Archiv der Kategorie: Sportevent-Check

London Chess Classic 2010

Es ist nochmals ein Highlight in der internationalen Schachszene. London ruft. Organisator Malcolm Pein hatte bei der Erstauflage im Dezember 2009 einen glänzenden Job verrichtet. Bei der diesjährigen Zweitauflage kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen Schachweltmeister Anand und dem potentiellen Thronfolger Carlsen. Beim London Chess Classic 2010 bilden folgende Schachprofis vom 8. – 15. Dezember 2010 den erlauchten Kreis auf der internationalen Schachbühne.

Teilnehmer:     Viswanathan Anand (Indien)

                            Magnus Carlsen (Norwegen)

                            Hikaru Nakamura (USA)

                            Wladimir Kramnik (Russland)

                            Michael Adams (England)

                            Nigel Short (England)

                            Luke McShane (Engalnd)

                            David Howell (England)

Magnus Carlsen konnte kürzlich seinen Titel bei der Blitzschachweltmeisterschaft in Moskau nicht verteidigen. Mir fehlte dieses Jahr ein wenig die Konstanz beim norwegischen Jungstar. Natürlich gab es Werbeauftritte und Carlsen wurde kürzlich erst 20. Einige Journalisten hatten ihm schon fast die WM-Krone überreicht. In London ist Carlsen ebenfalls wieder Titelverteidiger. Er gewann das Turnier im Dezember 2009.

 

Anand nahm vor 12 Monaten nicht am London Chess Classic 2009 teil. Kramnik hat mich beim Tal-Memorial arg enttäuscht. Da kam er nie so richtig ins Turnier. Nakamura ist immer gut für eine spektakuläre Partie. Sein unorthodoxer Spielstil ist mir jedoch nicht konstant genug. Bleiben noch die vier englischen Spitzenspieler. Abwarten und Tee trinken. Eine Prognose meinerseits sieht einen Zweikampf zwischen Anand und Carlsen. Da können letztendlich Nuancen entscheiden.

Wie schaut es mit dem Glamourfaktor aus?

Der Standort London hat seinen Charme. Ein Turnier mit dem amtierenden Schachweltmeister ist immer reizvoll für die Anhänger des Königlichen Spiels. Mit Anand und Carlsen trifft das führende Duo der FIDE-Weltrangliste aufeinander. Schachherz was willst Du mehr? Schachikone Garri Kasparow adelt die London Chess Classic 2010 durch seinen Besuch in der letzten Runde.

Spielort:   Olympic Congress Center

Hier geht es zur Turnierseite…

81. Deutsche Schach-Meisterschaft in Bad Liebenzell

Deutschland hat keinen Magnus Carlsen oder einen Viswanathan Anand. Bei der 81. Deutschen Schach-Meisterschaft wird es jedoch auch die eine oder andere interessante Schachpartie geben.

Ausrichter ist der Schachclub Neuhausen in Zusammenarbeit mit dem Badischen Schachverband. Der Austragungsort klingt nach feiner, ruhiger Atmosphäre. Kurhaus Bad Liebenzell, Kurfürstendamm 6.

Turm in der Schlacht

 © Michael Alber: Pixelio

Nach folgenden Modus wird gespielt:

9 Runden Schweizer System. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Zü­ge. Nach der ersten Zeitkontrolle erhält jeder Spieler für die ver­bleibenden Züge 30 Minuten zu seiner vorhandenen Bedenkzeit hinzugefügt. In jeder Zeitphase erhält der Spieler 30 Sekunden je Zug zu seiner Bedenkzeit hinzugefügt.

Der Terminplan ist wie folgt getaktet:

Do. 04.03.10:

18.30 Uhr: Anreise, Anmeldung, Registrierung

18.30 Uhr: Technische Besprechung im Spiellokal

19.00 Uhr: Feierliche Eröffnung

Fr. 05.03.10 bis
Fr. 12.03.10:

14.00 Uhr: Runden 1 bis 8

Sa. 13.03.10:

11.00 Uhr: Runde 9

19.00 Uhr Siegerehrung mit Abschlussbankett

So. 14.03.10:

Abreise

Der  Journalist und Internationale Meister Stefan Löffler hat zur Deutschen Schach-Meisterschaft auf seinem Schachblog einen kurzweiligen Artikel verfasst und widmet sich unter anderen der erstmalig bei einem Wettbewerb vom Deutschen Schachbund angewandten Nullkarenz.

,,Das heißt leider nicht, dass Schieber im Wettbewerb unerwünscht sind, sondern dass mit Partieverlust bestraft wird, wer nicht im Saal ist, wenn der Schiedsrichter den Rundenbeginn bekannt gibt. Dass auch der Gegner und die Zuschauer dann keine Partie kriegen, muss ebenso als Kollateralschaden gelten wie, dass manche Schiedsrichter aufgrund der Nullkarenz (wie es natürlich richtig heißt) den Kopf wieder zwei Zentimeter höher tragen.”

Etwas verwundert darf der Schachfreund ob der unglücklichen Terminüberschneidung sein. Ab dem kommenden Wochende (6.-17.2010) findet die diesjährige Europaeinzelmeisterschaft der Männer und der Frauen im Zamet Sport Center Rijeka statt. Für die Männereuropameisterschaft haben sich 420 Spieler angemeldet. Der Deutsche Schachbund ist mit 26 Spielern vertreten, darunter die Nationalspieler Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Daniel Fridman, Jan Gustafsson und Rainer Buhmann.

Der 81. Deutschen Schach-Meisterschaft ist viel Erfolg zu wünschen. Hier geht es zur Homepage. Haben wir bereits über Geld gesprochen? Nein, dann hole ich dies hiermit nach. Es gibt folgende Dotierungen für die Top Ten der besten Schachspieler:

Preisfond: 6,000€ — 2,500€ — 2,000€ — 1,500€ — 1,000€ — 800€ — 700€ — 600€ — 500€ — 400€

Wulfenia Trophy

Noch 19 Tage bis zum Start eines spektakulären Skirennen. Die Wulfenia Trophy am 30. Januar geht laut Ausschreibung über eine 28 Kilometer lange Strecke und 6400 Höhenmeter. Hobbysportler können Ihren Ehrgeiz unter Beweis stellen und an den Start gehen. Ort des Spektakels ist das Skigebiet Nassfeld.

Schiurlaiub Nassfeld

© B.Hoef: Pixelio 

Neun Pisten sind zu befahren. Die Bruttozeit inclusive der Liftfahrten wird mit einem Chip in der Startnummer erfasst.  Veranstalter ist die Karnische Incoming GmbH. Start ist 8.15 Uhr an der Bergstation Gartnerkofel. Ziel ist die Talstation Millenium Express in Tröpolach. Hier gehts zur Ausschreibung mit allen Details vom Startgeld bis zur Ausrüstung mit der Empfehlung für einen Rückenprotektor.

Schiurlaub Nassfeld 002

© B.Hoef: Pixelio 

Das Kärntner Nassfeld wirbt mit dem “längsten Skirennen der Welt”. 2010 ist Premiere. Mindestens 300 Teilnehmer werden erwartet. Die Namensgebung für die Wulfenia Trophy erfolgte nach der Pflanze Wulfenia carinthiaca, welche in der Region blüht. Die Kärntner Wulfenie wird auch Kuhtritt genannt.

 

36. Deutsche Meisterschaft im Blitzschach

Es wird wieder geblitzt. Erst unlängst holte das norwegische Schachgenie Magnus Carlsen  im Moskauer GUM Kaufhaus die WM-Krone im Blitzschach.

Turm in der Schlacht

 © Michael Alber: Pixelio

Die 36. Deutsche Meisterschaft im Blitzschach findet in Neumarkt/Oberpfalz statt. Der 1. Vorsitzende des Neumarkter Schachklubs  Sebastian Mösl hat dankenswerterweise eine kleine Vorschau auf die Turnierfavoriten geschrieben und auch das Plakatmotiv zur Verfügung gestellt. Ich wünsche viel Erfolg, kurzweilige Partien und eine rundum gelungene Deutsche Meisterschaft.  

GM Michael Bezold – Der Oberfranke: Der in der Waischenfelder Pulvermühle aufgewachsene Michael Bezold ist im Schachbezirk Mittelfranken kein Unbekannter, spielte er doch 2005/06 für den damaligen Zweitligisten SC Noris Tarrasch Nürnberg wo er heute noch regel-mäßig Trainingsstunden abhält. Außerdem organisiert er jedes Jahr das hochkarätig besetzte LGA-Open in Nürnberg. 1991 wurde Michael Bezold erster gesamt-deutscher Jugendmeister, nachdem er bereits 1990 den Titel in der BRD errungen hatte. Seit 1998 trägt er den Großmeistertitel und war von 2000-02 als Nachwuchstrainer des Deutschen Schachbundes tätig. Bei den Deutschen Blitzmeisterschaften 2004 und 2005 wurde er jeweils Zweiter – knapp hinter Klaus Bischoff. Der amtierende Bayerische Blitzmeister spielt aktuell in der Bundesliga für den FC Bayern München am Spitzenbrett. 

Klaus Bischoff – Der Rekordmeister: Der gebürtige Ulmer trägt seit 1990 den Titel Großmeister und ist mit 10 Meistertiteln der erfolgreichste deutsche Blitzer, wobei er seine Titel immer in Serien holte: zwei Hattricks und einmal gar vier Siege in Folge. Doch auch im Normalschach ist seine Erfolgsliste lang: so erkämpfte er sich bei den Jugendweltmeister-schaften 1980 in Dortmund hinter den Weltklasse-spielern Garri Kasparov und Nigel Short die Bronzemedaille. Er gehörte zur legendären Deutschen Nationalmannschaft die bei der Schacholympiade 2000 in Istanbul sensationell die Silber-medaille errang und gewann zudem mit dem FC Bayern München und der Solinger SG mehrfach die deutsche Meisterschaft. Obendrein gewann er 2003 die Deutsche Internet-Blitzmeisterschaft und von 2003-05 die Deutsche Schnellschachmeisterschaft. Bekannt ist Klaus Bischoff auch als Kommentator bei großen Schachturnieren, bei denen er die Zuschauer mit fachlichen Analysen und herrlichen Anekdoten in seinen Bann zieht. 

                 

GM Robert Rabiega – Der Titelverteidiger: Robert Rabiega gewann im Vorjahr bereits zum dritten Mal die Deutsche Blitz-meisterschaft, womit er in der ewigen Bestenliste Rang drei einnimmt. Seinen größten Erfolg feierte er jedoch 2000 als er Deutscher Meister im Normalschach wurde. Weiterhin gewann der Berliner dreimal die Deutsche Schnellschachmeisterschaft und trägt seit 2002 den Großmeistertitel. In der Bundesliga tritt er für seinen Verein SK König Tegel am Spitzenbrett an. 

GM Michael Prusikin – Der „Lokalmatador“: Der gebürtige Ukrainer lebt seit 1995 in Nürnberg und war zunächst für die SF Fürth aktiv. Seit 1997 spielt er mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung für den aktuellen Zweitligisten SC Forchheim, wo er auch während der einjährigen Bundes-ligazugehörigkeit am Spitzenbrett spielte. 2000 wurde er Bayerischer Meister und belegte anschließend bei der Deutschen Rang vier. Im Jahr 2004 errang er den Großmeistertitel und trat für Deutschland u.a. bei der Schach-olympiade 2008 in Dresden an. Darüber hinaus ist Michael Prusikin auch als Trainer sehr erfolgreich und führte u.a. das mittelfränkische Toptalent Dieter Lutz aus Bechhofen zu mehreren Deutschen Jugendmeisterschaften und als erst 18jährigen zum Bayerischen Meistertitel. Seit dieser Saison leitet er den bayerischen D4-Nachwuchskader und trainiert regelmäßig Talente in Mittelfranken.

Soweit die kurze Vorstellung der Titelkandidaten.

Der Eintritt ist für alle frei. 

Start: 5.12.09 ab 13.00 Uhr

Spielort der 36. Deutschen Meisterschaft im Blitzschach ist die Aula des Landratsamts Neumarkt.

Empfehlenswerte Schachseiten im Netz

1. Schachklub Neumarkt

2. ChessBase

3. Schachblog

4. Schach-Welt

5. Schach-Zeitung

6. Karl -Das kulturelle Schachmagazin-

7. Deutscher Schachbund

8. Schacholympiade Dresden 2008

9. Jugendschach

10. Chess Tigers

 

Deutschland Cup in München

Von wem stammt folgender Ausspruch ?

,,Schulterklopfen ist nur 50 Zentimeter von einem Tritt in den Hintern entfernt, du bist immer nur so gut wie dein letztes Turnier”.

Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp war der Absender klarer Worte.  Jetzt steht vom 6. – 8. November in der Olympiahalle München der Deutschland Cup auf dem Programm.

Veranstalter:

Deutscher Eishockey Bund e.V. in Zusammenarbeit mit der Olympiapark München GmbH

Deutschland trifft auf die Slowakei, Schweiz und USA. Das Schaulaufen für Vancouver und die Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land kann beginnen. München war letztmalig 1997 Gastgeber vom Deutschland Cup. In der heutigen Ausgabe der Abendzeitung Nürnberg macht Uwe Krupp auf die Probleme bei der Gewinnung von Spielern für die schnellste Mannschaftssportart aufmerksam.

,,Der Heiner hat doch paradiesische Voraussetzungen! Wenn ich seinen Kader sehe, der hat alle meine Eishockeyspieler! Die sind groß, dynamisch, schnell, kräftig, mit Spielwitz. Alles Attribute, die man beim Eishockey gut gebrauchen kann. Ich habe kürzlich mit dem Stefan Kretzschmar Fußball gespielt – ich sage Ihnen, der hätte beim Eishockey sehr, sehr, sehr viel Geld verdient. Heiner, Basketball Bundestrainer Dirk Bauermann und ich, wir versuchen doch alle, die gleichen Jungs zu unserem Sport zu bringen. Alle gehen zum Fußball, und wir kämpfen um all die, die zu groß für Fußball sind oder nur zu wenig Gefühl im Fuß haben.“

Zu beneiden ist der Eishockey-Coach nicht. Umso erfreulicher zeigte sich der Geschäftsführer des Olympiaparks München, Ralph Huber, ob der Organisation des Deutschland Cup für die nächsten 3 Jahre in der bayrischen Landeshauptstadt.

„Das internationale Eishockey ist zurück in der Olympiahalle München! Das freut uns natürlich sehr und wir sind ein Stück weit stolz, dass wir nach der letzten WM 1993, dem Deutschland Cup 1997 und den ausverkauften Länderspielen 2005, 2007 und 2008 wieder Spitzen-Eishockey im Olympiapark sehen werden. München ist immer eine gute Adresse für Eishockey gewesen und das Münchner Publikum kommt nun wieder in den Genuss, die nächsten drei Jahre ein wichtiges Turnier in der Olympiahalle zu erleben. Das bedeutet zudem auch eine Stärkung des Olympiaparks als Austragungsort für hochkarätige Wintersportereignisse, nicht zuletzt hinsichtlich der Olympiabewerbung 2018.“

 

Die Premiere hatte das Nationenturnier 1987. Deutschland konnte sich 1995 und 1996 in die Siegerliste eintragen. In den letzten zwei Jahren erreichte der Gastgeber jeweils Platz 3.

 

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