Schlagwort-Archive: Franz Beckenbauer

In Sachen Uli Hoeneß

Nein, es sind nicht wirklich viele gute Texte zur Personalie Uli Hoeneß und den monetären Problemen mit dem Konto in der Schweiz aufgelaufen. Sehr viel Empörungslyrik, stochern im Nebel angesichts der noch nicht bis ins Detail geklärten Sachlage, auffallend viele politische SPD-Stimmen die auf Moral machen. Dabei hat man sich in Sachen Honorarkönig oder dem schnellen Wechsel vom letzten SPD-Kanzler zum lockenden Geld der russischen Wirtschaft auffallend ruhig verhalten.

Immer schön hart aber fair

Auch Frau Schenk meint sich äußern zu müssen. Kürzlich unterlag sie Herrn Scharping bei der Wahl zur “präsidialen Führungsspitze” (Copyright by Jonathan Sachse) beim Bund Deutscher Radfahrer. Auch Herr Leyendecker hat ein paar Zeilen zu Uli Hoeneß geschrieben. Dazu eine Menge aus dem Boden gestampfter Sendungen zum Thema. Andere Themen mussten weichen. Gestern Jauch. Heute Plasberg. Immer schön hart aber fair. Ein wenig moralisch entrüstet, ein wenig Dampfplauderei, ein wenig erhobener moralischer Zeigefinger. Immer mit Steigerungsmöglichkeiten der Empörung versehen. Die eingeladenen Gäste haben nicht wirklich viel erhellendes beizutragen. Zumindest gestern Abend in der Sendung nach dem Tatort. Gab es eigentlich schon einen ARD-Brennpunkt zur Personalie vom Europameister 1972 und Weltmeister von 1974? Einst legte der öffentlich-rechtliche Sender eine Klinsmann Entlassungs-Story Sondersendung auf. Immer im Dienste der Quote. Mir wird kalt. Welcher Moralapostel hat sich eigentlich noch nicht gemeldet? Zauderer bitte vortreten und die Stirn in Falten der moralischen Entrüstung legen.

Fragen auf dem Kultblog breitnigge zur Personalie Uli Hoeneß

Selbstverständlich hat sich Uli Hoeneß angreifbar gemacht. Oliver Schmidt – Spiritus Rector, Organisator, Bayern München Fan und Macher vom Kultblog breitnigge hat es in seinem reflektierten Text treffend in Form von Fragen auf den Punkt gebracht:

,,All das macht(e) mich wütend, Uli!

Warum hast Du all diesen Leuten, nach einer ebenso erfüllten wie erfolgreichen Karriere, nun diese Steilvorlage geliefert?

Warum – und gehen wir mal davon aus, dass all das wirklich stimmt – hast Du überhaupt ein Konto in der Schweiz?

Warum hast Du über all die Jahrzehnte Gott und die (Heuschrecken-)Welt so verteufelt, um dann anscheinend selbst verurteilungswürdige Handlungen durchzuführen?

Wusstest Du nicht, was Du da tatest? Gerade Du, der Macher? Hat sich blind auf seine (Steuer-)Berater verlassen?”

Kein Mensch geht perfekt durch das Leben. Immer den geraden Weg. Wer hat nicht selbst als Kind beim Nachbarn Kirschen gemopst? Die sahen einfach so verlockend aus. In der Schule bei Mathe einfach nach links zur Klassenbesten geschaut. Ein wenig geillert. Ihre Lösung übernommen. So geschickt, dass der Mathematiklehrer es nicht merkte. Beim ersten Autoverkauf des heißgeliebten Käfers die bekannten Schwächen dem Kaufinteressenten nicht unter die Nase gerieben. Bei der Probefahrt um den Wohnblock alle Vorzüge in goldenen Farben gepriesen.

Beckenbauer, Vettel, Schumacher und die Frage mit dem Wohnsitz

Auch ein Franz Beckenbauer hatte einst Schlagzeilen produziert. Nein, keine Anekdote aus dem Schrebergarten. Monetäre Momente. Bei Günther Jauch kamen doch gestern Abend wie von Zauberhand gelenkt die Namen Sebastian Vettel, Michael Schumacher und Franz Beckenbauer zur Sprache. Stichwort Wohnsitz. Das war der Zeitpunkt wo ich von der Couch aufstand. Vielleicht machen wir auch einfach zu viel Wind um Sendungen in der ARD. Eine vernünftige Berichtersattung vom Schach-WM Kandidatenturnier London 2013 kriegen sie jedenfalls noch nicht hin. Da ist schon die Bestückung vom Videotext problematisch.

Uli Hoeneß geht keinen leichten Zeiten entgegen. Gut , dass er twitter nicht als sein Lieblingsmedium in Gebrauch hat. Dort haben sich die Dinge teilweise in den letzten Tagen überschlagen. Da ist viel Häme mit dabei gewesen. Keine Frage, Uli Hoeneß hat immer gerne auch ausgeteilt. Verbal nahm er nicht den Samthandschuh in Auseinandersetzungen. Moralisch hat er oft sehr klar geurteilt und verurteilt. Im Zweifelsfall immer den Säbel statt Florett. Stichwort Russlandisierung des Fußballs. Oder die deutliche Kritik am FDP-Wirtschaftsminister Rösler (Dabei bin ich kein Fan der FDP oder des Amtsinhabers). Äußerungen über den Stadtrivalen 1860 München in Harald Schmidt Manier. Die unsägliche Daum Geschichte. Kritik an den politischen Kräften die links agieren.

Er hielt Reden vor Wirtschaftsvertretern. Sprach über Moral, Werte, Ordnung. Sah Bayern München schon lange nicht mehr als normalen Fußballverein, er sah im FCB ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. Ist der FC Bayern München ja auch. Wir reden ja hier vom Fußballbusiness. Es geht um viel Geld. Sehr viel Geld. Hohe Summen. Unglaublich hohe Summen. Vielleicht stört da manchmal gar der sentimentale Fan.

Ich bin jedenfalls traurig. Auch zu Teilen sprachlos. Ratlos. Tief durchatmen.

Kasachstan vor der Brust und eine Erinnerung von Manuel Neuer an Wut über Gegentore

Die Fußball-WM 2014 in Brasilien rückt näher. Jetzt stehen für Übungsleiter Löw  und seine Truppe die Spiele gegen Kasachstan an. 5000 Kilometer Flug von Deutschland bis hinter den Ural liegen hinter der deutschen Mannschaft. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Form des ZDF ist der übertragende Sender. Die Gebühren müssen ja irgendwo bleiben. Manuel Neuer wird nach seiner Pause gegen Frankreich wieder das Tor hüten. Ein großer internationaler Titel fehlt ihm. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung in der heutigen Printausgabe blickt er auch nochmals auf seine Wut ob der 2 Gegentore im Viertelfinale der EM gegen Griechenland zurück.

,,Ich war zornig, weil es unnötig war, total unnötig. Wir haben ordentlich gespielt gegen Griechenland, aber mehr nicht. Wir haben zwar vier Tore geschossen, aber gegen einen gleichwertigen Gegner hätte das nicht geklappt. Da wären wir rausgeflogen – was dann gegen Italien auch passierte. Klar: Man freut sich über das Weiterkommen. Aber der zweite Gedanke ist: Gegen Italien wäre hier Schluss gewesen. Deshalb haben mich die beiden Gegentore aufgeregt.”

Ups, ja so habe ich das Griechenland-Spiel auch gesehen. Mir war unverständlich welch Lobeshymnen über die Mannschaft von Übungsleiter Löw und seiner Mannschaft angestimmt worden waren. Warum werden solche Siege gegen Mannschaften ohne Weltklasseformat immer so hochgejubelt? Ich habe noch einige Schlagzeilen deutscher Medien vor meinem geistigen Auge. Deutschland war da ja praktisch nach einem 4:2 gegen solide griechische Fußballhandwerker bereits Europameister. Nun, es kam anders. Übungsleiter Löw bekam anschließend nicht nur im boulevardesken Teil der deutschen Zeitungen sein Fett weg. Zum Glück kam dann die Personalie Sammer recht schnell ins Spiel. So war die Aufmerksamkeit der Medien sehr zügig auf dem ehemaligen Spieler von Dynamo Dresden gerichtet. Übrigens hat Deutschland letztmalig 1990 mit Teamchef Franz Beckenbauer deutsches Selbstverständnis eingelöst: Den WM-Titel in der Königssportart Fußball.

Live Schach WM-Kandidatenturnier London 2013

Heute schon ein Gläschen Champagner auf die Vorzüge des Internets erhoben? Während sich im Glamourfaktor 10 die Berufssportler Tiger Woods und Lindsey Vonn sonnen, gibt es in London beim Schach WM-Kandidatenturnier im Jahr 2013 wieder schachliche Feinkost. Live-Schach aus der englischen Metropole ist unter anderen auf chessdom zu sehen. Auf dem silbernen Tablett werden die Züge der 8 Protagonisten serviert. Magnus Carlsen trifft auf Alexander Grischuk. Levon Aronian eröffnet gegen Peter Svidler. Der sympathische Teimour Radjabov versucht sich mit dem Anzugsvorteil gegen Wladimir Kramnik und Vizeweltmeister Boris Gelfand spielt gegen Vassily Ivanchuk.

Ganz entspannt kann sich das ganze Viswanathan Anand anschauen. Es kann am Ende nur einen Herausforderer geben. Schach-Ticker titelte kürzlich Einer gegen Sieben. Mit Einer war der junge Norweger Magnus Carlsen gemeint. Schaun mer mal würde der große Franz Beckenbauer den “Klötzchenschiebern” wahrscheinlich hinüberrufen. Dabei täte es Bayern München gut neben dem ausgerufenen und mit finanzieller Power angefahrenem Projekt Basketball sich auch um das königliche Spiel zu kümmern. Man stelle sich eine Schachbundesliga vor mit Wolfgang Grenke und seiner OSG Baden-Baden sowie ein professionell geführtes Schachteam von Bayern München mit entsprechender monetärer Unterstützung. Da wäre dann ein zweites Gläschen Champagner fällig.

Ein wenig Leserservice für mein treues Publikum möchte ich auch noch mit auf den Weg geben. Der stark in das Kandidatenturnier gestartete Levon Aronian sagte im vergangenen Jahr in dem bemerkenswerten Artikel von Vera Block auf Deutschlandradio Kultur unter dem Titel “Verschmelzung von Talent und Faulheit”:

,,Wenn du als Kind den Zusammenbruch eines Systems erlebst und mitkriegst, wie die Eltern ihre Jobs verlieren – das stärkt. Durch ihren Optimismus haben meine Eltern es geschafft, meinen Weg zum Schach zu ebnen. Und das hat mir das Grundvertrauen gegeben.”

In Norwegen ist die letzten Jahre kein System zusammengebrochen. Der junge Magnus Carlsen gilt vielen als kommender Weltmeister im Schach. Doch der Norweger hat noch nicht am Thron von Champion Viswanathan Anand gerüttelt. Das Hamburger Abendblatt attestierte dem hoffnungsvollen Elo-Spitzenreiter eine starke Physis: Magnus Carlsen setzt seine Gegner mit seiner Kondition matt.

Der von mir sehr geschätzte Schachjournalist Stefan Löffler führte kürzlich ein hochinteressantes Interview mit dem jungen Schachgroßmeister Anish Giri auf Zeit Online über die Chancen der 8 Berufsschachspieler beim Kandidatenturnier in London inclusive Seitenblick auf Viswanathan Anand.

Der letzte Lesehinweis geht heute zum Kultblog Indiskretion Ehrensache vom ehemaligen Handelsblatt Journalisten Thomas Knüwer. Er hat die Digitalkonferenz in Austin besucht und titelt Deutschland auf der SXSW: ein Trauerspiel und vergibt keine Bestnoten. Der analytisch starke Knüwer redet Klartext.

Reminiszenz an Ajax Amsterdam

Nein, kein Blick auf die aalglatte Personalie eines ehrenwerten Fußballfunktionärs.

Er scheint wieder durchzukommen.

Zum wiederholten Male.

Zwischendurch gerne auch ein offener Brief im Boulevardblatt Nr. 1 des Nachbarlands. PR in Reinkultur. Wir wollen uns jedoch nicht die Woche verderben lassen. Es gibt auch viel schöneres.

Zum Beispiel die Erinnerung an ein ganz großes Fußballteam aus den 70-igern. Nein, nicht die Jahrhundertelf um Franz Beckenbauer ist heute damit gemeint. Ajax. Ajax Amsterdam. Spielverlagerung hat einen lesenswerten Artikel mit dem Titel Gloria Ajax oder: Die totale Fußballrevolution veröffentlicht. Es gibt dafür von mir Szenenapplaus.

Eine bessere Leselektüre zur Überbrückung der Sommerpause gibt es nicht. 

Gespickt mit feiner taktischer Analyse des Spielstils der Ajax-Elf, das ausloten der historischen Komponenten bis hin zur konkreten Aufstellung ist alles geboten. Die Elf holte sich den Europapokal der Landesmeister in den Jahren 1971, 1972 und 1973. Die aufgeblähte Champions-League mit dem Geplänkel in der Vorrunde war noch nicht erschaffen worden. Damals wurde noch im K.o. Modus gespielt. Ajax dominierte den Wettbewerb und spielte überragenden sowie spektakulären Fußball.

Jogi Löw und die Touren mit dem Mountain Bike

Wo wohnt eigentlich Übungsleiter Löw? Kennt jeder die richtige Antwort Freiburg? Da will er auch nicht weg und unterliegt nicht den Verlockungen der Metropolen. In der Stuttgarter Zeitung (Hat-Tip geht an Trainer Baade) gibt es auch die Gründe dafür, mit Verweis auf zwei reizvolle Mountain Bike Touren:

,,Natürlich wäre es für den Bundestrainer weitaus bequemer, in Frankfurt, Hamburg oder Berlin zu wohnen. Und wenn ich samstags abends nach einem Bundesligaspiel von Wolfsburg oder Hannover, nach einem Besuch im „Aktuellen Sport-Studio“ noch zurück will nach Freiburg, stelle ich mir manches Mal die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, in eine dieser Metropolen zu ziehen. Aber eine Tour mit dem Mountain Bike von Freiburg Richtung Schwarzwald oder eine Tour am Schluchsee entschädigt dann doch für alles.”

Die Zeit im Sommer dieses Jahr ist dann für Touren mit dem Bike vielleicht etwas knapp. Es steht die EM 2012 auf dem Programm. Übungsleiter Löw ist mit der Nationalmannschaft noch titellos. Der Erwartungsdruck liegt bei ihm, ganz klar. Seit 2004 arbeitet er beim DFB. Erst im Schatten von Medienstar Klinsmann (hat der jetzige Trainer der Amis diesen Ruf eigentlich noch?), nach der WM 2006 dann eigenverantwortlich. Die Bilanz nach Titelgewinnen abzugrasen mag dem einen oder anderen übertrieben erscheinen, andererseits wonach soll sonst gemessen werden?

Am schönen Spiel der Niederländer bei der Weltmeisterschaft 1974 konnten sich die Fans im Nachbarland und andernortens erfreuen, ein Titel für die Ewigkeit war ihnen mit König Johan nicht vergönnt. Der kleinere Bruder der WM ist die Europameisterschaft. Die EM konnten einst sogar Jupp Derwall und Berti Vogts nach Deutschland holen. Ein richtig großer ist, wer wie einst Sepp Herberger, Helmut Schön oder Franz Beckenbauer den Weltmeistertitel nach Deutschland holt. Davon ist Übungsleiter Löw noch ein gutes Stück entfernt.

Autoliebhaber Günter Netzer

Rebell Günter Netzer hat sie in den 70-igern fast alle gehabt. Die spektakulären Autos.

Die April Ausgabe 2012 von FIT FOR FUN bringt auf den Seiten 128 und 129 ein historisches Foto vom langhaarigen Liebhaber edler Karossen.

Achtung! Vergesst James Dean oder  Steve McQueen. In puncto Coolness kommt keiner der beiden Schauspiellegenden auch nur annähernd an den Fußballer Netzer heran.

Günter Netzer sitzt auf dem Hinterteil seines liebsten Spielzeugs fernab der Stadien. Die Rede ist vom Ferrari Dino 246 GT.

Das legendäre  Foto machte bereits damals Schlagzeilen.

Wer sich den coolen jungen Netzer auf dem Ferrari Dino 246 GT in Ruhe anschauen will und dabei auch noch ein Blick auf´s damalige polizeiliche Kennzeichen werfen will, schaut hier in aller Ruhe auf den EM-Held von 72 und Regisseur der damaligen berühmten Gladbacher Fohlen. 

 Okay, Steve McQueen ist ebenfalls ein ganz smarter gewesen. Ebenso James Dean. Doch an die Pose von Günter Netzer kommt keiner der beiden heran.

Dabei konnte sich Günter Netzer auch rechtzeitig von  Autos trennen.

 11Freunde wusste vor einigen Wochen in der Februar-Ausgabe folgendes zu berichten:

,,Einer ist eben immer der Dumme. Dachte sich offenbar auch Autonarr Günter Netzer und verkloppte 1970 seinen zwar maroden, aber  äußerlich noch ansehnlichen  Jaguar  E-Type für   10 000 DM an Kollege Franz Beckenbauer. Zum Dank weinte der sich später in der “Auto BILD” aus (,,Das ist eine Scheißkiste!”) und tat das einzig Richtige: Er verkaufte den Sportwagen an Wolfgang Overath.”

Den letzten beißen die Hunde. Oder so ähnlich.

Den Jaguar E-Type jedoch so unflätig zu betiteln ist auch alles andere wie kaiserlich.

Franz Beckenbauer machte später auch Autowerbung für ein solides deutsches Fabrikat. Siehe auch Achtung: Werbepause mit Franz Beckenbauer

Nachdenkenswert #128

,,Ich wäre gerne Physiker geworden, um mehr über unser Sonnensystem zu erfahren. Dass wir mit 900.000 Stundenkilometern durch das Weltall sausen, kann man sich nicht vorstellen. Das ist phänomenal! Da sieht man mal, wie klein wir sind. Wir sind gar nicht sichtbar, uns gibt es gar nicht. Und jeder meint, er hätte die Welt erfunden.”

   Franz Beckenbauer, im Spiegel Interview am 9. September 2005

Nachdenkenswert #126

,,Aber da gibt es eine Geschichte mit den Bayern, die darf ich eigentlich gar nicht erzählen. Der Franz Beckenbauer sagt mir vor einem halben Jahr, er habe da so einen irren Jungen, der sei ein Riesentalent. Und es wäre gar nicht schlecht, über Synergien zwischen Bayern und Salzburg nachzudenken. Da ist die Nähe zwischen den Städten, wir kennen uns, er kennt die Bayern. Es ginge um Spieler, die noch nicht weit genug sind, Spielpraxis brauchen und sie bei uns bekommen könnten. Da nennt der Franz doch glatt den Schweinsteiger. Nach dessen tollem Auftritt beim Confederations Cup frage ich ihn aber besser nicht mehr.”

                   Dietrich Mateschitz, Red Bull Chef, Milliardär und

              Fußballinvestor, im FAZ Interview am 11. Juli 2005

              ,,Zwischen mir und Abramowitsch liegen Lichtjahre”

Für alle Sammler: Terminkalender 2012 von AGON Sportsworld

Es gibt die verschiedensten Sammelgebiete. Der eine sammelt Briefmarken. Der andere Schachbretter. Ein anderer wieder sammelt Kaffeekannen. Der Vorlieben gibt es viele. Für alle Sammler von Sport-Memorabilien gibt es wieder einen prallen Terminkalender 2012 von AGON Sportsworld. Die internationalen Live-Auktionen im Sport & Olympia Museum Köln haben Kultcharakter.

Wolfgang Fuhr, Macher und Spiritus Rector der AGON Auktionen einst im Interview mit 11Freunde zum wertvollsten Gegenstand.

,,Pelés Endspieltrikot von 1970 ging für 110 000 Euro an einen Privatbesitzer. Insgesamt werden die höchsten Preise aber in England erzielt. Dort erlöst man mit Highlights das Dreifache wie anderswo – solange sie englisch sind. Das Endspieltrikot von Geoff Hurst wurde für 80 000 Euro verkauft. Ein Finaltrikot von Beckenbauer wäre auf der Insel eher ein Ladenhüter.”

Ein Ladenhüter, der Kaiser wird es verschmerzen können, wenngleich die Engländer ihm 1999 noch einen ganz bittersüßen Drink in Barcelona verabreichten. Doch das ist wieder eine andere Geschichte. Im AGON-Antiquariat gibt es auch einen Suppenlöffel der Firma Knorr mit eingravierter Unterschrift von Franz Beckenbauer. Der einstige Weltklasselibero machte zu Zeiten der schmaleren Spielergehälter Werbung für Knorrsuppen.

Was machen eigentlich die ganzen erfolgreichen DDR-Olympioniken mit Ihren vielen Medaillen und Auszeichnungen für erzielte Weltrekorde? In der eigenen Hausvitrine aufbewahren, die Wände schmücken oder dient ein Schuhkarton im Keller als Aufbewahrungsort?

Gudrun Wegner, erfolgreiche DDR-Schwimmerin, erzielte 1973 einen Weltrekord über 400 Meter Lagen und wurde Weltmeisterin in Belgrad. Stark war sie auch oft über 400 und 800 Meter Freistil. Ihr damaliges Diplom von 1971 vom Swimming World Magazin für Ihre Performance im Freistil sowie Ausweis und Teilnehmerabzeichen für die Teilnahme an der Schwimm- Weltmeisterschaft 1973 in Belgrad werden zur Zeit für 250,00 Euro bei AGON angeboten. Es wird Liebhaber geben, die das Geld für die Urkunde gerne ausgeben werden. Sammelleidenschaft pur.