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Neue Zürcher Zeitung mit einer kleinen Chronik der Besichtigung vom Uli Hoeneß Gefängnis

Nein, es gibt sicher angenehmere Orte auf dieser Welt. Doch diese Woche, zum Anfang des neuen 7-Tage Rennens, trafen sich rund 160 Reporter aus den verschiedensten Ländern in Deutschland. Ziel war die Justizvollzugsanstalt Landsberg. Der Medienrummel um die Personalie Uli Hoeneß war nicht kleiner geworden. Die Substratsättigung setzt nur punktuell ein. Auch ich bin wieder am Thema interessiert. Die anstehende Haftstrafe für den ehemaligen Präsidenten von Bayern München erregt weiterhin die Gemüter in Deutschland. Die Anfragen an die Behörden in puncto Unterbringung, strukturierten Tagesablauf und Beschäftigung von Uli Hoeneß waren zahlreich. Es wurde der offensive Weg gewählt. Die Pressevertreter erhielten eine Einladung zu einer Führung durch das Gefängnis.

Der einst wieselflinke Uli Hoeneß

Den schlanken und schnellen Uli Hoeneß habe ich einst als 10-Jähriger Bub erlebt. Er war wieselflink und stellte die Abwehr von Dynamo Dresden in jenem Rückspiel des Europapokals der Landesmeister im Herbst 1973 vor allergrößte Probleme. Das Hinspiel hatte Bayern München mit 4:3 gewonnen. Damals noch im frischen und fast neuen Olympiastadion. Ein Jahr zuvor gab es die olympischen Sommerspiele in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Architektur des Olympiastadions war zu jener Zeit revolutionär. Ein Meilenstein in der Geschichte des Stadionbaus. Renommierte Star-Architekten aus aller Welt schauten nach München. Doch ich schweife ab. In Dresden schoss Uli Hoeneß zwei schnelle Tore. Er war den Abwehrspielern vom DDR Meister aus Elbflorenz entwischt. Nach 13 Minuten stand es 0:2. Später sollte Uli Hoeneß auch im Endspiel des Europapokals der Landesmeister gegen Atletico Madrid im Wiederholungsspiel den gegnerischen Abwehrreihen entwischen. Doch der Steuerthematik, 40 Jahre später im Jahr 2013 akut geworden und an die mediale Oberfläche gespült, konnte Uli Hoeneß nicht entwischen.

Medienmaschine lief in Sachen Uli Hoeneß auf Hochtouren

Die Medienmaschine lief auf Hochtouren. Im durch Zwangsgebühren finanzierten Pay-TV Sender ARD durften Plauderer wie Plasberg und Jauch illustre Gesprächsrunden einladen und in Abwesenheit von Uli Hoeneß munter drauf los plaudern. Nicht immer war alles fair, nicht immer alles durch seriöse Fakten abgesichert. Die Spekulationen liefen ins uferlose. Manch Zeitgenosse stilisierte sich zum Moralapostel. Eine Menge Klugscheißer gab es obendrauf. Erhobene Zeigefinger erlebten eine inflationäre Welle. Im November des letzten Jahres dann die Verkündung des Prozessbeginns im März 2014. Traveler Digital Camera

Da war Uli Hoeneß immer noch Präsident von Bayern München. Der Aufsichtsrat stand wie eine Eins hinter ihm. Mit Unterstützung zahlreicher Weggefährten wie dem ehrgeizigen Herbert Hainer von Adidas, dem machtbewussten Automobilmanager Prof. Dr. Martin Winterkorn, dem wortgewaltigen Helmut Markwort vom focus  oder dem zweifachen Vizeweltmeister Karl-Heinz Rummenigge. Nicht zu vergessen Dr. Edmund Stoiber (CSU). Den Ruf nach Rücktritt gab es in der Bayern-Familie nicht. Das ist alles nun bereits wieder Geschichte. Der Prozess ist durch. Das vieldiskutierte Urteil von München gesprochen. Jetzt geht es um die Verbüßung der verhängten Strafe.

Stephanie Lahrtz berichtet in der NZZ über den Ansturm auf die JVA in Landsberg

Stephanie Lahrtz berichtet am 1. April (kein Aprilscherz) ausführlich auf Seite 7 der Neue Zürcher Zeitung in der Rubrik INTERNATIONAL unter dem Titel Ansturm auf das Hoeness-Gefängnis über die mehrstündige Besichtigung der Justizvollzugsanstalt durch die besagten rund 160 journalistischen Personen. Beginnend mit der Drängelei der Meute investigativ interessierten Journalisten am Gefängnistor in Landsberg. Die Welt ist schon irre. Stephanie Lahrtz mit ihren einleitenden Worten:

,,Verkehrte Welt: Rund 160 Personen drängeln sich vor einem Gefängnistor und schubsen sich gegenseitig rein, sobald das automatische Tor aufgeht.”

Dieter Wedel bitte übernehmen Sie. Ein quotenträchtiger 4-Teiler sollte sich doch inszenieren lassen.

Der Rundgang der Journalisten war detailliert vorbereitet. Fast so akribisch wie einst Udo Lattek seine Truppe mit Bayern München auf die Spiele mit Dynamo Dresden im Herbst 1973 einstellte. Nichts, aber auch gar nichts, wurde dem Zufall überlassen. Stephanie Lahrtz erkennt die Bemühungen der Leitung der Justizvollzugsanstalt Landsberg an:

,,Man hatte vonseiten der Anstaltsleitung keine Mühen gescheut. Die in der Küche tätigen Gefangenen hatten Brötchen gebacken. Leberkäse und Aufschnitt gewurstet und alles in der Turnhalle nett angerichtet. Jeder Zellengang, der Hof für die Freizeit, die Autowerkstatt, alles picobello gefegt. Die Sporthalle ist übrigens um einiges komfortabler eingerichtet als viele Schulturnhallen in München.”

Okay, lastet für den Nachfolger von SPD-Genosse Ude im Bürgermeisteramt in München eine klare Aufgabe auf den neugewählten Schultern. Schulturnhallen in der Landeshauptstadt auf Vordermann bringen.

Doch zurück zur Begehung durch die Journalisten in Landsberg. Die Gefangenen mussten aufgrund des Persönlichkeitsschutzes in ihren Zellen bleiben. Statt der gewohnten Arbeit nachzugehen. Stephanie Lahrtz merkt an:

,,Doch der halbe freie Tag gefiel offenbar keineswegs allen. Viele hätten den Verdienstausfall beklagt, so berichteten die Angestellten während der Besichtigung.”

Essen hält Leib und Seele zusammen. So ein altes Sprichwort, dessen inhaltliche Bestätigung sich bei jeder guten Mahlzeit wiederholt. Uli Hoeneß wird einen Ausweis zur Essensausgabe benötigen. Die akribische Stephanie Lahrtz in der Neue Zürcher Zeitung listet die Menü-Fakten auf:

,,Und was haben wir nun gelernt? ,,Gefangene benötigen einen Lichtbildausweis für die Kostausgabe.” Ohne Ausweis kein Essen, mit ID gibt es Normalkost, ein Menü ohne Schweinefleisch, ein rein vegetarisches oder kalorienreduziert.”

Die Menüwahl will laut Frau Lahrtz gut überlegt sein. Sie verweist auf das Zeitfenster möglicher Wechsel in der Speisenwahl.

,,Denn nur alle sechs Monate ist ein Menü-Wechsel möglich.”

Ein Thema ist auch die Beschäftigung von Uli Hoeneß. Im Vorfeld haben zahlreiche Kommentatoren auf die familäre Metzgervergangenheit vom Europameister, Weltmeister, Gewinner mit Bayern München im Europapokalsieger der Landesmeister, deutscher Meister, deutscher Pokalsieger etc. verwiesen. Auch Stephanie Lahrtz bringt die “Gefängnisküche” als möglichen Arbeitsplatz ins Gespräch und verweist auf die Arbeitswelt in der Justizvollzugsanstalt.

,,Denn alle Häftlinge müssen 40 Stunden pro Woche in einem der 25 Betriebe der Anstalt arbeiten. Dafür werden sie um 5 Uhr 50 mit dunklem, lang anhaltendem Sirenenton geweckt. Dienstantritt ist pünktlich um 7 Uhr. Ausser am Wochenende. Ab 15 Uhr 30 ist Freizeit.”

Das Freizeitangebot umfasst Angebote für Sprachunterricht, Töpfern oder musizieren mit Instrumenten. Es gibt auch einen Fussballplatz.

Doch so eine Besichtigung kann selbst unter optimalen Ablauf nie alle Fragen bis ins letzte Detail klären. So ergeht es auch den rund 160 Journalisten. Stephanie Lahrtz bringt es auf den Punkt:

,,Aber die drängendste aller Fragen bleibt auch am Ende der Führung unbeantwortet: Wann darf Hoeness in den offenen Vollzug oder gar in den Freigang?”

Gibt es ein Comeback von Uli Hoeneß?

Kommt Uli Hoeneß wieder gestärkt heraus? Wird er gar wieder der Bayern München Boss werden? Kann es ein erfolgreiches Comeback analog dem charismatischen Motivationstrainer Jürgen Höller geben? Nicht jede Frage kann sofort seriös beantwortet werden. Ich bin auch nicht allwissend. Der Südkurier macht auf der Titelseite an diesem Dienstag mit der Personalie Hoeneß sowie einem GETTY Foto auf. Das Auge des Betrachters erkennt auf dem Bild ein weisses Keramikwaschbecken, eine farblich mit dem Waschbecken korrespondierende Keramikkonsole mit Kosmetika, einen Wandspiegel für die tägliche Rasur, einen spartanischen Tisch, ein Holzschalenstuhl ohne Armlehnen mit verchromten Kufengestell, ein unaufgeregter Schrank mit Flügeltür, eine Pritsche, ein standardisiertes kleines Buchregal an der Wand, ein kleines Fenster und titelt:

,,Eine Acht-Quadratmeter-Zelle für den Bayern-Boss.”

Das lasse ich jetzt mal so stehen. Den kürzlichen Rücktritt von Amt und Posten bei Bayern München hin oder her.

Münchner Impressionen

Nein, ich bastle aus den 3 Fotos kein Quiz mit der Frage:

Auf welchem Bild ist Bayern München Präsident Uli Hoeneß zu erkennen? 

Derweil hat ARD einen Brennpunkt angekündigt.Traveler Digital Camera Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraDas Erste weist auf das heutige Abendprogramm hin:

Ihr Abend im Ersten:

20:15 Uhr Brennpunkt: Das Hoeneß-Urteil

20:30 Uhr Eurovision Song Contest 2014: Unser Song für Dänemark

22:30 Uhr Monitor, u.a. mit: Der Krim-Konflikt und der Kampf ums Erdgas

23:00 Uhr Tagesthemen

23:30 Uhr Beckmann: Urteil gegen Uli Hoeneß – Was wird jetzt aus dem Bayern-Präsidenten?

Sportnation Norwegen und ein paar Anmerkungen zum Anachronismus Medaillenspiegel

Es wird doch nicht …. Erst holt sich im November 2013 Norwegen den prestigeträchtigen Schachweltmeistertitel. Schachgenie Magnus Carlsen entthronte im indischen Chennai den mehrfachen Weltmeister Viswanathan Anand. Deutschlands Schachelite glänzte bereits beim WM-Kandidatenturnier in London mit Abwesenheit. Jetzt sammeln die fleißigen Norweger auch noch eine Medaille nach der anderen in Sotschi. Die deutschen Sportfunktionäre kommen aus dem staunen gar nicht mehr heraus, ob der eigenen Solluntererfüllung in der geplanten Medaillenbilanz und der sympathischen Leichtigkeit der skandinavischen Siege.

Anachronismus Medaillenspiegel

Mit unglaublicher Kontinuität steigen norwegische Sportler auf das Medaillenpodest. Apropos Medaillen. Den Medaillenspiegel führt Norwegen auch an. Dabei ist diese Nationenwertung eigentlich ein Anachronismus. Oder? Wieso sind zum Beispiel (ich könnte zig andere Beispiele bringen) die Pay-TV Sender ARD und ZDF so auf den Medaillenspiegel fixiert? Einst im Kalten Krieg zelebrierten auch DDR Sportjournalisten den Medaillenspiegel. Erinnert sei an Heinz-Florian Oertel, Es gab Zeiten da dominierten die UdSSR und die DDR den Kampf um das Edelmetall. Die Überlegenheit des Systems sollte demonstriert werden. Okay, daraus ist nichts geworden. Doch auch die Vertreter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in der Bundesrepublik zelebrieren den Medaillenspiegel. Grüßt Deutschland von Platz 1 erhebt sich die Stimme. Muss eine Systemüberlegenheit demonstriert werden? Den sozialistischen Laborversuch gibt es östlich der Elbe nicht mehr. Trotzdem wird verbittert der Nationenwertung gehuldigt. Verrückt. Als ob wir 1976, 1980 oder 1984 auf der Zeittafel hätten.

Aber wir schreiben das Jahr 2014. Ist das schielen auf die Nationenwertung überhaupt noch zeitgemäß?  Die Antwort ist ein klares Nein.

ARD und ZDF Berichterstattung aus Sotschi: Olympic poem bei Jens Weinreich

Jens Weinreich, beharrlicher und für einige Sportfunktionäre doch recht unbequemer Journalist, hat an zahlreichen olympischen Spielen im Winter und Sommer live teilgenommen und darüber berichtet. Dieses Jahr ist er nicht vor Ort. Es ist noch ein Buch mit dem Titel Macht, Moneten, Marionetten fertigzustellen. Alternativ zum Besuch in Sotschi hat Jens Weinreich im Februar 2014 eine Rubrik Olympic poem aufgelegt und fasst dort in kunstvoller Komposition Textergüsse von den Pay-TV Sendern ARD und ZDF inklusive Streams etc. zusammen.

Bisher sind folgende Stücke online gegangen:

Olympic poem (I) @Maria

Olympic poem (II) ARD-Weltspiegel 1966

Olympic poem (III) @Eric_Frenzel

Olympic poem (IV) Paarlaufen

Olympic poem (V) Deutschland einig Rodelland

Olympic poem (VI) Ein Tor tut dem Spiel gut

Olympic poem (VII) Curling

Die Serie hat das Zeug Kultstatus zu erlangen.

ARD ist anders. ZDF auch.

[Reblog vom 08. März 2010]

Olympia ist durch. Gott sei Dank sagen die einen. Schade meinen die anderen. Begleitet werden diese olympischen Leibesübungen auch immer von TV-Sendern. So weit, so gut. Oder?

Eine kleine Fernsehnachlese zu Vancouver.

Jochen Hieber meint in der FAZ Beim Biathlon verkauft sich Bier am besten und verweist auf den monetären Charakter der TV-Sportberichterstattung:

,,Weitgehend also ist Sport zum Fernsehsport geworden. Und Fernsehsport generiert Fernsehwerbung. Entsprechend frohgemut bot die gemeinsame Werbe-Akquisition von ARD und ZDF potentiellen Kunden die Olympischen Winterspiele denn auch an, für Preise zwischen 4000 und 40 000 Euro pro zwanzig Sekunden Werbung – je näher die gebuchten Spots an die öffentlich-rechtliche Werbegrenze von 20 Uhr rücken und je beliebter die Sportarten sind, zwischen deren Übertragung sie geschaltet werden, desto teurer wird der Spaß: Biathlon und die alpinen Skidisziplinen erzielen Spitzenwerte.”

Olympia hat ARD und ZDF total überfordert meint Jörg Winterfeldt auf Welt Online  und verweist auf die teure Doppelexpedition nach Vancouver:

,,Die öffentlich-rechtlichen Sender hat Olympia überfordert. Die gemeinsame Bilanz scheint zulässig, weil der Masse der Gebührenzahler ohnehin schleierhaft ist, warum ARD und ZDF teure Moderatoren-, Reporter- und Expertenteams nach Kanada fliegen müssen, um miteinander zu konkurrieren.”

Die ARD ließ einen Spezialisten für meteorologische Prognosen in den Olympiaort einfliegen. Nebenbei durfte er auch ein “Sportinterview” mit einem Landsmann führen.

,,Fassungslos beobachtete die Nation etwa, dass die ARD tatsächlich ihren Wetterexperten Jörg Kachelmann vor Ort hatte, um Vorhersagen für Vancouver zu erstellen. Ungeschlagenen Nonsens der Spiele lieferte der Fachmann, der sonst zielsicher jedes Tief vorhersieht, als er seinen Schweizer Landsmann Simon Ammann zum Skisprunggold interviewte: Auf Schweizerdeutsch, ohne Untertitel, dabei beherrscht Ammann auch die Amtssprache der ARD dialektfrei.”

Schuster bleib bei Deinen Leisten. Sportreporter Dieter Kürten hat auch nie versucht einen Wetterbericht an der meteorologischen Karte dem geneigten Publikum zu offerieren.

Wie sah es beim ZDF aus? Nun einen Wetterexperten vor Ort leistete sich der gebührenfinanzierte Pay-TV Sender ebenfalls.  Wettermann Tarik El-Kabbani berichtete vom Schmuddelwetter aus Vancouver.

Thilo Maluch schreibt auf Welt Online über Die blutleeren Winterspiele bei ARD und ZDF und fühlt sich an die Vermeldung von Börsenkursen erinnert:

,,Trotz aller deutschen Erfolge und exzellenter Wettkämpfe wirkt die Berichterstattung aus Vancouver dagegen oft seltsam blutleer und oberflächlich. Die Moderatoren finden keinen rechten Zugang zu den Wettkämpfen und präsentieren Medaillengewinner so routiniert, als wären es die Börsenkurse.”

Wie kam eigentlich Eurosport in der Beurteilung der Medien weg? Nun ein Blick auf Eurosport – mit Herzblut und knackender Leitung von André Schweins auf Der Westen bringt folgende Einschätzung zu Tage:

,,ARD oder ZDF? Wer hat im olympischen Rennen um die Gunst der TV-Zuschauer die Nase vorn? Bei mir siegt Eurosport!

Moderator, Kommentator, Experte, vielleicht noch eigene Kameras — die Personal- und Materialschlacht der öffentlich-rechtlichen Sender soll für die Rundum-Versorgung stehen.

Und doch fehlt mir viel zu oft etwas Elementares: Herzblut. Nicht allein für deutsche Hoffnungsträger. Herzblut für den Sport über Ländergrenzen und Medaillenspiegel hinweg ist es, den die Eurosport-Kommentatoren trefflich über den Sender juchzen.”

Henrik Lerch (Der Westen) setzt sich in Gold bis Blech – so gut sind die ARD/ZDF Experten mit einigen Personalien auseinander und vergibt Medaillen. Exemplarisch greife ich zwei Namen aus der Einzelkritik heraus:

Michael Antwerpes von der ARD:

,,Kompetenz:Wintersport; Nervfaktor: Kühler als der Schnee von Whistler. Nachrichtensprecher können in punkto Seriösität noch von ihm lernen. Wenn etwas auffällt, dann nur die Brille…

Medaille: Dabeisein ist alles.”

Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF:

,,Kompetenz: Der lange (1,91 Meter) Leichtathlet mit der großen Erfahrung ist ausgewiesener Olympia-Fachmann. Nervfaktor: Schwärmte von Schenkeln der Eisläuferinnen. Altmänner-Gerede.

Medaille: Reden ist: Blech.”

Qualitätsfernsehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Auch für ARD und ZDF.

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Schach-WM 2013

Schachweltmeisterschaften sind nicht das Lieblingskind der halbstaatlichen Fernsehsender ARD und ZDF. Selbst das bestücken des Videotextes hat bei den letzten Weltmeisterschaften 2012 in Moskau oder 2010 in Sofia nur rudimentär hingehauen. Dabei ist Schach durchaus in Szene zu setzen.Traveler Digital CameraVielleicht braucht Deutschland wirklich wieder einen Emanuel Lasker um Schach aus der Schattenecke zu holen. Dabei ist der jetzt anstehende Schach-WM Kampf zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen hochinteressant. Auf der einen Seite der erfahrene mehrfache Schachweltmeister aus Indien und in der Ecke des Herausforderers ein Naturtalent mit dieser Elo-Rekordzahl im Eliteclub der 2800er. Der Norweger ist noch blutjung und hat den letzten WM-Zyklus ausgelassen. Zahlreiche sogenannte Schachexperten mokierten sich 2012 über den Anand Kontrahenten Boris Gelfand im Schach-WM Kampf von Moskau. Doch die Turnierbilanz im Schachjahr 2013 von Boris Gelfand ist beeindruckend und zeigt das er keine Laufkundschaft war. Außerdem, ich wiederhole mich da gerne, wer sich als Herausforderer qualifiziert hat es auch verdient im WM-Finale zu stehen.

Sieht die Schach-WM 2013 einen Generationswechsel?

Das Match in Chennai im November ist auch das Aufeinandertreffen verschiedener Jahrgänge. Champion Vishy Anand und der norwegische Schachmozart Magnus Carlsen gehören unterschiedlichen Generationen an. Schach-WM 2013 könnte also einen Generationswechsel erleben. Magnus Carlsen wird dieses Jahr noch seinen 23. Geburtstag am 30. November feiern. Auch Weltmeister Vishy Anand hat dieses Jahr noch Geburtstag. Er wird am 11. Dezember 44 Jahre alt. Beide Schachgroßmeister haben also die Chance sich selber das schönste Geburtstagsgeschenk zu bereiten.

Brauchen Schachfreunde eigentlich die eingangs genannten Anstalten ARD und ZDF? Hm …

Hier geht es zur offiziellen WM-Seite der Schach-WM 2013.

Wer die Schach-WM 2013 in Chennai per Twitter verfolgen will: WM 2013 bei Twitter

Wer die Schach-WM 2013 über Facebook verfolgen will: WM 2013 bei Facebook

Sport am Bodensee: Die Interboot 2013 und ein Wahlsonntag

Meine geschätzten Leser wären wohl zu Recht ein wenig verwundert, wenn ein leidenschaftlicher Sportblogger mit Wohnsitz am Bodensee keine Schnappschüsse der Interboot 2013 liefern würde. Dann will ich mal, anders wie die FDP, liefern. Traveler Digital CameraFür Rot wird es diesmal auch nicht reichen.  Dazu war der Kandidat und Schachspieler Peer Steinbrück einfach zu wenig bereit ernsthaft in das Spiel einzugreifen. Okay, vielleicht war seine Zeit als einfacher Abgeordneter mit den zahlreichen Reden und der Entwicklung zum Honorarkönig nicht die beste Vorbereitung auf ein langes Match um die Spitze. Es ist ja auch immer so eine Sache mit der Identität. Da will ein Mann einen Job im Bundeskanzleramt, den er eigentlich für unterbezahlt hält. Nein, Rot konnte keinen Speed entwickeln.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraWäre ich das halbstaatliche Fernsehen ARD und ZDF müsste ich mich jetzt eigentlich um Ausgewogenheit bemühen. Es fehlt doch noch die Farbe schwarz. Auf dem Bodensee im Hafen von Friedrichshafen ist auch sie unübersehbar vertreten. Traveler Digital CameraSo, jetzt heißt es für mich dann auch sich vom Laptop zu lösen und der Bürgerpflicht nachzukommen. Das Wahllokal ist um die Ecke. Vielleicht noch ein Symbolbild für die Farbe Grün. Was gibt meine Speicherkarte her? Vielleicht dieser Schnappschuss …Traveler Digital CameraMinisterpräsident Kretschmann hat sich in seiner Legislaturperiode oft zur PS-starken Region Baden-Württemberg geäußert. Das ist manchen in der Partei und im Freundeskreis der Grünen fast zu viel Technik, zu PS-dominant. Vielleicht gibt es auch noch ein Alternativbild. Mal schauen.Traveler Digital CameraSo, jetzt ist es an der Zeit. Ich gehe mit meiner Jahrhundertliebe gleich wählen. Anders wie im Fußball, dort favorisiert sie Borussia Dortmund und ich Bayern München, sind wir uns bei der Stimmenabgabe einig. Auch meinen Lesern einen schönen Sonntag.

Hassliebe Tour de France

Höllenqual, der Mund schon lange trocken, die Waden schmerzen, die Arme vibrieren, am Lenker wird gezerrt, doch es sind noch 6 Kilometer bis L’Alpe d’Huez. Scheiß Höllentour.

Noch ein Tritt. Noch ein Tritt. Noch ein verdammter Tritt. Erbarmungsloser Fight gegen sich selbst. Der Puls scheint die Schädeldecke öffnen zu wollen.

Die Sonne peitscht den Asphalt, die Gesichter und den Rücken der Radprofis. Die Arme schmerzen. Die Beine lösen sich auf. Noch ein paar Meter.

Simpson, Tommy. Mount Ventoux 67. Scheiße. Todeskampf, Hubschrauber. Einsatzkräfte. Flug in das Krankenhaus. Alles zu spät. Sinnlos. Mount Ventoux der Killerberg. Die Todeszone. Die surreale Mondlandschaft. Die Bilder seiner Todesfahrt gehen um die Welt.

Denkmäler. Sie stürzen ein wie ein Kartenhaus bei starker Zugluft. Anquetil, Bobet, Fignon, Armstrong, Merckx,  Jan Ullrich, Contador, Guerilla-Pirat Pantani, Landis, Indurain, Winokurow, Millar, Hamilton, Zabel, Riis, Cancellar, Kohl, Rasmussen. Wanken. Bröckeln. Die Heroes kommen ins straucheln. Ich bin empört. Wütend. Phlegmatisch. Gleichgültig. Desillusioniert.

Die Doping-Scheiße. Schlimmer wie Lepra. Fukushima. Tschernobyl. Krebs in der Endphase.

Ich will diesen Zirkus ohne Doping. Ohne Bluteigendoping. Keine Klebestreifen an Hotelwänden zur Befestigung der Blutbeutel. Kein Motoman mit dicken Cocktail-Kurier-Taschen. Keine Rolex für zuverlässige Überbringerdienste am Ende der Tour.

Man möchte die Kiste abschalten. Nein, Fenster auf. Das TV-Monster über die Terrasse geschmissen in bester Kinski Manier.

Hat die Seele jetzt ihre Ruhe?

Andreas Burkert berichtet für die Süddeutsche Zeitung von der Höllentour 2013. Marcel Kittel spricht vorwurfsvolle Worte Richtung Jan Ullrich. Kittel musste sein auf der 1. Etappe errungenes Gelbes Trikot bereits nach der 2. Zielankunft wieder abgeben. Das ging aber schnell. Motivationstrainer wie Anthony Robbins empfehlen in solchen Situationen die Konzentration der Kräfte. Keine Verzettelung.

Finger krampfen. Venen erstarren. Das Sitzfleisch ist aufgerauht. Salz auf der Haut. Schweiß, der den Augen zu schaffen macht.

100 Jahre. Für die einen die größte professionelle Radsport-Rundfahrt der Welt, für die anderen die größte und skrupelloseste rollende Apotheke auf Rädern. Zeit Online bringt die ultimative mediale Festagsausgabe. Ein multimediales Scroll Dossier.

Jäger und Gejagte. Den Laborspezialisten immer einen Schritt voraus. Oder? Armstrong Beichte, die Stunde der Heuchler.

Telekom, Gerolsteiner, US-Postal, Phonak, Milram, Radio Shack pumpten Millionen in das umstrittene Spektakel.

Wasserträger fluchen und buckeln gleichzeitig.

Eurosport sendet. Auch 2013. Beharrlich. Unaufhörlich. Kontinuierlich. Das halbstaatliche Fernsehen ARD + ZDF köchelt auf Sparflamme. Nicht erst dieses Jahr. Hatten ihren moralischen nach dem Telekom-Team Kater. Jan Ullrich, einst von ARD hochgejazzt, wurde fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Moralin-sauer wird sich von der Schmuddelsportart abgewendet. Andererseits wer will es ihnen verdenken.

Derweil gibt es da diesen Froome. Trägt Gelb. Tourdominator. Scheinbar aus einer anderen Welt. Wie er am Mount Ventoux davonritt, leicht, scheinbar ohne physikalische Widerstände, im Speedmodus, erinnerte er mich stark an Pantani. Der hatte solche Berg-Guerilla Attacken auch drauf.

Die Lieblingskinder der Unterhaltungsindustrie: Bayern München und Borussia Dortmund

Auch der umtriebige ARD Moderator Frank Plasberg konnte der Versuchung nicht widerstehen in seiner am Montag angesetzten Sendung Hart aber fair, das Fußballspiel der beiden Mannschaften mit den Millionenumsätzen zum Thema zu machen. Okay, um Fußball ging es weniger. Taktische Finessen, Spielsysteme, konditionelle Unterschiede, überpacen von Dortmund mit dem Forchecking, aufdrehen der Bayern nach dem Ausgleich, Einwechselfehler in puncto Zeitpunkt vom jüngeren Trainer an der Seitenlinie etc. waren eher kein Thema beim Moderator und passionierten Autofan Plasberg.

Die Sache mit der Authentizität: Marketingkampagne Echte Liebe und James Bond 

Bei Plasberg wird geplaudert. Nie kann die Welt ganz in ihrer Komplexität erklärt werden. Arm gegen Reich? Arbeiterverein gegen Arroganz Familie? Mit was haben wir es eigentlich zu tun? Sport oder Politik? Zielgerichtetes suchen der Medienaufmerksamkeit und die Betonung der Marke? Marketingkampagne Echte Liebe? Sportmarketing per excellence bei Borussia Dortmund? Erfolgreiches Sportmarketing im Stile eines Branchenführers wie Bayern München? Überzogene moralische Bewertungen normalen Transfergebarens? Wer wirft die größeren Nebelkerzen? Welche Strategie findet eher den Weg in das Gehirn der Menschen? Zahlreiche authentische Werbeverträge für den Übungsleiter mit dem Hang, englischen Zeitungen vor einen Champions-League Finale die Welt zu erklären, und James Bond zu reaktivieren für das Schema Gut kontra Böse.

Bayern München und der BVB das führende Duo in der Unterhaltungsindustrie

Nun, der Borussia Dortmund Fan und Journalist Friedrich Küppersbusch war nicht in der Runde von Frank Plasberg zu finden. Der auch im Fernsehgeschäft tätige Küppersbusch gab unlängst in der taz im Interview folgende Beschreibung kund:

,,Dortmund ist eine Band, Bayern eine Armee. Borussia ist eine offene Elferbeziehung, die Münchner sind ein Harem. Na ja, im Grunde sind beide führende Unternehmen der Unterhaltungsindustrie, die ihre so profilierten Imagekonzepte am besten umsetzen.”

Unterhaltungsindustrie trifft es ganz gut. Doch Bayern München hat natürlich auch großen Sport geboten. Man frage bei Juventus Turin oder dem FC Barcelona und Lionel Messi nach. Auch das Match in London machte da diese Saison keine Ausnahme. Bayern München hat ein temporeiches Spiel für sich entschieden. Dortmund hat überpacet und konnte der nochmaligen Temposteigerung der Bayern Elf nach dem Ausgleich nichts adäquates entgegensetzen. Nebenbei habe ich mich auch ganz gut unterhalten gefühlt. Es spricht nichts gegen ein erneutes Spektakel im neuen Jahr.

In Sachen Uli Hoeneß

Nein, es sind nicht wirklich viele gute Texte zur Personalie Uli Hoeneß und den monetären Problemen mit dem Konto in der Schweiz aufgelaufen. Sehr viel Empörungslyrik, stochern im Nebel angesichts der noch nicht bis ins Detail geklärten Sachlage, auffallend viele politische SPD-Stimmen die auf Moral machen. Dabei hat man sich in Sachen Honorarkönig oder dem schnellen Wechsel vom letzten SPD-Kanzler zum lockenden Geld der russischen Wirtschaft auffallend ruhig verhalten.

Immer schön hart aber fair

Auch Frau Schenk meint sich äußern zu müssen. Kürzlich unterlag sie Herrn Scharping bei der Wahl zur “präsidialen Führungsspitze” (Copyright by Jonathan Sachse) beim Bund Deutscher Radfahrer. Auch Herr Leyendecker hat ein paar Zeilen zu Uli Hoeneß geschrieben. Dazu eine Menge aus dem Boden gestampfter Sendungen zum Thema. Andere Themen mussten weichen. Gestern Jauch. Heute Plasberg. Immer schön hart aber fair. Ein wenig moralisch entrüstet, ein wenig Dampfplauderei, ein wenig erhobener moralischer Zeigefinger. Immer mit Steigerungsmöglichkeiten der Empörung versehen. Die eingeladenen Gäste haben nicht wirklich viel erhellendes beizutragen. Zumindest gestern Abend in der Sendung nach dem Tatort. Gab es eigentlich schon einen ARD-Brennpunkt zur Personalie vom Europameister 1972 und Weltmeister von 1974? Einst legte der öffentlich-rechtliche Sender eine Klinsmann Entlassungs-Story Sondersendung auf. Immer im Dienste der Quote. Mir wird kalt. Welcher Moralapostel hat sich eigentlich noch nicht gemeldet? Zauderer bitte vortreten und die Stirn in Falten der moralischen Entrüstung legen.

Fragen auf dem Kultblog breitnigge zur Personalie Uli Hoeneß

Selbstverständlich hat sich Uli Hoeneß angreifbar gemacht. Oliver Schmidt – Spiritus Rector, Organisator, Bayern München Fan und Macher vom Kultblog breitnigge hat es in seinem reflektierten Text treffend in Form von Fragen auf den Punkt gebracht:

,,All das macht(e) mich wütend, Uli!

Warum hast Du all diesen Leuten, nach einer ebenso erfüllten wie erfolgreichen Karriere, nun diese Steilvorlage geliefert?

Warum – und gehen wir mal davon aus, dass all das wirklich stimmt – hast Du überhaupt ein Konto in der Schweiz?

Warum hast Du über all die Jahrzehnte Gott und die (Heuschrecken-)Welt so verteufelt, um dann anscheinend selbst verurteilungswürdige Handlungen durchzuführen?

Wusstest Du nicht, was Du da tatest? Gerade Du, der Macher? Hat sich blind auf seine (Steuer-)Berater verlassen?”

Kein Mensch geht perfekt durch das Leben. Immer den geraden Weg. Wer hat nicht selbst als Kind beim Nachbarn Kirschen gemopst? Die sahen einfach so verlockend aus. In der Schule bei Mathe einfach nach links zur Klassenbesten geschaut. Ein wenig geillert. Ihre Lösung übernommen. So geschickt, dass der Mathematiklehrer es nicht merkte. Beim ersten Autoverkauf des heißgeliebten Käfers die bekannten Schwächen dem Kaufinteressenten nicht unter die Nase gerieben. Bei der Probefahrt um den Wohnblock alle Vorzüge in goldenen Farben gepriesen.

Beckenbauer, Vettel, Schumacher und die Frage mit dem Wohnsitz

Auch ein Franz Beckenbauer hatte einst Schlagzeilen produziert. Nein, keine Anekdote aus dem Schrebergarten. Monetäre Momente. Bei Günther Jauch kamen doch gestern Abend wie von Zauberhand gelenkt die Namen Sebastian Vettel, Michael Schumacher und Franz Beckenbauer zur Sprache. Stichwort Wohnsitz. Das war der Zeitpunkt wo ich von der Couch aufstand. Vielleicht machen wir auch einfach zu viel Wind um Sendungen in der ARD. Eine vernünftige Berichtersattung vom Schach-WM Kandidatenturnier London 2013 kriegen sie jedenfalls noch nicht hin. Da ist schon die Bestückung vom Videotext problematisch.

Uli Hoeneß geht keinen leichten Zeiten entgegen. Gut , dass er twitter nicht als sein Lieblingsmedium in Gebrauch hat. Dort haben sich die Dinge teilweise in den letzten Tagen überschlagen. Da ist viel Häme mit dabei gewesen. Keine Frage, Uli Hoeneß hat immer gerne auch ausgeteilt. Verbal nahm er nicht den Samthandschuh in Auseinandersetzungen. Moralisch hat er oft sehr klar geurteilt und verurteilt. Im Zweifelsfall immer den Säbel statt Florett. Stichwort Russlandisierung des Fußballs. Oder die deutliche Kritik am FDP-Wirtschaftsminister Rösler (Dabei bin ich kein Fan der FDP oder des Amtsinhabers). Äußerungen über den Stadtrivalen 1860 München in Harald Schmidt Manier. Die unsägliche Daum Geschichte. Kritik an den politischen Kräften die links agieren.

Er hielt Reden vor Wirtschaftsvertretern. Sprach über Moral, Werte, Ordnung. Sah Bayern München schon lange nicht mehr als normalen Fußballverein, er sah im FCB ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. Ist der FC Bayern München ja auch. Wir reden ja hier vom Fußballbusiness. Es geht um viel Geld. Sehr viel Geld. Hohe Summen. Unglaublich hohe Summen. Vielleicht stört da manchmal gar der sentimentale Fan.

Ich bin jedenfalls traurig. Auch zu Teilen sprachlos. Ratlos. Tief durchatmen.