Glamour Schach

Nichts hält sich hartnäckiger wie überholte Klischees. Da wird Schach eine Randsportart genannt mit dem geduldeten Aufenthalt im Hinterzimmer einer Gastwirtschaft. Schach fehle jeglicher Glamour. Auch so eine Schubladenfertigmeinung. Ilja Schneider weiß dann sogar von einem Beispiel fehlender Etikette auf dem Schachblog von Zeit-Online unter dem Titel Im rosafarbenen Pyjama am Schachbrett zu berichten. Nein, sexy geht anders – gar keine Frage.

Doch es gibt sie noch, die glamourösen Auftritte im Schach. Es wird dort kein Pfefferminztee serviert oder die Stullen selber aus dem Rucksack geholt.

A Champagne Reception

Nein, es darf schon eine Champagner Rezeption sein. Das Personal ist entsprechend gekleidet. Der Augenblick wird zelebriert. Die Trinktemperatur wird von Gourmetkennern gerne im Bereich  zwischen 6 Grad Celsius bis 9 Grad Celsius als ideal empfohlen. Selbstredend wird auf die Details geachtet, die zu einem perfekten und glamourösen Abend gehören.

Dinner with the Masters

Das traditionelle Restaurant bietet jene Stilsicherheit und Etikette, die der sportlichen Leistung der Protagonisten angemessen ist. Im Simpson’s-in-the-Strand, einem der ältesten Londoner Restaurants, ist alles angerichtet für die Genies.

Grand dining at Simpson's-in-the-Strand

Die Schachbretter sind liebevoll mit in die Tischdekoration eingebunden worden. Die Kronleuchter strahlen glanzvoll und der vorweihnachtlichen Stimmung ist mit den grünen Bäumen, dezent festlich geschmückt, auch gedacht wurden.

Guests enjoying drinks before dinner

Guests enjoying drinks before dinner

Die Stimmung unter den entspannten Gästen ist prächtig. Erwartungsvoll wird dem Dinner in London entgegen gesehen.

Malcolm Pein with guests from Barclaycard

Vorher gerne auch noch ein Glas Champagner. Schachorganisator Malcom Pein mit modisch mutiger und auffälliger Krawatte kümmert sich dabei auch um  die Gäste von Barclaycard.

Vishy Anand

Der mehrfache Weltmeister Vishy Anand, frischgebackener Turniersieger vom London Chess Classic 2014, hat auch noch gegen Jahresende viel Freude am königlichen Spiel.

Die Fotos vom Glamour Schach Dinner, anlässlich der beendeten London Chess Classic 2014, hat Ray-Morris-Hill mir wieder in altbewährter Form, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zu seiner Website: www.rmhphoto.eu

Sportinsider Interview mit Uwe Bekemann

Fernschach ist mehr wie eine faszinierende Facette des königlichen Spiels. Mein Vater war ein leidenschaftlicher Fernschachspieler. Mit 14 Jahren spielte ich mein erstes Fernschachturnier.  Es war faszinierend aus der Schule zu kommen, in den Briefkasten zu schauen und Fernschachpost aus Moskau, Kassel, Kopenhagen, Turin, Mallorca oder Glasgow vorzufinden.  Schöne Erinnerungen. Wir tauschten nicht nur die Schachzüge aus. Über Hobbys, unsere Familien, Urlaubsreisen etc. wurde auch intensiv geschrieben.

Diese Erinnerungen an meine jugendlichen Fernschacherlebnisse kamen mir dieser Tage wieder in Erinnerung. Was lag näher sich an einen aktiven Protagonisten im deutschen Fernschach zu wenden und einen Blick in die aktuelle Situation zu wagen.

Schachbuchautor Uwe Bekemann führt das Vorstandsamt des PR-Managers im Deutschen Fernschachbund e.V. (BdF) aus. Im Interview spricht er über die Faszination Fernschach, die Mitgliederzahl im BdF, über Fluch und Segen der Schachcomputer, seine Aufgaben beim Fernschachbund sowie über die Arbeit an seinen Schachbüchern mit Jerzy Konikowski. Es fehlt auch nicht ein kleiner Rückblick auf den WM-Kampf Anand gegen Carlsen.

Herr Bekemann, Sie haben mit Jerzy Konikowski das Buch 1. e4 siegt! geschrieben. Angesichts der mit dem Königsbauern erzielten drei Weiß Siege von Weltmeister Carlsen in Sotschi aktueller denn je. Herausforderer Anand wählte zweimal die Antwort e5 und einmal für c5. Welche Schwarz Erwiderung ist Ihnen denn am liebsten?

Uwe Bekemann: In meinen eigenen Partien komme ich mit beiden Antworten zurecht, für beide habe ich mir mehrere Repertoirefelder aufgebaut. Dies gilt auch für andere Möglichkeiten des Nachziehenden. So kann ich sagen, dass ich spezielle Vorlieben und Abneigungen im Spektrum des Gegners mit Schwarz nicht habe.

Wie fällt Ihr Vergleich vom Schach-WM Kampf zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand in Sotschi 2014 und Chennai 2013 aus?

Uwe Bekemann: Für mich liegt der größte Unterschied im Auftreten von Anand. Er hat insgesamt mutiger und selbstbewusster gespielt, auch schien er besser eingestellt oder vorbereitet zu sein. Allerdings möchte ich vorsichtig sein, wenn es um Bewertungen geht. Ich fühle mich viel zu weit weg vom Geschehen, als dass ich mir ein tiefes Urteil erlauben könnte. Zudem bin ich mir als Hobbyspieler meiner Limits bewusst.

Lassen Sie uns über Fernschach sprechen. Was fasziniert Sie persönlich am Fernschach?

Uwe Bekemann: Das lässt sich nicht mit wenigen Sätzen umfassend ausdrücken. Ich konzentriere mich deshalb auf die Aspekte, die mir besonders wichtig sind. So erlaubt mir das Fernschachspiel die tägliche Beschäftigung mit dem Schachspiel selbst. Jeden Tag habe ich auf dem Brett Kontakt zu meinen Spielpartnern, wenn ich es denn möchte. Dabei komme ich viel tiefer in die Geheimnisse des Spiels hinein als im Nahschach. Bei der Analyse muss ich mir nicht alles vorstellen können, ich führe die Züge am Brett aus. Dazu kann ich alles an Hilfsmitteln einsetzen, was für mich greifbar ist. So komme ich zu Partien, die nicht über mehr oder weniger grobe Schnitzer entschieden werden. Die Ablenkung und Zeitdruck spielen kaum eine Rolle, ich kann mich voll auf das Spiel selbst konzentrieren. Und ich treffe auf Spielpartner aus allen Gegenden Deutschlands und der Welt.

Sie sind Vorstandsmitglied im Deutschen Fernschachbund e.V. (BdF). Welche Aufgaben obliegen Ihnen? Welches Zeitbudget bringen Sie dafür monatlich mit?

Uwe Bekemann: Ich führe das Vorstandsamt des PR-Managers aus. Nach dem Geschäftsverteilungsplan und damit offiziell bin ich zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit (redaktionelle Beiträge an alle Publikationsmedien, Werbeinserate, sonstige Maßnahmen – insb. über das Internet), die Internetpräsenzen des Vereins (technische Verantwortung und redaktionelle Pflege), Redaktionsleitung und Chefredaktion der Verbandszeitschrift Fernschachpost sowie Serverangelegenheiten. In einem „Fern“-Verband wie dem Deutschen Fernschachbund e.V. ist es aber kaum möglich, die Arbeiten so zu fokussieren und zu lenken. So gibt es nennenswert auch viel laufendes Geschäft, insbesondere Schriftwechsel mit Mitgliedern und anderen Kontaktpartnern. Auch Rezensionen über Schachbücher zählen zu meinen Aufgaben.

Das monatliche Zeitbudget kann ich zahlenmäßig nicht genau in reine Vorstandsarbeit und andere Aufgaben trennen, allerdings sind Dinge wie Vorstandsabstimmungen, Mitwirkung an Beschlüssen etc. einer der kleineren Anteile. Das Zeitbudget hängt von zwei Faktoren ab: Was ist gerade in einer bestimmten zeitlichen Periode zu erfüllen und was möchte und kann ich gerade machen (auch in Abhängigkeit aktueller Buchprojekte), auch wenn es nicht zwingend (jetzt) erledigt werden müsste. Aktuell verrichte ich Arbeiten für den Verband in der Zahl von rund 80 bis rund 120 Stunden im Monat, in Ausnahmemonaten auch mal mehr. Dies mag hoch erscheinen, aber die Arbeit verteilt sich auf fast alle Abende im Monat (ich bin voll berufstätig) und auf die Wochenenden. Wie Sie nachrechnen können, verteilt sie sich damit sehr gut auf viele Tage. Zudem empfinde ich meine Tätigkeit nicht als Arbeit, sondern als eine Beschäftigung nach meinen Neigungen. Die Arbeit für den Deutschen Fernschachbund e.V. hat mir zudem sehr geholfen, mit einem Handicap (Tinnitus) zurecht zu kommen.

Der Deutsche Fernschachbund bietet Fernschach in allen Variationen, Normalschach und Chess960 an. Der BdF hat einen eigenen Schachserver. Es gibt auch separate Engine-freie Fernschachturniere. Mit der Fernschachpost wird darüber hinaus eine eigene Schachzeitschrift angeboten. Diese Angebotsbreite ist bemerkenswert. Hans-Walter Schmitt, seit Jahren an der Seite von Anand und Organisator, Macher und Spiritus Rector von Chess Tigers ist ein großer Verfechter von Chess960. Welche Angebote vom BdF nutzen Sie zum Schachspielen?

Uwe Bekemann: Eigentlich alle, nur nicht alle gleichzeitig. Als Spieler muss ich etwas zurückstecken, aus zeitlichen Gründen. Chess960 bereitet mir auch viel Spaß, wobei dieser mein Leistungsvermögen darin doch recht deutlich übersteigt.

Nachwuchsgewinnung ist bei traditionellen Schachvereinen immer ein großes Thema. Oft auch ein Sorgenkind. Wie sieht es mit der Begeisterung der jungen Generation für das Fernschach aus? Sind vom BdF in den nächsten 12 Monaten konkrete Aktionen zur Mitgliedergewinnung der 18 – 28 jährigen geplant? Wie sieht es generell mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen in den letzten Jahren aus?

Uwe Bekemann: Besondere Aktionen zur Mitgliedergewinnung der 18 – 28 Jährigen sind aktuell nicht geplant. Dies heißt aber nicht, dass es im kommenden Jahr nicht dazu kommen wird. Wir haben einen engagierten Jugend-Turnierleiter, der sich ohnehin fortwährend um die Förderung des Jugend-Fernschachs bemüht. Schon traditionell aber kann man sagen, dass sich Jugendspieler oft nach einiger Zeit des Fernschachspiels vorübergehend zurückziehen und dann so etwa im Alter von 40 Jahren zurückkehren. Dann sind die eigenen Kinder schon recht selbstständig geworden und auch beruflich sind die Sturm- und Drangjahre überschritten. Nun erinnern sie sich an die frühere Bekanntschaft mit dem Fernschachspiel und starten einen neuen Versuch.

Nach einigen Jahren eines erheblichen Mitglieder-Aderlasses sind wir in Deutschland bei so etwas wie einer schwarzen Null angekommen. So bei rund 2500 Mitgliedern scheinen wir eine belastbare Balance gefunden zu haben. Weltweit sieht die Sache weniger gut aus. Rund um den Globus ist die Zahl der Fernschachspieler kontinuierlich gesunken und auch aktuell nimmt die Zahl ab.

Der Einsatz von Schach-Software hat in den letzten Jahren das Spielniveau von Fernschachpartien gesteigert. Im Glarean Magazin Interview vom 14. Dezember 2010 sagte Fernschach-Großmeister Arno Nickel:

,,Die Veränderungen auf dem Durchschnittsniveau sind natürlich dramatisch, vermutlich noch gravierender als an der Fernschachspitze. Spieler, die früher – ohne Computer – einfache taktische Zusammenhänge nicht verstanden oder anfingen merkwürdig zu spielen, wenn ihr Buchwissen erschöpft war, spielen auf einmal mustergültige Partien, die auch ein Anand über weite Strecken kaum besser behandeln könnte. Ihr Pech ist nur, dass viele solcher – ich nenne sie mal: virtuellen – Schachpartien remis ausgehen, weil der Gegner den gleichen Sekundantenstab nutzt.“

Hinter diesem Hintergrund taucht wieder verstärkt der Wunsch nach Engine-freien Schachpartien auf. Der BdF bietet entsprechende Turniere an. Wie sehen Sie die Entwicklung? Was ist Fluch und was ist Segen in Sachen Schachcomputer?

Uwe Bekemann: Zunächst möchte ich zu bedenken geben, dass besonders erfolgreiche Spieler sich auch heute fortwährend als besonders erfolgreiche Spieler behaupten. Würde ein Schachcomputer ausreichen, um erfolgreich Fernschach zu spielen, dann dürfte es keine besonderen Leistungsunterschiede mehr geben und wir müssten ständig wechselnde Sieger in Meisterschaften etc. haben. Dies ist aber nicht so. Also muss es auch heute noch Dinge geben, die den Unterschied machen.

Der auf Dauer erfolgreiche Fernschachspieler muss eine eigene hohe Spielstärke haben, insbesondere im Bereich der Planung im Schach, und seine Hilfsmittel inkl. Computer besonders gut einzusetzen wissen. Die Symbiose macht den Unterschied. Wenn man sich einen tollen Stab zum Stabhochsprung kauft, hievt man sich auch nicht automatisch über die hoch aufgelegte Latte. Ein bisschen so ist es auch im Fernschach.

Ich habe es mir abgewöhnt, die Entwicklung zu bewerten, die über den Siegeszug der Schachcomputer eingetreten ist, weil ich es für müßig halte. Die Rechner sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Also versuchen wir uns die Vorteile daraus zunutze zu machen.

Der Segen der Schachcomputer ist ihr Beitrag zur Entwicklung im Schach. Im Fernschach helfen sie dabei, die Suche nach dem objektiv besten Zug in jeder Stellung zu ermitteln. Ihr Auftreten im Fernschach hat insoweit zu einer echten Bereicherung geführt.

Der Fluch der Schachcomputer liegt darin, dass sie besser rechnen können als wir. Verfällt der Spieler der Versuchung, sich selbst durch den Computer zu ersetzen, wird er auf Dauer verarmen, sowohl hinsichtlich seines Spielspaßes als auch seiner Fähigkeiten und seiner Entwicklung. Fluch und Segen liegen also gewissenmaßen nah beieinander.

Wie hat das Internet Fernschach beeinflusst, verändert und wie sieht ein Ausblick auf die Entwicklung der nächsten 5 Jahre aus Ihrem Blickwinkel aus?

Uwe Bekemann: Das Internet hat über das Serverfernschach und das Onlinespiel unter Nahschachbedingungen Fernschach und Nahschach näher zueinander geführt. Es ist beschleunigt worden, was schon eine Folge der größeren Geschwindigkeit des elektronischen Zugaustausches gegenüber dem Spiel per Normalpost ist. Weiterhin haben die offiziellen Verbände wie der Deutsche Fernschachbund e.V. Konkurrenz durch private Anbieter von Fernschachangeboten bekommen (Server und Klubs mit E-Mail-Schach). Dies wäre organisatorisch im Postkartenzeitalter kaum vorstellbar gewesen.

Ich denke, dass sich der Zugaustausch in den kommenden Jahren fast vollständig auf den Server verlegen wird. Ich denke weiter, dass der Deutsche Fernschachbund e.V. sich weiter behaupten und seine Stellung als Nummer 1 der Fernschachanbieter in Deutschland ausbauen wird, weil er gemeinnützig und damit ohne Gewinnerzielungsabsicht tätig ist. Private Anbieter werden mehr und mehr spüren, dass sich mit Fernschach auf dem Server nicht wirklich Geld verdienen lässt und sich der Aufwand kaum lohnt. Dies wird das private und erwerbswirtschaftlich orientierte Angebot ausdünnen.

Eingangs haben wir über Ihr Buch 1. e4 siegt! mit Jerzy Konikowski gesprochen. Sie haben noch weitere Bücher mit ihm herausgegeben. Italienische Partie – richtig gespielt oder Königsgambit – richtig gespielt. Auch für Freunde des gepflegten Eröffnungszugs mit dem Damenbauern haben Sie mit Jerzy Konikowski ein Werk verfasst. 1. d4 siegt! Welches Buch aus diesem Quartett und warum ist Ihr Lieblingsbuch?

Uwe Bekemann: Ich habe, ganz ehrlich gesagt, kein Lieblingsbuch aus unserem gemeinsamen Schaffen. Mit Jerzy Konikowski zu arbeiten, ist immer eine tolle Sache. Er ist ein unermüdlicher Arbeiter und hat eine unglaublich große Erfahrung, in der Zusammenarbeit läuft es völlig harmonisch und in gegenseitiger Unterstützung. Dies war bei jedem unserer Bücher so. Auch aus den Inhalten heraus kann ich kein Buch bevorzugen. Sie sind alle aus einem Holz und doch alle auch irgendwie etwas anders als die anderen. Mal haben wir eine möglichst bemerkenswerte Variantentiefe und –breite verfolgt, mal wollten wir ein qualifiziertes Repertoire mit Überraschungspotenzial liefern, dann wieder auch mit nebenbei unterhaltsamen Texten arbeiten. Ich könnte nicht dahinterstehen, wenn ich nun eines aus dem Kreis der Bücher als Lieblingsbuch hervorheben sollte.

Wie lange arbeiten Sie im Durschnitt an einem Schachbuch?

Uwe Bekemann: Das hängt in Gemeinschaftswerken von der Art meines Beitrags und der Menge des Materials ab. Zudem kann es immer wieder zu Unterbrechungen kommen. Die Sammlung des erforderlichen Materials müsste man dann auch noch hinzurechnen, wenn ein Buchprojekt vereinbart worden, die echte Arbeit aber noch nicht aufgenommen worden ist. 6 bis 12 Monate als Bearbeitungszeitraum kommt der Realität aber sicher recht nahe.

Internet scheint für viele Schachfreunde wie geschaffen für die Sportart Schach. Andererseits kommt Schach in der Berichterstattung großer Zeitungen im Sportteil nur rudimentär oder temporär zu Weltmeisterschaften vor. Woran liegt dies Ihrer Meinung nach?

Uwe Bekemann: Bei der Ausübung unseres Spiels bewegen wir uns zwar auch, aber seltener und langsamer als Bewegungssportler. Damit können wir nicht so recht mithalten, wenn die Medien explodierende Bilder und die Schilderung packender Kampfszenen suchen.
Leider sind die Schachspieler in den Augen vieler, bis hin in die Reihen der politischen Entscheidungsträger, keine Sportler oder nur solche zweiter Klasse. Die geringe Präsenz des Schachspiels in den großen Zeitungen ist für mich eine nachvollziehbare Konsequenz dieser Umstände.

Wir nähern uns dem Jahresende 2014. Was wünschen Sie sich für den Deutschen Fernschachbund und die Entwicklung im Fernschach generell im Jahr 2015?

Uwe Bekemann: Was wünsche ich mir für den Deutschen Fernschachbund? Ich möchte dies in zwei Dinge unterscheiden. Als Funktionär mit bürokratischer Brille und damit in der Pflicht für alle Mitglieder stehender Verantwortlicher wünsche ich mir, dass es uns gelingen möge, einen Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Wichtige Entscheidungen in Vereinsangelegenheiten sind aktuell nur noch in die Hand weniger Mitglieder gelegt, diejenigen nämlich, die es sich finanziell, gesundheitlich und nach weiteren Voraussetzungen leisten können, die jährliche Präsenz-Mitgliederversammlung zu besuchen. In einem Verband von fast 2500 Mitgliedern haben somit, wenn es hoch kommt, 30 Personen die Fäden in der Hand. Im oben beschriebenen Sinn „geschwächte“ Mitglieder sind außen vor. Das ist ein Unding, besonders in einem Fernverband wie dem Deutschen Fernschachbund e.V.

Als selbst spielender Funktionär wünsche ich mir, dass der Deutsche Fernschachbund e.V. sein Standing erhält und die breite Palette an Fernschachmöglichkeiten zum Wohle seiner Mitglieder ohne Beschränkungen aufgrund einer nachlassenden Nachfrage aufrechterhalten kann. Damit habe ich auch meinen Wunsch zur Entwicklung des Fernschachs in 2015 ausgesprochen.

Herr Bekemann vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

Weiterführende Websiten zum Thema:

bekemann Private Website von Uwe Bekemann

wikipedia Eintrag Uwe Bekemann

bdf-fernschachbund  Offizielle Website Deutscher Fernschachbund e.V. (BdF)

Nachdenkenswert #262

,,Es gibt Bücher, die mag ich einfach schon, bevor ich eine Seite darin gelesen habe. So erging es mir bei „Über alle Berge“, einer kleinen, aber feinen Sammlung von 15 Geschichten über das Wandern. Schon der Leinen-Einband des Büchleins, ein schönes Gemälde einer Berglandschaft, hat es mir angetan. Ich fühlte mich geradezu eingeladen, mich bei einem Glas Wein in meinen gemütlichen Sessel zu setzen und zu schmökern.”

Stefan Nestler, Journalist und Gründer vom Blog Abenteuer Sport, hat sich eingelesen

Sportinsider Interview mit Joe Boden

Schachblogs sind faszinierend. Sie haben von ihrer Anziehungskraft für mich persönlich nichts verloren. Einer dieser Schachblogger mit dem Faible für das einzigartige Königliche Spiel, Durchhaltevermögen für das Medium Blog und tiefer Hingabe zur Detailarbeit ist der Gründer, Organisator und Spiritus Rector von Joe´s Schachblog, Joe Boden. Was lag näher ihn kurz vor Jahresende zu einigen Aspekten seines Schachblogs und der Materie rund um das Geschehen auf den 64 Feldern zu befragen.

Herr Boden, lassen Sie uns über Schachblogs reden. Wann und weshalb haben Sie Ihren Schachblog gegründet?

Joe Boden: Meine ersten Postings gingen im März 2012 online. Ich hatte Spass am Bloggen und wollte rausfinden, ob es mir gelingt, meinen Blog einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Das scheint mir gelungen zu sein. Letzten Monat hatte ich 15000 Besucher, das ist schon etwas in diesem Nischenbereich Schach.

Schachblogs haben ja zwischendurch im Netz eine Durststrecke durchmachen müssen. Stefan Löffler hängte seinen Schachblog an den Nagel. Ilja Schneider schloss die Pforten vom Schachzoo. Der Entwicklungsvorsprung von Georgios Souleidis hat sich größere Auszeiten zwischen den einzelnen Blogbeiträgen genommen. Eine Frage des Durchhaltevermögens? Wie sehen Sie die Schachblogszene im deutschsprachigen Raum?

Joe Boden: Ich kenne mich mit der Szene nicht aus und habe deswegen auch keine Kontakte, Sie ausgenommen, Herr Wiemer. Und an dieser Stelle ein dickes Lob für Ihren ausgezeichneten und gut gemachten Sportblog. Einmal rief mich Franz Jittenmeier vom Schachticker an und wollte, dass ich für ihn schreibe. Er war durch meinen Blog auf mich aufmerksam geworden. Wir hatten ein freundliches Gespräch. Franz ist ja schon etwas älter, aber man merkt immer noch seine Leidenschaft für’s Schach und seinen Schachticker. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich einige interessante Insiderinformationen. Mich interessiert  jedoch in erster Linie nur was ich tue, warum ich es tue und wie ich es tue. Deswegen habe ich auch keine Ahnung, was andere dazu bewogen hat aufzugeben. Wenn man sich mit Schach publizistisch beschäftigt sollte man wissen, dass die Schachspieler eine sehr spezielle Klientel darstellen. Es sind sehr spezielle Menschen mit einem gehörigen Schuss Ego, was für das Schach unerlässlich ist. Von dieser Klientel sollte man keine allzu große Wertschätzung und Anerkennung erwarten. Vielleicht haben die Kollegen, die ihre Blogs nicht weitergeführt haben, das auch erfahren und irgendwann keine Lust mehr gehabt. Es kann natürliche auch ganz andere Gründe gehabt haben, zu wenig Zeit, Motivationsverlust etc. Aber das sind nur Spekulationen.

Gut geführte Blogs benötigen Zeit. Wie viel Zeitbudget investieren Sie monatlich?

Joe Boden: Ich glaube es sind so 20-30 Stunden im Monat.

Der November stand im Blickpunkt der Schachfans. Alles schaute gespannt nach Sotschi. Die Zuschauer vor Ort hielten sich in überschaubaren Grenzen. Dafür boomten die Übertragungen im Internet. Wie sehen sie mit dem Abstand von einigen Wochen das WM-Match zwischen dem norwegischen Schachstar Magnus Carlsen und dem lebenserfahrenen Viswanathan Anand?

Joe Boden: Mein Herz schlug für Anand. Er ist ein Gentleman und besitzt feine Manieren, ist menschlich zugänglich. Zudem ist Anand subtil und sein Spiel besitzt Tiefe. Anands Partien zeigen Kreativität und Eleganz gleichermaßen. Er war nicht ohne Grund Weltmeister. Allerdings zeigte Anand im Match 2014 Nerven trotz seiner langjährigen Turniererfahrenheit. Carlsen präsentiert sich etwas flegelhaft, nicht nur was die Sitzhaltung am Brett anbelangt. Aber Carlsen ist jung, deswegen kann man darüber hinweg sehen. Er ist jedoch auch konzentrationsstark und mit einem unbändigen Willen ausgestattet. Seine Beharrlichkeit erweist sich als effektiv. Für seine Gegner fühlt es sich wohl so an, als würden sie gegen einen alles ausrechnenden Computer spielen, das macht wenig Spaß und macht müde. Auf diese Weise entstehen Fehler und Carlsen macht schließlich den Punkt. Schachlich kann er mich nicht überzeugen. Seine Partien sind meist fehlerfrei, aber ohne jedes Feuer. Er ist ein guter Handwerker. Verstehe nicht, wie man ihn Mozart des Schachs nennen kann. Das muss jemand sich ausgedacht haben, der keine Ahnung von Kunst hat.

Wer und warum hat für Sie die beste Berichterstattung während der Schach-WM 2014 in Deutschland geleistet?

Joe Boden: Ich glaube Chessbase ist bislang immer noch der beste Berichterstatter, was schachliche Ereignisse anbelangt. Vor allen Dingen sind die aktuell. Das ist ziemlich professionelle Arbeit, das kann ein privater Blog aus Zeitgründen einfach nicht leisten. Franz Jittenmeiers Schachticker finde ich ebenfalls ganz gut.

Internet scheint wie geschaffen für die Sportart Schach. Was sind Ihre bevorzugten Quellen im Netz in puncto Schach? Gerne mit kurzer Begründung.

Joe Boden: Wie gesagt, ich schaue gerne bei den Chessbase Nachrichten rein. Und so Blogs wie Der Schachneurotiker von Karl Groß finde ich äusserst unterhaltsam, da Karl seine schachlichen Erlebnisse aus einer sehr persönlichen Sicht darstellt.  Eine Kostprobe davon habe ich auf JOE’S SCHACHBLOG eingebunden unter schachblog.vsud.de/robert-huebner-vs-schachneurotiker/ Ansonsten surfe ich mich quer durchs Netz und picke die eine oder andere Sache für meinen Blog auf.

Joe´s Schachblog beschäftigt sich auch immer wieder mit dem Thema Computerschach. Was fasziniert Sie daran? Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten Jahren?

Joe Boden: Ich gehöre zu den Computerschächern der ersten Stunde. Schon Ende der siebziger Jahre hielt ich meinen ersten MK 1 von Novag in den Händen. Es war ein Weihnachtsgeschenk, welches ich mir selber machte. Von da an hat mich das Virus Computerschach infiziert. Die Krankheit ist unheilbar.

Am 31. März 2014 veröffentlichten Sie einen Blogbeitrag unter dem Titel: Schach-Bundesliga soll attraktiver werden – Marketingchef Bernard Verfürden im Interview. Herr Boden, wie sehen Sie die aktuelle Situation in puncto mediale Berichterstattung der Schachbundesliga?

Joe Boden: Herr Verfürden hat mir damals in einem Interview große Ankündigungen bezüglich des Onlineauftrittes der Schachbundesliga gemacht. Danach kam nichts mehr. Inzwischen  werden die Live-Partien über chess24 online gestellt. Ursprünglich sollte eine eigene Softwarelösung in Auftrag gegeben werden. Das ist wohl nicht geschehen. Auch habe ich in den vergangenen Monaten keinerlei Feedback von Herrn Verfürden mehr zu diesem Thema bekommen. Das ist Marketing, wie man es vermeiden sollte. Sich um Multiplikatoren und Kontakte zu kümmern und diese zu pflegen und mit Informationen zu versorgen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Marketing. Herr Verfürden hat mich da nicht überzeugt.

Diese Woche posteten Sie einen gut aufgedröselten Artikel zu lichess.org und schrieben:

,,Lichess ist eine hochmoderne und innovative Open-Source-Schach-Server-Software, die in jedem Internetbrowser lauffähig ist und ihres gleichen sucht. Zudem ist die Seite werbefrei und kostenlos. Nach meinem Empfinden mit Abstand die beste Online-Schachseite im Netz.“

Was begeistert Sie an Lichess besonders? Wie intensiv sind Ihre eigenen Kontakte in die Open-Source Schachszene?

Joe Boden: Es ist die Idee, die hinter Lichess steht. Lichess ist Open-Source. Der Code ist offen und frei zugänglich für jedermann. Die Entwickler, speziell der Initiatior Thibault, sind dem Schach leidenschaftlich verbunden. Die Begeisterung ist spürbar und erfasst wie eine Welle jeden, der Schach spielt und irgendwann mal ein paar Partien auf Lichess.org spielt. Lichess wird das Online-Schach, so wie wir es bislang kennen, revolutionieren. Obwohl der Lichess-Server erst seit kurzer Zeit online ist, ist die Resonanz der Spieler weltweit gewaltig. Oft sind mehrere Tausend Spieler online. Fast täglich bauen die Entwickler neue Features ein.  Da warten wohl noch einige Überraschungen auf uns. Das Lichess-Forum ist voll von reger Aktivität und Meinungsaustausch. Ideen, Userwünsche, praktische und schachliche Fragen finden dort viel Raum und viel Resonanz. Lichess macht einfach Spaß. Und das hat nichts damit zu tun, dass es kostenlos ist.

Nehmen wir an es wird eine Schachbloggerweltmeisterschaft veranstaltet und der Organisator lädt Sie ein und möchte vorab von Ihnen ein kurze Personenbeschreibung. Was würden Sie dem Veranstalter über sich mitteilen?

Joe Boden: Ich liebe es Dinge zu gestalten, aufzubauen von null an. Ich stecke voller Ideen, mir fällt immer was ein und mir wird nie langweilig. Zudem macht Bloggen mir großen Spaß. Der Spaß steht dabei im Vordergrund. Wenn ich eine Sache beginne, führe ich sie zu Ende. Ich werde auch stark geleitet von der Vorstellung, anderen Menschen durch mein Tun zu nützen. Den Bierernst, den viele mit dem Schach verbinden, teile ich nicht. Schach ist ein Spiel  und das soll es bleiben. Ich mag Wettbewerb, aber ich lasse mich dadurch weder groß anspornen noch entmutigen. Ich bleibe stets in der Mitte. Erfolg ist schön und tut gut, aber menschlich beweist man dadurch absolut nichts.

Wir nähern uns dem Jahresende 2014. Was wünschen Sie sich für Ihren Schachblog im Jahr 2015?

Joe Boden: Ich habe in der Vergangenheit meinen Blog befüllt, also aufgebaut. Mittlerweile hat sich so viel Stoff angesammelt dort, Downloads, Artikel.usw…..da ist wohl für jeden was dabei. Das allein würde reichen den Blog so lange Zeit im Netz zu lassen, ohne dass der Zulauf aufhört. Ich möchte deswegen versuchen in der nächsten Zeit mehr persönlich zu bloggen. Eigene Partien, Interviews mit Spielern und anderen, die im Schachzirkus mitspielen und/oder was bewegen. Schach hat seine eigene Dynamik und auch eine stark psychische Komponente. Das möchte ich gerne transparenter machen und einen tieferen Blick in die Welt der Schachspieler werfen und meine Leser daran partizipieren lassen. Wer ist der Mensch hinter dem Schachspieler? Was treibt ihn an? Was macht die Faszination des Spiels für ihn aus? Welche Bedeutung haben Sieg und Niederlage für den Schachspieler. Was bringt Schach ihm auf der Ebenen zwischenmenschlicher Begegnung. Wie erlebt er Schönheit im Schach usw…Das ist ein großer Anspruch. Mal schauen, ob ich das umsetzen kann.

Herr Boden, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

Vishy Anand gewinnt London Classic 2014

Das London Classic 2014 ist auch bereits wieder Geschichte. Wie schrieb ich am 9. Dezember, einen Tag vor Beginn des renommierten Schachturniers in der englischen Metropole:

,,Vishy Anand, stellt sich nach dem WM-Kampf in Sotschi gegen Carlsen. Ein abtauchen kam für ihn nicht in Frage. Es wird interessant werden ob er den Spannungsbogen nach dem Match im November aufrechterhalten konnte. Viswanathan Anand wirkte auf mich mental und körperlich im olympischen Medienzentrum in Sotschi wesentlich stärker wie mit dem psychologischen Rucksack vor eigenem Publikum in Chennai 2013. Gereicht hat es am Ende trotzdem nicht gegen einen nervenstarken Norweger. Jetzt wäre ihm ein guter Jahresabschluss in London zu wünschen. Ich mag den mehrfachen Schachweltmeister.”

Der gute Jahresabschluss ist Vishy Anand gelungen. Er gewinnt das London Classic 2014. Herzlichen Glückwunsch. Punktgleich mit Giri und Kramnik. Die höhere Anzahl an gewonnenen Partien mit Schwarz beschert dem Sotschi Protagonisten den Turniersieg. Ein paar Impressionen von London. Eingefangen vom begnadeten Profifotografen Ray-Morris-Hill.

Die akribisch erarbeiteten Fotos von London Chess Classic hat Ray-Morris-Hill mir wieder in altbewährter Form, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Hier geht es zu seiner Website: www.rmhphoto.eu

Round 5: Anish Giri vs Vladimir KramnikRound 5: Fabiano Caruana vs Hikaru NakamuraRound 5Round 5: Michael Adams vs Vishy AnandAnish GiriRound 4: Vishy Anand vs Anish GiriRound 4: Hikaru Nakamura vs Michael AdamsRound 3 under wayRound 4

Sport am Bodensee: Schach, Volleyball, Eishockey

Der 3. Advent ist im Sport am Bodensee Terminkalender gut gefüllt. Schach, Volleyball und Eishockey stehen heute auf dem Programm. Die Towerstars haben dabei für gute Stimmung bereits am Freitagabend gesorgt. Durch einen Auswärtssieg nach Penaltyschießen. Frank Enderle, Medienprofi und Pressesprecher der Ravensburg Towerstars, leitet seinen Spielbericht prägnant ein:

,,Mit zwei Punkten nach Penaltyschießen im Gepäck haben die Ravensburg Towerstars die weite Heimreise von Weißwasser nach Ravensburg angetreten. Das Team von Trainer Daniel Naud überzeugte dabei mit einer guten Defensive, einem bärenstarken Torhüter Christian Rohde und den Treffern zu wichtigen Phasen des Spiels.”

Heute warten die Eispiraten Crimmitschau als nächste Aufgabe für das Team von Coach Daniel Naud. Volleyball gibt es auch. Das sich der VfB Friedrichshafen seine 4. Saisonniederlage einhandelt (nach dem verlorenen Auftaktspiel in der Liga gegen Düren und zwei Pleiten in der Champions-League) ist kaum zu erwarten. Diese Woche hatte ich ja dargelegt warum das Pokalspiel vom VfB Friedrichshafen gegen Berlin Recycling kein Festtag für den deutschen Volleyball war. Stichwort dezimierte Volleyball-Bundesliga. Lüneburg hatte aufgrund der Dresdner Turbulenzen diese Woche kein Pokalspiel. Jetzt die Reise zum Bodensee. Ohne despektierlich klingen zu wollen: Zum Heimsieg gegen den heutigen Kontrahenten SVG Lüneburg gibt es keine Alternative für die Häfler mit Kultcoach Stelian Moculesu.

Der  Schachverein Friedrichshafen hat am Freitag seine Blitz-Vereinsmeisterschaft gehabt. Das Endergebnis auf den Podiumsplätzen sah so aus:

1. Dangelmayer 11,5
2./3. Kalker 9,5
2./3. Schnorrberger 9,5

Herzlichen Glückwunsch nochmals an den Blitzmeister Frank Dangelmayer.

Sport am Bodensee Terminkalender

14.12.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – Schachverein Friedrichshafen 1 ab 09.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV Grafing ab 14.00 Uhr

14.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg ab 18.00 Uhr

14.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau ab 18.30 Uhr

19.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – HSG Bärnbach/Köflach ab 19.00 Uhr

19.12.2014 Schach: Wichtel-Turnier mit Buffet beim Schachverein Friedrichshafen ab 19.30 Uhr

20.12.2014 Kiss –  Kindersportschule: Vorweihnachtliches Sportprogramm in der Graf Soden Realschulturnhalle in Friedrichshafen zwischen 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

20.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Ratiopharm Ulm ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EC Pfaffenhofen ab 17.30 Uhr

21.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VSG Coburg / Grub ab 18.00 Uhr

21.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 18.30 Uhr

23.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 20.00 Uhr

28.12.2014 Eishockey: EV Lindau – EHC 80 Nürnberg ab 17.30 Uhr

28.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers ab 18.30 Uhr 

30.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim ab 20.00 Uhr

Nachdenkenswert #261

,,Eine Initiative, sich mit der Region München für die Olympischen Winterspiele 2022 zu bewerben, scheiterte allerdings schon im letzten Jahr am Widerstand der Bevölkerung. In einer Befragung sprachen sich über 50 % in allen beteiligten Gemeinden gegen die Bewerbung aus. Diese wurde dann auch zurückgezogen, beziehungsweise nicht eingereicht. Anscheinend glaubt man im DOSB mit einer Bewerbung um die Sommerolympiade mehr Rückhalt in der Bevölkerung zu finden. Ob man sich in Berlin und Hamburg angesichts der dort vorhandenen Bauruinen Flughafen BER und Elbphilharmonie über eine neue Großbaustelle freuen wird, ist aber eher fraglich.”

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, seit 1997 der verantwortliche Chefredakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite, mit einem intensiven Rückblick auf die Mitgliederversammlung vom DOSB in Dresden in seinem bemerkenswerten Artikel Schach bleibt förderungswürdig, sieht die Bewerbungsaktivitäten in puncto olympische Sommerspiele Berlin oder Hamburg nicht euphorisch sondern eher kritisch.