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Sport am Bodensee: FC St. Gallen im Viertelfinale, neuer Termin der Volley YoungStars gegen SV Fellbach steht und Meister Berlin schlägt bei den Häflern auf

Während gestern in Deutschland der DFB-Pokal über die Bühne ging und auch das ambitionierte und spannende Red Bull Fußballprojekt mit RB Leipzig einen weiteren Erfolg feierte, war auch auf Schweizer Seite des Bodensees Fußballpokal angesagt. Die Leipziger benötigten eine Verlängerung in der Red Bull Arena gegen Erzgebirge Aue um in die Runde der letzten 16 zu kommen und punkteten weiter in Sachen Image und Marketing für Red Bull.Traveler Digital Camera

Auch der FC St. Gallen brauchte die 30 Minuten obendrauf um sich gegen den FC Thun durchzusetzen. Damit stehen die Ostschweizer im Viertelfinale. In der regulären Spielzeit musste St. Gallen in der 87. Minute den Ausgleich hinnehmen. Kompletten Spielbericht vom Fight im Würth Schweizer Cup  gibt es hier. Am Sonntag kommt es übrigens bereits wieder zum Aufeinandertreffen vom FC St. Gallen und dem FC Thun in der AFG Arena. Dann geht es um Punkte im Ligabetrieb. Es ist das Aufeinandertreffen des Tabellendritten gegen den Vierten.

Sport am Bodensee. Meister Berlin Recycling Volleys schlägt bei den Häflern auf.

Sonntag ist ein gutes Stichwort. Da kommt es zur Volleyballspitzenpartie zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys. Die Berliner sind seit 2012 in Serie deutscher Meister. In kleiner Serie möchte man hinzufügen. Sie lösten damals den VfB mit seiner großen Serie ab. Die Männer von Stelian Moculescu hatten ja in den Jahren von 2005 bis 2011 siebenfachen Meisterjubel zelebrieren können. Hier im Sportblog hatte ich kürzlich über die Vorverlegung des Meisterschaftsspiels des VfB Friedrichshafen gegen den Meister Berlin Recycling Volleys am 2. November 2014 in der ZF Arena von 18.00 Uhr auf 14.30 Uhr berichtet. Der Hintergrund war  die geplante Übertragung von Bildausschnitten im ZDF am Sonntag. Ein kleines logistisches Problem ergab sich dadurch, es gab eine Überschneidung mit dem einst geplanten Spiel der Volley YoungStars gegen SV Fellbach, was ursprünglich für 14.00 Uhr am 2. November in der ZF Arena angesetzt war. Die Volley YoungStars werden ihr Spiel jetzt gegen den SV Fellbach am 8. März 2015 austragen. Eine Uhrzeit für das Spiel in der ZF Arena bei den Volley YoungStars steht noch nicht fest. Am Abend zuvor trägt die SV Fellbach noch ein Heimspiel gegen SV Schwaig in eigener Gäuäcker-Sporthalle I um 20.00 Uhr aus.

Nein, es ist noch keine Playoff-Time. Die Saison in der Volleyball-Bundesliga hat gerade erst begonnen. Doch den Partien zwischen dem VfB Friedrichshafen und den selbstbewussten Berlin Recycling Volleys haftet eine gesunde Rivalität an. Kürzlich im Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller, den beiden Sportjournalisten und Autoren von Sport – Das Buch plauderten wir auch über die Meisterschaftsprognose für 2014/2015 im deutschen Volleyball.Traveler Digital Camera

Dabei wurde auch ich spontan nach meinem Meistertipp gefragt. Aber gehen wir doch einfach in die Sequenz vom Interview hinein.

Da wir gerade bei Volleyball waren. Die aktuelle Volleyball Bundesliga hat unter neuen Namen, Claim, und Webauftritt ein Facelifting hinter sich. Wer wird in der Saison 2014/2015 bei den Männern deutscher Volleyballmeister?

Jürgen Schmieder: Ich bin ja aufgrund meines Wohnortes Los Angeles eher dem Beachvolleyball zugeneigt – gerade waren in Manhattan und Hermosa zwei wunderbare Turniere. Aber okay, hier die Tipps: Bei den Frauen muss ich auf den Titelverteidiger Dresdner SC setzen, auch wegen Louisa Lippmann. Bei den Männern wäre es einfach, nun “Berlin” zu sagen. Aber genau deshalb sage ich: Friedrichshafen.

Johannes Aumüller: Einer der seltenen Fälle rund um dieses Buch, bei denen wir uns einig wären. Normalerweise gab es ja immer heftige Diskussionen, zum Beispiel, ob beim Fußball in die Kategorie “Spiel, das man gesehen haben muss” eher das Jahrhundertspiel von 1970 gehört oder das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014. Was meinen Sie?

Sportinsider: Nun, nach drei Jahren ohne Meistertitel ist die Mannschaft von Stelian Moculescu reif den Berlinern den Titel abspenstig zu machen. Der VfB Friedrichshafen hat sich gut verstärkt, die Stimmung im Umfeld ist gut und der Hunger auf die Meisterschaft da. Ich lege mich fest: Der VfB Friedrichshafen wird seinen 13. Meistertitel am Ende der Saison 2014/2015 feiern.

Sport am Bodensee Terminkalender

31.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VCO Berlin ab 20.00 Uhr

31.10.2014 Abenteuer: Grosse Reise – Weltumrundung m. Susanne Bemsel und Daniel Snaider mit Fahrrad und Tuk Tuk – Live Dia- und Filmreportage im GZH ab 20.00 Uhr

01.11.2014 Abenteuer: Alpen – GTA – Zu Fuß durch die „vergessenen“ Alpentäler des Piemont und bis ans Mittelmeer mit Iris Kürschner & Dieter Haas im GZH ab 14.00 Uhr

01.11.2014 Handball: HSG Konstanz – TV Germania Großsachsen ab 20.00 Uhr

02.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys ab 14.30 Uhr

02.11.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Thun ab 16.00 Uhr

02.11.2014 Eishockey: EV Lindau – Wand. Germering ab 17.30 Uhr

02.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Kassel Huskies ab 18.30 Uhr

04.11.2014 Fußball: Ex-Schiedsrichter Urs Meier bei der 4. Business Bodensee Night im Kursaal in Überlingen mit einem Vortrag ab 19.30 Uhr

08.11.2014 Fußball: FV Ravensburg – SGV Freiberg ab 14.30 Uhr

08.11.2014 Handball: Bregenz Handball – Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

08.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 19.30 Uhr

08.11.2014 Basketball: TV Konstanz – USC Freiburg ab 20.00 Uhr

09.11.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – SC Weiler im Allgäu 1 ab 09.00 Uhr

09.11.2014 Eishockey: EV Lindau – Höchstadter EC ab 17.30 Uhr

09.11.2014 Basketball: Baskets Konstanz – Baskets Elchingen ab 17.30 Uhr

14.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Moser Medical UHK Krems ab 19.00 Uhr

15.11.2014 Handball: HSG Konstanz – TSV Rödelsee ab 20.00 Uhr

16.11.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TV 05 Waldgirmes ab 14.00 Uhr

16.11.2014 Eishockey: EV Lindau – TEV Miesbach ab 17.30 Uhr

16.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim ab 18.30 Uhr

18.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – TSV St. Otmar St. Gallen ab 19.30 Uhr 

19.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Aich Dob ab 20.00 Uhr

20.11.2014 Fußball: Gespräch mit Thomas Hitzlsperger an der BürgerUniversität der Zeppelin Universität in Friedrichshafen im SeeCampus, Kolon, Foyer ab 19.15 Uhr

20.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Motor Saporoschje ab 20.00 Uhr

21.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EVL Landshut Eishockey ab 20.00 Uhr

22.11.2014 Handball: Tag der offenen Tür bei Kadetten Schaffhausen in der BBC Arena

22.11.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – Schachverein Friedrichshafen 1 ab 10.00 Uhr

22.11.2014 Fußball: FV Ravensburg – VfR Aalen II ab 14.30 Uhr

22.11.2014 Basketball: TSV Eriskirch – VfL Nagold (Männer) ab 18.00 Uhr 

22.11.2014 Handball: SV Allensbach – SGH-Rosengarten-Buchholz ab 18.00 Uhr

22.11.2014 Handball: Bregenz Handball – HSG Bärnbach/Köflach ab 19.00 Uhr

22.11.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – SV Triberg ab 19.30 Uhr

22.11.2014 Basketball: Baskets Konstanz – Panthers Schwenningen ab 20.00 Uhr

23.11.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Vaduz ab 13.45 Uhr

23.11.2014 Eishockey: EV Lindau – EV Moosburg ab 17.30 Uhr

23.11.2014 Basketball: TV Konstanz – USC Heidelberg ab 17.30 Uhr

23.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – CV Mitteldeutschland ab 18.00 Uhr

25.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

26.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Leutershausen ab 20.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: EV Lindau – ECDC Memmingen ab 17.30 Uhr

30.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW Bestensee ab 18.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Fischtown Pinguins ab 18.30 Uhr 

03.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Olympiakos Piräus ab 20.00 Uhr 

04.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Aalborg Handbold ab 20.00 Uhr

06.12.2014 Fußball: FV Ravensburg – Freiburger FC ab 14.00 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – TV Rottenburg (Damen) ab 15.45 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – BV Villingen-Schwenningen 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

06.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – Raiffeisen Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

06.12.2014 Handball: SV Allensbach – SV-Union Halle Neustadt ab 19.30 Uhr 

06.12.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – KSV Aalen 2005 ab 19.30 Uhr

06.12.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Kronau/Östringen ab 20.00 Uhr

06. – 07.12.2014 Fußball: 12. MTU-Hallencup – internationales U-15 Fußballturnier

07.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Grüner Stern Keltern II ab 14.30 Uhr

07.12.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Sion ab 16.00 Uhr

07.12.2014 Eishockey: EV Lindau – HC Landsberg ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Basketball: Baskets Konstanz – 1. FC Kaiserslautern ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – SC Riessersee ab 18.30 Uhr

Nachdenkenswert #255

,,Ich könnte es mir einfach machen und darauf hinweisen, dass der FC Bayern München auch nicht jedem gefällt. Aber ich gebe zu, an unserem Verein entzündet sich gerade der schon lange schwelende Konflikt, wie viel Tradition braucht der Fußball – und wie viel Kommerzialisierung ist erlaubt? Da müssen wir offenbar gerade als Speerspitze herhalten. Dabei gibt es eigentlich gar keinen Profiverein mehr, bei dem diese Kommerzialisierung nicht auch schon längst Einzug gehalten hat.

Ralf Rangnick, Sportdirektor von Red Bull Salzburg und RB Leipzig, zur Absurdität des kommerziellen Vorwurfs in Fußball-Deutschland gegenüber dem ambitionierten Projekt in Leipzig im Interview mit Zeit Online 

Rangnick und die Veteranenmedaille der Leistungsgesellschaft

Die neue Ausgabe vom manager magazin hat auf dem Titelbild zwei rote Bullen die sofort die Assoziation auf das Firmenlogo von Red Bull hervorruft. Zwischen den zwei bulligen Tieren ein Ball. Red Ball nennt das Wirtschaftsmagazin die Abbildung und geht im Heft der Frage nach wie Red Bull nach der Formel 1 auch im Fußball Nägel mit Köpfen machen will. Ein gut aufgelegter Ralf Rangnick plaudert munter und selbstbewusst über die Zielrichtung Bundesliga mit RB Leipzig und der angedachten Erweiterung der Red Bull Arena in Leipzig auf ca. 60.000 Zuschauer. Die Stadt Leipzig ziert sich wohl noch. Das vertiefen wir ein andermal. Ralf Rangnick ist ja seit Juni 2012 Sportdirektor vom FC Red Bull Salzburg und RB Leipzig. Gelegenheit für mich einen Blogbeitrag aus dem Archiv zu holen.

Reblog [vom 25. September 2011]

Die Personalie Ralf Rangnick ging durch alle Gazetten der Republik. Ein Heer von Hobbypsychologen war auf einmal präsent in den TV-Sendungen und in den Zeitungen. Die für mich interessanteste Abhandlung des Themas um das erloschene Feuer eines einst motivierten und im Job brennenden Übungsleiters gab es in der Wochenendausgabe von Süddeutsche Zeitung auf Seite 3.

Werner Bartens, Moritz Kielbass und Christof Kneer zeichnen auf einer kompletten Seite ein  differenziertes Bild über den Druck eines Bundesligatrainers, der Überlastung und dem viel beschriebenen Thema Burn-out. Es kommt auch der Freiburger Soziologe Ulrich Bröckling zu Wort:

,,Burn-out zeigt außerdem an, dass man sich im Beruf ausgepowert hat. Das ist geradezu die Veteranenmedaille der Leistungsgesellschaft – ich habe alles gegeben.”

Es wird von Bartens, Kielbassa und Kneer auch ein Rückblick auf den Jahresanfang gemacht. Der viel zu kurze Zeitraum zwischen der Demission von Rangnick am Neujahrstag bei Hoffenheim und dem neuen Arbeitsvertrag auf Schalke im März. In den paar Wochen dazwischen gönnte sich Rangnick keine Pause zum durchatmen. Die Tage waren getaktet. Selbst anberaumte Urlaubstage auf einer Insel im Süden wurden abgebrochen um ein Fußballspiel in London zu sehen und Gespräche mit Frank Arnesen zu führen. Oder ein selbst durchgeführtes Scouting eines talentierten jungen Keepers beim KRC Genk. Auch ein Rückblick auf die schwere Zeit von Hitzfeld 2004 oder die offensichtlich nicht vorhandene Sensibilität der Menschen, die mit Rangnick zusammenarbeiteten, fehlen in dem lesenswerten Artikel unter dem Titel – Ein Klügerer gibt nach – nicht. Alleine dafür hat sich der Kauf von Süddeutsche Zeitung am Wochenende gelohnt.

Es kommt auch Peter Henningsen, Chefarzt der Psychosomatik an der Technischen Universität in München zu Wort. Er redet Klartext:

,,So ein Fall ist eine Bedrohung für das System Leistungssport. Deshalb muss es als kurzer, leicht zu behebender Betriebsunfall dargestellt werden.”

Hitzfeld kam nach 2004 wieder zurück. Vor sieben Jahren fand er nach eigenen Worten nicht den Weg selber bei Bayern München zu kündigen. Jetzt trainiert er die Nati in der Schweiz. Ein Job mit weniger Dauerstress und keiner medialer 24-Stunden Nabelschau. Rückblickend gewinnt er der damaligen Situation und seiner Auszeit gute Seiten ab:

,,Die Pause danach war wie ein Jungbrunnen für mich”

Ralf Rangnick  wird jetzt den steinigen Weg der Genesung gehen. Dafür ist ihm ein verständnisvolles familäres Umfeld, der Blick in andere Lebensbereiche und viel Kraft sowie Glück zu wünschen.

Nachdenkenswert #248

Traveler Digital Camera

,,Nimmt man den Hauptsponsor der Bayern, die Telekom, die handgeschätzt 30 Millionen Euro pro Jahr in den Münchener und damit in ihren eigenen Firmen-Erfolg investieren, dann darf man sich fragen, was wohl für einen Geldgeber wie Red Bull mit relativ exklusiver Werbewirkung bei RB Leipzig, eine angemessene Summe wäre, die er im Einklang mit der UEFA in einen deutschen Erstligisten stecken dürfte. Wesentlich mehr zumindest als die 45 Millionen Euro in drei Jahren, davon kann man ausgehen. Und vermutlich ließen sich auch mehr als die 30 jährlichen Telekom-Millionen aus Firmensicht relativ gut verargumentieren.”

Rotebrauseblogger Matthias Kießling, geht einer polemischen Äußerung von Karl-Heinz Rummenigge in Sport Bild nach und fragt: Financial Fairplay als Instrument gegen Red Bull?

Blattkritik: touchpoint – Das Magazin für Sponsoring

Reblog [vom 4. Dezember 2013]

Der Markt für Branchenmagazine im Sponsoring mit Schwerpunkt Sport hat dieses Jahr einen neuen Mitspieler bekommen. Das neue Blatt hört auf den Namen touchpoint und kommt aus dem Hause Verlag Werben & Verkaufen GmbH. Traveler Digital CameraAm Markt agieren in Deutschland bereits seit vielen Jahren SPONSORs und sponsor news. Beide alteingesessenen Titel kommen selbstbewusst daher und spielen gekonnt auf der Klaviatur des Eigenmarketings.

Das in Hamburg ansässige Magzin SPONSORs mit dem Gründungsjahr 1996 auf seiner Online-Site im selbstbewussten Ton:

,,SPONSORs ist der führende deutschsprachige Aufbereiter und Anbieter von Informationen im Sportbusiness.”

,,Das monatlich erscheinende SPONSORs MAGAZIN bietet den Entscheidern der Sportbusiness-Szene tiefgründige Analysen, umfangreiches Datenmaterial, spezifische Rechtsberatung, personenspezifische Hintergründe, journalistisch sauber aufbereitete Themen und vieles mehr.”

Auch sponsor news kommt mit offensiven Charme und dem Selbstbewusstsein eines Branchenführers daher:

,,sponsor news ist das richtungsweisende Fachblatt für Sponsoring im deutschsprachigen Raum und erscheint seit Februar 1992 monatlich.
sponsor news berichtet über aktuelle Sponsoring-Strategien und die Herausforderungen, vor denen Sponsoren stehen. Was führt zum Erfolg? Wer bewegt was in der Branche und wo gibt es neue Trends?”

Wer ein Gefühl für den Sound vom Münchner Branchenmagazin bekommen möchte, schaut in das Interview mit dem Borussia Dortmund Marketingleiter Carsten Cramer hinein.

Nun gesellt sich touchpoint im Markt der Sponsoringmagazine dazu. Im November gab es die zweite Ausgabe des neuen Branchenblattes mit Sitz in München.Traveler Digital CameraWas offeriert touchpoint im Heft? Die Titelstory auf den Seiten 18 bis 23 ist ganz auf den anstehenden Winter zugeschnitten und geeicht. Wintersport-Sponsoring wird unter die Lupe genommen. Die beiden namhaften Autobauer Audi und BMW aus Bayern liefern sich dabei ein Kopf-an-Kopf Rennen um begehrte Sponsorships.

,,Optisch kommt es zu mancher Kollision: Aktuell sehen Biathlon-Zuschauer mitunter das BMW-Emblem auf der Startnummer und die Audi-Ringe am Rennanzug. Das pikante PS-Werbeduell ist für Branchenbeobachter fast spannender als der sportliche Wettkampf.”

Dabei ist der bekannteste Wintersport-Sponsor laut dem Repucom Wintersport Kompass 4/2013 Milka. Danach gruppieren sich Adidas und Red Bull auf den Podiumsplätzen ein. Platz 4 verzeichnet Audi vor Erdinger Alkoholfrei und Jack Wolfskin. Auf Platz 7 notiert Intersport vor BMW sowie der DKB und Viessmann. Das neue Sponsoringmagazin touchpoint arbeitet generell gerne mit Material vom Beratungsunternehmen Repucom. Dazu später noch mehr.

Biathlon ist weiterhin Medienliebling. Die TV-Präsenz bei den öffentlich-rechtlichen ist trotz Rückgang der Reichweiten nach wie vor für Sponsoren hochinteressant. In der abgelaufenen Wintersaison 2012/2013 waren 254 Millionen Zuschauer im Fernsehsessel im frei empfangbaren Fernsehen zugegen, wenn Schießen und Laufen sich in einer Sportart abwechselten. In der Saison 2010/2011 waren gar 309 Millionen Biathlonfreunde vor den TV-Geräten der Republik bei den Biathlon-Wettkämpfen Augenzeuge. Sponsoren mögen die telegene Umsetzung des Wettkampfs auf dem Bildschirm. Die Qualität der Fernsehübertragungen und die spannende Inszenierung einer einst eher als unspektakulär daherkommenden Wintersportart sorgt für die gewünschte Aufmerksamkeit.

Wintersport und richtiger Winter sind auch immer ein Thema.  Prof. Dr. André Bühler, Direktor Deutsches Institut für Sportmarketing kommt in der Titelstory zu Wort mit dem Hinweis:

,,Wenn die Rennstrecke zwar kunstschneeweiß ist, daneben aber grüne Flächen zu sehen sind, wirkt das recht künstlich und nimmt etwas von der Faszination.”

Dem kann ich nur zustimmen. Irgendwie sehen Grünflächen abseits der Pisten und Loipen immer wie ein Wetterunfall aus und nehmen etwas von der Atmosphäre.

Noch ein Wort zu Milka. Die Schokolade mit dem arteigenen Erkennungszeichen. Milka Kühe am Rand der Skipisten sind übrigens seit 1995 festes Ritual. Im Magazin liest sich dies dann mit dem erreichten Sponsorziel so:

,,Die Alpenwelt als Heimat – das erscheint authentisch und ist gelernt. Erinnerungsdepots in den Köpfen auch internationaler TV-Zuschauer sind mit lila Farbe angefüllt.”

Im Wintersport sind auch Bridgestone, Vissmann, Jack Wolfskin aktiv. Letzterer erzählt jetzt verstärkt seine Geschichten abseits der Bandenwerbung im Fußballstadion. Markus Lichti von Repucom über die Kunst begnadeter Geschichtenerzähler:

,, Wintersport eignet sich noch besser als Fußball, um spannende Geschichten zu erzählen. Ich muss nicht nur alle Gegner besiegen, sondern habe auch oft noch eine Naturgewalt gegen mich.”

Apropos Repucom. Im Magazin touchpoint finden sich vom Beratungsunternehmen neben dem oben bereits angesprochenen Wintersportkompass zu den bekanntesten Sponsoren auch weitere Übersichten wie die Reichweiten im deutschen Free-TV oder das Interesse am Biathlon, Skispringen, Ski alpin, Nordische Kombination, Bob und Rennrodeln, Eiskunstlauf, Snowboarding und Skicross im Vergleich zwischen 2005 und 2013. Auch ein Testimonials Celebrity fehlt nicht. Namen wie Vitali und Wladimir Klitschko, Steffi Graf, Sebastian Vettel, Dirk Nowitzki, Magdalena Neuner, Manuel Neuer, Jürgen Klopp oder Martin Kaymer tauchen darin auf. Oder die Top-10-Testimonials deutscher Sportler mit den geschätzten Sponsoring-Einnahmen pro Jahr.

Im Magazin gibt es  auch einen Artikel über den Sponsor-König Red Bull. Für Red Bull Experten gab es jetzt nicht gravierend Neues zu erfahren. Die “Rasenschach” Anekdote von Dortmunds Geschäftsführer Watzke wird erzählt. Sie sollte sich aber mittlerweile bis in den hintersten Winkel der Fußballrebuplik herumgesprochen haben. Herr Watzke arbeitet sich seit Jahren an RB Leipzig ab. Da wirkt er auch immer etwas verkniffen. Sympathiepunkte holt er sich damit nicht bei mir ab.  Auch die 2009er Sache mit dem Markranstädter Deal beim damaligen Fünftligisten wird im Text erwähnt. Auch ein Schwenk zum 1. FC Lokomotive Leipzig gibt es.

,,In DDR-Zeiten war Lokomotive Leipzig einer der führenden Klubs. Doch nach der Wende war es in der Stadt rasch vorbei mit dem Erfolgsfußball.”

Nun, ich habe die Leipziger Jahre damals selber Live miterlebt. Das Jahr 1993 führte zum spektakulären Aufstieg von Lok in die Bundesliga. Damals firmierten sie unter dem Namen VfB Leipzig. Das entscheidende Spiel gegen Mainz 05 wurde im Zentralstadion (jetzt nach den Umbaumaßnahmen und der Platzverkleinerung auf den Namen Red Bull Arena hörend) von den Probstheidaern gewonnen. Die Situation im Leipziger Fußball ist komplex, emotionsgeladen und nicht in 4-5 Sätzen zu erklären. Da weder Chemie Leipzig (DDR-Meister 1964) noch der Europapokalfinalist von 1987 Kontinuität entwickelten in dieser Goldgräberzeit nach der Wende (zeitweise fühlte ich mich in Leipzig wie in die Erzählungen von Jack London über die abenteuerliche Jagd nach Gold hineinversetzt), gab es in der Messestadt immer weniger seriösen Fußball. Dadurch entstand ein fußballerisches Vakuum. Red Bull, durchaus nicht sentimental, jedoch vernünftig wirtschaftlich kalkulierend, ergriff mit RB Leipzig im Jahr 2009 eine gute Chance sich selber in der Königsdisziplin Fußball in Deutschland zu positionieren. Die ersten Spiele in Markranstädt haben bereits jetzt eine nostalgische Note. Mittlerweile spielen sie im einstigen Zentralstadion, damals im Land der hohen sportlichen Ambitionen ein Stadion der Hunderttausend. Okay, 2-Nichtaufstiege aus der vierten Liga in die 3. Liga haben Red Bull Zeit gekostet, doch die Österreicher haben einen langen Atem. Wer übrigens kompetente und kontinuierliche  Berichterstattung über RB Leipzig mag, dem sei rotebrauseblogger empfohlen.

Im Text bei touchpoint über Red Bull wird auch auf die geplante Multifunktionsarena in München verwiesen und die 50+1 Regel gestreift. In der bayerischen Landeshauptstadt sollen später die Eishockeycracks von EHC Red Bull und die Basketballer von Bayern München ihren sportlichen Leibesübungen vor Publikum nachgehen. Auch der Verweis auf die Meistertitel vom FC Red Bull Salzburg fehlt nicht. Was wäre ein Red Bull Artikel ohne die Erwähnung von Formel-1 Serienweltmeister Sebstian Vettel. Den Kontrahenten schwillt ja zuweilen der Hals. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steht dafür exemplarisch mit seiner kernigen Aussage:

,,Auf Dauer ist es nicht akzeptabel, dass ein Brausehersteller Mercedes vor der Nase herumfährt.”

Red Bull lässt solche Äußerungen souverän abprallen.

Themenwechsel. Es gibt im Magazin einen Artikel über Frauen – eine (noch) unverstandene Zielgruppe. Den Text gebe ich zu gegebener Zeit meinen beiden Schwestern zum lesen. Gastautorin Diana Jaffé sieht ein großes Potenzial in Sachen Sponsoring-Strategien mit der Zielgruppe Frau. So richtig hat mich das Thema nicht begeistert. Vielleicht gibt es da wirklich stärkeres Feedback wenn Frauen über die Zeilen schauen. Oder ich nehme den Text auch nochmal in einer etwas ruhigeren Minute zur Hand.

Spannend fand ich den Beitrag von Gastautor Reiner Schlump über die Sponsoring-Idee Trail Running. Der Sportmarketing-Manager ist seit 1978 für Salomon tätig. Ab 2007 erfolgte der konzentrierte Ausbau des Sponsoring-Segments Trail Running. Salomon hat einen guten Namen in der Berglaufszene. Berg- und Crosslaufevents wurden gesponsert. Mit der Nähe zur Szene ging die Produktentwicklung bei Salomon für Bergläuferspezifische Ausrüstung einher. Parallel dazu trat Salomon kontinuierlich bei einer Veranstaltungsserie auf:

,,2007 trat Salomon erstmals als Namensgeber der Trail Runnung Cup-Event-Serie in Deutschland in Erscheinung. Diese vereinigte 14 bestehende Events zu einer zusammenhängenden Serie. Ziel der Event-Reihe war es, neben der Markenkommunikation, die Läufer deutschlandweit zusammenzuführen und eine Trail-Running-Community zu bilden.”

Das wirkte sich durchschlagend auf den steigenden Bekanntheitsgrad der Marke Salomon aus. Die Anmeldungen zu den Events stiegen von jahr zu Jahr, die Umsätze steigerten sich bei den bergspezifischen Produkten für das Marktsegment Trail Running.

Insgesamt hat das Sponsoringmagazin touchpoint Potenzial. Die Münchner sind auf einem guten Weg. Abgerundet wird die 2. Ausgabe durch einen Terminkalender, einen Blick auf Bücherneuerscheinungen, ein kurzes Interview mit DTM Fahrer Pascal Wehrlein und einem ausführlicheren ganzseitigen Interview mit Oliver Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Firma MSC Sports in Karlsruhe, über Public Affairs und Sponsoring.

RB Leipzig: Das ambitionierte Fußballprojekt von Red Bull spielt nächste Saison 2. Bundesliga

Der 1. FC Lokomotive Leipzig ließ im Zentralstadion international aufhorchen

Die größeren Erfolge des Leipziger Fußballs liegen bereits einige Jahre zurück. Der 1. FC Lokomotive Leipzig powerte sich 1987 bis ins Endspiel des Europapokal der Pokalsieger gegen Ajax Amsterdam mit einem gewissen Marco van Basten. Jener niederländische Stürmer der Extraklasse besiegelte den knappen Sieg der Amsterdamer. Ein Jahr später trumpfte van Basten dann gehörig bei der Europameisterschaft in der Bundesrepublik auf und wurde Europameister. Franz Beckenbauer wird sich schmerzhaft erinnern können. Deutschlands Titelhoffnungen zerstäubten vor eigenen Publikum. Doch ich will nicht abschweifen. Bleiben wir beim 1. FC Lokomotive Leipzig.  In der UEFA Cup Saison 73/74 spielte und kämpfte sich die Elf aus Probstheida mit grandiosen Spielen gegen den AC Turin, Wolverhampton Wanderers, Fortuna Düsseldorf (damaliger Spitzenreiter der Bundesliga) und Ipswich Town bis ins Halbfinale gegen Tottenham Hotspur.  Die Heimstätte der internationalen Spiele des 1. FC Lokomotive Leipzig war das Zentralstadion. Stadion der Hunderttausend. Meine Mutter, sie drückte immer Lok die Daumen, hatte einst dort mit beim Aufbau der riesigen Sportstätte mit geholfen. In jener legendären UEFA-Cup Serie war ich erstmals in einem Stadion mit jenem faszinierenden Fassungsvermögen. Dagegen wirkt das Stadion von Bayern München in Fröttmaning, nahe eines Klärwerkes, eher klein.

Chemie Leipzig schafft 1964 die Sensation in der DDR-Oberliga

Auch die BSG Chemie Leipzig setzte Akzente. Sie wurden DDR Meister im Jahr 1964 mit dem Trainer Alfred Kunze. Legendär. Chemiefans wie mein Onkel und sein Vater schwärmten noch in den Siebzigern davon. Die Meistermannschaft deklinierten sie bei jeder Geburtstagsfeier durch. Im Tor Klaus Günther. Die Mitspieler Bernd Herzog, Manfred Walter, Heinz Herrmann, Wolfgang Krause, Horst Slaby, Lothar Pacholski, Manfred Richter, Dieter Scherbarth, Bernd Bauchspieß und Wolfgang Behla. Es war vielleicht die größte Sensation in der Geschichte der DDR-Oberliga. Vielleicht vergleichbar mit der Meisterschaft von Neuling 1.FC Kaiserslautern 1998. Chemie kämpfte später oft gegen den Abstieg und die Leipziger Funktionäre mit Parteibuch. Abstiegskampf kann auch zur Heldenbildung taugen. Das Beispiel vor 30 Jahren ist ein Musterexemplar. Es kam jenes nicht minder legendäre Abstiegsduell gegen den 1. FC Union Berlin im Jahr 1984 in die Geschichtsbücher.

Ironie der ostdeutschen Fußballgeschichte

Ja, die Sympathiewelle von Lok und Chemie ging zuweilen quer durch Leipziger Familien. Dann kam die Zeit nach dem sozialistischen Laborversuch. Die ersten Baumärkte wurden in Leipzig gebaut. Autohäuser schossen wie Pilze aus dem Boden. Ich erinnere mich da noch an Rückmarsdorf. Die Supermärkte hatten neben Butter, Käse, der gefragten Krönung von Jacobs Kaffee, Bananen, amerikanischer Cola, farbigen Joghurt auch den Kicker und Sport Bild im Zeitschriftenregal. Spielerberater mit oft umstrittenen Ruf hatten ein neues Reiseziel. Leipzig. Präsidenten, Sportliche Leiter, Trainer und Besetzungen des Kaders wechselten in einer Schnelligkeit, in der im Vergleich Usain Bolt  eher gemächlich agiert. Lok firmierte dann unter der Flagge VfB Leipzig. Schaffte es im Aufstiegsspiel 1993 gegen Mainz 05 im Zentralstadion gar bis in die Bundesliga. Ironie der ostdeutschen Fußballgeschichte. Das erste Heimspiel vom VfB Leipzig ging gegen den sächsischen Rivalen Dynamo Dresden im Stadion der Hunderttausend über die Bühne. Für die Elbflorenzer spielte mittlerweile der ehemalige Lok-Stürmer und gebürtige Torgauer Olaf Marschall. Zwischen der Zeit bei Dynamo Dresden und der Spielzeit beim 1. FC Lokomotive Leipzig lag ein dreijähriger Ausflug in Österreich bei Admira Wacker. Das Spiel der beiden sächsischen Bundesligisten endete 3:3. Ich war Zeitzeuge im großen Rund. Jener Olaf Marschall trug dann sein Scherflein zur grandiosen Meistersaison der Kaiserslauterer 1997/1998 bei.

Doch bleiben wir in Leipzig. Die ungezählten Widrigkeiten in beiden Leipziger Fußballvereinen, Intrigen, Selbstüberschätzungen, Auftritte westlicher und einheimischer Selbstdarsteller, fehlen jeglicher solider Finanzplanung, diverse Luftschlösser, dann diese unzähligen gravierenden Managementfehler, finanzielle Kollapse, Spielerabwanderungen, Klassenabstürze durch diverse Ligen, inflationäre Stuhlwechsel der Trainer, negative Schlagzeilen in großer Anzahl sowohl der Probstheidaer wie auch der Leutzscher in allen Einzelheiten seriös hier aufzulisten würde den Rahmen eines Blogbeitrages gänzlich sprengen. Irgendwann waren auch meine Geduld und Sympathien verbraucht.

Meine Jahrhundertliebe aus dem Westen und ich bauten uns später fernab von Leipzig eine neue Zukunft auf. Den Leipziger Fußball verfolgte ich mit einem Auge noch aus der Ferne.

Red Bull will ein ambitioniertes Fußballprojekt in Deutschland

Dann folgten die vermehrten Nachrichten von Red Bull in puncto ambitioniertes Fußballprojekt in Deutschland. Selbst beim ZFC Meuselwitz, aber auch in Eilenburg oder bei Fortuna Düsseldorf streckten die marketingtechnisch smarten und offensiv agierenden Österreicher die Fühler aus. Marketinggenie Dietrich Mateschitz hatte den Wert eines Engagements im deutschen Fußball erkannt. Mitnichten gab es gleich offene Türen und einen begeisternden Empfang. Red Bull hatte ja bereits Anfang des Jahres 2007 intensive Gespräche mit dem FC Sachsen geführt. Doch die schwierige komplexe Situation im Leipziger Fußball lies den Energy Drink Hersteller damals Abstand nehmen. In Düsseldorf passten die Dinge ebenfalls nicht. Auch für das Problem der Namensgebung gab es damals keine geschmeidige Lösung. Der charismatische Red Bull Chef Dieter Mateschitz hatte da bereits Fußballengagements bei RB Salzburg und in New York. Der Milliardär hatte ganz konkrete Vorstellungen. Ein wichtiger Punkt war das alleinige Sagen zu haben. Red Bull schaute sich dann im Leipziger Umfeld um. Gespräche wurden mit Eilenburg und dem ZfC Meuselwitz geführt. In Markranstädt passte dann halt alles. Die Oberligalizenz wurde auf Rasen Ballsport Leipzig übertragen. Die 7 Gründungsmitglieder des Rasen Ballsport Leipzig e.V. waren Red Bull Mitarbeiter oder Vertraute. Wir schrieben mittlerweile das Jahr 2009. Bis zur 2. Bundesliga bedurfte es an Aufstiegen der Zahl 3. Das die ganze Geschichte nicht ungeteilten Applaus erhielt war klar. Mir war das ambitionierte Projekt von Anfang an sehr sympathisch. Rein aus dem Bauch heraus. Ich kann es gar nicht näher erklären.Traveler Digital Camera

RB Leipzig und eine Frage der Lizenz

Jetzt also die 2. Bundesliga für den von Red Bull finanziell geförderten Fußballverein RB Leipzig. Eine feine Sache. Okay, die letzten Tage gab es noch ein wenig Trubel bezüglich der Lizenz. Experten für Sportrecht gaben Interviews. Die Sachlage galt es zu erörtern und von den verschiedenen Seiten zu beleuchten. Rechtsanwalt Johannes Arnhold, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau sowie Lehrbeauftragter für Sportrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Hochschule Fresenius in Hamburg, erklärte im LVZ-Online Interview bereits am 5. Mai die Lizenzfrage für ungefährdet.

,,RB ist gut beraten und fährt mit Sicherheit zweigleisig. Man arbeitet also an der Erfüllung der Bedingungen und hält sich zudem – für den Notfall – die Ausschöpfung des Rechtswegs offen. Soweit wird es aber wohl nicht kommen. Entweder die DFL kommt RB entgegen, weil sie keine sonderlich komfortable rechtliche Ausgangslage hat, oder RB erfüllt die Bedingungen, was ich für wahrscheinlicher halte. Die Zweitliga-Lizenz ist nach meiner Einschätzung nicht ernsthaft in Gefahr.”

Stammleser kennen meine hohe Meinung von rotebrauseblogger Matthias Kießling. Er hatte gewohnt akribisch, sachkundig und analytisch stark vorige Woche auch über das Gewittrige Mateschitz-Zwischenspiel berichtet. Traveler Digital Camera

Nun eine gute Woche später titelt die FAZ eine dpa Meldung RB Leipzig erhält Lizenz für zweite Bundesliga.

Lieber Fußballgott,

[Reblog vom 9. August 2013]

grüß Dich. Paulaner Cup, Telekom Cup, Uli Hoeneß Cup, Super Cup und Audi Cup. Es wird Zeit für ernsthaften Fußball. Pfeif den Fußballbetrieb zur Bundesliga wieder an.Traveler Digital CameraWarum bist Du eigentlich so unbarmherzig all die Jahre zu Schalke 04 und Bayer Leverkusen gewesen? Wenigstens der Leverkusener Elf von 2002 hättest Du einen Meistertitel geben können. Es war doch damals der beste Fußball national. Auch Schalkes zwischenzeitlichen Vorsprung 2007 vor den Konkurrenten hättest Du doch nicht wie ein Stück Butter in der Mittagshitze schmelzen lassen müssen. Am Ende wählst Du die Stuttgarter Variante. Die haben dann erfahrungsgemäß nach einer Meisterschaft immer ihre speziellen Probleme. Warum so kleinlich zu Bayer Leverkusen und Schalke 04? Der Werkself vom Automobilbauer hast Du 2009 auch eine Meisterschaft gegönnt. Manch normaler Fußballbürger war überrascht bei der improvisierten feierlichen Automesse in Wolfsburg wer mittlerweile alles zum VW Konzern gehört. In der Denkschublade waren Käfer, Golf, Polo oder Passat verankert. Und dann sieht das Publikum stylische Luxuskarosserien mit den Wolfsburger Spielern.Traveler Digital CameraHingegen 2001 hast Du es richtig gemacht. Nie aufgeben, der Glaube an sich selbst und ein unerschütterliches Selbstbewusstsein wurde von Dir gebührend belohnt. Inklusive der Dramatik für das Publikum. Ein Gläschen Heidsieck auf die Dramaturgie. Im vergangenen Jahr hattest Du keine Lust an einem Herzschlagfinale. Musste der Punkteabstand zwischen der Heynckes Elf und dem sich wenig glaubhaft zum Arbeiterverein 2013 stilisierenden Dortmundern jedoch so groß sein wie der Abstand der Umfragewerte zwischen Fußballfreundin Merkel und Schachspieler Steinbrück?Traveler Digital CameraLieber Fußballgott, was hast Du eigentlich gegen die Fußballvereine aus dem Osten? Lässt Dynamo Dresden, den VfB Leipzig (jetzt wieder unter 1. FC Lokomotive Leipzig firmierend), Hansa Rostock und Energie Cottbus einfach wieder aus der Bundesliga abschmieren. Okay, Hansa Rostock und Energie Cottbus hatten in der DDR Oberliga eher das Etikett Fahrstuhlmannschaft. Eine dieser berühmt-berüchtigten Serien von Hansa Rostock waren die 6 Abstiege und Aufstiege zwischen 1975 und 1980. Wahnsinn. Ich war damals am Ende der Serie 17. Aber Du bist ja ganz im inneren Deines Herzen auch ein Fußballromantiker und gibst einer aufstrebenden Leiziger Mannschaft die Chance sich in der Bundesliga in den nächsten Jahren zu etablieren. Dazu brauchte es eines seriösen österreichischen Unternehmens mit einem Marketinggenie Dietrich Mateschitz. Darauf ein gekühltes Red Bull.Traveler Digital CameraDu gehst ja mit Aufsteigern manchmal etwas mitleidslos um. Erinnert sei an die Ausflüge ins Oberhaus von Tasmania Berlin, Ulm oder im letzten Jahr Greuther Fürth. Hast Du bereits eine Entscheidung für dieses Jahr getroffen? Ich meine Eintracht Braunschweig war in der Historie Meister. Ohne jetzt bei Bruder Wikipedia nachzufragen, glaube ich, es war der 67er Jahrgang. Überragende Defensive. Später waren die Braunschweiger die ersten mit dem Mut zum Trikotsponsoring. Nein, darauf nicht einen Jägermeister. Ich muss hier noch seriös weiterarbeiten. Was machst Du mit Hertha? Diesem Hauptstadtverein der so zwischen manchen Berliner Stühlen sitzt? Ein wenig schläfrig bist Du ja manchmal schon. Sonst hättest Du bereits ein Bundesliga Duell Hertha gegen Union kreiert. Gemach, Gemach. Der 51. Saison folgen auch weitere Jahrgänge.Traveler Digital CameraMainz 05, Freiburg hast Du ja auch besonders lieb und in Dein Herz geschlossen. Ich will auch nächstes Jahr einen Streich in der Bundesliga haben. Bei Hannover 96 schwankst Du immer mal wieder. Der 1. FC Nürnberg, dank deiner Hilfe 2007 DFB-Pokalsieger, geht in seine 5 Bundesligasaison hintereinander im neuen Jahrtausend. Du magst Sie schon auch wieder. Anders wie bei 1860 München. Da bist Du irgendwie nachtragend. Irgendwie hast Du Dich auch an Schaaf sattgesehen gehabt. Schade . Ich hätte ihn auch dieses Jahr gerne noch auf der Bank gesehen. Lass mir übrigens Augsburg drin. Der Weinzierl ist mir sehr sympathisch. Ich kann mich doch auf Dich verlassen?Traveler Digital CameraTraditionell hat der HSV seit den Neunzigern einen schweren Stand. Lass sie doch vielleicht mal diesen DFB-Pokal gewinnen dieses Jahr. Diese lange titellose Serie geht doch ans Gemüt. Was hast Du eigentlich mit Eintracht Frankfurt dieses Jahr vor? Haben bereits die Banker bei Dir angerufen? Borussia Möchengladbach hast Du ja in den Siebzigern mit Titeln überhäuft. Waren die irgendwann mal undankbar zu Dir? Bin mir da nicht so sicher. Schaust ja gerne auch im Kraichgau vorbei. Der TSG Hoffenheim wolltest Du im letzten Jahr einen Denkzettel verpassen. Zwischenzeitlich hatte die Mannschaft auch bei mir einen schweren Stand. Der neue Coach, Herr Gisdol, macht Freude auf mehr. Vielleicht gelingt der Gang zu den Wurzeln zurück.