Archiv der Kategorie: Nachdenkenswert

Nachdenkenswert #244

,,Koordiniert werden die Geheimdienste im Bundeskanzleramt. Dessen früherer Chef, Ronald Pofalla wird Ende des Jahres Chef-Lobbyist der Deutschen Bahn und dort ein Millionen-Gehalt einstreichen. Derweil sitzt die Bundeskanzlerin auf der Ehrentribüne brasilianischer Fußballstadien, lässt sich mit dem deutschen Team ablichten und weiß nur all zu gut um der Wirkung dieser Bilder bei BILD und zuhause vor dem Fernsehbildschirm. Und sie weiß um der systematischen Überwachung unserer Handys, Laptops und Computer, der wir weiterhin willfährig ausgesetzt sind. Tag und Nacht. Was sie dagegen unternimmt? Nichts. Bundespräsidenten sind schon für weniger zurückgetreten.”

Richard Gutjahr, Journalist, macht sich zum Vollschatten Gedanken auf seinem Blog

Nachdenkenswert #243

,,Nachdem das Nachrichtenmagazin Der Spiegel Puma mit den Vorwürfen konfrontierte, antwortete der Konzern mit dem Abbruch der Produktionsbeziehungen zu Florenzi. (DER SPIEGEL, Nr. 27, S. 65 und Spiegel Online Artikel) Dies ist absolut inakzeptabel: Zuerst lässt Puma die NäherInnen unter miserablen Bedingung schuften und wenn die Öffentlichkeit dahinter kommt, versucht man sich aus dem Staub zu machen und überlässt die ArbeiterInnen ihrem Schicksal.

Bitte unterstützen Sie unsere Forderungen an Puma nach Verantwortung! Schicken Sie Protestmails an Puma, in denen Sie den Konzern auffordern, sich nicht vor der Verantwortung zu drücken und weiterhin in Florenzi fertigen zu lassen UND dafür zu sorgen, dass die Arbeitsrechtsverletzungen sofort abgestellt werden.

Sie haben zwei Möglichkeiten, eine Protestmail an Puma zu schicken:

1. Über das Protestmail-Tool der CIR

2. Über unsere Petition auf der erfolgreichen Protestplattform change.org

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Die Christliche Initiative Romero bleibt an der kritischen Geschichte von Spiegel Online Textilfabrik in El Salvador: Dumpinglöhne für Puma-Shirts sehr beharrlich dran und bietet aktive Protestmöglichkeiten.

Über die Christliche Initiative Romero (CIR):

,,Die Christliche Initiative Romero (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador und Guatemala sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, durch solidarisches Handeln eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero, setzt sich die Christliche Initiative Romero gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.”

Nachdenkenswert #242

,,Teammanger Oliver Bierhoff und die Sponsoren haben der Nationalmannschaft eine Corporate Identity verpasst – #bereitwienie und so. Medienvertreter sind in diesem Konzept nur noch dazu da, um das positive Bild nach außen zu tragen – für den DFB, für Mercedes, für Adidas. Und die Menschen da draußen sind dazu da, auf Fanfesten mit Klatschpappen und lustigen Frisuren für die nötigen Bilder zu sorgen.”

Jürn Kruse, Medienredakteur, in der taz über das Corporote Identity der DFB-Elf

Nachdenkenkenswert #241

,,Weil Konkurrent Sony die Fußball-WM sponsert, erlaubt die Fifa keine „Beats“-Kopfhörer in den Fußballstadien – so berichtet es die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei haben Fifa und Sony offenbar nicht an den Willen der Spieler gedacht. Denn die hören offenbar fast nur auf „Beats“. Das gehört zur Marketing-Strategie des Unternehmens von Rapper Dr. Dre. Schon seit Jahren versorgt Beats Top-Sportler kostenlos mit Kopfhörern.”

Neues aus der FIFA-Regel Welt bei der FAZ unter dem Titel WM-Fußballer dürfen keine Beats-Kopfhörer tragen

Nachdenkenswert #240

,,Eine aktuelle Befragung durch das internationale Marktforschungsinstitut Ipsos in 26 Ländern wies zwar Coca-Cola als besonders erfolgreichen WM-Sponsor aus: 52 Prozent der über 15.000 Befragten identifizierten den Getränkeriesen als Werbepartner der Fifa. Auch Adidas könnte mit den erreichten 41 Prozent vielleicht zufrieden sein, würde nicht der große Konkurrent Nike mit seinen Wildwest-Methoden auf fast ebenso gute 37 Prozent Wahrnehmung kommen. Damit jagt Nike sogar World-Cup-Partner McDonald´s den dritten Rang ab – und darf als bester Ambush-Marketer der WM gelten.”

Thomas Mersch und Stefan Merx, Gründer des Pressebüros JP4 im Artikel für The Wall Street Journal

Nachdenkenswert #239

,,Alle anderen Duelle endeten ausgekämpft ohne Sieger, lediglich Veselin Topalov bewies bei seiner Zugwiederholung in aussichtsreicher Stellung gegen Magnus Carlsen, dass ihm momentan sein sonst berüchtigter Kampfgeist fehlt. Damit führt weiterhin Fabiano Caruana mit jetzt 3/4 vor Vladimir Kramnik mit 2,5 Punkten und einer 5er-Gruppe mit 50 Prozent. Runde 5 beginnt am Sonntag wie gewohnt um 15:30 Uhr und wird wieder live für Sie bei ChessBase von GM Klaus Bischoff kommentiert.”

Mike Rosa, auf chesstigers über die Schachduelle bei No Logo Norway Chess 2014, dem Turnier wo Schachweltmeister Magnus Carlsen nach 4 Runden immer noch ohne Sieg in der Turniertabelle notiert

Nachdenkenswert #238

,,Ich bin seit fast 20 Jahren Schachgroßmeister. Erst als Spieler und dann als Trainer habe ich an zahlreichen Turnieren – darunter Olympiaden, Welt- und Europa-Meisterschaften – teilgenommen. Das sind harte Wettkämpfe, in denen das sportliche Element am meisten zählt: man muss gewinnen, man muss den Gegner besiegen! Ohne ausgezeichnete physische Kondition hat man kaum Chancen sich in solchen dauerhaften Leistungswettbewerben durchzusetzen. Deswegen müssen die Spitzenschachspieler durch verschiedene sportliche Aktivtäten ihre physische Kondition ständig trainieren.

Während in vielen Länder Schach als Symbol für Sport betrachtet wird, ist es bedauerlich zu sehen, dass man in Deutschland Schach und Sport versucht zu trennen. Es ist nicht nur skandalös, sondern wird das deutsche Schach als Leistungssport töten. Man stellt sich die Frage: ist das gewünscht, wird Deutschland dadurch in irgendeiner Form profitieren?”

Dorian Rogozenco, Bundestrainer, mit seiner Wortmeldung auf der BMI Spezialseite vom Deutschen SchachbundTraveler Digital CameraTraveler Digital CameraTraveler Digital CameraTraveler Digital CameraTraveler Digital Camera

Nachdenkenswert #237

,,Ich bleibe. Das eine Mannschaft so zusammen bleibt wie in der letzten Saison, das wird nie der Fall sein, da Veränderungen in einem Team an einzelnen Stellen sogar gut tun. Allerdings wäre es schön, wenn wir nicht ganz so viele Wechsel hätten. Diese Wechsel sind aber der Zeit geschuldet, in der jeder Spieler einen Berater und Manager um sich hat, der letztlich entscheidet, was für den Spieler das Beste ist. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr mit den Jungs selbst reden können, um ihnen Perspektiven zu zeigen. Wir werden also auch in der kommenden Saison eine neu aufgestellte Mannschaft des VfB Friedrichshafen sehen, wobei uns einige Spieler bestimmt erhalten bleiben.”

Stelian Moculescu, Mister Volleyball und Erfolgscoach vom VfB Friedrichshafen, im Interview auf der Vereinswebsite der Häfler über Spielerberater sowie Wechsel im Kader

Nachdenkenswert #236

,,Der Deutsche Schachbund erfährt derzeit viel Unterstützung, nicht nur durch die in ihm organisierten Vereinsspieler, und hat auf seiner Homepage eine Themaseite zur Streichung der Sportförderung eingerichtet, auf der man viele Stellungsnahmen, Kommentare und Presseartikel findet. 90.000 organisierte Schachspieler werden sich bei der nächsten Bundestags-Wahl vielleicht noch an die Entscheidung des BMI zur Streichung der Mittel erinnern.”

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der verantwortliche Chefredakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite und greift die aktuelle Situation der Mittelstreichung durch das BMI in seinem Artikel “DDRisierung des Sports”  auf.

Nachdenkenswert #235

,,George Prest arbeitet in einer Werbeagentur, die bereits gezeigt hat, wie man Markenkommunikation heutzutage verstehen muss: R/GA. Die Agentur hat mit Nike zusammen das Fuelband entwickelt. Was übrigens wenige wissen: die Idee für das Fuelband kam von Nike selbst, R/GA hat “nur” die User Experience entwickelt. Was dennoch erstaunt: Nike hat sich für diese Tätigkeit an eine Werbeagentur gewendet hat, nicht an ein IT Unternehmen. Aber das nur nebenbei.”

Roland Hachmann, auf seinem Digital And Social Media Marketing Blog  Web Jungle