Was haben Max Euwe, Paul Keres, Samuel Reshevsky und Erich Eliskases gemeinsam? Nun wer mehr erfahren möchte schaut beim Schach-Ticker rüber. Stichwort: Siege über zwei bedeutende Schachgiganten. Einer davon hörte auf den klangvollen Namen … Nein, mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Das Turnier in Zürich ist auch bereits wieder Geschichte. Über den Triumph von Fabio Caruana berichtet in gewohnt kompetenter Form chesstigers. Schön aufbereitet in Form von Text, den kompletten Spielpaarungen und ausführlichen Videomaterial. So kann jeder Schachfreund Zürich nochmals Revue passieren lassen.
Vom Toten Rennen beim Open von Cappelle-la-Grande berichtet in Wort und Bild chessbase. Die Hamburger powern seit Jahren kontinuierlich in Sachen Content. Die Anzahl der punktgleichen Schachspieler beim Open überstieg die Anzahl von Akteuren einer Handballmannschaft auf dem Parkett. Bemerkenswert.
Mit neuer Internetseite präsentiert sich Melanie Oehme. Paul Gaffron prägte einst ihren Weg mit. Bei seinem Namen tauchen auch bei mir die Erinnerungen auf. Er war mein Trainer während meiner Zeit als Kind und Jugendlicher. Melanie Oehme flechtet dem Schachtrainer, Organisator und Förderer der Schachjugend einen besonderen Strauß in ihrer Autobiografie.
Das renommierte und traditionsreiche Schachturnier im niederländischen Wijk aan Zee ist 2013 auch bereits wieder Geschichte. Journalist und Autor Raymund Stolze schrieb am 8. Januar auf Schach-Ticker unter dem Titel Bedeutende Turniere der Schachgeschichte – eine Chronik (1) einen lesenswerten Artikel und warf dabei auch einen Blick auf die Entwicklung des Sponsorships:
,,Was dieses Schachfestival angeht, so ist selbstverständlich bekannt, dass es von Anfang an immer den Namen eines Stahlbetriebes trug, weil der als Hauptsponsor firmierte: Hoogoven, ab Mitte der 1980er-Jahre Hoogovens, denn der niederländische Stahl- und Aluminiumhersteller hatte nun zwei Hochöfen für die Stahlschmelzung, nach der Fusion mit British Steel im Jahre 2000 dann Corus. Und schließlich, die globale wirtschaftliche Entwicklung will es so, denn die Corus Company wird vom indischen Stahlriesen Tata 2007 übernommen, heißt es seit der 73. Auflage im Jahre 2011 nun erst einmal Tata Steel Chess Tournament.”
Die 75. Ausgabe sah am Ende Magnus Carlsen vorn. Dies war bereits am Sonnabend klar.
Redakteur Mike Rosa hat auf chesstigers wunderbaren Content unter dem Titel Magnus Carlsen gewinnt Tata Steel 2013 veröffentlicht. Sehr gute Arbeit. Umfangreiche Texteinleitung, Tabellen, Ergebnisse, Videos und eine Zusammenstellung der kompletten Berichterstattung des Turniers. So stellt sich der geneigte Schachfreund gut aufbereiteten Content vor.
Chessbase agiert seit Jahren in der Berichterstattung auf hohen Niveau. Auch am heutigen Sonntag gibt es selbstverständlich gut aufbereiteten Content unter dem Titel Unterhaltsame Schlussrunde in Wijk. Dabei wird auch ein Blick auf die Gruppen B und C geworfen. Arkadij Naiditsch kann in Gruppe B überzeugen. Herzlichen Glückwunsch! Namentlich sei generell bei ChessBase für die kontinuierliche redaktionelle Bearbeitung und Organisation der Texte ein Mann genannt: André Schulz.
Ein Contentlieferant auf hohen unterhaltsamen Niveau über Tata Steel 2013 fehlt noch. Am 8. Januar titelte ich Chess Tigers on Tour mit dem Potenzial zum Kultblog und meinte mich nicht in Eric van Reem zu täuschen. Er knüpft nahtlos an sein Kultblog – Mate in Moscow – vom Moskauer WM-Schachkampf zwischen Vishy Anand und Boris Gelfand an. Auf mein Bauchgefühl kann ich mich verlassen. Also auf zu phantastischen Fotos, unkonventioneller Blogarbeit und spürbarer Leidenschaft. Hier geht es zu Chess Tigers on Tour mit wirklich sehenswerten Schnappschüssen. Vergesst den Tatort. Oder ein langweiliges Handball-WM Endspiel mit kampflos sich ergebenden Dänen.
Einen wunderschönen guten Abend. Herzlich Willkommen. Ich begrüße alle Schachfreunde, alle Interessierten am königlichen Spiel, die sympathischen Kiebitze, Sportfans, Webmaster, Programmierer, Schachjournalisten, Autoren, Schachverleger, Marketingexperten, Contentspezialisten, Fanclubs, Großmeister, aktiven Leser mit dem Faible für Schach und eröffne den virtuellen Gala-Abend mit einem musikalischen Auftritt der Spitzenklassse. Begrüßen Sie ganz herzlich mit mir Stephanie Trick und Jörg Hegemann am Piano. Viel Vergnügen!
Ein stimmungungsvoller Einstieg in die heutige Verkündung des Ergebnis der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012. Schach ist aus der Mode geraten. Meinen die einen. Andere sagen die besten Jahre liegen vor ihm. Ich mag mit einem Zitat des Schachweltmeisters Bobby Fischer aus dem Jahr 1972 die Faszination des königlichen Spiels umreißen wollen. Vor seinem Schach-WM Kampf gegen Boris Spasskij in Reykjavik sagte er:
,,Möglicherweise wird es das größte sportliche Ereignis der Geschichte. Bedeutender sogar als der Kampf Frazier-Ali…”
Das Duell zweier Schachgroßmeister mit der unendlichen Leidenschaft für das Spiel auf 64 Feldern ging als Schachmatch des Jahrhunderts in die Geschichte des Schachs ein. Fischers Freund Svetozar Gligoric hielt diese Worte vom amerikanischen Schachweltmeister in seinem Buch Fischer Spasskij Schachmatch des Jahrhunderts in seiner Einleitung auf Seite 17 fest.
Ich liebe Schach. Der Kampf Fischer gegen Spasskij war sozusagen meine Schachsozialisierung. Damals, im Jahr 1972 verfolgte mein Vater jede Nachricht aus der isländischen Hauptstadt. Später sollten meine Schulkameraden und ich in der Schule zeichnen wie wir uns das Jahr 2000 vorstellen. Internet kam in meinen Zeichnungen nicht vor. Eher waren es Lufttaxis, Schwebebahnen, kilometerhohe Wolkenkratzer, Raumanzüge und so eine Art Propeller auf den Rücken der Menschen um kurze Wege zwischen den einzelnen Hochhäusern per Eigen-Mobilität zu regeln. Nein, Internet und eine Vielfalt an interessanten Schachwebsiten waren in den Zukunftsvisionen von uns Schülern nicht vorgesehen.
Zeitsprung. Es ist das Jahr 2012. Schach hat längst die Möglichkeiten des Internets ergriffen. Es gibt unglaublich guten Content. Bei der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 haben die Leser abgestimmt.
Mit viel Freude darf ich die Laudatio für Platz 3 halten.
ChessBase hat Schachgeschichte geschrieben vor 26 Jahren. Jene berühmte Fahrt in die Schweiz. Zielort Basel. Gesprächspartner war die Schachikone Garri Kasparow. Zwei engagierte, leidenschaftliche Männer stellten dem Schachweltmeister etwas bis dato einmaliges vor. Matthias Wüllenweber und Frederic Friedel zeigten Garri Kasparow auf einem Atari das erste lauffähige ChessBase-Programm. Wie die Geschichte sich weiterentwickelte ist bekannt. Schachprogramme, Trainingsdatenbanken, Videos, Schachserver komplettieren heute ein marktgerechtes Angebot und haben unter Einsatz von viel Man-Power zur anerkannten Marktgröße geführt. Ein Blick auf die Mannschaft von ChessBase zeigt auch die personelle Kraft die hinter dem Content steht. ChessBase powert mit einer hohen Frequenz und hält die Schachwebsite immer auf aktuellen Stand. Bonusmaterial sind die zahlreichen interessanten Interviews, das Bildmaterial und dann gibt es auch noch Daniel King. Bemerkenswert.
Bevor wir zur nächsten Laudatio kommen…
Eine Hommage an Paul Morphy.
Mit großer Freude darf ich die Laudatio für Platz 2 halten.
Chess Tigers lässt die Augen von Marketingexperten glänzen. Chess Tigers ist untrennbar mit Schachweltmeister Viswanathan Anand verbunden und sorgt für ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Vishy Anand ist Ehrenmitglied. Bei seinem WM-Kampf dieses Jahr in Moskau legte Eric van Reem einen Kultblog Mate in Moscow zum Match auf. Chess Tigers on Tour. Doch auch an einen anderen Schachweltmeister wird permanent erinnert. Der eingangs von mir erwähnte Bobby Fischer ersann einst das Fischer Random Chess, heute bekannt unter Chess960. Mit viel Engagement wird der kreativen Möglichkeiten von Chess960 durch Chess Tigers gehuldigt. Hans-Walter Schmitt fördert auch vehement das Thema Grundschulschach. Betreut sie bei Wettkämpfen. Kinder bekommen leuchtende Augen beim Schachspiel. In Zeiten der Überflutung mit Spielkonsolen in das eine oder andere Kinderzimmer keine Selbstverständlichkeit.
Der große Höhepunkt des Abends naht.
Doch gerne vorher eine Hommage an Bobby Fischer.
Tief durchatmen. Wer ist auf Platz 1 durch die Leser gewählt worden?
Ehre wem Ehre gebührt.
Lassen wir das Orchester aufspielen mit dem Sänger Udo Jürgens.
Ein Applaus für die Schachwebsite des Jahres 2012.
Meine Damen und Herren schauen Sie mit mir auf …
Wir wollen den Spannungsbogen nicht überziehen.
Im Scheinwerferlicht steht…
Schach-Ticker ist eng verbunden mit den Namen Franz Jittenmeier. Ihm zur Seite steht Journalist und Autor Raymund Stolze. Die professionelle und redaktionelle Betreuung merkt man dem Content an. Intensiv werden die Turniere beleuchtet, auch aktuelle Exklusiv-Interviews wie mit dem Vater von Sebastian Bogner zum bevorstehenden Förderationswechsel in die Schweiz machen den Charme der Schachwebiste aus. Der Schach-Ticker hat einen regelrechten Fanclub. Kurt Walpurgis und Joachim Talarski seien hier stellvertretend genannt. Ihre Begeisterung für das Gesamtpaket in puncto Schach-Ticker ist riesig. Gern gelesene Pflichtlektüre. Mit der neuen Rubrik “Kurz & Knapp – Die Schach-Ticker Turnier-Umschau” ist dem Team sicherlich auch ein guter Schachzug gelungen. Jedenfalls signalisieren das die Besucher gegenüber den Machern der Schachwebsite des Jahres 2012.
Herzlichen Glückwunsch!
Was wäre Schach ohne eine komplette Turniertabelle.
So haben die Leser insgesamt gewählt …
Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012
Antwort
Stimmen
Prozent
Schach-Ticker
147
40%
Chess Tigers
75
20%
ChessBase
41
11%
Schach Magazin 64
30
8%
Schachwelt
17
5%
Entwicklungsvorsprung
14
4%
Schachbundesliga
12
3%
DeepChess
11
3%
Karl Online
8
2%
Schachblätter
7
2%
Zeitschrift Schach
6
2%
Rochade Europa
4
1%
Danke für all das Herzblut, die Zeit, Mühe und die Kraft Schach populärer zu machen. Jeder hat seine eigene Philosophie, individuelle Handschrift. Das ist auch gut so. Von dieser Vielfalt lebt das Internet. Nicht auszudenken wenn es nur eine Schachwebsite gäbe.
Einen schönen Abend und viel Freude bei der nächsten gespielten Schachpartie.
Es hat zahlreiche Stimmen zur Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 gegeben, auch die Biebertaler Schachfreunde mit User Mailer meldeten sich auf ihrer Homepage zu Wort:
>>>>>>>>>>>>>> Sportinsider: Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012
Blickt man auf die vergangenen 20 Jahre zurück, hat sich eine Reihe interessanter Webseiten zum Thema Schach im Internet etabliert, wobei wesentlich mehr auch wieder verschwunden sind; oder ohne weiteres Seitenupdate vor sich hin schlummern.
Jetzt ruft (endlich) eine Seite auf, die Schach- Webseite des Jahres 2012 zu wählen, und gibt denn auch ein kleines Who’s who zum Besten. So ganz ernst muss man die Sache ja nicht nehmen, denn alleine auf Grund der Reichweite haben es Seiten wie Chessbase leichter viele Klicks zu generieren.
Stöbert man durch die Linksammlung der Auswahlseiten, dann wird aber doch ein “gerechtes Ergebnis eingefordert” und der Leser zur somit zur gerechten Abstimmung aufgefordert; naürlich für die Seite, wo er gerade ist.
Das in diesem Newsletter Schach in Hessen hinreichend gewürdigt wird, sollte in den vergangenen zwei Jahrzehnten kaum einem Leser verborgen geblieben sein.
Was also hat denn die angebotene Auswahliste hessisches zu bieten?
Rochade Europa, Karl Online und sicherlich Chess Tigers, wobei erstere nicht gerade durch eine ausgeprägte Informationsvielfalt im Internet(!) auffallen. Und Karl Online macht da zwar deutlich mehr, aber den Karl Print ziehe ich da doch sicher vor, was auch den Machern lieber sein wird. Einzig chess-tigers.de kommt ohne Printausgabe aus und publiziert nur im Netz: von Weltmeisterschaften bis zum regionalen Schach in Hessen.
Was habe ich da wohl noch für eine Wahl bei der Abstimmung? Natürlich vorher noch ein paar andere zur gleichen Einsicht bringen! Also bitte:
Update: Der Text ist von Hans D. Post und in seinem Newsletter Hessenschach 12/24 erschienen. Die Biebertaler Schachfreunde und chesstigers veröffentlichen ebenfalls den Newsletter Hessenschach von Schachfreund Hans D. Post.
Karl Online wird sich verändern im neuen Jahr. So ist zu hören. Generell werden die Printmedien in den nächsten Jahren verstärkt ihre Online-Angebote pflegen und hegen (müssen). Ob es im Moment schmeckt oder nicht. Der Abgang der Frankfurter Rundschau und von Financial Times Deutschland im Jahr 2012 hatte auch mit den halbherzigen Online-Auftritten zu tun. Die Menschen lassen sich nicht vom Internet abhalten. Warum sollten sie auch.
Dabei bin ich kein Freund der Grabenkämpfe zwischen Print und Online. Beides hat seine Berechtigung. Nur kann keine Printzeitung oder ein gedrucktes Magazin sich perspektivisch gegen das Netz stellen, weil die nachkommenden Leser mit den jüngeren Geburtsjahrgängen teilweise mehr Online-Leseerfahrung mitbringen wie die jetzige Printstammleserbelegschaft. Das im Netz oft ein Hype ist, viel Wind gemacht wird um Kleinigkeiten, einige sich gar in den vergangenene Jahren als Avantgarde aufgestellt haben und ein Internet Manifest verabschiedeten … Geschenkt.
Aber vielleicht nehme ich mich dem Thema Online-Auftritte von Schachverlagen auch im neuen Jahr nochmals verstärkt an. Auf alle Fälle wird es interessant sein die Entwicklung der Internet- Auftritte von Printerzeugnisse im Schach zu beobachten.
Er hat ihn geknackt. Den Elo-Rekord von Garri Kasparow aus dem Jahr 1999. Die stolze Bestmarke stand bei 2851. Magnus Carlsen wollte den Gipfelsieg. Mittlerweile schafft er es auch auf Augenhöhe mit der Berichterstattung der Champions-League im Fußball.
Zumindest in Norwegen.
Fotograf Ray Morris-Hill findet Ihr auf seiner Website rmhphotos.eu
In Deutschland schaffte es Carlsen unter anderen mit einer dpaMeldung auf die Sportseite der Schwäbischen Zeitung. Immerhin.
Die Online Berichterstattung von chessbase, chesstigers und schach-ticker hielten die deutschen Schachfreunde ständig auf dem aktuellen Stand der Ereignisse von London. Ein Kompliment nochmals dafür auch von meiner Seite.
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Hype um das norwegische Schachgenie
Magnus Carlsen jetzt also der Reinhold Messner des Schachs. Schachmozart, Schachprinz waren auch schon gebräuchliche Namensbeigaben für den 22-Jährigen norwegischen Wunderknaben. Mit 22 Jahren war Garri Kasparow Weltmeister. Michail Tal gelang dies mit 23 Jahren. Diese WM-Marken wird Magnus Carlsen nicht mehr erreichen. Aber es waren vielleicht auch andere Zeiten. Auf alle Fälle kann ihm jetzt keiner mehr die Ablösung der Mount Everest 2851 Marke von Kasparow nehmen. Der Hype um das norwegische Schachgenie ist enorm. Schach kann Popularität, Werbeträger, spektakuläre Biografien gebrauchen. Gar keine Frage. Carlsen wird gut vermarktet. Vielleicht folgt auch irgendwann ein gut dotierter Pepsi-Cola Werbevertrag mit entsprechenden Inszenierungen. Freunde des gepflegten Kasparow Trinkverhaltens eines alkoholfreien Kultgetränks werden sich noch an diesen legendären Clip erinnern. Dabei war es für ihn gar nicht so einfach an eine Cola heranzukommen.
Kann Carlsen einen WM-Zweikampf über Wochen von Angesicht zu Angesicht?
Ob man Carlsen einen Gefallen tut ihn jetzt schon auf ein Denkmal zu heben ist eine andere Sache. Der Norweger ist sensibel. Durchaus kein abgezockter. Aus welchen Holz Männer geschnitzt sind zeigt sich im WM Kampf, dem Duell um den Schachweltmeistertitel. Von Angesicht zu Angesicht in einem Zweikampf über mehrere Wochen. Die Geschichte ist voller talentierter Schachspieler die nie den Olymp bestiegen, zwar am Thron kratzten, jedoch ihn nie bestiegen. Klar in der Zeit der russischen Hochzeit des Schachs mussten zwangsläufig Spieler wie Keres oder Taimanow ohne Titel bleiben. Es waren einfach zu viele gute Schachspieler in der UdSSR in dem Zeitfenster von 1948 bis 1972 dank der intensiven Talenteförderung und der Konzentration auf das königliche Spiel. Ablenkungen wurden vermieden. Die sowjetischen Schachweltmeisterschaften in Moskau inclusive Titel blieben in der Familie. Bis dann 1972 Bobby Fischer auf der Schachbühne in Reykjavik erschien. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.
Viswanathan Anand wird heute 43. Herzlichen Glückwunsch! Rückblick …
Das war nochmals eine kurze Reminiszenz an die Nachricht der erfolgreichen Titelverteidigung gegen Boris Gelfand.
Chesstigers würdigt den Weltmeister mit einer geglückten emotionalen Geburtstagsansprache inclusive bisher unveröfffentlichten Fotomaterials und der ausführlichen Erfolgsbilanz von Viswanathan Anand. In einer Ausführlichkeit, die selbst wikipedia blass werden lässt. Ein Hoch auf den Champion!
Ehre wem Ehre gebührt. Mein kleines Geburtstagsgeschenk habe ich bereits hier am 29. November eingepackt:
,,Für mich persönlich ist ja Schachweltmeister Viswanathan Anand der Schachspieler des Jahres 2012. Seinen Titel in einem harten WM-Kampf gegen den zähen Boris Gelfand in Moskau zu verteidigen war eine beachtliche Leistung. Elo-Zahlen hin oder her. Anand wollten ja jetzt in den letzten Jahren einige Schachspieler bereits vom Thron stoßen. Scheint nicht so einfach zu sein für die Konkurrenten des indischen Schachweltmeisters. Der Weltmeistertitel ist für mich weiterhin das Maß aller Dinge.”
Viswanathan Anand, seiner Frau Aruna und dem Sohn Akhil sei Gesundheit, Glück, Sonne im Herzen und die eine oder andere bemerkenswerte Schachpartie von Vishy gewünscht.
Bis zum 22. Dezember sind die Wahllokale geöffnet. Die zweite Hälfte der Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 beginnt. Kommt noch der große Endspurt von ChessBase?
Können die Online-Ableger der Printerzeugnisse aus dem Hause Schaack, Tischbierek und Köhler noch zulegen und eine Verfolgungsjagd starten?
Verteidigt Schach-Ticker die Spitzenposition?
Greift Chess Tigers weiter erfolgreich an und kann den Trend der letzten Tage erneut fortsetzen?
Können Entwicklungsvorsprung und die Schachblätter den Schwung der ersten Tage nochmals aufgreifen?
Gibt es einen Zwischenspurt der Schachwelt von Jörg Hickl?
Greift DeepChess noch an? Wie entwickelt sich die Position der Schachbundesliga? Kann das Schach Magazin 64 den Podiumsplatz halten?
Fragen über Fragen. Es bleibt spannend bis zum 22. Dezember 2012.
Heute spielen die Schachprofis in London ihre letzte Runde.
Die Schachbundesliga hat am Wochende ebenfalls intensiv gespielt.
Bei der Sportinsider Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012 wird weiter fleißig abgestimmt. Es ist wieder Zeit für einen kleinen Zwischenstand. Der Schach-Ticker hat sich in der Lesergunst einen respektablen Vorsprung erarbeitet. Auf Platz 2 weiterhin das Schach-Magazin 64. Alleine auf den 3. Platz hat sich Chess Tigers geschoben. Dahinter folgt mit knappen Abstand ChessBase. Danach folgt bereits eine etwas größere Lücke.
Das Verfolgerfeld wird von Entwicklungsvorsprung angeführt.
Schachbundesliga, Schachblätter, Schachwelt folgen knapp dahinter. Danach DeepChess, Zeitschrift Schach, Karl Online und Rochade Europa.
Aber die Wahl nach der besten Schachwebsite des Jahres 2012 hat noch nicht die Halbzeit erreicht. Insofern ist für alle Beteiligten noch viel Potential bis zum 22. Dezember drin.