Mittagshitze schmelzen lassen müssen. Am Ende wählst Du die Stuttgarter Variante. Die haben dann erfahrungsgemäß nach einer Meisterschaft immer ihre speziellen Probleme. Warum so kleinlich zu Bayer Leverkusen und Schalke 04? Der Werkself vom Automobilbauer hast Du 2009 auch eine Meisterschaft gegönnt. Manch normaler Fußballbürger war überrascht bei der improvisierten feierlichen Automesse in Wolfsburg wer mittlerweile alles zum VW Konzern gehört. In der Denkschublade waren Käfer, Golf, Polo oder Passat verankert. Und dann sieht das Publikum stylische Luxuskarosserien mit den Wolfsburger Spielern.Traveler Digital CameraHingegen 2001 hast Du es richtig gemacht. Nie aufgeben, der Glaube an sich selbst und ein unerschütterliches Selbstbewusstsein wurde von Dir gebührend belohnt. Inklusive der Dramatik für das Publikum. Ein Gläschen Heidsieck auf die Dramaturgie. Im vergangenen Jahr hattest Du keine Lust an einem Herzschlagfinale. Musste der Punkteabstand zwischen der Heynckes Elf und dem sich wenig glaubhaft zum Arbeiterverein 2013 stilisierenden Dortmundern jedoch so groß sein wie der Abstand der Umfragewerte zwischen Fußballfreundin Merkel und Schachspieler Steinbrück?Traveler Digital CameraLieber Fußballgott, was hast Du eigentlich gegen die Fußballvereine aus dem Osten? Lässt Dynamo Dresden, den VfB Leipzig (jetzt wieder unter 1. FC Lokomotive Leipzig firmierend), Hansa Rostock und Energie Cottbus einfach wieder aus der Bundesliga abschmieren. Okay, Hansa Rostock und Energie Cottbus hatten in der DDR Oberliga eher das Etikett Fahrstuhlmannschaft. Eine dieser berühmt-berüchtigten Serien von Hansa Rostock waren die 6 Abstiege und Aufstiege zwischen 1975 und 1980. Wahnsinn. Ich war damals am Ende der Serie 17. Aber Du bist ja ganz im inneren Deines Herzen auch ein Fußballromantiker und gibst einer aufstrebenden Leiziger Mannschaft die Chance sich in der Bundesliga in den nächsten Jahren zu etablieren. Dazu brauchte es eines seriösen österreichischen Unternehmens mit einem Marketinggenie Dietrich Mateschitz. Darauf ein gekühltes Red Bull.Traveler Digital CameraDu gehst ja mit Aufsteigern manchmal etwas mitleidslos um. Erinnert sei an die Ausflüge ins Oberhaus von Tasmania Berlin, Ulm oder im letzten Jahr Greuther Fürth. Hast Du bereits eine Entscheidung für dieses Jahr getroffen? Ich meine Eintracht Braunschweig war in der Historie Meister. Ohne jetzt bei Bruder Wikipedia nachzufragen, glaube ich, es war der 67er Jahrgang. Überragende Defensive. Später waren die Braunschweiger die ersten mit dem Mut zum Trikotsponsoring. Nein, darauf nicht einen Jägermeister. Ich muss hier noch seriös weiterarbeiten. Was machst Du mit Hertha? Diesem Hauptstadtverein der so zwischen manchen Berliner Stühlen sitzt? Ein wenig schläfrig bist Du ja manchmal schon. Sonst hättest Du bereits ein Bundesliga Duell Hertha gegen Union kreiert. Gemach, Gemach. Der 51. Saison folgen auch weitere Jahrgänge.Traveler Digital CameraMainz 05, Freiburg hast Du ja auch besonders lieb und in Dein Herz geschlossen. Ich will auch nächstes Jahr einen Streich in der Bundesliga haben. Bei Hannover 96 schwankst Du immer mal wieder. Der 1. FC Nürnberg, dank deiner Hilfe 2007 DFB-Pokalsieger, geht in seine 5 Bundesligasaison hintereinander im neuen Jahrtausend. Du magst Sie schon auch wieder. Anders wie bei 1860 München. Da bist Du irgendwie nachtragend. Irgendwie hast Du Dich auch an Schaaf sattgesehen gehabt. Schade . Ich hätte ihn auch dieses Jahr gerne noch auf der Bank gesehen. Lass mir übrigens Augsburg drin. Der Weinzierl ist mir sehr sympathisch. Ich kann mich doch auf Dich verlassen?Traveler Digital CameraTraditionell hat der HSV seit den Neunzigern einen schweren Stand. Lass sie doch vielleicht mal diesen DFB-Pokal gewinnen dieses Jahr. Diese lange titellose Serie geht doch ans Gemüt. Was hast Du eigentlich mit Eintracht Frankfurt dieses Jahr vor? Haben bereits die Banker bei Dir angerufen? Borussia Möchengladbach hast Du ja in den Siebzigern mit Titeln überhäuft. Waren die irgendwann mal undankbar zu Dir? Bin mir da nicht so sicher. Schaust ja gerne auch im Kraichgau vorbei. Der TSG Hoffenheim wolltest Du im letzten Jahr einen Denkzettel verpassen. Zwischenzeitlich hatte die Mannschaft auch bei mir einen schweren Stand. Der neue Coach, Herr Gisdol, macht Freude auf mehr. Vielleicht gelingt der Gang zu den Wurzeln zurück.