Ein paar Worte zum Rücktritt von Schachweltmeister Magnus Carlsen

Während der Schachweltmeisterschaft 2014 im olympischen Medienzentrum Sotschi zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand machte eine Meldung von der Synapsenzerrung des Norwegers die Runde. Urheber der wie üblich erstklassig informierten und recherchierten Geschichte war Der Postillon. So sollte gute Satire aussehen.

Willkommene Gelegenheit für mich einen Beitrag aus dem intensiv bestückten Blogarchiv von sportinsider zu holen. Magnus Carlsen reizte mich zu einer kleinen Story, die damals im Traffic erhebliche Ausschläge nach oben anzeigte.

Reblog (vom 2. April 2014)

Es kam überraschend. Der Rücktritt von Schachweltmeister Magnus Carlsen. Die abrupte Beendigung seiner Laufbahn erinnerte alle Schachfreunde daran, wie wenig planbar das Leben ist. Es keine Sicherheiten oder Garantien gibt. Okay, ein Motivationsloch hat jeden von uns bereits schon mal getroffen. Zuletzt war Magnus Carlsen in den Niederungen der zweitklassigen Schachliga seines Heimatlandes anzutreffen. Ja, er spielte zuletzt um den Aufstieg in der 2. Liga in Norwegen. Ein Freundschaftsdienst für Stavangers Mannschaftskapitän Petter Fossand. Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Der Elo-König verhalf Stavanger mit dem Sieg in einer Spanischen Partie nach 40 Zügen gegen Vladimir Georgiev zum Aufstieg in die Erstklassigkeit. Doch es waren keine konkreten Pläne von Magnus Carlsen für den WM-Kampf gegen den frischen Herausforderer Vishy Anand zu vernehmen. Das war bereits für viele gut vernetzte und informierte Schachexperten bedenklich.

Gerüchte über eine Veränderung im Privatleben, es soll eine bezaubernde Frau im Leben vom 23 Jährigen Schachgenie seit dem Besuch bei Real Madrid an seiner Seite sein, verdichteten sich.

Dabei war Magnus Carlsen immer für überraschende Wendungen gut. Bild am Sonntag stellte den Norweger kurz in 13 Punkten nach dem WM-Sieg gegen Anand unter dem Titel Schach-Genie hat Angst vor dem Intelligenztest vor und verwies auf eine andere Leidenschaft:

,,Nachdem er gewonnen hatte, sprang er in den Hotelpool und spielte danach die ganze Nacht Poker im Internet.​ Um Geld, Herr Carlsen? „Um was denn sonst?“​

Schach war dem Norweger nach dem Titelgewinn nicht mehr so wichtig wie vor dem Match in Chennai. Es war wie eine Erstbesteigung des Mount Everest. Was sollte jetzt noch kommen? Auch die dominante Schwester von Magnus Carlsen, machte kürzlich bei ihrem Besuch in Berlin erste Andeutungen. Während des Länderkampfes Deutschland gegen Norwegen  war Ellen Øen Carlsen eine vielgesuchte Interviewpartnerin. Es könnte Veränderungen im Leben ihres Bruders geben. Freilich vage. Nichts konkretes. Eher beiläufig in einem Nebensatz dahingeworfen. Small Talk. Wir werden zukünftig auf Fotos von Magnus Carlsen aus dem Turniersaal verzichten müssen. Schade. Sehr schade.

Fotos: Ray Morris-Hill rmhphotos.eu

Die Schachwelt ist überrascht und traurig zugleich gewesen. Mein E-Mail Fach sprach da eine deutliche Sprache. Auch der eine oder andere Anruf erreichte mich. Doch Halt. Hier an dieser Stelle darf auch darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der Nachricht Schachweltmeister Magnus Carlsen beendet überraschend seine Laufbahn um einen … Nun, schauen wir vielleicht erst rüber zum ehemaligen Handelsblatt Journalisten Thomas Knüwer auf das Kultblog Indiskretion Ehrensache. Er merkt diese Woche an:

,,Ich mag Traditionen. Und ich finde, wir sollten sie erhalten. Dazu gehört dann eben auch der Aprilscherz, bei dem es so unendlich viel schwerer geworden ist, einen guten zu landen. Denn während es früher ganz einfach war, in der Zeitung zu schreiben, dass ein Stadionbauprojekt in eine Nachbargemeinde wandert, wachsen beim Leser des Jahres 2014 sofort Zweifel, wenn er die Meldung nicht an 300 anderen Orten findet.”

Nun, es darf aufgeatmet werden. Magnus Carlsen tritt nicht zurück. Er hat mitnichten seine Schachlaufbahn beendet. Es wird auch keine Pressekonferenz am avisierten Donnerstag um 13.00 Uhr in Norwegen vom Management des Schachweltmeisters geben. Der Aprilscherz ist hiermit ad acta gelegt.

Sport am Bodensee: Noch 17 Tage bis zur Deadline vom Voting für den ZF Race Reporter 2014

Guten Abend.

Bevor wir ein wenig in den Sport am Bodensee Terminkalender eintauchen, vorab noch ein paar Lesehinweise.

Jens Weinreich hat intensiv und hart gearbeitet. Das langersehnte Buch von ihm ist da. Sein Werk Macht, Moneten, Marionetten: ein Wegweiser durch die olympische Parallelgesellschaft: Bach, Putin, Blatter, Scheichs und Oligarchen.

Der mehrfach ausgezeichnete Journalist Weinreich führt auf seinem Blog, bevor es zur ausführlichen Leseprobe bei ihm zum Ebook geht, mit diesen Worten ein:

,,Was soll ich sagen. Es ist ein Buch. Anders als bisherige (Sport)bücher. Mit Datenanalyse Olympic Power Index zu 127 Weltsportorganisationen und 164 Nationen.

Ein Wegweiser durch den olympischen Dschungel.”

Dann gab es diese Woche die Nachricht vom Tod von Viktor Tichonow. Er war ein extrem erfolgreicher und legendärer Eishockeytrainer. Auch ob seiner harten Disziplinvorstellungen bei den Spielern gefürchtet. 3-maliger Olympiasieger und 8-facher Weltmeister mit der Sbornoja. Das russische Eishockey war in seiner Ära eine Marke. Sozialismus hin oder her. Die Eishockey-Cracks spielten das schnellste Mannschaftsspiel faszinierend und schüttelten die gegnerischen Reihen mit schöner Regelmäßigkei durch. Weltklassetorwart Tretjak, die Verteidiger Fetissow, Kassatonow sowie die geballte Angriffswucht von den Stürmern Krutow, Larionow und Makarow demonstrierten perfektes Eishockey. Der Tagesspiegel widmet dem Tod des legendären Viktor Tichonow einen Artikel inklusive der Erinnerung an das Miracle on Ice. Die International Ice Hockey Federation erkor das Ereignis von den olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid im Jahr 2008 zur Story des Jahrhunderts im Eishockey.

Kommen wir zum Sport am Bodensee. Diese Woche gibt es wie berichtet, das Derby zwischen Alpla HC Hard und Bregenz Handball. Heute Abend gibt es Handball bei den Kadetten Schaffhausen. Sie empfangen GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr. Die Formkurve der Kadetten zeigte in den letzten Wochen nicht steil nach oben. Eher die entgegengesetzte Richtung wurde von den Handballern aus der Schweiz eingeschlagen. In den letzten vier Punktspielen in der NLA gab es seit dem 22. Oktober zwei Heimniederlagen gegen Wacker Thun und am letzten Sonntag gegen TSV St. Otmar St. Gallen sowie die Auswärtsniederlage gegen HC Kriens-Luzern. Nur im Spiel bei HSC Suhr Aarau konnte ein Sieg eingefahren werden. Auch die letzten Begegnungen auf internationalen Parkett in der EHF Champions-League waren wenig erbaulich. Bei Pick Szeged unterlag man am 18. Oktober mit 10 Toren Unterschied. Im November dann die Auswärtsniederlage bei Motor Saporoschje mit 26:31 im Palace of Sports in Kiew am 13. November. Eine Woche darauf die Heimniederlage gegen Saporoschje mit 32:37.

Da käme heute ein Sieg gegen GC Amicitia Zürich gerade Recht. Balsam auf die Wunden. Es ist das Spiel des Tabellenfünften gegen den Tabellenvierten.

Sport am Bodensee. Sektion Segeln.

Wir hatten dieses Jahr wieder reichlich Segelsport auf dem Bodensee. Erinnert sei an die Ausrichtung der Regatta für die Segel-Bundesliga in Friedrichshafen.Traveler Digital CameraOder aber auch an die Interboot 2014 in Friedrichshafen. Die Macher zeigten sich zufrieden mit den Zuschauerzahlen, der medialen Resonanz und dem Feedback der Aussteller.Traveler Digital CameraTraveler Digital Camera86.200 Besucher vermeldete die Messe für 2014. Auch gerne angenommen wieder der Hafen in Friedrichshafen und die entsprechenden Rahmenprogramme. Das war im September.

Doch jetzt schreiben wir den November.

Diese Woche gibt es vom 29.11. – 30.11. 2014 Segelsport auf dem Bodensee. Die 39. Regatta der Eisernen des DSMC in Konstanz. Einen Tag vorher gibt es die entsprechende Einstimmung.

Die Warm-up-Party zur ,,39. Eisernen” des DSMC im ,,Steg 4″  am 28. November.

Sport am Bodensee. Sektion Eishockey.

Diese Woche gibt es 2 sonntägliche Heimspiele. Am 30.11.2014 das Spiel EV Lindau – ECDC Memmingen ab 17.30 Uhr und eine Stunde später in der Puzzlestadt Ravensburg. Auch dort gab es zuletzt keine gute Formkurve. Die Eishockeyspieler von Daniel Naud verloren bei den Bietigheim Steelers 0:5 und bei Starbulls Rosenheim mit 3:7. Im letzten Heimspiel gab es gegen den vorjährigen Playoff Gegner EVL Landshut Eishockey eine 0:2 Heimniederlage. Am Sonntag nun die Gelegenheit den Fans eine Wiedergutmachung anzubieten. Am 30.11.2014 die Eishockeypartie Ravensburg Towerstars – Fischtown Pinguins ab 18.30 Uhr. Derweil gibt es noch etwas erfreuliches zu vermelden. Nächstes Jahr gehen die Towerstars wieder in die Schule.

Sport am Bodensee. Sektion Motorsport.

Stichwort ZF Race Reporter 2014. Für den Einstieg in das Thema eignet sich mein Artikel Wahl zum ZF Race Reporter 2012 vom 31. Oktober 2012. Ich schrieb damals unter anderen:

,,Jetzt ist die Zeit gekommen den Besten ZF Racereporter 2012 zu wählen. Die ZF Friedrichshafen AG mit weltweit über 72.000 Beschäftigten wollte das Sponsoring-Engagement zur DTM 2012 mit einer Kommunikationsstrategie unterstützen. Da sind ja Ideen immer gefragt.  Der ZF Fan Reporter war so ein Geistesblitz. Eine Idee die dann auch umgesetzt wurde.”

Die Idee mit dem Fan-TV bewährte sich und fand 2013 eine Fortsetzung. Jetzt also 2014. Menschenskinder, haben wir bereits wieder das Jahresende vor uns.

Das intensive Sportjahr war vollgepackt. Olympische Winterspiele, Paralympics, Tour de France, Fußball-WM, Leichtathletik-EM, Formel-1, DTM, Schach-WM etc. Auch hier am Bodensee war der Sportkalender gespickt mit hochklassigen Terminen. Match Race Germany in Langenargen, Bodensee 3-Länder Marathon mit Start in Lindau und Ziel in Bregenz, die OutDoor, die Eurobike, die Interboot, die Duelle um die Meisterschaft im deutschen Volleyball zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys etc. Dazu Günter Netzer im SWR UniTalk in Konstanz, Urs Meier in Überlingen oder letzte Woche der Auftritt von Thomas Hitzlsperger an der Zeppelin Universität. Nein, dies wird kein Jahresrückblick 2014. Aber ich schweife ab. Also Konzentration. Es wird wieder der Beste ZF Racereporter 2014 gesucht. Es stehen vier Reporter inklusive ihrer Videos zur Auswahl. Das Voting läuft bereits und hat eine Deadline am 12. Dezember 2014. In 17 Tagen.

Bleiben Sie mir gewogen.

Sport am Bodensee Terminkalender

25.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

26.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

28.11.2014 Party: Warm-up-Party zur ,,39. Eisernen” des DSMC im ,,Steg 4″  

29.11. – 30.11. 2014 Segeln: 39. Regatta der Eisernen des DSMC in Konstanz

29.11.2014 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Leutershausen ab 20.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: EV Lindau – ECDC Memmingen ab 17.30 Uhr

30.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW Bestensee ab 18.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Fischtown Pinguins ab 18.30 Uhr 

03.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Olympiakos Piräus ab 20.00 Uhr 

04.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Aalborg Handbold ab 20.00 Uhr

06.12.2014 Fußball: FV Ravensburg – Freiburger FC ab 14.00 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – TV Rottenburg (Damen) ab 15.45 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – BV Villingen-Schwenningen 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

06.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – Raiffeisen Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

06.12.2014 Handball: SV Allensbach – SV-Union Halle Neustadt ab 19.30 Uhr 

06.12.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – KSV Aalen 2005 ab 19.30 Uhr

06.12.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Kronau/Östringen ab 20.00 Uhr

06. – 07.12.2014 Fußball: 12. MTU-Hallencup – internationales U-15 Fußballturnier

07.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Grüner Stern Keltern II ab 14.30 Uhr

07.12.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Sion ab 16.00 Uhr

07.12.2014 Eishockey: EV Lindau – HC Landsberg ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Basketball: Baskets Konstanz – 1. FC Kaiserslautern ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – SC Riessersee ab 18.30 Uhr

09.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – BSV Bern Muri ab 19.30 Uhr

11.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys ab 20.00 Uhr

12.12.2014 Motorsport: ZF Race Reporter 2014 Abstimmungsdeadline

13.12.2014 Kiss –  Kindersportschule: Vorweihnachtliches Sportprogramm in der Graf Soden Realschulturnhalle in Friedrichshafen zwischen 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

13.12.2014 Schach: Oberschwäbische Jugendturnierserie in Bregenz ab 12.45 Uhr

13.12.2014 Handball: Bregenz Handball – Union JURI Leoben ab 19.00 Uhr

13.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – HC Kriens-Luzern ab 19.30 Uhr

14.12.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – Schachverein Friedrichshafen 1 ab 09.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV Grafing ab 14.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg ab 18.00 Uhr

14.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau ab 18.30 Uhr

19.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – HSG Bärnbach/Köflach ab 19.00 Uhr

20.12.2014 Kiss –  Kindersportschule: Vorweihnachtliches Sportprogramm in der Graf Soden Realschulturnhalle in Friedrichshafen zwischen 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

20.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Ratiopharm Ulm ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EC Pfaffenhofen ab 17.30 Uhr

21.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VSG Coburg / Grub ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 18.30 Uhr

23.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 20.00 Uhr

28.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EHC 80 Nürnberg ab 17.30 Uhr

28.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers ab 18.30 Uhr 

30.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim ab 20.00 Uhr

Benjamin Wahlen bemerkenswertes Spox-Interview mit Jan Gustafsson und Ilja Zaragatski

Schach schaffte es einst in das legendäre Buch Wenn Sport Geschichte schreibt von Jan Stradling.Traveler Digital Camera

Auf den Seiten 130 bis 141 gab es das Kapitel Der Bauernraub. Reykjavik, Island, 1972. Die Schachweltmeisterschaft zwischen dem amerikansichen Schachgenie Bobby Fischer und dem amtierenden Leningrader Weltmeister Boris Spasskij. Das Schachmatch des Jahrhunderts.

Der Tod des Glücks ist der Vergleich. Lassen wir also erst gar keine Versuche aufkommen, das Glück zu zerbröseln, in dem wir vergleichend hin und her schwenken zwischen verschiedenen Schachepochen.

Die Schach-WM 2014 im olympischen Medienzentrum in Sotschi ist bereits wieder Geschichte. Während des Kampfes gab es ein bemerkenswertes Spox-Interview von Benjamin Wahlen mit den beiden Großmeistern Jan Gustafsson und Ilja Zaragatski.

Neben Gedanken zur verbesserten Strategie von Anand gegenüber Chennai, den inflationären Elo-Zahlen und dem Blick auf die eigene Karriere ging es auch um Spielsucht. Jan Gustafsson, erfolgreiches Mitglied des Teams der deutschen Schachnationalmannschaft von 2011 bei der Europameisterschaft, die damals sensationell den Titel errang, merkte an:

,,Viele Schachspieler sind echte Zocker, viele spielen auch Poker, gehen oft ins Casino und wetten. Die Affinität zum Glücksspiel ist bekannt, Spielsucht kann für manche zum Problem werdent. Es gibt Spieler, die sich zum Beispiel für Contra-Re-Spiele treffen. Dabei geht um einen Einsatz, der durch die Ansage von Contra und Re jeweils verdoppelt werden kann.”

Pokern ist immer wieder ein Thema bei Schachspieler Gustafsson. Er selber gab einst der FAZ vor 6 Jahren ein Interview unter dem Titel Im Pokern ist mehr zu holen als im Schach. Michael Eder leitete das Interview damals mit folgenden Worten ein:

,,Jan Gustafssons Denkfabrik ist nicht sehr groß, nur ein paar Quadratmeter. Das Arbeitszimmer in seiner Eppendorfer Wohnung ist zugleich sein Wohnzimmer. Ein weißes Ledersofa steht darin, ein Bücherregal, vollgestopft mit Romanen, Schach- und Pokerliteratur. Fernseher, Stereoanlage, Lautsprecher, DVD-Hüllen. Ein Stuhl, ein Schreibtisch, darauf zwei Aschenbecher, zwei Schachteln Gauloises – und Gustafssons Trainingsgeräte: zwei Bildschirme, die ihn per Internet mit der Schach- und Pokerwelt verbinden und ihm Zugriff auf eine Datenbank mit mehreren Millionen Schachpartien bieten.”

Das damalige Interview im November 2008 war im Vorfeld der Schacholympiade Dresden geführt worden. Autor Benjamin Wahlen publizierte sein cooles Spox-Interview am vorigen Mittwoch, den 19.11.2014, dem 4. Ruhetag in Sotschi vor der 9. Partie zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand. Man wünschte sich generell nicht nur zu den faszinierenden Höhepunkten im internationalen Schachkalender, die Berichterstattung in den Sportrubriken der Zeitungen oder den Sportportalen über das königliche Spiel, seine psychologischen Komponenten, den Protagonisten und Begleiterscheinungen sowie Hintergründe.

Sport am Bodensee: Derby-Time Alpla HC Hard gegen Bregenz Handball

In dieser Woche, beim Blick auf den Sport am Bodensee  Terminkalender, ist mein persönlicher Favorit das Handballderby Alpla HC Hard vs. Bregenz Handball. Die Handballer aus Hard gehen mit breiter Brust in das Derby. Am Samstag gewannen sie ihr Heimspiel in der Sporthalle am See im EHF Cup gegen die starken ungarischen Riesen von Balatonfüredi KSE mit 31:26 (13:13). Ein bemerkenswerter internationaler Auftritt der Roten Teufel vom Bodensee.

Am Mittwoch jetzt also wieder Ligakost. Derby-Time gegen den Rivalen Bregenz Handball. Alpla HC Hard, der Vorarlberger Serienmeister der höchsten österreichischen Handball-Liga HLA liegt aktuell auf Tabellenplatz zwei. Einen Punkt hinter Spitzenreiter SG INSIGNIS HB Westwien. Im Hinspiel der Hinrunde des HLA-Grunddurchganges gewannen die Bregenzer mit dem Anstrich einer kleinen Sensation oder Überraschung, beide Wörter sind ja im Sport in der Regel inflationär in Gebrauch, gegen den Derbyrivalen aus Hard. Derbys sind immer besonders emotional, aufgeladen, brisant, spannend, reizvoll. Ich mag die Derby-Time.

Das Spiel des Lebens nannte Bregenz Handball den kleinen Imagefilm, der Einblick in die Handballwelt der Festspielstädter gibt.

Sport am Bodensee Terminkalender

24.11.2014 Vereinspolitik: Jahresversammlung Wasserski-Sektion des DSMC

25.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

26.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

28.11.2014 Party: Warm-up-Party zur ,,39. Eisernen” des DSMC im ,,Steg 4″  

29.11. – 30.11. 2014 Segeln: 39. Regatta der Eisernen des DSMC in Konstanz

29.11.2014 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Leutershausen ab 20.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: EV Lindau – ECDC Memmingen ab 17.30 Uhr

30.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW Bestensee ab 18.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Fischtown Pinguins ab 18.30 Uhr 

03.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Olympiakos Piräus ab 20.00 Uhr 

04.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Aalborg Handbold ab 20.00 Uhr

06.12.2014 Fußball: FV Ravensburg – Freiburger FC ab 14.00 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – TV Rottenburg (Damen) ab 15.45 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – BV Villingen-Schwenningen 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

06.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – Raiffeisen Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

06.12.2014 Handball: SV Allensbach – SV-Union Halle Neustadt ab 19.30 Uhr 

06.12.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – KSV Aalen 2005 ab 19.30 Uhr

06.12.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Kronau/Östringen ab 20.00 Uhr

06. – 07.12.2014 Fußball: 12. MTU-Hallencup – internationales U-15 Fußballturnier

07.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Grüner Stern Keltern II ab 14.30 Uhr

07.12.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Sion ab 16.00 Uhr

07.12.2014 Eishockey: EV Lindau – HC Landsberg ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Basketball: Baskets Konstanz – 1. FC Kaiserslautern ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – SC Riessersee ab 18.30 Uhr

09.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – BSV Bern Muri ab 19.30 Uhr

11.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys ab 20.00 Uhr

12.12.2014 Motorsport: ZF Race Reporter 2014 Abstimmungsdeadline

13.12.2014 Kiss –  Kindersportschule: Vorweihnachtliches Sportprogramm in der Graf Soden Realschulturnhalle in Friedrichshafen zwischen 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

13.12.2014 Schach: Oberschwäbische Jugendturnierserie in Bregenz ab 12.45 Uhr

13.12.2014 Handball: Bregenz Handball – Union JURI Leoben ab 19.00 Uhr

13.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – HC Kriens-Luzern ab 19.30 Uhr

14.12.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – Schachverein Friedrichshafen 1 ab 09.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV Grafing ab 14.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg ab 18.00 Uhr

14.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau ab 18.30 Uhr

19.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – HSG Bärnbach/Köflach ab 19.00 Uhr

20.12.2014 Kiss –  Kindersportschule: Vorweihnachtliches Sportprogramm in der Graf Soden Realschulturnhalle in Friedrichshafen zwischen 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

20.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Ratiopharm Ulm ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EC Pfaffenhofen ab 17.30 Uhr

21.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VSG Coburg / Grub ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 18.30 Uhr

23.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 20.00 Uhr

28.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EHC 80 Nürnberg ab 17.30 Uhr

28.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers ab 18.30 Uhr 

30.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim ab 20.00 Uhr

Schachweltmeister Magnus Carlsen und die Kunst der Prognose

Im Oktober fragte ich im Sportinsider Interview die beiden Sportjournalisten Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller anlässlich der Besprechung zu ihrem am 6. Oktober 2014 in Deutschland auf den Markt gekommenen Werk Sport – Das Buch auch zum bevorstehenden WM-Kampf in Sotschi zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und dem Herausforderer Viswanathan Anand.Traveler Digital Camera

,,Ist Schach eine Passion von Ihnen und wie sehen die Prognosen für den in Sotschi im November beginnenden Schach-WM Kampf zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand aus?

Jürgen Schmieder: Wir sind beide Schachbegeistert, wobei Johannes der bessere Spieler ist. Ich bin der Meinung, dass Carlsen derzeit nicht zu besiegen ist – noch nicht einmal von einem Computer, den einer meiner Freunde übrigens gerade programmiert.

Johannes Aumüller: Dafür ist Jürgen der bessere Schachboxer. Meine DWZ hat sich zuletzt auch nicht wirklich verbessert, weil ich so sehr mit der Erstellung dieses Büchleins beschäftigt war. Mein Tipp für Sotschi: Carlsen, noch eindeutiger als beim letzten Mal.”

Es war ein spannenderers Match wie in Chennai. Das lag an einem mental und körperlich stärker agierenden Anand, der befreiter wirkte, nicht unter dem psychischen Druck litt vor eigenen Publikum spielen zu müssen. Er leistete im olympischen Medienzentrum in Sotschi länger Widerstand, als dies zahlreiche Schachexperten vor dem Duell prognostizierten. Wie das immer so ist mit der Kunst der Prognose.

Am Ende nutzte Carlsen die Fehler des indischen Ex-Weltmeisters nervenstark aus und verteidigte verdient seinen Titel. Es wäre für die Schachwelt interessant gewesen wie Carlsen mit einem Rückstand im Match agiert hätte. Welche Reaktion erfolgt wäre. In der 6. Partie hatte Viswanathan Anand nach dem Patzer vom Champion im 26. Zug mit Kd2 die große Chance. Anand patzte mit seiner Antwort auch und verpasste eine Gewinnstellung. Für mich der Kulminationspunkt des WM-Kampfes. Carlsen konnte seine Stellung seinerseits ausbauen und gewann die Partie und ging in Führung. Die aktuellen Internetstimmen gibt es hier zum Match von Sotschi und der abschließenden 11.Partie. Das entscheidende Spiel. Am Ende stand ein Weiß-Sieg vom Mozart des Schachs am Sonntag und der Gesamtstand von 6,5:4,5 für Carlsen fest.

Herzlichen Glückwunsch an den alten und neuen Weltmeister Magnus Carlsen!

Hitchcock-Thriller von Sotschi. Schach-WM 2014 Live-Ticker der 11. Partie Carlsen – Anand auf Spiegel Online

Der Hitchcock-Thriller von Sotschi geht in die entscheidende Phase. Ein hauchdünner Vorsprung von 5,5:4,5 für das norwegische Schachgenie Magnus Carlsen gegen den indischen Herausforderer Viswanathan (Vishy) Anand. Knisternde Hochspannung im olympischen Medienzentrum und weltweit am Internet. Es ist für viele Freunde des königlichen Spiels das internationale Sportereignis des 4. Quartals im Terminkalender.

Heute ab 13.00 Uhr deutscher Zeit geht es in die vielleicht entscheidende 11. Partie. Magnus Carlsen hat Anzugsvorteil mit den weißen Figuren. Ein Sieg am Sonntag würde die Wintersportnation Norwegen in einen Freudentaunmel versetzen. Im vergangenen Jahr wurde der Schachchampion zum Sportler des Jahres in seinem Heimatland gewählt. In dem Jahr hatte unter anderen Tora Berger vierfaches Gold bei den Weltmeisterschaften im Biathlon für Norwegen geholt. Das Momentum war auf Seiten von Carlsen. Eine ganze Nation huldigte dem Mozart des Schachs. Genug der Vorrede. Auf geht´s.

++++++++++++++Schach-WM Live-Ticker 11- Partie auf Spiegel-Online++++++++++++++

Kommentator des Live-Ticker auf Spiegel-Online ist der bewährte Bernd Schroller, selbst ein solider Schachspieler, der sich bereits beim WM-Match von Chenaai 2013 bewährte und einen guten Job machte.

Ein halber ganzer Punkt für Magnus Carlsen

Die 9. Partie in Sotschi ist durch. World Champion Carlsen kommt der Titelverteidigung näher. Seine zahlreichen Follower, hier ein Ausschnitt vor der WM in Sotschi vom Twitter-Account des Schachgenies, wird es freuen.Traveler Digital Camera

Die aktuelle Follower Zahl von Magnus Carlsen, Stand am heutigen 20.11.2014 um 17.10 Uhr deutscher Zeit, beträgt:

86.700.

Einst hatte ich 100.000 bis zum 31.12.2014 für den Medienstar prognostiziert. Schaun mer mal.

Das dritte Remis hintereinander im olympischen Medienzentrum von Sotschi bedeutet einen neuen Zwischenstand im Match um die Schachweltmeisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Carlsen und seinem Herausforderer Anand.

5:4 für Carlsen.

Die heutige 9. Partie war ein halber ganzer Punkt für Carlsen.

Die ersten Stimmen aus dem Internet von mir zusammengetragen gibt es beim Deutschen Schachbund zu lesen.