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Magnus Carlsen kein Kandidat für Sotschi, 10 Jahre Facebook, Mythos Schach im Kaffeehaus Wien, Chess-Tigers Power und Computerschach

Warum Magnus Carlsen kein geeigneter Teilnehmer für die Winterspiele in Sotschi ist, wieso der Mythos Schach bei den Kaffeehäusern in Wien bröckelt, warum das Anand Umfeld bei Chess-Tigers eine gute Schlagfrequenz aufweist, weshalb Computerschach auch inoffizielle Weltmeisterschaften kennt, und wieso 10 Jahre Facebook auch bei den Schachfreunden Deutschlands nicht spurlos vorübergegangen ist, gibt es von mir auf Schach-Ticker aufbereitet.

,,Was haben eigentlich die Leipzigerin Melanie Ohme (die mit dem unermüdlichen Paul Gaffron einige Jahre den Trainer hatte, den ich in meiner Kindheit und Jugend bei MoGoNo auch hatte), die Erfurterin Elisabeth Pähtz, der Ex-Schachkolumnist Jan Gustafsson, der meinungsstarke Arkadij Naiditsch, der Schach-Ticker Gründer und leidenschaftliche Webmaster Franz Jittenmeier sowie der Deutsche Schachbund gemeinsam? Sie alle sind bei Facebook. Mark Zuckerberg hat dort über Jahre eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hingelegt. Der analytisch starke Thomas Knüwer, einst Journalist beim Handelsblatt, hat auf seinem Kultblog Indiskretion Ehrensache eine Hommage auf FB geschrieben und sich gleichzeitig mit der skeptischen Berichterstattung in Deutschland über das nun seit 10 Jahren die Welt in Atem haltende Unternehmen auseinandergesetzt.”

Viel Spaß beim Lesen. Wer obige Verlinkung verpasst hat, hier geht es zum Schach-Ticker.Traveler Digital Camera

Eva Moser, Schachverein Friedrichshafen und Schachfamilie Reif sowie die Vorherrschaft im Ländle

Im vergangenen Jahr hatte ich hier am Bodensee das Vergnügen Simultanschach gegen Eva Moser im Kunsthaus Bregenz zu spielen. Österreichs stärkste Schachspielerin in dem stilvollen Ambiente zu erleben war ein schönes Erlebnis. Seither verfolge ich die Schachlaufbahn von Eva Moser mit noch größeren Interesse wie bereits vorher geschehen. Mit Freude vernahm ich daher die Meldung Eva Moser schnappt sich Männer-Großmeisternorm. Ihr Sieg beim IV. Internationalen Senator-Max-Gutmann-Memorial fiel mit 7,5 aus 9 beeindruckend aus. Bleibenden Eindruck wird sie auch bei Großmeister Michael Prusikin hinterlassen haben. Nach fast siebenstündiger Spielzeit und 83 Zügen musste er sich Eva Moser geschlagen geben.

Engagierte Jugendarbeit im Schachverein Friedrichshafen und einsatzfreudige Schachfamilie Reif

Drehen wir den Scheinwerfer auf die Zeppelinstadt Friedrichshafen. Nein, Volleyball muss heute noch ein wenig warten. Auch in FN wird Schach gespielt. Stammleser erinnern sich an die Faszination Blitzschach am Bodensee. Jene Schachveranstaltung im Graf-Zeppelin-Haus mit 28 Teilnehmern unter dem Titel: Oberschwäbische Blitzschachmeisterschaft im vergangenen Jahr. Ich schrieb damals im März:

,,Blitzschach. Immer wieder faszinierendes Live-Erlebnis. Im Graf-Zeppelin-Haus war vor gut einer Woche einer dieser Veranstaltungen, die ein schnelles ziehen der Schachfiguren notwendig machten. Mit langem Grübeln ist da nichts. Wer vorn sein will muss schnell sein. Es wird halt geblitzt. Am Schachbrett entwickeln sich dann oft interessante Stellungen. Zeitnot ist nicht wirklich angenehm. Manch scheinbar siegreiche Stellung wird dann noch gekippt. Das renommierte Kultur- und Congress-Centrum punktet ja auch mit seiner einmaligen Lage am Bodensee und dem grandiosen Blick auf die Bergkulisse.”

Immer wieder auch bemerkenswert die Jugendarbeit vom Schachverein Friedrichshafen. Tilo Balzer und Eberhard Böckler obliegt die engagierte Jugendleitung des Vereins. Schachfreund Balzer schrieb mir am Sonntag, den 5. Januar 2014 folgendes:

Hallo Schachfreunde,

anbei noch ein Kurzbericht (Nachtrag) von Frau Reif zur BezJuM in Biberach (von mir ein wenig bearbeitet), bei der die Reif-family mit 4 TN vertreten war. 

Richard wurde mit 5 aus 7 3ter in der U12 und Karla mit 4 aus 7 7ter in der U14.

Richard hat toll gespielt und musste zunächst nur gegen die beiden Erstplatzierten Federn lassen. Durch die Niederlage gegen Martin Böckler (Sohn von Eberhard) verpasste Richard die Quali zu WüJuM. Für Martin war’s dagegen ein schöner Erfolg, mit dem er nicht unbedingt rechnen musste.

Karla hat auch toll und viele Partien lang gespielt und sich für die WüJuM w  qualifiziert.

Für Gerold war‘s eher mittelmäßig, mit 3,5 aus 7. Er hatte keinen guten Lauf, hat aber die Qualifikation zur Württembergischen Meisterschaft noch geschafft. Zu seiner „Ehrenrettung“ sei aber gesagt, dass er alles gegeben und bis zum Umfallen gekämpft hat. Und die Gegner werden mit dem älter werden auch nicht leichter.

Im Blitzen (im Rahmen der BezJuM, aber keine Meisterschaft) haben Gerold (Fünfter) und Richard (Siebter) tolle Ergebnisse eingefahren. 

Am Wochenende waren Reifs in Hohenems beim Jugendturnier („26.Vorarlberger Schacholympiade 2014“). Ludwig wurde am Samstag 10ter von 20 in der U8 mit 3,5 aus 7 Punkten. Am Sonntag ging’s für die anderen weiter. Karla U14 hatte bis dahin  2 aus 4 und musste am Sonntag noch 3 Spiele machen, ebenso Richard in U12, der 3 aus 4 hatte . Gerold hat gestern beim Blitzen in U18 teilgenommen (Ergebnis noch nicht bekannt). Vielleicht gibt’s ein Pokal.

Viele Grüße     Tilo Balzer

Weitere Einzelheiten folgen in Kürze.

In meiner Jugend hatte ich das   Glück eine sehr schachbegeisterte Familie zu erleben. Ihr Familienoberhaupt Paul Gaffron war ein sehr guter Förderer und Schachtrainer der Kinder und Jugendlichen. Die Zeit damals im Schachverein hat mich sehr geprägt.

So jetzt zum Volleyball. Die Männer von Kultcoach Stelian Moculescu haben im neuen Jahr morgen ihren ersten Punktspielauftritt. Ohne überheblich klingen zu wollen: Alles andere wie ein Sieg beim TV Rottenburg wäre eine Enttäuschung par Excellence. Ein Sieg im Schwabenderby ist für die Häfler Pflicht. Zum Auswärtssieg gibt es keine Alternative. Alle wichtigen Infos gibt es beim VfB Friedrichshafen unter dem Titel Vorherrschaft im Ländle sichern. Das Wochenblatt hatte in der letzten Jahresausgabe 2013 am 27. Dezember auf Seite 2 Stelian Moculescu zum Verlierer der Woche gekürt mit folgenden Worten:

,,Da kriegst du die Krise! Der Trainer des VfB Friedrichshafen muss machtlos mitansehen, wie sein Team in der Volleyball-Champions-League einen 2:0 Vorsprung, drei Matchbälle und (zum 5. Mal in der Saison) den Tiebreak vergeigt. Ein 3:2 hätte für die Play Offs gereicht, jetzt nimmt der VfB ein bitteres 2:3 mit in die Weihnachtspause. Oh du…”

Übrigens eingerahmt war Stelian Moculescu vom Gewinner der Woche, dem Bürgermeister Andreas Schmid von Meckenbeuren und der Managerin der Woche, der Geschäftsführerin des Zeppelin Museums, Frau Dr. Ursula Zeller.

Sport am Bodensee: Faszination Blitzschach

Blitzschach. Immer wieder faszinierendes Live-Erlebnis. Im Graf-Zeppelin-Haus war vor gut einer Woche einer dieser Veranstaltungen, die ein schnelles ziehen der Schachfiguren notwendig machten. Mit langem Grübeln ist da nichts. Wer vorn sein will muss schnell sein. Es wird halt geblitzt. Am Schachbrett entwickeln sich dann oft interessante Stellungen. Zeitnot ist nicht wirklich angenehm. Manch scheinbar siegreiche Stellung wird dann noch gekippt. Das renommierte Kultur- und Congress-Centrum punktet ja auch mit seiner einmaligen Lage am Bodensee und dem grandiosen Blick auf die Bergkulisse.

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In meiner Jugend habe ich auch gerne geblitzt. Unser Schachtrainer Paul Gaffron mochte dies gar nicht so gern. Er machte sich Sorgen. Seriöses Schach war bei ihm immer mit entsprechend langer Bedenkzeit versehen. Doch als Ergänzung zum Trainingsbetrieb und auch um schnelles ziehen in Drucksituationen zu üben fand ich Blitz-Schach immer sehr faszinierend. Diesmal war meine Person in der entspannten Situation eines Kiebitz. Doch in den Händen hat es schon gekribbelt. So schaute ich den 28 Teilnehmern relaxt über die Schulter.

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5 Minuten Bedenkzeit für jeden. Kompaktes und effektives Schach in einem vorgegebenen Zeitfenster. Fast ein Sinnbild für die Gesellschaft im Jahr 2013. Schneller, schneller, schneller. Arbeitsorganisatoren sprechen von Arbeitsverdichtung. Die Bücher zum Thema schneller Lernen und Effizienz im Arbeitsprozess besetzen Regalmeter in den Buchhandlungen. Projekte haben flankierend das Geschwisterpaar Zeitdruck und Kostenersparnis im Schlepptau.

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Die Oberschwäbische Blitzmeisterschaft ging über 15 Runden nach Schweizer System im Ludwig-Dürr-Saal . Tilo Balzer vom Schachverein Friedrichshafen war nicht nur der Organisator sondern auch noch nebenbei der Fotograf der Veranstaltung. Dankenswerterweise hat er die Fotos zur Verfügung gestellt. Zur gleichen Zeit des Blitzturniers im Graf-Zeppelin-Haus spielten übrigens die Schachprofis ihre 2. Runde im WM-Schachkandidatenturnier von London 2013. Der Herausforderer für den amtierenden Schachweltmeister Viswanathan Anand wird gesucht. Der Norweger Magnus Carlsen duellierte sich mit Wladimir Kramnik. Levon Aronian spielte gegen den Vizeweltmeister Boris Gelfand. Ich schweife ab. Doch die 28 Schachspieler am Bodensee hatten die komplette Konzentration für ihr Turnier.

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In Zeiten der Zypern-Krise, einer orientierungslos wirkenden Europäischen Zentralbank und Gerüchten über die Absage von Grand-Prix Turnieren (siehe hierzu auch den offenen Brief von Hikaru Nakamura – bei chessbase nachzulesen) gibt es auch noch gute Nachrichten zu vermelden. Den Vereinen in Friedrichshafen werden pro Jahr im Graf-Zeppelin-Haus 6 Stunden Räumlichkeiten ohne Berechnung zur Verfügung gestellt. Wenn ich das richtig verstanden habe. Eine feine Sache. Schachvereine in Deutschland sind ja leider generell finanziell nicht auf Rosen gebettet. Ausnahmen bestätigen eher die Regel. Eine Blitzschachveranstaltung ohne Mietkosten schont da erfreulicherweise die Vereinskasse.

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Das obligatorische Siegerfoto im Ludwig-Dürr-Saal. In der Mitte der Sieger mit dem Pokal in den Händen: Holger Namyslo. Die komplette Tabelle inclusive weiteres Bildmaterial gibt es auf der Website vom Schachverein Friedrichshafen. Von links nach rechts sehen wir Turnierleiter Tilo Balzer (SV Friedrichshafen), Rainer Birkenmaier mit Platz 2 von der TG Biberach, der bereits erwähnte Blitzchampion Holger Namyslo, daneben Andreas Schulze mit dem 3. Rang von der Post Ulm und Reinhard Nuber, Spielleiter Bezirk Oberschwaben.

SCHACHdienliche Hinweise

Was haben Max Euwe, Paul Keres, Samuel Reshevsky und Erich Eliskases gemeinsam? Nun wer mehr erfahren möchte schaut beim Schach-Ticker rüber. Stichwort: Siege über zwei bedeutende Schachgiganten. Einer davon hörte auf den klangvollen Namen … Nein, mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Das Turnier in Zürich ist auch bereits wieder Geschichte. Über den Triumph von Fabio Caruana berichtet in gewohnt kompetenter Form chesstigers. Schön aufbereitet in Form von Text, den kompletten Spielpaarungen und ausführlichen Videomaterial. So kann jeder Schachfreund Zürich nochmals Revue passieren lassen.

Vom Toten Rennen beim Open von Cappelle-la-Grande berichtet in Wort und Bild chessbase. Die Hamburger powern seit Jahren kontinuierlich in Sachen Content. Die Anzahl der punktgleichen Schachspieler beim Open überstieg die Anzahl von Akteuren einer Handballmannschaft auf dem Parkett. Bemerkenswert.

Mit neuer Internetseite präsentiert sich Melanie Oehme. Paul Gaffron prägte einst ihren Weg mit. Bei seinem Namen tauchen auch bei mir die Erinnerungen auf. Er war mein Trainer während meiner Zeit als Kind und Jugendlicher. Melanie Oehme flechtet dem Schachtrainer, Organisator und Förderer der Schachjugend einen besonderen Strauß in ihrer Autobiografie.

Schachuhr Garde aus Ruhla

Sie war mein Begleiter bei Siegen, wenn es um Medaillen ging. Im Klubhaus Heinrich Budde waren die Schwestern und Brüder von ihr in einem großen Schrank untergebracht. Besonders bei Blitzpartien prüften wir die Zuverlässigkeit. Unser Schachtrainer Paul Gaffron mochte diese Blitzerei nicht sonderlich. Er hielt normale Schachpartien mit einer längeren Bedenkzeit für das seriösere Schach. Doch auch bei den besagten seriösen Spielen am Vereinsabend waren sie im Einsatz. Die Rede ist von der legendären Schachuhr aus Ruhla. Ihr Name zeugte bereits von Solidität: GARDE. Die 5 großen Buchstaben waren gut leserlich auf der Vorderseite zu lesen.

Der Mythos der legendären Schachuhr lebt weiter. Sie hielt auch Einzug auf die große internationale Schachbühne. Auch Weltmeister wie Anatoli Karpow oder Garri Kasparow nutzten sie bei Ihren Duellen. Ein Klassiker. Im Uhrforum gab User Mavica im vergangenen Jahr unter dem Titel Weltmeisterliches: Ruhla Garde eine interessante Geschichte den geneigten Lesern kund. Auf der Suche nach einer Schachuhr für seine Tochter, sie entwickelte eine Leidenschaft für das königliche Spiel hat, gab es erfreuliches zu vermelden:

,,Als bekennender Ruhla-Fan und Vintage-Genießer stand deshalb für mich natürlich fest, dass nur eine Ruhla-Uhr als Schachuhr in meinem Haus Verwendung finden kann – und sie muss alt sein, also aus DDR-Produktion stammen.

Lange hat die Suche dann auch nicht gedauert und so hat der Postbote in den letzten Tagen dieses schöne Stück bei mir abgelefert:”

Mavica zeigt die Schachuhr in all ihren Facetten. Er hat sie auch aufgeschraubt. Beim betrachten der authentischen Fotos wird einem warm ums Herz. Wer obige Ausfahrt zur Verlinkung verpasst hat: Hier geht es zur Geschichte und den Fotos der antiquarischen Schachuhr Garde aus Ruhla.

Was bleibt vom Sportjahr 2012?

Was bleibt vom Sportjahr 2012? Jener tränenreiche Tag in München nach der Chelsea Niederlage? Drogba köpft sich in die Herzen der Fans des Teams von Rohstoffmagnat und Milliardär Roman Abramowitsch. Die Nachricht der Übernahme eines englischen Traditionsvereins von einem bis dato in Deutschland fast unbekannten russischen Geschäftsmannes erfuhr ich 2003 in Berlin. Die Verteidigung des Schachweltmeistertitels von Viswananthan Anand gegen Boris Gelfand in Moskau. Das Halbfinal-Aus der Mannschaft von Übungsleiter Löw und die anschließende heftige mediale Diskussion. Die Sternstunde der Beachvolleyballer von London. Die Harting Show nach Diskusgold. Die Magdalena Neuner Geschichte … Abschied vom Leistungssport nach einer grandiosen Laufbahn.

Die Stärke vom THW Kiel und die Nichtwahl auf einen der Podiumsplätze der Handballer bei der Wahl der Mannschaft des Jahres in Deutschland. Das Meisterstück des Kult-Achters Deutschland. Die Heuchelei um Lance Armstrong. Die Vettel Fahrten zum 3. WM Titel und Platz 2 hinter Robert Harting bei der Wahl der Sportler des Jahres. Das Double von Borussia Dortmund. Der Elo Rekord von Magnus Carlsen. Die Sicherheitsdiskussion und Papiere vom DFB sowie DFL.

Die Debatte um den Medaillenspiegel, Förderung des Leistungssports, Transparenz, effektive oder vielleicht gar nicht gewollte Dopingbekämpfung. Die Demission von Dirk Bauermann bei Bayern München und der Sand im Getriebe im Projekt Basketball von Uli Hoeneß. Die starke Saison im Herbst von RB Leipzig. Der Absturz des Hoffenheim Projektes bis auf den Relegationsplatz inclusive Trainerwechsel-Dich-Spiel. Ein schmerzhafter Verlust von Schachtrainer Paul Gaffron. Der von Red Bull perfekt in Szene gesetzte Baumgartner Sprung. Ein neuer Messner Film über die Bergsteigerlegende.

Der Tod von Schiedsrichter Amerell. Die Volleyballer von Recycling Berlin mit dem deutschen Meistertitel. Die OSG Baden-Baden mit dem Abo auf die Meisterschaft in der Schachbundesliga. Der Pokalsieg vom VfB Friedrichshafen. Eine Tour de France mit ramponierten Renommee. Wieder sehr viel Einmischung der Politik in den Sport. Der Protestant Gauck sowohl bei den feiernden Fußballern von Borussia Dortmund nach dem Pokalsieg in Berlin, eine Woche darauf in München beim bereits erwähnten Champions-League Finale mit Beteiligung von Bayern München. Basketballfan Wulff trat vom Amt des Bundespräsidenten zurück. Schachspieler Peer Steinbrück glückt die Eröffnung der Partie – Ich will Bundeskanzler werden – nicht so recht.

Trend Schulschach in Deutschland zeitigt weiter zarte Blüten. Red Bull engagiert sich jetzt auch im deutschen Eishockey. Stichwort München. Die Eishockey-Nationalmannschaft hat mit Pat Cortina einen neuen charismatischen Coach. Der deutsche Männerhandball schaut weiterhin sehnsüchtig auf 2007 und die Ära Heiner Brand. Ralf Rangnick ist nach gesundheitlicher Pause wieder auf der Bühne. Jetzt in anderer Funktion…. Usain Bolt bedankt sich nach seinem Olympiasieg bei seinem deutschen Sportarzt.

Es gäbe noch sehr viel zu sagen, zu erwähnen, doch ich hab einfach spontan aus meinem Kopf und dem emotionalen Gedächtnis ein paar Erinnerungsstückchen aufgeschrieben…

Ich habe noch keinen Weihnachtsbaum gekauft. Meine Jahrhundertliebe lächelt …

Gerne klappe ich für heute den Laptop zu.

Meinen Lesern wünsche ich ein glückliches Händchen bei den letzten Weihnachsvorbereitungen und gerne möchte ich mich hiermit auch für die aufgebrachte Lesegeduld, die Inputs, die Aufmerksamkeit, die Anregungen sowie Hinweise bedanken.