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Michael Ballack schießt Tore für den Chemnitzer FC

Die 4. Jahreszeit ist kalt und zeigt sich von ihrer bezauberndsten Seite. Kristallweiß, glitzernd, prächtig und eindrucksvoll. Derweil zieht es Vizeweltmeister Michael Ballack in die Halle. Beim Chemnitzer Oldie-Hallenturnier steuert er zwei Tore beim 4:3 Sieg des Chemnitzer FC gegen Erzgebirge Aue bei. Früher lautete diese Paarung ja FC Karl-Marx-Stadt gegen BSG Wismut Aue – zu Zeiten der DDR-Oberliga im Laborversuch des Sozialismus. Die Himmelblauen gegen die Veilchen. Spieler wie Jürgen Bähringer, Joachim Müller, Uli Ebert oder Konrad Schaller trugen unzählige Partien in den Trikots ihrer Mannschaften aus.

Ich habe einst auch in der Halle Fußball gespielt. Immer eine willkommene Abwechslung. So kann ich die Ambitionen des ehemaligen Bayern München Spielers durchaus nachvollziehen. Hallenfußball hat etwas. Nur Orthopäden mögen diese Sportart nicht so. Verletzungsgefahr. Nicht gesundheitsförderlich. Ist aus ihren Mündern zu vernehmen. Nun ja. Bei der Personalie Ballack frage ich mich allerdings immer noch, wieso beide Seiten, der DFB und der ehemalige Nationalmannschaftskapitän, nicht das Ding mit den 100 Länderspielen hingekriegt haben.

Nachdenkenswert #144

,,Das Image der Schiedsrichter ist nicht berauschend. Das fängt da an, wie Trainer und Spieler die Unparteiischen kritisieren. Auch die Medien forcieren die Fehlentscheidungen. Zum Beispiel im Fernsehen: Wenn der Spieler wenige Zentimeter im Abseits stand, wird von einer klaren Abseitsposition gesprochen. Das Wort “klar” passt überhaupt nicht. Ich würde mir wünschen, dass man respektvoller miteinander umgeht. Auch ein Journalist sollte sich einmal in die Situation hineinversetzen und selbst ein Spiel leiten. Dann wäre festzustellen, wie schwierig es ist, in Sekundenbruchteilen eine Entscheidung zu treffen.”

Bastian Dankert, Sportwissenschaftler im Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern und ab der neuen Saison nach 17 Jahren an der Pfeife erstmalig Schiedsrichter in der Bundesliga, im Interview auf dfb.de

Nachdenkenswert #137

,,Der Dortmunder Kevin Großkreutz, vor seiner Karriere ein Stammgast auf der Dortmunder Südtribüne, hat öfter davon geredet, die Konkurrenz aus Schalke zu hassen. Großkreutz hat sich die Dortmunder Skyline als Tattoo auf die Wade stechen lassen. Sein Ansehen bei den Dortmunder Fans mit Gottstatus zu beschreiben, hieße, die Wahrheit nur zu streifen. Großkreutz hat eine beachtliche Saison gespielt, aber es hat nicht gereicht für einen Platz bei Löw. Er hätte auch irgendwie nicht hineingepasst in diese Mannschaft.”

Holger Gertz, Süddeutsche Zeitung, über die Stromlinienförmigkeit der Nationalelf unter Übungsleiter Löw

Präsidententausch und eine utopische Frage

Natürlich ist die Wahl von Wolfgang Niersbach zum DFB-Präsidenten keine Überraschung gewesen. Übungsleiter Löw konnte keinen Sieg im Freundschafsspiel gegen Frankreich zur Wahlkür beisteuern. Macht nichts. In Frankfurt gab es also den Wechsel von Zwanziger zu Niersbach in der präsidalen Rolle im DFB. Der intime Kenner des Fußballs mit all seinen Facetten und Funktionären, Qualitätsjournalist Oliver Fritsch, skizziert auf Zeit Online ein tiefergehendes Bild vom neuen Präsidenten und stellt thematische Leerstellen fest:

,,Durch Fragen auf der Pressekonferenz wird deutlicher, dass Niersbach Leerstellen hat. Seit Jahren beobachtet man eine wachsende Kluft zwischen Ober- und Bundesliga und viele Insolvenzen an der Schwelle zu den Profis. Doch im Thema Amateurfußball, gemäß Satzung einem der wichtigsten des DFB, sei er “nicht tief drin”, gesteht Niersbach. “Dafür haben wir Experten.” Gleiches gelte für Integrations- und Dopingfragen sowie Präventionsprogramme gegen Korruption. Er sagt, er wolle vieles delegieren. Alles wichtig, aber keine Chefsache.”

Oliver Fritsch hat die Dinge gut aufgedröselt in seinem oben verlinkten Artikel. Also nicht hektisch die Zeilen hier überfliegen sondern sich wirklich Zeit nehmen zum lesen…

Ich sagte doch Zeit nehmen und den Artikel von Oliver Fritsch lesen. Bitte ein wenig mehr Lesedisziplin.

René Martens stellt auf direkter-freistoss die Frage Brauchen wir einen Konkurrenzverband zum DFB? Er ist sich selber der Utopie der Frage bewusst, holt auch geschichtlich weit aus (Stichwort Arbeitersport) und lässt natürlich auch sein Faible für St. Pauli nicht zu kurz kommen. Also ebenfalls Prädikat lesenswert.

Die Sache mit den Fehlprognosen

Die Süddeutsche Zeitung brachte in Ihrer Printausgabe zu Silvester am 31.12.2011 die elf schönsten Irrtümer im Sport vom vergangenen Jahr. Meine drei persönlichen Favoriten aus jener Auswahl sind:

Auf Platz 3

,,Ich denke, ich werde mit Leichtigkeit gewinnen.”

Usain Bolt vor dem Start zum 100 Meter Lauf. Nach zwei Fehlstarts einem Fehlstart blieb ihm nur die Leichtigkeit des Kopfschüttelns.

Auf Platz 2

,,Wir alle möchten, dass Michael Ballack einen würdigen Abschied von der Nationalmannschaft im Klassiker gegen Brasilien feiern und dort ein letztes Mal unser Team als Kapitän aufs Feld führen kann.”

Wolfgang Niersbach, DFB-Generalsekretär, am 16.Juni 2011 mit seinem Statement zur Personalie von Vizeweltmeister Michael Ballack.

Auf Platz 1

,,Die Erfolgsaussichten von München sind dank der Unterstützung von Bundespräsident Wulff weiter gestiegen.”

Thomas Bach, DOSB-Präsident, vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018.

DFB-Elf von Übungsleiterin Neid spürt die Mühen der Ebene

Einige Buchmacher hatten für das Frauen Länderspiel Deutschland gegen Schweden eine Quote von 1,30 aufgerufen. Am Ende wurden die Favoritenwetter belohnt. Doch Nora Kruse verweist auf womensoccer auch deutlich auf die derzeitige Situation und ein sehr bescheidenes Publikum hin:

,,Das Spiel war geprägt von Fehlpässen, mangelnder Abstimmung und Missverständnissen. So bekamen auch die 12.183 Zuschauern am Hamburger Millerntor ein Sonderlob von Bundestrainerin Silvia Neid, schließlich waren sie „mit sehr wenig zufrieden“, lobte Neid die Atmosphäre.”

Menschenskinder, nach Aufbruch sieht das alles noch nicht aus. Schweden (Gastgeber der nächsten EM im Jahr 2013) bestritt nach dem durch die lautstarke Marketingmaschinerie in Deutschland zum Sommermärchen 2011 hochstilisierten Damenturnier, sein erstes Spiel. Deutschland hatte da schon das schwach besuchte Qualifikationsheimspiel gegen die Schweiz und die Partie Stellt Euch vor es ist Frauenfußball EM-Quali und keiner geht hin aufzuweisen.

Etwas zu euphorisch und konträr zu den von Nora Kruse skizzierten Fehlpässen und Missverständnissen geht meiner Meinung nach Spox ran. Sie sehen die Neid Elf bereits schon wieder feste in der Weltspitze:

,,109 Tage nach dem Aus im WM-Viertelfinale sind die deutschen Fußballerinnen mit einem Prestige-Erfolg wieder in der Weltspitze angekommen. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid gewann am Hamburger Millerntor ihr Länderspiel gegen den WM-Dritten Schweden verdient mit 1:0.”

Nach einem Freundschafsspiel bereits wieder in der Weltspitze angekommen? Ging ja dann sehr schnell. Mir fehlt da noch etwas der Glaube dran. Es ist ja oft so wie in der bekannten Sache: Drei Ärzte – 4 Diagnosen. Was ist von der einstigen Zuschauereuphorie der WM eigentlich übriggeblieben? Das Thema Zuschauerzahl war zuletzt nicht angetan neue Sponsoren für den Frauenfußball zu gewinnen. Das Stadion am Hamburger Millerntor war besser besucht wie das Augsburger Match mit kürzlich mageren 6632 Zuschauern. Die Minimalkulisse (oder auch gespenstische Leere auf den Rängen) von Bukarest zu übertreffen schaffen selbst Hobbymannschaften. Schwamm drüber. Es bleibt trotzdem zu konsternieren:  Das Millerntor-Stadion hat eine Kapazität von 24.487 Plätzen. Glas halbvoll oder halbleer? 

Den Favoritenwettern wird es egal sein. Sie lösen Ihre Tickets beim Buchmacher ein und machen Kasse. Derweil stehen vor den DFB-Frauen die Mühen der Ebene. 

Stellt euch vor es ist Frauenfußball EM-Quali und keiner geht hin

Aufmerksame Stammleserinnen und Stammleser wissen von meiner kritischen Haltung gegenüber der aufgesetzten Werbemasche zum Thema Frauenfußball in Deutschland, anlässlich des Damenturniers 2011. Der Kater erfolgte unmittelbar nach dem verdienten Ausscheiden gegen die japanischen Frauen. Nun ist auch in puncto Zuschauerzahl wieder trister Alltag eingezogen. Zum EM-Qualifikationsspiel der Frauen in Bukarest zwischen Rumänien und Deutschland verirrten sich nur wenige Interessierte. Das renommierte Sportportal Spox bringt es auf den Punkt:

,,Mit einem glanzlosen Arbeitssieg vor leeren Rängen haben die deutschen Fußballfrauen ihren Kurs Richtung EM 2013 in Schweden beibehalten.Vor einer fast schon gespenstischen Kulisse von gerade mal 100 Zuschauern setzten sich die Europameisterinnen in Bukarest mit 3:0 (1:0) gegen Rumänien durch und verbuchten trotz eines teilweise schwachen Auftritts im zweiten Spiel den zweiten Sieg.”

Nun komme mir bitte keiner mit der Ausrede: Das war ja in Rumänien. Außerdem übertrug doch auch das ARD. Wozu dann eine beschwerliche Reise nach Bukarest in Kauf nehmen. Die Zuschauerzahl sei nicht relevant etc.

Ich hab da noch ganz andere Töne in den Ohren – Frauenfußball positionieren, Auf Augenhöhe mit dem Männerfußball, 3. Plätze seien nur was für Männer -. Alles alter Kaffee. Frauenfußball ist eine Nischensportart. Wie Schach. Wie Volleyball. Wie Badminton. Das ist auch nicht weiter schlimm. Doch warum dann das ganze Marketinggeschrei und schüren von überzogenen Erwartungen. Die Spielerinnen können dafür (fast) nichts.

Bereits beim Heimauftakt zur EM-Quali in Augsburg gegen die Schweiz versammelten sich an einem Sonnabend ganze 6632 Zuschauer um die DFB-Frauenfußballnationalmannschaftelf gegen die Schweiz zu sehen. Positiver Trend und Euphorie geht anders.

Neben dem glanzlosen Arbeitssieg der Neid Elf wurde auch noch auf anderen Plätzen um Punkte für die Teilnahme in Schweden gespielt. Auf womensoccer gibt es von Nora Kruse den Überblick über das Geschehen in den einzelnen Qualifikationsgruppen.  

FDP und andere Zahlenspiele

Die Fast Drei Prozent Truppe um Vizekanzler Rösler konnte wieder nicht liefern. Dem Lieferversprechen auf dem Rostocker FDP Treffen folgten desaströse Wahlniederlagen in Serie. Berlin machte da gestern keine Ausnahme. Im Bild am Sonntag Interview mit Clemens Tönnies und Uli Hoeneß las Bayern Münchens Präsident dem jungen FDP Politiker Rösler die Leviten:

,,Unser Wirtschafts-Minister Rösler scheint keine Ahnung zu haben. Anscheinend will er alles kaputt machen, nur weil er glaubt, mit seinen Aussagen von 3,4 auf 3,6 Prozent der Stimmen zu kommen. Der muss zurückgepfiffen werden.”

Okay, von 3,6 Prozent konnten Rösler und die FDP am Berliner Wahlabend nur träumen. Sie schmierten ähnlich heftig ab wie der Vfl Bochum derzeit in der 2. Bundesliga. Trainerwechsel brachte da ja vorläufig überhaupt nix ausser einer klaren Niederlage. Dabei verwies die FDP einst gerne auf das Wort Leistungsträger.

Andere Zahlenspiele bereite kürzlich Sportjournalist Daniel Drepper auf. In seinem Blog nahm er sich der Entwicklung Leichtathletik-Weltrekorde: Datenjournalismus an. Ausgangspunkt ist die Aufbereitung von mehr als 2000 (!!) Weltrekorden in der Leichtathletik durch den 27-Jährigen Finnen Jens Finnäs. Lesenswert.

Ein Zahlenspiel der ganz anderen Art lieferten am Wochenende die DFB-Frauenfußballerinnen. Ihr EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz in Augsburg erreichte keine 10.000 Zuschauer. Nach dem abrupten Aus beim auf dem Zeichenbrett vorgezeichneten Sommermärchen wollten den Neuanfang der Neid Truppe ganze 6632 Zuschauer im Stadion live sehen. Zum Vergleich die Statistik eines Spiels in der vierten Liga vom Sonntag:

RB Leipzig – FC Magdeburg: 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Krieger (30.), 1:1 Röttger (57.).

RB Leipzig:

Borel - Müller, Sebastian, Franke, Kocin – Schulz (Kammlott, 75.), Geißler – Röttger (Heidinger, 81.), Rockenbach – Kutschke, Frahn

FC Magdeburg:

Tischer - Neumann, Friebertshäuser, Hackenberg, Lenk - Bauer, Henkel – Wolf (Georgi, 77.), Becker, Scharlau (Wright, 90.) – Krieger (Köhne, 84.)

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Zuschauer: 9789

Pressespiegel zu Birgit Prinz

Sie hat beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Frauenfußball in Deutschland ist mit ihrem Namen verbunden. Was sich angebahnt hatte, wurde an diesem Freitag Gewissheit. Birgit Prinz verkündet nach dem Abschied aus der Nationalmannschaft auch ihren Rücktritt im Verein. Die Weltmeisterin, Europameisterin und dreimalige Weltfußballerin des Jahres im Spiegel der Presse:

Welt Online titelt WM-Streit: Neid hat das Karriereende von Prinz beschleunigt und wirft nochmals einen Rückblick auf die wenig schmeichelhafte Rolle von Übungsleiterin Neid in der Personalie Prinz:

,,Sylvia Neid war von der Berufung ihrer Vorzeigespielerin fest überzeugt. Zumindest hat sie das immer kundgetan. Als die dann nicht mehr wie gewünscht funktionierte, führte Neid sie öffentlich vor und servierte sie ab.”

Im Hamburger Abendblatt schreibt Marc Schmidt unter dem Titel Karriereende: Birgit Prinz macht es besser wie Michael Ballack:

,,Das war die einzig richtige Entscheidung. Denn wie Ballack hätte sich die 33-Jährige an jedem Spieltag medial sezieren lassen müssen. Reicht es noch, oder packt sie es doch nicht mehr? Diese Hetzjagd wollte sich die dreimalige Weltfußballerin ersparen – und wählte einen würdigen Abgang.”

Die unkonventionelle taz gesteht der Frauenbundesliga nur die Statur der Kleinkunstbühne zu und beleuchtet kurz die Achterbahn der Gefühle der Fußballerin in der letzten Woche über die bevorstehende Entscheidung:

,,Vergangene Woche schnürte sie noch einmal ihre Schuhe und trainierte beim 1. FFC Frankfurt mit. Dauerhaften Spaß hat sie dabei nicht mehr empfunden. Sie berichtete von ihren schwankenden Gefühlen: “An einem Tag hieß es ‘Ja’, am anderen ‘Nein’. Irgendwann stand der Rücktritt dann relativ fest.” Die Reise ins Trainingslager am Sonntag machte sie schon nicht mehr mit. Vielleicht auch deshalb, weil nach der WM das öffentliche Interesse an ihrem Schicksal größer denn je war. Die Bundesliga hingegen wäre zu klein gewesen, um das enttäuschende Ende ihrer internationalen Karriere vergessen zu machen.”

Die SZ bringt einen Kommentar von Kathrin Steinbichler und titelt Gebt ihr doch ein Abschiedsspiel und beleuchtet die nicht ganz glückliche Rolle des DFB im Umgang mit den Kapitänen der Fußballnationalmannschaften:

,,Der DFB versteht es wie kaum ein zweiter Sportverband, seine Akteure und Mannschaften zu feiern, er hat die Fanmeile erfunden, das öffentliche Popkonzert für dritte WM-Plätze und das Präsidenten-Bussi für Pokalübergaben. Wie man mit Krisen und alternden Kapitänen umgeht, weiß er allerdings nicht.”

Carsten Eberts schreibt ebenfalls für die SZ unter dem Titel “Dann verliert man den Spaß” und wirft auch nochmal einen Blick zurück auf das ins Wasser gefallene Sommermärchen und benennt die Spaßbremse.  

,,Nicht nur, dass Deutschland den ersehnten Titel im eigenen Land eindeutig verpasste: Prinz begann das Turnier als Stammspielerin, agierte jedoch ungewohnt mäßig, wurde in den ersten Partien von Bundestrainerin Silvia Neid früh ausgewechselt, anschließend gar bloßgestellt, als Neid an sich vertrauliche Gespräche mit ihrer Patientin öffentlich ausplauderte.”

Das Blog Womensoccer bringt einen Beitrag von Markus Juchem unter dem Titel Birgit Prinz beendet Karriere und zählt einen Teil der Erfolge aus einer atemberaubenden sportlichen Vita auf:

,,Prinz ist bis heute die erfolgreichste Fußballerin der Welt. Mit der Nationalmannschaft wurde sie 2003 und 2007 Weltmeisterin, sie nahm an fünf WM-Endrunden teil ist ist immer noch mit 14 Treffern erfolgreichste WM-Torschützin. Zwischen 1995 und 2009 wurde sie zudem fünfmal Europameisterin, dazu neunmal Deutsche Meisterin und elfmal DFB-Pokalsiegerin. Viermal wurde sie in der Bundesliga Torschützenkönigin.”

Damit sind wir fast am Ende des kleinen Pressespiegel angekommen. Birgit Prinz wird sich beruflichen Dingen in Sachen Psychologie verstärkt widmen. In der FAZ konnte man bereits einen Tag vor der Pressekonferenz von Birgit Prinz folgendes lesen:

,,Die Psychologin, die im vergangenen Jahr ihr Studium an der Frankfurter Goethe-Universität abgeschlossen hat, will mit einigen Kollegen ein Institut für Performance-Psychologie aufbauen, das Manager, aber auch Sportler bei ihrer Karriereplanung beraten soll.”

Dazu darf ich viel Erfolg, mentale Kraft, viele authentische und ehrliche Menschen im Umfeld sowie Glück und Gesundheit wünschen.

Nachdenkenswert #100

,,Der gesamte Spielplan inklusive Anstoßzeiten war auf einen Durchmarsch des heimischen Teams abgestellt. Nun geht die Weltmeisterschaft weiter, auch ohne Deutschland. Neid, deren Vertrag der DFB schon vor der WM verlängert hatte, kann weiterhin keine „Motivationsprobleme“ bei sich und ihrem Team erkennen (und wurde im Fernsehen von der Rücktrittsfrage verschont). WM-Organisationschefin Steffi Jones trauerte im Deutschland-Trikot auf der Fanmeile, als sei sie nicht Gastgeberin für alle Teams,  Ober-Frauenfußballfan Theo Zwanziger tröstete im Stadion jede Spielerin. Dabei waren es die WM-Organisatoren im Verbund mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die den sonst so sympathisch bescheiden auftretenden Spielerinnen eine überdimensionale WM-Bühne zimmerten und damit die deutsche Frauschaft überforderten.”

Robert Ide, im Tagesspiegel  Artikel Was vom Turnier übrig bleibt