Das Ding ist doch durch, oder?

Die Berlin Recycling Volleys haben ihren Finalplatz mit einer klaren 3:0 Serie gegen den TV Bühl so sicher, wie die Probleme mit dem Großprojekt des geplanten neuen Flughafens in der Hauptstadt weitergehen werden. Aber der Finalgegner ist noch nicht ganz fest. Der VfB Friedrichshafen führt im Playoff-Halbfinale mit 2:1 gegen Generali Haching. Noch ein Sieg für den Häfler Kultverein und deutschen Rekordmeister, dann kann das Traumfinale gegen Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys geplant werden. Doch vor dem Preis haben die Götter bekanntlich den Schweiß und Fleiß gesetzt. Am Sonntag gab es mit dem zweiten Heimsieg ein deutliches Signal: Der VfB Friedrichshafen ist auf dem angestrebten Endspielkurs. Es gab in der ZF Arena auch Besuch aus Übersee, aufmerksam protokolliert auf der Vereinswebsite:

,,7556 Kilometer liegen zwischen Nashville/Tennessee und Friedrichshafen am Bodensee. Das jedoch ist für Matthew Denmark kein Hindernis, um seine ehemalige Mannschaft in der Playoff-Phase in Deutschland zu unterstützen. „Ich habe versprochen, dass ich an den Bodensee zurückkomme“, sagt Denmark, der 2013 seine Karriere als Profivolleyballer in Friedrichshafen beendete. Gemeinsam fieberte er am Sonntag mit den gut 2900 Zuschauern in der ZF Arena um den zweiten Sieg im Halbfinale gegen Generali Haching. „Das war sehr aufregend. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich als Zuschauer und nicht als Spieler das Spiel verfolgt. Das war eine ganz andere Situation, weil du zwar weißt, was passiert, aber um dich herum mit den Fans und den ganzen Menschen viel mehr mitbekommst.”

Matthew Denmark macht sich bereits am morgigen Mittwoch früh auf die Heimreise. Er hat dabei ein klares Ziel:

„Ich werde vor dem Computer die Spiele live mitverfolgen und dann will ich sagen können: WIR haben gewonnen.”

Vorige Woche am Donnerstag ging der VfB Friedrichshafen beim ersten Auswärtsspiel gegen Generali Haching als 1,40 Wettfavorit bei bwin ins Rennen. Am Ende konnten die Favoritenwetter ihre Wettscheine zerknüllen. DIesmal soll es mit dem Sieg klappen. Das Ding ist doch durch, oder? Schaun mer mal würde der bayrische Kaiser F.B. dazu sagen.

Am Mittwoch, den 16. April um 19.30 Uhr heißt es: Generali Haching – VfB Friedrichshafen

Sport am Bodensee: Match Race Germany 2014 mit attraktiven Starterfeld

matchrace2014Die Teilnahme von David Gilmour habe ich hier bereits vermeldet. Match Race Germany nimmt weiter Konturen an. Es ist einer der Höhepunkte im Sportkalender am Bodensee. Die Veranstaltung hat eine arteigene schöne Symbiose aus erstklassigen Segelsport, hochkarätigen und attraktiven Teilnehmerfeld, treuen Stammpublikum, marketingtechnisch gut aufgestellter Crew hinter den Kulissen sowie eine stabile Gruppe an namhaften Sponsoren gefunden.

In der aktuellen Pressemitteilung aus meinem Nachbarort Langenargen gibt es Neuigkeiten unter anderen im Hinblick auf das sich herauskristallisierende Starterfeld:

_____________________________________________________________________________________________________

Auf Rekordkurs: Weltmeister Ian Williams kommt als Titelverteidiger an den Bodensee

Der Weltmeister hat Gefallen am Match Race Germany gefunden. Viele Jahre hatte Ian Williams vergeblich versucht, den deutschen Klassiker zu gewinnen. Doch nun kommen der Brite und sein Team GAC Pindar über Pfingsten vom 5. bis 9. Juni als Titelverteidiger an den Bodensee. Williams will in dieser Saison der Alpari World Match Racing Tour 2014 einen neuen Rekord aufstellen und zum fünften Mal Weltmeister in der spektakulären Duell-Disziplin des Segelsports werden.

„Natürlich werden wir versuchen unseren Sieg aus dem letzten Jahr zu wiederholen“, sagte Williams, „doch die Gruppe der Tour-Card-Inhaber ist in diesem Jahr sehr stark. Auch die Wild-Card-Starter und die Qualifikanten stellen eine Bedrohung dar.“ Der ehemalige Anwalt, der sich in einer Auszeit vom Job als Weltklasse-Steuermann bewährte und Profi wurde, will mit seinem fünften WM-Titel die Führung in der ewigen Bestenliste der Matchrace-Weltmeister erobern, die er sich bislang mit America’s-Cup-Gewinner und Matchrace-Legende Peter Gilmour teilt. Ausgerechnet Gilmours Sohn David könnte verhindern, dass Williams seinen Vater vom Thron schubst, denn der junge Australier nimmt erstmals Kurs auf Langenargen und will als Tour-Card-Debütant zeigen, zu was die nächste Gilmour-Generation imstande ist. 

Nur die seglerische Leistung zählt

Ian Williams ist ein leidenschaftlicher Duellsegler, sagt: „Die Alpari World Match Racing Tour bietet mit das beste Regattasegeln in unserem Sport. Weil Boote und Ausrüstung gestellt werden, geht es ausschließlich um die Leistung der Segler an jedem gegeben Tag. Das sorgt für einen großartigen Wettbewerb.“ Und einen spannenden dazu, denn gesegelt wird im Matchrace wie im America’s Cup: Im Duell Boot gegen Boot. Vergleichbar ist diese Segelsport-Disziplin mit einer Mischung aus Schachspiel und Boxkampf auf dem Wasser. Es gibt nur einen Sieger. Zweiter ist schon Letzter. Design- oder Materialvorteile spielen in den Duellen zwischen den baugleichen Booten keine Rolle. Auf Langenargen freut sich Ian Williams, der am 26. April seinen 37. Geburtstag feiert, ganz besonders: „Wir genießen es immer an den Bodensee zu kommen. Dort herrscht jedes Mal eine sehr ausgelassene Feststimmung. Es ist so ein wunderschöner Ort, dass wir uns immer aufs Wiedersehen freuen.“

Das Match Race Germany findet 2014 zum 17. Mal seit 1997 statt. Nur einmal fiel der deutsche Klassiker des Duellsegelsports dem Hochwasser zum Opfer. Längst ist der Grand Prix von Langenargen renommierter und einziger deutscher Tour-Stopp der Alpari World Match Racing Tour. Wie schon 2013 eröffnet das Match Race Germany die Tour-Saison auch in diesem Jahr. Acht gesetzte Tour-Card-Inhaber, zwei Qualifikanten und zwei vom Veranstalter eingeladene Wild-Card-Teams bilden das Feld der insgesamt zwölf teilnehmenden Mannschaften aus mindestens neun Nationen, die über Pfingsten direkt vor dem Langenargener Ufer Zehntausende Zuschauer mit ihrer Segelkunst begeistern werden.

Eine Welttour, sechs Regatten, ein Weltmeister

Die finale Teilnehmerliste geben die Veranstalter im Mai bekannt. Für die Profi-Crews geht es im hübschen Familienurlaubsort Langenargen zwischen Friedrichshafen und Lindau um rund 50.000 Preisgeld und wertvolle Punkte für die Tour-Wertung und den Kampf um die WM-Krone. Nach dem Weltmeisterschaftslauf wird die Alpari World Match Racing Tour ab 30. Juni vor Schwedens schöner Insel Marstrand fortgesetzt und endet nach drei weiteren Regatten vor Sopot (Polen), Chicago (USA) und Hamilton (Bermuda) mit dem Finale in Malaysia. Dort entscheidet sich, welches der Profi-Teams in diesem Jahr den WM-Titel und einen Löwenanteil vom Gesamtpreisgeld der Tour in Höhe von 1,75 Millionen US-Dollar erkämpfen kann.

Die Tour-Card-Skipper 2014

Der aktuelle Weltmeister: Taylor Canfield (USone; USA)

Der viermalige Weltmeister: Ian Williams (GAC Pindar, GBR)

Der Vize-Weltmeister von 2010: Mathieu Richard (LunaJets; FRA)

Der Vize-Weltmeister von 2012: Björn Hansen (eWork Sailing Team; SWE)

Der Vize-Weltmeister von 2011: Francesco Bruni (Luna Rossa Challenge, ITA)

Der WM-Dritte von 2013: Phil Robertson (WAKA Racing, NZL)

Der WM-Sechste von 2013: Keith Swinton (Black Swan Racing, AUS)

Der WM-Dreizehnte von 2013: David Gilmour (Team Gilmour, AUS)

Alle Tour-Card-Inhaber haben bereits für das Match Race Germany zugesagt; lediglich das italienische Team um Francesco Bruni muss noch eine Terminüberschneidung mit seinen Trainingsplänen für den America’s-Cup lösen.

Die Wild-Card-Starter

Werden vom Veranstalter eingeladen und noch bekannt gegeben.

Die Qualifikanten

2. Platz Berlin Match Race (Sieger Mathieu Richard kommt mit seiner Tour Card an den Bodensee: Eric Monnin (SUI)

Deutsche Matchrace Meister: Carsten Kemmling (startet mit Felix Oehmes Hamburger Matchrace-Team; Matchrace-Weltrangliste: Platz 41)

Die Partner

Porsche, MHP, Adidas, Ultramarin und Nauti Sattler bleiben als große Partner an Bord. ZF Marine ist als neuer Partner eingestiegen. Das überaus erfolgreiche Hüttenkonzept im Langenargener Gondelhafen wird weiter ausgebaut. So können die Fans neben spektakulärem Sport direkt vor dem Bodensee-Ufer auch an Land ihre Segelparty mit ganz besonderer Note und den besten Matchrace-Crews der Welt feiern.

Die Veranstalter

Steuerzentrale des Match Race Germany ist das Match Center Germany in Langenargen, das 2008 von den Matchrace-Organisatoren Eberhard Magg, Harald Thierer und Bernd Buck gegründet wurde. An der Seite des Trios steht der Yacht-Club Langenargen mit seinen engagierten Mitgliedern für eine auf hohem Niveau präsentierte Segelsport-Schau direkt vor dem Langenargener Bodensee-Ufer.

 Ende

Marketing: Sky Go mit den Testimonials Franz Beckenbauer und Jürgen Klopp

Wer kennt ihn nicht, den prägnanten Spruch mit dem Fernglas von Uli Hoeneß. Einst hatte der Rekordmeister im Jahr 2007 etwas irritiert und titellos zusehen müssen wie die Meisterschaft an den VfB Stuttgart und der Pokalsieg an den 1. FC Nürnberg ging. Der damalige Manager Uli Hoeneß formulierte es dann so:

,,Nächstes Jahr wird es bei uns eine klare Devise geben – und das vom ersten Spieltag an: Wir müssen dafür sorgen, dass nächstes Jahr wieder das Wehklagen einsetzt, wenn die anderen uns in der Tabelle mit dem Fernglas anschauen.”

In Anlehnung an die damalige Geschichte taucht jetzt Franz Beckenbauer mit einem Fernrohr im Sky Go Werbespot auf und plaudert mit Jürgen Klopp.

Nachdenkenswert #224

,,Also für das Geld, was ein Mephisto Vancouver 68030 kostete, konnte man locker ein neues Auto kaufen. Dieses Vergnügen konnten sich allerdings nur einige ganz wenige leisten. Und so blieb Topspielstärke in Verbindung mit den edlen Holzbrettern aus München nur wenigen Freaks vorbehalten, die das Geld hatten, sich dieses Vergnügen leisten zu können. Diese edlen Geräte gibt es heutzutage nur noch gebraucht und es hat sich sogar ein spezieller Schachcomputermarkt entwickelt, wo Liebhaber solche Geräte erwerben können.”

Joe Boden, auf dem kenntnisreich geführten Joe´s Schachblog  im Artikel Nostalgie und Luxus pur: Edle Brettschachcomputer – jetzt gegen Emulationen dieser teuren Geräte am heimischen PC spielen

Flauschcontent für alle Freunde von French Connection

Zum heutigen Sonntag, dem Tag des 3. Playoff-Halbfinals gegen Generali Haching noch ein wenig Flauschcontent. Da sage noch einer: Volleyballer interessieren sich nicht für Fußball. Vollkommen entspannt vertreiben sich die beiden Franzosen Jenia Grebennikov und Baptiste Geiler  die Zeit in ihrem Hotelzimmer vor dem Spiel gegen Galatasaray Istanbul am 3. Dezember 2013 in der 2014 CEV DenizBank Champions League. Fußballmanager am Computer steht auf dem Programm.

VfB Friedrichshafen: Einst “Bermudadreieck für Trainer”

Die Anzahl der Wimpel der internationalen Konkurrenten vom Häfler Rekordmeister weist auf  Sternstunden, atemberaubende Spiele, Hitchcock-Thriller, schöne Siege, Abenteuerschlachten am Netz in Friedrichshafen und die Faszination Volleyball hin. Inklusive dem deutlich höheren Puls von Sammlern im Bereich Sport-Memorabilien.Traveler Digital Camera

Ein VfB Friedrichshafen ohne Erfolgscoach Stelian Moculescu ist heute kaum vorstellbar. Dabei kam er damals am idyllischen Bodensee durchaus in keine beneidenswerte Situation hinein. Im bemerkenswerten Interview mit der Stuttgarter-Zeitung unter dem Titel Die Flucht bei den Spielen 72 in München im vergangenen Jahr nach der verlorenen Meisterschaft gegen Berlin Recycling Volleys erinnerte er bei der Beantwortung einer Frage von Mario Geisenhanslüke an die Anfangszeit.

,,Über verschiedene Stationen kamen Sie dann zum VfB Friedrichshafen an den Bodensee. Der Beginn einer Ära und der wohl erfolgreichsten Liaison im deutschen Volleyball. Wann ist der VfB mehr als nur ein Arbeitgeber geworden?”

Stelian Moculescu antwortet mit der kleinen Reminiszenz des Beginns einer Erfolgsgeschichte.

,,Das ging sehr schnell. Im kam in einer sehr unruhigen Zeit zum VfB. In der vorherigen Saison hatte es drei verschiedene Trainer gegeben. Die Süddeutsche Zeitung hat damals vom Bermudadreieck für Trainer gesprochen. Ich hatte dann im ersten Jahr einen Ein-Jahres-Vertrag. Wir haben gleich den Pokal und die Meisterschaft gewonnen. Dann habe ich angefangen, ein wenig Politik zu machen und den Verein mitzugestalten. Ich hatte eine Vorstellung von einem gut geführten Verein und diese habe ich versucht umzusetzen.”

Nun, den beiden Erfolgen in Meisterschaft und Pokal 1998 folgten im Serienformat weitere.

Die Titelbilanz vom VfB Friedrichshafen mit Kultcoach Stelian Moculescu liest sich so:

Deutscher Volleyballmeister: 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011

Deutscher Pokalsieger: 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014

Champions-League-Sieger: 2007

Ein weiterer Titel soll es gerne 2014 noch sein. Das Traumfinale gegen Berlin Recycling Volleys winkt. Doch Schritt für Schritt. Jetzt steht das 3. Playoff-Halbfinale am Sonntag gegen Generali Haching in der ZF Arena auf dem Plan.

2. TV-Programmhinweis: SWR UniTalk mit Günter Netzer in Konstanz

Er spielte nur für 3 Vereine in seiner langen Laufbahn. Borussia Mönchengladbach, Real Madrid und Grashoppers Zürich. Neben dem Platz fuhr er dann schon mal einen Ferrari Dino 246 GT und gab sich in extrem cooler Pose. Auch die Sache mit der Diskothek „Lovers’ Lane“, die der Mittelfeldstar in Mönchengladbach neben seiner aktiven Laufbahn betrieb, trugen zu seinem Image bei.

Auch im brasilianischen WM-Jahr 2014 ist er immer noch für interessante Geschichten und charmante Anekdoten gut. Günter Netzer war sehr entspannt. Tiefenentspannt. Der Abend im Audimax in der Universität Konstanz bleibt mir in guter Erinnerung. Wer nicht live dabei war und auch die erste Ausstrahlung im Fernsehen am Sonntag nicht sehen konnte, kann die ganze Plauderei von der einstigen Fußballikone mit dem SWR Moderator Fritz Frey im TV vom Sofa aus jetzt am heutigen Abend bequem anschauen.Foto (9)Der ganze Abend vom UniTalk mit Günter Netzer im Audimax der Universität Konstanz wird auf dem ARD-Digitalkanal tagesschau24 (Freitag, 11. April, 21.02 Uhr) ausgestrahlt.